Erstes Kapitel.

Einleitung.

[489] Wir haben bisher vorzugsweise die Methode verfolgt, unter Beiseitesetzung der Chronologie zuerst systematisch oder in Behandlung einer besonderen Schlacht von der Taktik der Epoche eine sichere Anschauung zu gewinnen und dann erst von diesem festen Punkt ausgehend zur Untersuchung der Strategie fortzuschreiten. Bei Cäsar ist es nicht nötig, so zu verfahren. Alle einzelnen Elemente seiner Feldherrnkunst sind uns bereits bekannt; wir haben nur zu zeigen, wie er in ihrer Anwendung die Kriegskunst des Altertums auf ihren Höhepunkt gebracht hat und selber deshalb als der größte Künstler der Antike anzusehen ist.

So eingehend und vorzüglich wir durch Cäsars eigene Schriften über seine Feldzüge unterrichtet sind, so bleiben wir doch unter dem Mangel der einseitigen Berichterstattung. Selbst über den Bürgerkrieg sind die Überlieferungen aus dem pompejanisch-senatorischen Lager verschwindend gering und unsicher im Verhältnis zu der breiten Erzählung Cäsars und seiner Anhänger, und über die gallisch-germanischen Kriege haben wir schlechthin nur die Aussagen der siegreichen Römer. Das darf man keinen Augenblick vergessen, und man kann auch nicht sagen, daß die Kritik es bisher vergessen habe, aber sie konnte, so zu sagen, nichts machen, sie war hilflos. So unermeßlich die Fülle der erläuternden Schriften zu den Cäsarischen Kriegen ist, so ist die Kritik doch noch nicht wirklich durchgedrungen. Es fehlten ihr die Mittel, dem großen Feldherrn, der zugleich sein eigener und nicht minder großer Historiker ist, zu Leibe zu gehen und durch seine Darstellung hindurch den Dingen auf den Grund zu kommen. Dazu gehörten Werkzeuge, die erst allmählich, in langer, aneinanderschließender Arbeit zu schaffen waren, eine Erkenntnis der Organisation und Taktik der Truppen, der Bedeutung der technischen Ausdrücke, geographische und topographische[489] Untersuchungen und statistische Feststellungen über die Heereszahlen. Alle diese Vorbedingungen sind heute durch die generationenlangen Arbeiten von Philologen, Archäologen, Historikern und Militärs, durch Reisen, Ausgrabungen und methodische Vergleichungen so weit gefördert, daß die Kritik es wagen darf, den Kampf mit dem Titanen aufzunehmen, ihm ins Auge zu schauen und ihn zu zwingen, sich in seinem objektiven Sein zu enthüllen.


1. Von den älteren Werken über das Kriegswesen Cäsars sind die wichtigsten und noch heute heranzuziehen W. RÜSTOW »Heerwesen und Kriegführung C. Julius Cäsars«, 2. Aufl. 1862, und Freih. Aug. v. GÖLER, Großh. badischer Generalmajor, »Cäsars gallischer Krieg und Teile seines Bürgerkrieges«, 2. Aufl., herausg. v. E. A. v. Göler 1880. Eine Neubearbeitung des ganzen Stoffes unter sorgfältiger Benutzung der gesamten neueren Literatur bietet FRANZ FRÖHLICH, Das Kriegswesen Cäsars. 1889 u. 1890. Einige Ausstellungen an diesem Buche, aber nicht gerade sehr wesentliche, hat Fr. Cauer gemacht in der Hist. Zeitschr. Bd. 64 S. 123 und Bd. 66 S. 288. Sehr eingehend hat gegen eine Reihe von Punkten polemisiert Oberst Stoffel in der Revue de philologie Bd. XV (1891).

Das Leben Cäsars von NAPOLEON III. ist mit zwei Bänden nicht über den gallischen Krieg hinausgekommen und bricht mit der Überschreitung des Rubicon ab. Wenn es auch als schriftstellerische Leistung nicht gerade hoch steht, so ist es wissenschaftlich doch immer heranzuziehen und durch geographische Untersuchungen, Ausgrabungen und Experimente, zu denen es Veranlassung gegeben hat, von hohem Verdienst. Sehr viel höher aber steht die Fortsetzung »Histoire de Jules César, guerre civile, par le colonel Stoffel.« Zwei Bände in Großquart 1887. Oberst Stoffel war als Flügel- Adjutant des Kaisers schon bei den Vorarbeiten, die dieser machen ließ, sehr beteiligt, hat auch in den Jahren 1866 bis 1870, während seines Aufenthaltes in Berlin, noch daran gearbeitet und, nachdem die Kriegsereignisse die Arbeiten unterbrochen und dem öffentlichen Leben des Obersten wie seines kaiserlichen Heern ein Ende bereitet, die Arbeiten im Jahre 1879 wieder aufgenommen und sie unter Bereisung aller Kriegsschauplätze und Schlachtfelder Cäsars zu Ende geführt. Auf Schritt und Tritt bedeutet dieses Werk den wesentlichsten Fortschritt. Stoffel ist ebensosehr der wirkliche Gelehrte, dem auch nicht der leiseste Schimmer von Dilettantismus anhaftet, wie er der kriegserfahrene Soldat ist. Wenn ich trotzdem ziemlich häufig von ihm abweiche, so gehen diese Abweichungen wohl alle auf eine einzige tiefgehende Differenz zurück, den Grad der Skepsis und der Kritik, den ich Cäsars eigener Erzählung gegenüber für geboten halte und durch ein von Stoffel vernachlässigtes Moment, das statistische, zu begründen hoffe.

Außer dem Bürgerkrieg hat Oberst Stoffel als Nachtrag zu dem[490] Werke des Kaisers noch eine sehr wertvolle Monographie über die beiden ersten Feldzüge des gallischen Krieges veröffentlicht: »Guerre de César et d'Arioviste et premières opérations de César en l'an 702 par le colonel Stoffel.« Paris 1890. 164 S. 40.

Eben indem ich die letzte Feile an dieses Kapitel legen will, um das Manuskript in die Druckerei zu schicken, gelangt noch »Caesars conquest of Gaule by T. Rice Holmes«, London 1899, 845 Seiten, in meine Hände. Es ist ein ebenso gelehrtes wie scharfsinniges Buch, das noch den besonderen Vorzug hat, mit einem reizenden Humor zu polemisieren, und alles, was sich unter irgend einem Gesichtspunkt auf das bellum Gallicum bezieht, in sich vereinigt. Ich begegne mich mit ihm in der Wertschätzung, die wir den Arbeiten und dem Urteil Stoffels entgegenbringen. Wo ich von ihm abweiche, was doch ebenso wie bei Stoffel ziemlich häufig ist, werde ich das noch besonders begründen.

Im übrigen verweise ich für die Literatur neben JÄHNS, Geschichte der Kriegswissenschaften, auf desselben Verfassers sehr eingehende Studie »Cäsars Kommentarien und ihre literarische und kriegswissenschaftliche Folgewirkung«, VII. Beiheft zum Milit. Woch. Bl. 1883, der ich mehrere wichtige Zitate und Beobachtungen verdanke.

1906 ist die Cäsar-Literatur vermehrt worden durch das Werk des k. k. Oberleutnants G. VEITH »Geschichte der Feldzüge C. Julius Cäsars« (Wien, L. W. Seidel und Sohn). So groß das Werk angelegt ist, so bedeutet es doch keinen wissenschaftlichen Fortschritt. Der Verfasser bewegt sich noch in der Vorstellung, daß die römischen Cohorten in der Front zwischen sich ein Intervall von Cohortenbreite gelassen hätten und findet den »Beweis« dafür (S. 48, S. 486) in dem »militärischen Terminus technicus quincunx«, welcher militärische Terminus technicus aber nicht etwa von Livius, sondern von Lipsius stammt. (Vergl. die Kritik von Rud. SCHNEIDER, Götting. Gel. Anz. Jahrg. 169, S. 419 (Juniheft 1907). Die Angabe des Verfasser (S. 483), daß er »in allen wesentlichen Punkten ausschließlich auf die Originalquellen zurückgehe«, beruht daher auf einer Selbsttäuschung, nicht minder als seine Meinung, daß seine Eigenschaft als Oberleutnant ihn befähige, auf dem Gebiet der Kriegsgeschichte als Fachmann aufzutreten.

2. Über die Einzelfragen und Antiquitäten des Cäsarischen Kriegswesens halten sich deutsche Leser jetzt am besten an das Fröhlichsche Buch (276 Seiten). Indem ich generell auf dieses verweise, will ich einige Punkte, in denen ich, meist in Übereinstimmung mit Stoffel, von ihm abweiche, hier kurz zusammenstellen. Außer der oben schon erwähnten Kritik Stoffels kommen dabei wesentlich die »Remarques générales« in Betracht die Stoffel seinem Leben Cäsars angefügt hat.

Fröhlich S. 9 bezweifelt, daß die 13. Legion, mit der Cäsar den Rubicon überschritt, wie Plutarch berichtet, 5000 Mann stark gewesen sei, da sie viele Jahre im Krieg gewesen sei und niemals Ersatz bekommen[491] habe. Stoffel, Revue de philol. S. 140, führt dagegen mit Recht aus, daß Cäsar zweifellos seine Legionen durch Ersatzmannschaften ergänzte. Wenn uns einmal von einem »supplementum« berichtet wird, das nicht eingestellt, sondern besonders organisiert war (b. G. VII, 57), so war das ein Übergangszustand. Wenn nun trotz dieses Systems der allmählichen Wiederauffüllung alte und junge Legionen immer unterschieden und endlich die alten Legionen, statt nur die alten Mannschaften aus ihnen zu entlassen, völlig aufgelöst werden, so wird sich das dadurch erklären, daß die Verluste an Toten in den antiken Schlachten in der Regel nur gering waren – es sei denn im Fall einer Niederlage, wo leicht der ganze Truppenteil vernichtet wurde. Die Zahl der ganz jungen Leute so gering, daß a potiori die Legionen selbst als alte und junge unterschieden werden konnten.

Stoffel will nun trotzdem die Stärke der Legion Cäsars sehr gering ansetzen und verwirft sogar den Begriff der »Normalstärke der Legion«, der nicht mehr Berechtigung habe, als ob man heute von der »Normalstärke einer Division« sprechen wolle. Eine Division ist aber etwas anderes als eine Legion zu Cäsars Zeiten. Die ältere römische Legion, die noch ihre feste Beigabe an Reitern und Leichten hatte, kann man wohl, insofern sie alle Truppengattungen in sich vereinigte, mit einer modernen Division vergleichen. Das war aber zu Cäsars Zeit längst nicht mehr der Fall: man kann diese Legion daher viel eher mit der modernen Infanterie-Brigade zusammenstellen, insofern sie etwa deren Stärke hat, oder mit dem Regiment, insofern sie einen Verwaltungskörper bildet. Alle diese Vergleiche aber fördern nicht. Das Entscheidende ist, daß nach ganz festem Schema die Legion 320 Kohorten zu je 3 Manipeln zu je 2 Centurien hatte. Diese kleinsten Körper müssen notwendig eine Normalzahl gehabt haben. Exerzitium, Lager, Verpflegung, Befehlserteilung wären unerträglich erschwert, wenn nicht die unteren taktischen Einheiten annähernd gleich stark sind. Hatten also die Centurien und Manipel eine Normalstärke, so hatte sie auch die Legion, und die bei Fröhlich angeführten Stellen lassen keinen Zweifel darüber, daß diese Normalstärke 6000 Mann für die Legion, 600 für die Kohorte, 200 für den Manipel, 100 für die Centurie war.

Der Haupteinwand, den man gegen diese Annahme erheben kann, wird bei de Stärkeberechnung für die Schlacht von Pharsalus erledigt werden.

S. 17 sagt Fröhlich, die Centurionen seien mit den modernen Feldwebeln, nicht den Hauptleuten, zu vergleichen. Das trifft, wie oben ausgeführt, nur auf ihren sozialen Status zu; ihrer Funktion nach entsprechen sie aber den modernen Hauptleuten, und es ist gerade für die Geschichte Cäsars von entscheidender Wichtigkeit, daß im römischen Heer die fundamentale Funktion des »Hauptmanns und Kompagniechefs« in der Hand von Männern des sozialen Unteroffiziers-Status war.[492]

S. 19 legt Fröhlich die geringe militärische Qualität von Cäsars Kriegstribunen dar. Der Kern ist richtig, aber die Farbe ist doch zu stark aufgetragen, wie Rice Holmes S. 570 beweist, der zusammenstellt, wie viel wichtige Funktionen diese Tribunen doch nachweislich erfüllt haben.

Stoffel, Guerre de César et d'Arioviste p. 127 meint, daß im Laufe des gallischen Krieges die Legaten, die ja ursprünglich nur hohe Offiziere zur Verfügung des Feldherrn waren, in ein festeres Verhältnis zu den einzelnen Legionen getreten und deren ständige Kommandanten geworden seien. Holmes, p. 568, glaubt, wohl mit Recht, dem widersprechen zu müssen. Das Verhältnis der Legaten zu den einzelnen Truppenteilen blieb unter Cäsar, wie es bis dahin in der römischen Armee gewesen war; demgemäß erfuhr also auch die Tätigkeitssphäre der Tribunen nicht eine Einschränkung durch Cäsar.

Über die antesignani, Fröhlich S. 29, ist bereits oben das Nötige bemerkt.

S. 38 schließt sich Fröhlich der Ansicht Schambachs an, daß Cäsar wieder wie in alter Zeit mit jeder Legion einen festen Satz an Kavallerie verbunden habe. Mir wollen die Ausführungen Schambachs nicht recht beweiskräftig erscheinen. Es kommt indessen so sehr viel nicht darauf an. Auch Holmes S. 583 S. 583 verwirft die Ansicht Fröhlichs.

S. 42 das Kapitel über die evocati ist gemäß dem oben S. 446 Ausgeführten dadurch zu vervollständigen, daß zwischen den evocati im zweiten Jahrhundert v.Chr., die bloße rengagés und sehr zahlreich waren, und denen des ersten, die eine Ehrentruppe, Stabswache der Feldherren bildeten, unterschieden wird. Hieraus ergibt sich auch eine einfache und einleuchtende Interpretation des vielumstrittenen Kapitels bell. civ. III, 91 (nach R. Menge, Berl. Philol. Wochenschr. 1890 p. 273). Das Kapitel lautet:

»Erat Crastinus evocatus in exercitu Caesaris, qui superiore anno apud eum primum pilum in legione X duxerat, vir singulari virtute. Hic signo dato: Sequimini me, inquit, manipulares mei qui fuistis, et vestro imperatori, quem constituistis, operam date. Unum hoc proelium superest; quo confecto et ille suam dignitatem et nos nostram libertatem recuperabimus. Simul respiciens Caesarem: Faciam, inquit, hodie, imperator, ut aut vivo mihi aut mortuo gratias agas. Haec cum dixisset, primus ex dextro cornu procucurrit, atque eum electi milites circiter CXX voluntarii eiusdem centuriae sunt prosecuti.«

Die Centurie, die Crastinus anredet, ist eine Centurie der aus evocati bestehenden Stabswache, die auf dem rechten Flügel stand. Als es in den Bürgerkrieg ging, hatte Cäsar, wie wir annehmen dürfen, als Sporn für die ganze Armee die längstgedienten Leute, am meisten der zehnten Legion, zu evocati ernannt. Da Crastinus primipilus in dieser Legion gewesen war, so waren sie meist in seinem Manipel gewesen, und er konnte sie als seine ehemaligen Manipularen anreden. Als evocati galten sie für Leute, deren Dienstzeit eigentlich abgelaufen war, die nur für diesen Krieg sich noch einmal freiwillig verpflichtet und Cäsar als ihren Feldherrn anerkannt[493] hatten, nach dem Kriege aber ihrer Verpflichtung entbunden waren und ihre »Freiheit wiedererlangten«.

S. 72 meint Fröhlich, die Legionen hätten bei den Schanzarbeiten den Panzer umbehalten. Mit Recht ist das von Stoffel, Revue de Philologie, S. 142, zurückgewiesen.

Ebenso weist Stoffel mit Recht die Meinung zurück (Fröhlich, S. 75 und 127) der Soldat habe sein Mehl für 16 Tage selber getragen.

Über das Marschieren der Römer, Fröhlich, S. 104 u. S. 200, vgl. unten Kap. 3.

Daß die Legionare auch den Bogen gehandhabt hätten, wie Fröhlich, S. 105, meint, ist nicht anzunehmen und wird durch die von ihm angeführte Stelle nicht bewiesen.

S. 121 moniert Stoffel, daß von einem Pilum mit amentum gesprochen werde; das Pilum wurde nie mit dem amentum (Wurfriemen) geworfen, sondern nur leichtere Geschosse.

Die Distanz der Türme in der Contravallationslinie um Alesia betrug 80 Fuß. Fröhlich, S. 145, will die Entfernung als die Breite einer Manipelfront ansehen. Stoffel erklärt sie besser durch die Tragweite der römischen Geschosse.

S. 169 übernimmt Fröhlich aus Vegetius gewisse unrichtige Vorstellungen über den cuneus, von dem im nächsten Bande zu handeln sein wird.

S. 183 schildert Fröhlich das Manöver, das Cäsar die 7. und 12. Legion in der Nervierschlacht machen ließ, als hätten die Legionen Rücken an Rücken gefochten. Richtiger hat es Giesing so aufgefaßt, daß von beiden die hinteren Glieder Kehrt machten. N. Jahrb. f. Philol. Bd. 145 (1892) S. 493.

3. Der Reiterei Cäsars müßte eigentlich ein eigenes Kapitel gewidmet werden, oder noch richtiger, neben der Entwicklung der Infanterietaktik hätte von Anfang an eine parallele Geschichte der Kavallerie gehen müssen. Schon in den Perserkriegen, bei Philipp und Alexander, von Hannibal an in der römischen Geschichte macht sie sich aufs stärkste geltend oder gibt geradezu die Entscheidung. Bei der Infanterie haben wir eine organische Entwicklung der Kampfesformen beobachtet, sollte bei der Kavallerie nichts ähnliches festzustellen sein?

Es handelt sich hauptsächlich um zwei Fragen: wie weit haben die Alten den eigentlichen Choc, die geschlossene Attacke, in schneller Gangart ausgebildet? Und zweitens, wie haben wir uns den Mischkampf von Reitern und Leichtbewaffneten vorzustellen?

Trotz einer sorgfältig gearbeiteten Monographie von SCHAMBACH »Die Reiterei bei Cäsar« (Progr. Mühlhausen 1881), womit zu vergleichen bei Fröhlich, Buch III, Kap. 5, ist hier noch vieles unsicher geblieben, und auch wir wollen an dieser Stelle noch nicht in die Untersuchung eintreten, sondern sie nachholen, wenn wir aus viel späteren Epochen genügenden Vergleichsstoff gewonnen haben.[494]

Quelle:
Hans Delbrück: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte. Berlin 1920, Teil 1, S. 489-495.
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