Sechstes Kapitel.

Hannibal und Scipio.

[403] Als Scipio von Sicilien nach Afrika hinüberging, stand Hannibal noch unbesiegt mit einem mäßigen Heer im unteren Italien. Man könnte die Frage aufwerfen, weshalb Scipio nicht erst hier, wo er leicht eine große Überlegenheit zusammenbringen konnte, Hannibal angegriffen und dem Kriege ein Ende gemacht hat. Die Antwort wird sein, daß Hannibal einem wirklich überlegenen Angriff wohl ausgewichen und endlich mit seinem Heer nach Afrika gegangen wäre. War er aber vor Scipio da, so würde es diesem sehr schwer geworden sein, sich in Afrika festzusetzen und den Anschluß an die Numider zu gewinnen.201 Man kann also eher die Frage umkehren, weshalb Hannibal nicht früher freiwillig Italien geräumt hat, wo er einen positiven Erfolg nicht mehr erhoffen konnte. Die Antwort wird sein, daß Hannibal nicht mehr die Besiegung Roms, sondern einen leidlich günstigen Frieden anstrebte und annahm, daß die Römer für die Räumung Italiens immer noch einen Preis zahlen würden. Selbst als Scipio in Afrika gelandet war, folgte Hannibal ihm nicht sofort. Er wußte, daß der Römer so sehr viel nicht werde aus richten können, am wenigsten der Stadt Karthago selber, deren Befestigung den dreifachen Umfang des damaligen Rom hatte (26905 Meter), etwas anhaben. Gelang es seinen Landsleuten, ohne ihn des Scipio Herr zu werden, während die Römer ihrerseits die Punier aus Italien nicht zu vertreiben vermochten, so waren die[403] Kräfte einigermaßen im Gleichgewicht und auf dieser Basis konnte ein Friede geschlossen werden.

Erst als Scipio bereits zwei Jahre in Afrika war und durch einige glückliche Schläge und Unternehmungen eine unerwartet große Stellung gewonnen, namentlich Syphax in seine Gewalt gebracht und an Masinissa einen starken Bundesgenossen gefunden, da verließ Hannibal mit dem Rest seiner Truppen Italien und erschien zum letzten Kampfe in Afrika. Sein Erscheinen ermutigte die Karthager, einen bereits geschlossenen Waffenstillstand und Frieden zu brechen, und es kam nunmehr darauf an, wer die militärische Übermacht entwickeln würde. Außer Hannibals Veteranen waren auch Truppen seines Bruders Mago, Balearen, Ligurer, Kelten angelangt; man warb unter den afrikanischen Stämmen, und die karthagischen Bürger ergriffen selber die Waffen. Was fehlte, war die große Mehrzahl namentlich der näher zeltenden Numiderstämme, die jetzt von Masinissa für die Römer in die Waffen gerufen wurden.

Von beiden Seiten rüstete man mit der größten Anstrengung. Mit kluger Berechnung nahm Hannibal sein Hauptquartier nicht in Karthago selbst, sondern in einer kleinen Seestadt 5-6 Tagemärsche südlich von Karthago, Hadrumet. Hier wahrte er seine Veteranen vor der verführerischen Berührung mit der Hauptstadt, hier hatte er die auszubildenden neuen Truppen sicherer in der Hand, von hier hätte er jede Bewegung Scipios gegen Karthago selber im Rücken gefaßt und war seinerseits durch die Flankenstellung Karthagos wieder gedeckt gegen einen Angriff der Römer, ehe seine Rüstungen vollendet waren. Es scheint, daß an dreiviertel Jahre vergangen sind,202 bis Hannibal, immer noch mit einer sehr schwachen Kavallerie, sich gegen die Römer in Bewegung setzte. Er tat es mit gutem Grund. Noch hatte Scipio sich nicht mit Masinissa vereinigt; wenn es also gelang, ihn vor dieser Vereinigung zu fassen oder zwischen beide zu kommen und sie auseinanderzuhalten, so war der Sieg der Punier gesichert. Scipio hatte noch nicht einmal einen Hafen in Besitz, sondern auf[404] einer Halbinsel nahe bei Utica, das er vergeblich berannt hatte, ein befestigtes Lager (castra Corneliana) als Stützpunkt angelegt. Von hier aus war er einige Tagemärsche das fruchtbare Bagradas-(Medjerdja-)Tal aufwärts ins Innere vorgerückt und plünderte und verwüstete das Land.

Da wurde ihm gemeldet, daß Hannibal von seinem Waffenplatz, Hadrumet, aus gegen ihn vorgerückt und bei Zama, dem


6. Kapitel. Hannibal und Scipio

westlicheren Orte dieses Namens, angelangt sei. Seine Lage war kritisch.

Blieb er abwartend im Bagradastal und wurde von Hannibal angegriffen, ehe die numidischen Verstärkungen angelangt waren, so war seine Niederlage besiegelt.

Ging er auf sein Strandlager zurück, so wurde er hier von Hannibal eingeschlossen, war definitiv von Masinissa getrennt und hatte Hannibals Führung gegenüber keine Aussicht, das Schicksal zu wenden. Die Expedition war gescheitert, und er hätte froh sein müssen, wenn er sein Heer leidlich unversehrt wieder nach Sicilien zurückbrachte.

In diesen Zeitpunkt versetzt die Tradition die berühmte persönliche[405] Besprechung zwischen den beiden Feldherren, in der Hannibal als der Friedenbittende erscheint. Kein Zweifel, daß, wie Konrad Lehmann dargetan hat, diese Zusammenkunft ein Phantasiegemälde des Ennius ist. Nichts lag in jenem Augenblick dem Hannibal ferner, als die Römer um Frieden anzugehen, und Scipios Seele war mit ganz anderen Vorstellungen als unbedingter erhabener Siegesgewißheit erfüllt. Drei punische Spione, die in seinem Lager ergriffen wurden, soll er nicht bestraft, sondern sie in stolzem Selbstbewußtsein, nachdem ihnen alles gezeigt war, zu Hannibal entlassen haben. Die Erzählung ist fast wörtlich von Ennius aus Herodots Perserkriegen entnommen,203 von ihm in die römische Tradition, so auch zu Polybius und in den festen Bestand der Geschichtsschreibung übergegangen. Wir erkennen, wie vorsichtig wir die Darstellung der Quellen betrachten müssen. Viel mehr aus dem Charakter der Sachlage als aus diesen freien Gestaltungen der Phantasie müssen wir die Maßstäbe unseres Urteils zu gewinnen suchen. Weder Scipio noch Hannibal werden dabei verlieren. Es ist dasselbe, was wir schon bei den Perserkriegen beobachten konnten: das Heldentum der Griechen ist für das wahre Verständnis nicht geringer geworden, weil wir die Zahlen der Perserheere so stark reduziert haben. Legende und Poesie malen darum noch nicht falsch, weil sie mit anderen Farben malen als die Historie. Sie reden nur eine andere Sprache, und es handelt sich darum, aus dieser richtig ins Historische zu übersetzen.

Der große Entschluß Scipios, der Entschluß, der ihn unter die größten Feldherren der Weltgeschichte einreiht und allen poetischen Bildern, die Ennius zu seinem Preise erfand, das Recht der inneren Wahrheit verleiht, war, daß Scipio, die Hoffnung in die Kühnheit setzend, seine Verbindung mit dem Meere, jeden Rückzug und jede Möglichkeit der Rettung im Falle einer Niederlage aufgab und, da er es nicht wagen durfte, länger auf Masinissa zu warten, ihm in das Innere des Landes entgegenzog. Dicht vor Hannibal weg muß er abmarschiert sein. In der Nähe der Stadt Naraggara, an der Grenze des heutigen Tunis und Algier, traf er mit Masinissas Truppen zusammen und erwartete hier die[406] Ankunft Hannibals, dem nichts übrig geblieben war, als ihm zu folgen, zur Entscheidungsschlacht.

Wir haben gesehen, wie bis zum letzten Augenblick das Zünglein der Wage in dieser Schlacht schwankte. Aber die ganze Kraft der Seele, die dazu gehörte, sowohl den Abmarsch auf Naraggara zu befehlen, wie die Einzelheiten der Schlacht nachher mit unbeirrbarer Kaltblütigkeit zu leiten, vermögen wir erst nachzuempfinden, nachdem wir beides ineinander eingeordnet, die Schlacht innerhalb der strategischen Situation, den strategischen Entschluß von des Schermessers Schneide aus, auf der die Schlacht stand, gemessen haben.

Sehr merkwürdig spiegelt sich in dem unrichtigen Namen, der sich in der Tradition für die Schlacht festgesetzt hat, Zama, das Verzweifelte des Entschlusses des römischen Feldherrn bis in die Gegenwart fort. Selbst nach dem Siege hat er nicht gewagt, in seiner Meldung nach Hause den ganzen strategischen Zusammenhang, den Marsch fort von der Küste in das Innere einzugestehen, hat nicht den Ort der Schlacht selbst, sondern nur das Hauptquartier Hannibals bei seinem letzten Halt namhaft gemacht, und so ist die Schlacht nach diesem benannt und dadurch der strategische Zusammenhang so verwischt worden, daß man hat zweifeln können, ob das westliche oder östliche Zama gemeint sei. Man darf diesen Marsch Scipios vergleichen mit dem Abmarsch der Schlesischen Armee von der Mulde über die Saale im Oktober 1813 und dem Rückzug von Ligny auf Wavre 1815, welche beiden Operationen es gewesen sind, denen Napoleon strategisch unterlag, und wenn Scipio statt sich der unerhörten Kühnheit seines Entschlusses zu rühmen, die Gefahr, die er siegreich bestanden, eher versteckt und verschleiert hat, so erinnert das an Moltke, der seine genialste und kühnste strategische Tat, den getrennten Einmarsch in Böhmen, gegen die Kritikaster als »Abhilfe in einer ungünstigen Situation« bezeichnete.

Auch nach dem Siege von Naraggara konnte Scipio mit seiner mäßigen Macht nicht daran denken, Karthago selbst zu belagern und zu erobern. Rom war wirtschaftlich und moralisch durch den langen Krieg so erschöpft, daß es größere Mittel weder hergeben konnte noch wollte, und schon bildeten sich in der macedonisch-griechischen[407] Staatengruppe Verhältnisse, die eine Einmischung und einen neuen Krieg in nahe Aussicht stellten. Wie die Weisen von Rom Scipios Expedition nach Afrika nicht hatten gutheißen wollen und Unheil prophezeiten, so waren sie auch jetzt nach dem Siege wieder zur Stelle, aber auf dem entgegengesetzten Ende, und fanden, daß der Sieg bis zur völligen Niederwerfung der Rivalin verfolgt werden müsse. Aber der Sieger von Naraggara zeigte, daß ebenso wie seine Kraft er auch die Grenze seiner Kraft richtig abzuschätzen wisse, und man sollte den Vorwurf derer, die schneidig sein wollten, indem sie nichts als neidisch waren, er habe den Frieden geschlossen, um nicht den Ruhm dieses Ereignisses einem Nachfolger zu hinterlassen, heute nicht mehr wiederholen. Es würde lange gedauert haben, bis ein Nachfolger Scipios in der Fortsetzung des Kampfes gegen Hannibal und die unübersteigliche Mauer Karthagos Ruhm geerntet hätte. Scipio wußte besser, was seiner Vaterstadt frommte, und nahm das Friedensangebot, das man ihm nunmehr unter Hannibals Befürwortung brachte, an. Die Bedingungen gingen nicht so sehr wesentlich über diejenigen hinaus, die Scipio schon ein Jahr früher, vor Hannibals Ankunft, gestellt, und das römische Volk genehmigt hatte. Die Bedeutung der Schlacht bei Naraggara liegt also nicht sowohl in dem positiven augenblicklichen Gewinn, den der römische Staat machte, als negativ darin, daß Karthago in seinem letzten Aufschwung gebrochen war und seine Bürger die Hoffnung auf die Zukunft verloren. Die hauptsächlichste Bedingung, die dem neuen Frieden hinzugefügt wurde, war, daß Karthago ohne Roms Zustimmung keinen Krieg führen dürfe, sich also seiner vollen Souveränität vergab.

Ob diese Bestimmung ein leerer Buchstabe bleiben würde oder wirklich der selbständigen karthagischen Politik ein Ende machte, war bei dem Abschluß des Friedens selber noch nicht mit Sicherheit zu erkennen. Von den Weltverhältnissen, von der Politik Macedoniens und Syriens, von der inneren Entwicklung Roms und Karthagos hing es ab, ob die besiegte Stadt sich dauernd dieser Bestimmung unterwerfen würde. Die Folge hat gezeigt, daß die Niederlage von Naraggara die Kraft Karthagos endgültig gebrochen hatte. Sechs Jahre später, im Jahre 195, nachdem die[408] Römer mittlerweile ohne Eingreifen der Karthager auch die Macedonier niedergeworfen, trieben auf Anforderung der Römer die Karthager Hannibal aus der Vaterstadt aus, und erst dies Ereignis gab dem Frieden seine definitive Auslegung.

Hannibal und Napoelon sind die beiden großen Feldherren der Weltgeschichte, die schließlich besiegt wurden, ohne an ihrem Ruhme, an ihrer historischen Größe deshalb einzubüßen. Ja, sie sind so groß, daß die Historie sich stets versucht gefühlt hat, ihre Besieger strenger zu beurteilen als sie selbst, um nur ja nicht die Vorstellung aufkommen zu lassen, als ob der Sieger mehr gewesen sei als der Besiegte. Mögen die Römer Scipio gepriesen haben, wie die Engländer Wellington, allenthalben, wo der Nationalstolz nicht ins Spiel kam, hat man Vorbehalte gegen ihre Größe gemacht, ja von Wellington wohl gar mit einer gewissen Geringschätzung gesprochen, und am allerwenigsten ist der General zur Geltung gekommen, der um die strategische Überwindung Napoleons das größte Verdienst hatte: Gneisenau. Hier konnte von einer Vergleichung mit Napoleon überhaupt kaum die Rede sein, da ja nicht er, sondern Blücher der Feldherr der Preußen war und bei diesem wieder der Anspruch, als Stratege neben Napoleon zu gelten, gar nicht erhoben wurde.

Mag man den Besiegten diese Genugtuung in der Geschichtsschreibung gönnen, da ja die anderen an dem Siege selbst des Lohnes reichlich davongetragen haben, so muß eine Betrachtung wie die unsere doch sorgfältiger abwägen. Von den neueren Feldherren wird später zu reden sein. Von Scipio aber muß es ausdrücklich gesagt werden, wie schon unsere ganze Darstellung gezeigt hat, daß er zwar gewiß nicht über, aber doch mit vollem Recht neben Hannibal gestellt werden darf. Das nüchterne Römertum mit seinen strengen, autoritativen Staatsformen, läßt die Individualitäten nicht so lebensprudelnd hervortreten wie Griechenland. Der gemeinsame Zug der Disziplin beherrscht alles einzelne so, daß man sich fast scheut, von einem Genie zu sprechen, das doch immer durchaus individuell sein muß. Aber wahrlich, man darf mit diesem Wort nicht kargen bei dem Mann, der dem römischen Heer neue taktische Formen gab, der den Zug nach Afrika und den Abmarsch vom Bagradas-Tal nach Naraggara wagte,[409] der die Schlacht gegen Hannibal durch die gefährlichste Krisis hindurch mit Sicherheit leitete und schließlich doch seine Forderungen nicht überspannte, sondern den rechten Frieden schloß. Wir erkennen aber von Scipio noch mehr als die Linien abstrakter Größe, wie sie uns die Ereignisse selber hinzeichnen. Es ist uns gestattet, diesen Feldherrn auch von Angesicht zu Angesicht zu erblicken, in dem Bilde, das uns Mommsens Gestaltungskraft nach den Berichten der Quellen geschaffen und mit dem ich mir nicht versagen möchte, diese Darstellung des zweiten punischen Krieges abzurunden, freilich nachdem es mir gelungen ist, es, wie ich hoffe, vermöge dieser Forschung durch den letzten entscheidenden Zug, den Nachweis der vollen Größe des Feldherrn und des Staatsmannes zu ergänzen. Mommsen fügt die Charakteristik Scipios ein, als dieser vor dem römischen Volke auftritt, um sich, nachdem die römischen Heere geschlagen worden, um das Kommando in Spanien zu bewerben.

»Der Sohn, der den Tod des Vaters zu rächen ging, dem er neun Jahre zuvor am Ticinus das Leben gerettet hatte, der männlich schöne junge Mann mit den langen Locken, der bescheiden errötend in Ermangelung eines Besseren sich darbot für den Posten der Gefahr, der einfache Kriegstribun, den nun auf einmal die Stimmen der Centurien zu der höchsten Amtsstaffel erhoben – das alles machte auf die römischen Bürger und Bauern einen wunderbaren unauslöschlichen Eindruck. Es ruht ein besonderer Zauber auf dieser anmutigen Heldengestalt; von der heitern und sichern Begeisterung, die Scipio halb gläubig, halb geschickt vor sich hertrug, ist sie durchaus wie von einer blendenden Aureole umflossen. Mit gerade genug Schwärmerei, um die Herzen zu erwärmen, und genug Berechnung, um das Verständige überall entscheiden und das Gemeine nicht aus dem Ansatz wegzulassen; nicht naiv genug, um den Glauben der Menge an seine göttlichen Inspirationen zu teilen, noch schlicht genug, ihn zu beseitigen, und doch im Stillen innig überzeugt, ein Mann von Gottes besonderen Gnaden zu sein – mit einem Wort, eine echte Prophetennatur; über dem Volke stehend und nicht minder außer dem Volke; ein Mann felsenfesten Wortes und königlichen Sinnes, der durch Annahme des gemeinen Königtitels sich zu[410] erniedrigen meinte, aber ebensowenig begreifen konnte, daß die Verfassung der Republik auch ihn band; seiner Größe so sicher, daß er nichts wußte von Neid und Haß und fremdes Verdienst leutselig anerkannte, fremde Fehler mitleidig verzieh; ein vorzüglicher Offizier und feingebildeter Diplomat ohne das abstoßende Sondergepräge dieses oder jenes Berufs, hellenische Bildung einigend mit dem vollsten römischen Nationalgefühl, redegewandt und anmutiger Sitte, gewann Publius Scipio die Herzen der Soldaten und der Frauen, seiner Landsleute und der Spanier, seiner Nebenbuhler im Senat und seines größeren (so Mommsen; hier ändere ich) karthagischen Gegners. Bald war sein Name auf allen Lippen und er der Stern, der seinem Lande Sieg und Frieden zu bringen bestimmt schien.«


Quelle:
Hans Delbrück: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte. Berlin 1920, Teil 1, S. 403-411.
Lizenz:

Buchempfehlung

Auerbach, Berthold

Barfüßele

Barfüßele

Die Geschwister Amrei und Dami, Kinder eines armen Holzfällers, wachsen nach dem Tode der Eltern in getrennten Häusern eines Schwarzwalddorfes auf. Amrei wächst zu einem lebensfrohen und tüchtigen Mädchen heran, während Dami in Selbstmitleid vergeht und schließlich nach Amerika auswandert. Auf einer Hochzeit lernt Amrei einen reichen Bauernsohn kennen, dessen Frau sie schließlich wird und so ihren Bruder aus Amerika zurück auf den Hof holen kann. Die idyllische Dorfgeschichte ist sofort mit Erscheinen 1857 ein großer Erfolg. Der Roman erlebt über 40 Auflagen und wird in zahlreiche Sprachen übersetzt.

142 Seiten, 8.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Große Erzählungen der Hochromantik

Große Erzählungen der Hochromantik

Zwischen 1804 und 1815 ist Heidelberg das intellektuelle Zentrum einer Bewegung, die sich von dort aus in der Welt verbreitet. Individuelles Erleben von Idylle und Harmonie, die Innerlichkeit der Seele sind die zentralen Themen der Hochromantik als Gegenbewegung zur von der Antike inspirierten Klassik und der vernunftgetriebenen Aufklärung. Acht der ganz großen Erzählungen der Hochromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe zusammengestellt.

390 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon