Die Elamiten in Sinear. Aradsin und Rimsin

von Larsa

[620] 440. Wie die Amoriter haben auch die Elamiten aufs neue versucht, in Sinear einzudringen. Diese Bewegung ist nicht von Susa ausgegangen, das in dieser Zeit unter den Regenten aus dem Hause der »Schwester des Silhaha« (§ 432 a) ein friedliches Dasein geführt zu haben scheint, in halber Abhängigkeit bald von den elamitischen Oberherrn, bald von den Königen Sinears, sondern von dem Lande Jamutbal oder Emutbal. Das ist der damals gebräuchliche Name des Grenzlands östlich vom Tigris, etwa einschließlich des westlichen Luristans, und mag vielleicht das Herrschaftsgebiet des Kudurnanchundi (§ 432) bezeichnen, dessen Nachfolger versucht haben werden, seine gegen Sinear gewonnenen Erfolge zu behaupten. Jedoch auch andere Machthaber haben zeitweilig bedeutende Erfolge [620] errungen. So hat sich ein Jahrdatum erhalten: »Jahr, in dem König Rim-anum das Land Jamutbal und die Truppen von Tupliaš (Abnunna), Isin, Kaṣallu [besiegte].« Rim-anum, der uns auch sonst durch nach ihm datierte Urkunden bekannt ist, scheint ein von Norden vordringender semitischer Eroberer gewesen zu sein; aber wir wissen weder, in welcher Stadt er residiert hat, noch wie sich dieser Kampf in das gleichzeitige Vordringen der Könige von Babel einfügt. Klar ist aber, daß der Herrscher von Jamutbal seine Macht über einen großen Teil Sinears ausgedehnt hatte, daß auch die Könige von Isin von ihm abhängig waren, und ebenso Kaṣallu, das sich von den Königen von Babel wieder losgerissen haben wird-eben damit mag dessen erneute Zerstörung (?) durch Ṣabum im Jahre 2164 (§ 439) zusammenhängen. – Das Gegenstück zu dem Datum des Rim-anum bildet die Inschrift eines dem Nergal geweihten Tonkegels unbekannter Herkunft, die von König Kudurmabuk, Sohn des Simtišilchak, verfaßt ist. In ihr rühmt er sich, Ebarra, den Tempel von Larsa, gerächt und in Larsa und Emutbal das Heer der Stadt Kaṣallu und des Mutiabal vernichtet zu haben. Mutiabal ist also wohl ein Herrscher von Kaṣallu, der Larsa erobert und dessen Dynastie ein Ende gemacht hat, vermutlich unmittelbar nach Sin-idinam (§ 418), dessen Festungsbauten ihm den gehofften dauernden Bestand seines Reichs nicht gewährt haben. Kudurmabuk von Emutbal hat ihn dann besiegt, Larsa befreit, und hier zuerst seinen Sohn Aradsin, dann dessen Bruder Rimsin zum König eingesetzt. Er selbst nennt sich immer »adda des Amoriterlandes (Martu)«, während seine Söhne ihn in ihren Inschriften durchweg »adda von Emutbal« nennen. Was adda bedeutet, wissen wir nicht; aber die Namen Kudumarbuks und seines Vaters sind echt elamitisch. Man wird in ihnen wohl Nachfolger des Kudurnanchundi zu sehen haben. Vermutlich hat wie dieser so auch Simtišilchak eine Oberherrschaft in Sinear ausgeübt-er könnte sehr wohl der Gegner des Rim-anum sein –; Kudurmabuk hat sie dann im Kampf gegen Kaṣallu wiederhergestellt (um 2150). Ob «adda des [621] Amoriterlandes» eine Ausdehnung seiner Macht bis nach Syrien bezeugt oder sich etwa nur auf die Abwehr und Besiegung der Amoriter von Babel bezieht, vermögen wir zur Zeit noch nicht zu entscheiden.


Rim-anum: IV R 35, 8, geschrieben Ri-im-a-nu[in der Publikation fälschlich gam]-um, vgl. LINDL, Beitr. z. Ass. IV 382 A.; der Anfang des Datums auch in einer Urkunde bei SCHEIL, Rec. 20, 64 (auch bei SAYCE, PSBA. 19, 97), wo daneben auch noch andre seiner Jahrdaten aus etwa einem Dutzend Urkunden in Constantinopel angeführt sind. Auf einer stammen die angeführten Personen aus Subartu (Su-edin-ki), Ašnunnak, Ašuru (oder Asiru), d.i. Assyrien, Gutû, Amuru (Martu); danach erstreckten sich seine Beziehungen und vielleicht auch seine Macht nach Mesopotamien und den östlichen Gebirgsländern. – Emutbal oder Jamutbal, nach Assurbanipal (SMITH p. 79f. III R 29, Rev. Zl. 9f.) in der Nähe von Dêr gelegen, ist nachher Chammurapi untertan (KING, III p. 6. 10. 103); im Datum des Jahrs 31, der Besiegung Rimsins, ist es dessen Reich (§ 444). – Inschrift Kudurmabuks: THUREAU-DANGIN, Rev. d'Ass. IX 121ff. – Inschriften Aradsins und Rimsins: TH.-D S. 210f. (ferner Rec. 32, 44). Durch die Scheidung der beiden früher mit einander identifizierten Namen scheint THUREAU-DANGIN eine alte Schwierigkeit gelöst zu haben [allerdings ist es dann sehr auffallend, daß Rimsin auf den Kanephoren, Inschriften no. e und f bei TH.-D., genau dieselben Ausdrücke auch über den Tempelbau für die Nanaia gebraucht wie Aradsin auf der Kanephore f]. Früher hat man oft versucht, den ideographisch geschriebenen Namen Aradsin (oder Zikarsin u.ä.) vielmehr Eriaku zu lesen [und dementsprechend statt Ri-im-sin Rim-aku, den man dann weiter mit Rim-a-gam-um = Rim-anum identifizierte], um ihn mit Ariok von Ellasar Gen. 14 gleichsetzen zu können. Das ist jetzt wohl ziemlich allgemein aufgegeben [doch tritt UNGNAD, Z. Ass. XXII 10f., wieder dafür ein]. Eben so problematisch ist die Gleichung des Amraphel von Sinear [nicht etwa von Babel!] mit Chammurapi.


441. Von dieser Ausdehnung der Elamitenmacht gibt uns noch eine ganz andere Quelle Kunde. In den Pentateuch ist Gen. 14 eine Erzählung eingelegt, die keiner der sonst benutzten Quellenschriften angehört, sondern offenbar aus einem, sonst verschollenen, volkstümlichen Legendenbuch aufgenommen ist (ähnlich wie z.B. Jud. 19-21). Nach Sprache und Inhalt kann sie erst in oder nach dem babylonischen Exil verfaßt sein. Hier wird von einem mächtigen König Kedorla'omer [622] von 'Elam berichtet, der mit seinen Vasallen Amraphel von Sinear, Ariok von Ellasar (Larsa?) und Tid'al von Goim (etwa die Gutaeer?) zwölf Jahre lang über die Volksstämme Palaestinas geherrscht habe; dann seien sie abgefallen, aber von ihm besiegt worden. Diese Erzählung wird benutzt, um Abram eine große Rolle als frommer Kriegsheld spielen zu lassen: er jagt dem Sieger nach, um seinen gefangenen Neffen Lot zu befreien, und nimmt ihm die Beute ab. Der Verfasser hat die Zustände Palaestinas so geschildert, wie er sie sich in der Urzeit denkt: das Tote Meer existiert noch nicht, und leibhaftig erscheinen die Könige von Sodom und Gomorra und die Sagenvölker der Urzeit: die aus den Totengeistern gebildeten Rephaiter (§ 354 A.), Zuziter, Emiter neben Choritern, 'Amaleqitern und Amoritern. Daß das späte Phantasie ohne jeden geschichtlichen Inhalt ist, bedarf keiner Ausführung. Aber ganz anders steht es mit den fremden Eroberern. Der Name Kedorla'omer ist echt elamitisch, zusammengesetzt mit dem susischen Gottesnamen Lagamar, und stellt sich zu Kutirnachundi und Kudurmabuk; vielleicht darf man sogar des letzteren Titel »adda des Amoriterlandes« mit der Erzählung von Kedorla'omers Herrschaft über Syrien kombinieren und danach deuten. Bis jetzt hat sich allerdings sein Name in geschichtlichen Texten noch nicht gefunden, und ob er und seine Genossen wirklich, wie man gemeint hat, in einem späteren legendarischen Text vorkommen, in dem von der Heimsuchung Babels und anderer Städte durch die Elamiten die Rede ist, ist noch sehr fraglich. Aber er wird in der Tat der volkstümlichen Überlieferung angehören und aus dieser auch zu den Juden gekommen sein, die ihn dann benutzt haben, um eine Großtat ihres Ahnen in seine Geschichte einzulegen. Seit wir durch die Auffindung des Achiqarromans in der jüdischen Kolonie der Perserzeit in Elephantine gelernt haben, wie weit sich diese universelle populäre Literatur des späteren Orients verbreitet und wie früh und wie stark sie auf die jüdische Literatur Einfluß geübt hat (ebenso z.B. in den Sagen von Nebukadnezar und Daniel, Jona, Esther u.a.), [623] hat diese Übernahme einer babylonischen Erzählung nichts Auffallendes mehr.


In derselben Weise, wie die Ethnographie Palaestinas in Gen. 14 behandelt ist, ist hier auch aus dem heiligen Baum Mamre' von Chebron ein Amoriter Mamre' und aus dem »Traubental« Num. 13 sein Bruder Eškol gemacht. – Die angebliche keilschriftliche Kedorlaomersage ist von PINCHES und dann von SAYCE, PSBA. 28, 193ff. 241ff. 29, 5ff. behandelt [die Annahme SCHEILS, Kedorla'omer komme als Kudurnuchgamar bei Chammurapi vor, war ein Irrtum, s. KING, Hammurabi I p. XXXV. III p. 10f. 98]. – Die Göttin Lagamar V R 6, 33 und in susischen Inschriften.


442. Aradsin führt den Titel »König von Larsa, König von Sumer und Akkad«. In seinen Bauinschriften sagt er ständig, daß er die Tempel, die er wiederhergestellt oder neu aufgeführt hat, »für sein Leben und das seines Vaters und Erzeugers Kudurmabuk« errichtet habe, ebenso wie dieser in Ur dem Sin ein Heiligtum »für sein Leben und das seines Sohnes Aradsin, Königs von Larsa« erbaut. Auch Aradsin hat für Ur gesorgt, es erweitert und mit einer großen starken Mauer umgeben, ebenso »Lagaš und Girsu (den Tempelbezirk von Lagaš) wiederhergestellt«. Auch der Ištar von Challab (Lage unbekannt) hat er einen Tempelturm erbaut, »dessen Spitze aufragt wie ein hohes Gebirge«. So ist ihm ein großer Teil von Sinear untertan gewesen; er rühmt sich, vom Ellil von Nippur (durch das Königsorakel) zum gerechten Hirten eingesetzt zu sein und die Beschlüsse und Weisungen von Eridu (d.i. des Gottes Ea) zu vollziehen. Überhaupt treten diese Elamiten, auch wenn sie es bei der Eroberung nicht viel besser getrieben haben mögen als ihre Vorfahren und Nachkommen bei ihren Kriegszügen nach Sinear (vgl. § 432), doch, nachdem sie die Herrschaft gewonnen haben, ganz wie später die Assyrer oder wie die Hyksos in Aegypten und die Türken im islamischen Reich als die legitimen Könige des Landes auf, dessen große Götter sie eingesetzt haben; sie pflegen ihren Kult wie die alten einheimischen Herrscher, sie suchen Wohlstand und Ordnung des ihnen anvertrauten Landes zu pflegen und zu fördern. Sie nehmen wie jene semitische[624] Namen an, während sie ihre Inschriften durchweg in alter Weise sumerisch abfassen; wenn Aradsin und Rimsin nicht ihren Vater und Großvater nennten, würden wir aus den Inschriften nicht ahnen können, daß sie Elamiten waren. Die Autorität, welche die alte Kultur und Religion des Landes bei den Nachbarn gewonnen hatte, tritt darin anschaulich hervor; dadurch unterscheidet sich die Elamitenherrschaft in Sinear wesentlich von der der Hyksos in Aegypten, die zwar auch die überlegene Kultur des Landes annehmen mußten, aber ihr innerlich doch offenbar immer ganz fremd geblieben sind.

443. Aradsin rühmt sich seiner Frömmigkeit und Gerechtigkeit, und betet um eine lange Regierung über gehorsame Untertanen. Seine Bitte ist ihm nicht erfüllt worden; sein Nachfolger ist sein Bruder Rimsin, der in sehr jungen Jahren auf den Thron gekommen sein muß und weit über dreißig Jahre regiert hat (ca. 2130-2094). Auch er nennt gelegentlich noch seinen Vater Kudurmabuk als Oberherrn, und führt dieselbe Titulatur wie sein Bruder; in den meisten seiner Inschriften ist von einem elamitischen Oberherrn nicht mehr die Rede. Vermutlich ist er nach seines Vaters Tode selbständig geworden. Als er zur Regierung kam, bestanden noch die Reiche von Isin-dessen Herrscher ebensowohl den Titel eines Königs von Sumer und Akkad führten wie die von Larsa-und von Uruk. Daneben versuchten die Könige von Babel ihre Macht nach Süden auszudehnen. Rimsin (oder vielleicht die Männer, die für ihn die Regierung führten) hat zunächst große Erfolge errungen: in Inschriften aus Ur und Lagaš nennt er sich nicht nur »Hirten des gesamten Landes von Nippur« und rühmt seine Sorge für Eridu, Ur, Larsa und Lagaš (mit Girsu), sondern sagt auch, daß Anu, Ellil und Ea und alle großen Götter die schöne Stadt Uruk in seine Hände gegeben und er hier einen Tempel erbaut habe. Er hat also dem Reich von Uruk ein Ende gemacht. Ein Jahr ist nach der Eroberung von Kisurra (Abu-Hatab, südöstlich von Nippur, § 413 A.) und der Verheerung von Dêr, der Nachbarstadt der Elamiten, benannt, andere nach umfassenden [625] Regulierungen der Strombetten des Euphrat und des Tigris, die er neu gegraben hat. Auch an Kämpfen mit Sinmuballiṭ von Babel kann es nicht gefehlt haben; wenn dessen vierzehntes Jahr (2130) als »das Jahr, in dem das Heer von Ur [in der Variante: das Heer des Meerlandes (oder von Larsa)] mit dem Schwert geschlagen wurde« bezeichnet wird, so scheinen die Babylonier damals einen Sieg erfochten zu haben. Das Ergebnis scheint indessen gewesen zu sein, daß Sinmuballiṭ die Oberhoheit Rimsins anerkannte oder sich mit ihm koalierte. So wurde der letzte entscheidende Schlag möglich: im Jahre 2127 hat Rimsin »mit der erhabenen Waffe des Anu, Ellil und Ea Isin, die Stadt des Königtums«-oder in einer anderen Formel »die Stadt des Damiqilišu«-erobert und damit dem Reich von Sumer und Akkad ein Ende bereitet. Daß auch Sinmuballiṭs siebzehntes Jahr nach der Eroberung von Isin benannt ist, scheint zu beweisen, daß er an diesem Kampf als Verbündeter Rimsins teilgenommen hat.


Für die letzten Könige von Isin s. § 418 A. Inschriften Rimsins: TH.-D. S. 216ff. (die Kanephoren z.B. auch bei DELITZSCH, Mittel. D. Orientges. 5, 17f.). Die Daten der Urkunden aus seiner Regierung (vgl. LINDL, Beitr. z. Assyriol. IV 384f.), aus Tell Sifr (§ 417 A.), TH.-D. S. 236f.; ihnen geht eine nach Nûr-adad von Larsa datierte Urkunde voran, die aus der Zeit Chammurapis folgen dann unmittelbar. Urkunden aus Nippur POEBEL, Bab. Exped. VI 2, und THUREAU-DANGIN, Rev. d'Ass. 84, 3; hier wird sein Name schon vor der Eroberung von Isin mit dem Gottesdeterminativ geschrieben. Weiteres über die Daten JOHNS, PSBA. XXXII 274ff. Vgl. auch § 452 A. – Daten des 14. Jahres Sinmuballiṭs: KING, Hammurabi III 226 und 229, Anm. 41; LINDL, Beitr. z. Assyr. IV 366; SCHORR, Altbab. Rechtsurkunden S. 65; THUREAU-DANGIN, Sumer. und akkad. Königsinschriften S. XIX, 3. – Über die Einnahme von Isin s. § 329. Datum Rimsins, in dem die Eroberung Isins als Eroberung der Stadt des Damqi-ilišu (hier so geschrieben) bezeichnet wird; THUREAU-DANGIN, Rev. d'Ass. VIII 83. Wenn diese Eroberung durch Rimsin mit dem Datum Sinmuballiṭs nicht identisch wäre, müßte man mit THUREAU-DANGIN annehmen, daß Isin zuerst von Sinmuballiṭ und dann etwa 2 bis 3 Jahre danach von Rimsm aufs neue erobert worden wäre, da dieser mindestens noch 30 Jahre lang danach datiert, und seine Regierung im 31. Jahre Chammurapis ihr Ende findet; überdies müßte dann Sinmuballiṭ den Damiqilišu noch im nominellen Besitz der Herrschaft über Isin [626] gelassen haben, da Rimsin ihn in der neuen Variante des Datums nennt. Wahrscheinlich wäre das nicht gerade. – Das 17. Jahr Sinmuballiṭ hat seinen Namen im Lauf des 1. oder 2. Monats erhalten, s. RANKE, Orient. Lit.-Z. X 292; also ist Isin im April oder Mai gefallen [KUGLERS Bedenken dagegen, Sternkunde II 154 A., besagen nicht viel].


Quelle:
Eduard Meyer: Geschichte des Altertums. Darmstadt 81965, Bd. 1/2, S. 620-627.
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