Vierte Wahrnehmung.

[279] Die Menschen sind das, was sie sind, und thun das, was sie tun, es sei Gutes oder Böses, höchstselten aus Grundsätzen, höchstselten aus freier, auf eigene Ueberlegung gegründeten Wahl, sondern theils aus bloß natürlicher Körper- oder Geistesstimmung, welche sie bald zu dieser, bald zu jener Handlungsart geneigter macht, theils aus Trägheit, die das Nachdenken wie jede andere Kraftanwendung scheut, theils aus Verwöhnung, welche sie nicht selten zwingt, das Gegentheil von dem zu thun, was ihre Vernunft ihnen als das Bessere empfahl, teils endlich aus Noth und dringendem Bedürfniß. Nur der vollendete Weise, dergleichen es unter Millionen von Menschen in jedem Jahrhunderte vielleicht kaum Einen mag gegeben haben, ist ein Mann von Grundsätzen im strengsten Sinne des Worts, d.i. ein Mann, der die Lebensregeln, die sein erleuchteter Verstand für wahr und gut erkannt hat, bei allen seinen Handlungen beständig vor Augen behält und zu befolgen sucht. Nur ein Teufel in menschlicher Gestalt, ein Ungeheuer, welches das Böse um des Bösen willen liebte, (dergleichen es, so lange die Welt steht, wol noch nie eines gegeben haben mag) würde ein Bösewicht nach Grundsätzen im strengsten Sinne des Worts, d.i., ein Unhold sein, der da frevelte, um zu freveln,[280] Trieb zum Guten in sich erstickte, und bei allem seinen Thun und Lassen absichtlich auf etwas Böses abzielte. Zwischen jenem Heiligen und diesem, hoffentlich nur erdichteten Ungeheuer, halten wir andern gewöhnlichen Menschen die Mitte, doch so, daß der Eine jenem, der Andere diesem näher steht. Die Allermeisten von diesem menschlichen Mittelgute, wenn ich so sagen darf, haben keine Grundsätze und befolgen daher auch keine. Einem andern, gleichfalls nicht unbeträchtlichen Theile von ihnen sind zwar in den Jahren der Kindheit und der Jugend Grundsätze eingepredigt worden; aber da ihre Erzieher unglücklicher Weise vergaßen, sie diese gelernten Grundsätze nun auch fleißig üben und durch Uebung in Saft und Blut verwandeln zu lassen: so behielten sie dieselben bloß im Gedächtnisse, ohne daß sie auf ihr Herz, auf ihre Gesinnungen und Handlungen auch nur den mindesten spürbaren Einfluß hatten. Nur ein kleiner Theil endlich, der das seltene Glück hatte, nicht bloß unterrichtet, sondern auch erzogen, d.i., durch Uebungen gebildet zu werden, oder den die Vorsehung in ihre höhere Schule nahm, worin gar nicht geschwatzt, sondern alles durch Uebung gelernt wird, gelangte unter diesen günstigen Umständen zu einiger Fertigkeit wenigstens in den wichtigern Angelegenheiten des Lebens, nach deutlich erkannten Gründen der Vernunft zu handeln. Aber auch diese, wie oft ertappen sie sich noch über folgewidrigen (inkonsequenten) Verfahrungsarten![281] Wie oft müssen sie vor ihrem eigenen Bewußtsein die demüthigende Beichte ablegen: ich erkenne und billige, was gut ist, und – thue das Gegentheil! Traurige Folge der menschlichen Eingeschränktheit!

Die allermeisten Menschen also sind, was sie sind, und thun, was sie thun – es sei Gutes oder Böses – nicht aus Grundsätzen, sondern


erstens aus Naturanlage (Temperament), d.i., aus einer ihrem Körper eigenthümlichen Mischung der Säfte und Stimmung der Nerven, wodurch der Eine zu dieser, der Andere zu jener Empfindungsart und Handlungsweise vorzüglich geneigt und von dem Gegentheile derselben abgeneigt gemacht wird. Aerzte und Philosophen haben sich viele Mühe gegeben, diese, Allen bekannte Erfahrung zu beleuchten und zu erklären: allein es würde, meine ich, etwas ganz Zweckloses sein, wenn ich mit einer Auseinandersetzung ihrer darüber geäußerten Muthmaßungen und Wagesätze (Hypothesen) dich und mich hier lange aufhalten wollte. Die eigentliche Art und Weise, wie der Körper überhaupt, und seine Säfte und Nerven insonderheit, auf die unsichtbare Seele, und diese wiederum auf jenen wirkt, würde ich dir doch nicht begreiflich machen können. Dis ist eins von den Geheimnissen der Natur, die sie, weil sie für unser[282] Verhalten gleichgültig waren, so tief versteckt hat, daß der menschliche Vorwitz mit seinen kühnsten Vermuthungen sie nicht erreichen kann. Es genüge uns daher an dem, was die gemeine Erfahrung darüber lehrt; das Wie? zu erforschen, wollen wir denen überlassen, welche nicht zum Handeln, sondern zum müssigen Grübeln und Gedankenspinnen berufen zu sein glauben. Was aber die Erfahrung hierüber lehrt, und schon längst außer allen Zweifel gesetzt hat, ist: daß Leib und Seele in einer gar genauen und innigen Verbindung stehen; daß jener auf diese, wie diese auf jenen, einen gar mächtigen und unverkennbaren Einfluß hat; daß jede Veränderung des Körpers, besonders seiner Säfte und Nerven, auch unausbleiblich eine Veränderung in der Seele nach sich zieht, und daß umgekehrt jede Vorstellung oder Empfindung der Seele eine mit ihr übereinstimmende Bewegung und Veränderung in dem Körper veranlaßt: daß vermöge dieses innigen Zusammenhanges der Eine Mensch durch eine gewisse Mischung seiner Säfte und durch eine gewisse Stimmung seiner Nerven zu dieser, der Andere durch eine andere Mischung und Stimmung zu jener Empfindungs– und Handlungsart vorzüglich aufgelegt und geneigt gemacht wird: daß wir also auf der einen Seite heitere, sanfte weichherzige, gutmüthige, und auf der andern empfindliche, heftige, jachzornige und hartherzige Menschen haben, welche das, was sie sind, mehr der eigenthümlichen[283] Beschaffenheit ihres Körpers, als ihrer eigenen freien Wahl verdanken. Dem ersten Anblicke nach, könnte es nun freilich scheinen, als wenn der Mensch durch diese Erfahrung für eine bloße Maschine erklärt und als solche von aller Verantwortung dessen, was er thut, völlig frei gesprochen würde: allein eine anderweitige, eben so ausgemachte Beobachtung über ihn und seine Seelenkraft sichert uns unsere Freiheit wieder zu, und setzt das Verdienstliche oder das Strafwürdige unserer guten oder bösen Handlungen über allen Zweifel hinaus. Das ist die Beobachtung, daß wir nicht nur viel über die Bestimmung und Abänderung unserer Natur-anlagen durch Lebensordnung und Uebung vermögen, sondern daß wir uns auch den Einwirkungen unserer körperlichen und geistigen Natureigenheiten, wenn wir es nur recht ernstlich wollen, mit gutem Erfolge widersetzen können. Es ist also zwar wahr, daß viele menschliche Tugenden und Laster weiter nichts als unwillkürliche Folgen der einem jeden eigenen Natur-anlagen sind: aber es ist auch nicht minder wahr und ausgemacht, daß es dennoch ganz in unserm Vermögen steht, jene in wirkliche Tugenden, d.i., in Handlungen, zu verwandeln, die aus Ueberlegung verrichtet werden, diese hingegen zu vermeiden. Wir sind und bleiben also verantwortlich, wir mögen nun das, was wir thun, aus blindem Naturantriebe, oder aus andern Ursachen thun.


[284] Zweitens aus Trägheit; ein sehr weit um sich greifender menschlicher Handlungsgrund! Es mag für den Neuling in der Menschenkenntniß befremdend klingen, aber es ist nichts desto weniger wahr, daß sehr viel von dem, was von Menschen nicht nur unterlassen, sondern auch gethan wird, aus keiner andern Ursache unterbleibt oder geschieht, als aus dieser; daß also sehr viele anscheinende Tugenden und eben so viele wirkliche Laster, aus keiner andern Quelle, als aus dieser fließen. Woher sonst, als aus ihr, entspringen bei vielen, Ruhe und Bequemlichkeit liebenden Menschen, die ihnen zur Tugend angerechnete Unschädlichkeit, Genügsamkeit, Mäßigung, Friedfertigkeit, Duldsamkeit, Geduld, Sanftmuth, Freigebigkeit u.s.w.?

Woher sonst, als aus ihr, entstehen bei Andern, die Widersetzlichkeit gegen weise Neuerungen, welche dringende Zeitbedürfnisse nöthig machen, die Erbitterung und Lieblosigkeit gegen diejenigen, welche dergleichen Neuerungen in Vorschlag bringen? Woher so manche Unterlassungssünde, so manche Pflichtverletzung, so manche Ungerechtigkeit, als aus ihr? Ich habe Menschen von reiner Seelengüte, von allgemeinem menschlichen Wohlwollen, und von bewährter Treue und Aufrichtigkeit gegen ihre Freunde gekannt; ich habe eine Verknüpfung von Dingen entstehen sehn, wo Einer von diesen Edeln einem Andern, den er schätzte und liebte, durch einen Brief von zwei oder drei Zeilen, um den er gebeten, um den er angefleht wurde, aus[285] der größten und dringendsten Verlegenheit reißen konnte: und – kannst du es glauben, mein Kind? – ich habe erlebt, daß der edle Mann es nicht über sich und über die Kraft der Trägheit, die ihn beherrschte, vermochte, seinem Freunde, dem er vielleicht mit der Hälfte seines Vermögens zu dienen bereit gewesen wäre, diesen erbärmlich kleinen Dienst zu leisten! Dis sonderbare Beispiel gehört freilich zu den seltenen: aber nichts weniger als selten sind die minder auffallenden, oft ganz andern Ursachen zugeschriebenen Beispiele von dem Einflusse, den die Trägheit auf die Handlungsart der allermeisten Menschen äußert. Deine künftigen Erfahrungen werden dir die zum Belage dieser Wahrheit erfoderlichen Beispiele in Menge zuführen.


Drittens aus Gewöhnung. Diese liegt eigentlich bei allen übrigen Bewegursachen, welche der Menschen Thun und Lassen bestimmen, zum Grunde; ist gleichsam die Mutter der übrigen, weil sie von ihr erst Leben, Kraft und Wirksamkeit erhalten. Ich habe aber geglaubt, sie hier besonders auszeichnen zu müssen, um dich auf diese allgemeine Triebfeder menschlicher Handlungen, ihrer ausnehmenden Wichtigkeit wegen, ganz vorzüglich aufmerksam zu machen. Der Mensch ist in der That mit allem, was er ist, kann und vermag, das Werk der Gewöhnung. Seine Tugenden, wie seine Laster, sind Gewohnheit; seine körperlichen und geistigen Fertigkeiten und Geschicklichkeiten, alle[286] seine unterscheidenden Karakterzüge, seine Lebensart und seine Sitten sind wahrlich einzig und allein die Frucht der Gewöhnung. Er empfindet, denkt und handelt also, nicht wie er in ruhigen Stunden es sich vornahm, sondern wie die Gewohnheit ihn zu empfinden, zu denken und zu handeln zwingt. Dieser gewaltsame Strom reißt ihn unaufhaltbar fort; umsonst versucht er es gemeiniglich, wenn er die Strudel und Klippen, zu denen er hingerissen wird, schon in der Nähe erblickt, den Nachen seiner Glückseligkeit vor Anker zu legen, oder das Ufer damit zu erreichen. Es ist zu spät; und es bleibt ihm nichts mehr übrig, als die traurige Verblendung zu bejammern, die ihn hinderte, die Gefahren des Stroms, dem er sich so unbedachtsam anvertraute, schon damahls wahrzunehmen, als es noch bei ihm gestanden hätte, sich aus demselben glücklich wieder heraus zu arbeiten.


Endlich viertens aus Zwang der Bedürfnisse. Je weniger ein Mensch von diesen angenommen hat, desto freier ist er, desto leichter wird es ihm, die Vernunft zur Schiedsrichterinn seiner Handlungen, zur Beherscherinn seiner Triebe, zur Anordnerinn seines ganzen Lebensplans zu machen. Je mehr Bedürfnisse aber, desto größere Sklaverei, desto weniger Tugend, desto weniger Glückseligkeit! Siehe hier, mein Kind, eine der ergiebigsten Quellen menschlicher Unsittlichkeit und menschlichen Elendes – das[287] Uebermaß der Bedürfnisse! Das ist das große Unglück, welches mit der fortschreitenden Ausbildung und Verfeinerung der Menschen unzertrennlich verbunden zu sein scheint! Seitdem die Menschen sich zu Tausenden und die Tausende zu Millionen in einen einzigen Staatskörper zusammengefügt haben; seitdem die Völkerbeherrscher, um diese ungeheure Menschenmasse nach ihrem Wohlgefallen zu lenken und zu regieren, das allgewaltige Mittel der Entnervung, die schönen Künste mit ihrer beständigen Gefährtinn, der Ueppigkeit, in Gang zu bringen wußten; und seitdem hierauf durch übertriebene Verfeinerung die wenigen ursprünglichen Triebe der menschlichen Natur zu unzählbaren, einst unbekannten Begierden gleichsam gespalten und vervielfältiget wurden: haben die Bedürfnisse, und mit ihnen die Gelegenheiten zu öftern Zusammenstößen (Kollisionen) die Veranlassungen und Versuchungen zu gegenseitigen Ungerechtigkeiten, Ueberlistigungen und Beeinträchtigungen, bis ins Unendliche sich vervielfältiget. Einer drängt nunmehr den Andern, wie bei einem Zusammenlaufe des Volks auf enger Straße; Einer tritt dem Andern auf die Füße, nicht weil er treten will, sondern weil er selbst getreten wird, und sich dadurch genöthiget sieht, den Fuß zurückzuziehn, um ihn auf den Fuß seines Nebenmannes zu setzen. Nur sehr wenigen Seelen von riesenmäßiger Geisteskraft und von ausdauernder felsenfester Rechtschaffenheit, ist es gegeben, sich gegen den allgemeinen Drang zu[288] stemmen, unbeweglich da zu stehn, und lieber den Fußtritt der Eindringenden zu dulden, als selbst auf Andere einzudringen oder loszutreten.

Wäre dieses Drängen, Treiben und Spornen so vieler angenommnen und erkünsteltenen Bedürfnisse nicht: wie mancher noch nicht ganz verhärtete Lasterhafte würde dem Bösen, was er jetzt als Mittel zur Befriedigung dieser Bedürfnisse wählen muß, so gern entsagen und sich der Tugend, gegen deren höhere Reize er noch nicht alle Empfindlichkeit verlor, sich so gern, so ohne Rückhalt in die Arme werfen! So aber überschreit der gierige Schwarm seiner mannigfaltigen Begierden, welche alle nach Befriedigung lechzen, die schwache Stimme des Gewissens; und die Vorstellung der Schande – denn sogar bis dahin ist es mit uns gekommen, daß es für Schande gehalten wird, gewisse feinere Bedürfnisse nicht zu haben, oder, wenn man sie hat, sie nicht befriedigen zu können! – die Vorstellung der Schande also für bedürfnißloser, als Andere, oder für unfähig gehalten zu werden, seine Bedürfnisse zu befriedigen, gibt der schwankenden Seele den letzten Stoß, und treibt sie, um sich der Mittel zu dem erforderlichen Aufwande zu versichern, mit Gewalt zu feinern oder gröbern Ungerechtigkeiten, Beeinträchtigungen und Schelmereien fort.[289]

Ich kann diese ergiebige Quelle menschlicher Verschlimmerung und menschlichen Elendes nicht verlassen, ohne dir, mein Kind, einen Rath zu wiederholen, den ich allen jungen Leuten tief in die Seele rufen möchte, und zu dessen Wiederholung ich daher jede sich mir darbietende Gelegenheit gern ergreife. Ich habe Sorge getragen, daß deine Erziehung so einfach und natürlich wäre, als der Einfluß vieler Dinge, welche nicht in meiner Gewalt standen, es nur immer erlauben wollte. Du hast gelernt, vieler Sachen ohne Mißvergnügen zu entbehren, welche andere Menschen zu den Nothwendigkeiten des Lebens rechen, und manches kleine Ungemach ohne Murren zu ertragen, worunter andere Menschen sich in hohem Grade elend fühlen würden. Gern wäre ich hierin noch strenger oder, richtiger gesagt, noch gütiger gegen dich gewesen; hätte gern dein ganzes körperliches und geistiges Wesen zu noch einfachern Bedürfnissen herabgestimmt: allein ich habe es nicht gekonnt, weil ich kein Mittel fand, mein Haus zu einer Insel zu machen, dich selbst vor jedem schädlichen Einflusse von außen her, sattsam zu verwahren. Aber wenn du dich selbst liebst, mein Gutes Kind, wenn du leichter, sorgenfreier, gesunder und froher als Andere, durch dis Leben hinzugehen wünschest; wenn du vor der traurigen Nothwendigkeit, vielvermögenden Thoren zu schmeicheln und vor mächtigen Unholden zu kriechen, dich auf immer verwahren willst;[290] wenn du die Pflicht, niemand zu nahe zu treten, dir erleichtern, die Gelegenheiten zu verdrießlichen Zusammenstößen mit Andern vermindern, und dich selbst in den Stand setzen willst, bei allen deinen Unternehmungen auf gerader Straße und mit festen zuversichtlichen Tritten ruhig einherzugehn; mit Einem Worte, wenn du dir das Bestreben nach Tugend und Glückseligkeit erleichtern und einen glücklichen Erfolg davon hoffen willst: o so mache es doch ja zum ersten und wichtigsten Gegenstande deiner Sorgen, deine ganze Lebensart, alle deine Triebe und Bedürfnisse noch mehr zu vereinfachen, immer mehrer Dinge zu deiner Glückseligkeit entbehren zu lernen, und dich immer mehr und mehr an dem zu halten, was der unverderbten menschlichen Natur genüget und was jeder gesunde und arbeitsame Mensch sich in jedem Stande leicht erwerben kann. Dann, o Tochter! wirst du weniger empfindlich gegen Beleidigungen und Kränkungen sein, denen man im menschlichen Leben, auch bei der größten Vorsicht und Klugheit, doch nun einmahl nicht entgehen kann: dann wirst du auf die Thorheiten der Menschen und auf die kleinen endlosen Kriege ihrer Leidenschaften ruhiger herablächeln können; dann wirst du tausendmahl weniger Versuchungen zum Bösen jeder Art, und tausendmahl mehr Tugendkraft zur Besiegung derselben in dir verspüren! Sollten diese großen Vortheile nicht der kleinen Mühe werth, sein, welche in deinem Alter[291] das Entwöhnen von überflüssigen Bedürfnissen kostet?

Quelle:
Campe, Joachim Heinrich: Vaeterlicher Rath für meine Tochter. Braunschweig 1796 [Nachdruck Paderborn 1988], S. 279-292.
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