[118] Cinasamen, Semen Cinae, Semen Santonici, Sem. Contra.

[118] Meistens besteht, auch der beste, nur aus kleinen, länglichten, leichten, gelbgrünlichen Blüthenköpfchen, mit einigen Stielchen vermischt, von einer strauchartigen Pflanze, Artemisia Contra. Der beste kömmt über Aleppo zu uns. Man nennt ihn unrecht, blos weil sein Geruch viel Aehnlichkeit mit dem der Zitwerwurzel hat, auch Zitwersamen, Semen zedoariae.


(Die aus einem Theile der ungepülverten Blüthenknöpfchen mit zwanzig Theilen Weingeist (20 Tropfen davon auf einen Gran der Drogue) ohne Wärme, binnen einer Woche ausgezogene Tinktur.)


Man hat von dieser so viel bedeutenden Gewächssubstanz seit Jahrhunderten keinen andern Gebrauch gekannt, als zur Austreibung der Spulwürmer bei Kindern, in Gaben von 10, 20. 30, 60 und mehr Granen. Ich übergehe die nicht selten lebensgefährlichen, auch wohl tödtlichen Erfolge solcher Gaben, auch bringe ich nicht in Erwähnung, dass ein Paar Spulwürmer bei muntern Kindern noch nicht als bedeutende Krankheit anzunehmen und dem Kindesalter (bei noch schlummernder Psora) gewöhnlich fast ohne Beschwerde, eigen sind; dagegen ist so viel wahr, dass wo sie in Menge vorhanden waren, der Grund davon stets in einer krankhaften Beschaffenheit des Körpers, nämlich in der sich dann entwickelnden Psora lag, ohne deren Heilung die, auch in Menge[119] mit Cina ausgetriebenen Spulwürmer, sich bald wieder zu erzeugen pflegen, daher durch solche Wurm-Austreibungen nicht nur nichts gewonnen wird, sondern solche fortgesetzte, zweckwidrige Curen sich oft mit dem Tode der gequälten Kinder zu endigen pflegen.

Diese Gewächssubstanz hat noch weit schätzbarere Heilkräfte, welche aus folgenden, eigenthümlichen Krankheitssymptomen, die sie bei Gesunden erzeugt, leicht abgenommen werden können.

Wie viel sie nur, z.B. im Keuchhusten auszurichten vermag, und in gewissen mit Erbrechen und Heisshunger vergesellschafteten Wechselfiebern, wird man mit Verwunderung in der Erfahrung wahrnehmen; die übrigen für sie geeigneten Krankheitszustände übergehe ich, da sie der eingeweihte homöopathische Arzt von selbst zu finden weiss.

Ehedem bediente ich mich einer trillionfachen potenzirten Verdünnung der Tinktur, finde aber dass letztere gleichfalls bis zur decillionfachen Kraft-Entwickelung erhöhet, ihre Arznei-Kräfte desto vollständiger zeigt. Ein, zwei, drei feinste Streukügelchen mit dieser befeuchtet dienen zur Gabe.

Die Namen meiner Mit-Beobachter und ihre Abkürzungs-Zeichen sind: Ahner [Ar.], Gross [Gss.], Langhammer [Lr.], Rückert der jüngere [Rt. d. j.], Stapf [Stf.][120]

Cinasamen.

Beim Aufstehen aus dem Bette, ist's ihm schwarz vor den Augen, düselig im Kopfe und ohnmächtig; er schwankt hin und her; beim Niederlegen wird's gleich besser.

Heftiges Kopfweh [Pelargus, Observat. Tom. I. S. 8. 31. 275.]

Kopfschmerz mit einem Gefühl von allgemeinem Uebelbehagen [Rt. d. j.]

Mitten auf dem Scheitel, absetzendes Drücken, wie von einer schweren Last, als würde das Gehirn niedergedrückt; darauf Drücken mehrt und erneuert den Schmerz [Gss.]

5. Ein von oben nach unten pressender Schmerz äusserlich an der Stirne, als wenn ein Druck sich da allmälig herabsenkte (n. 1/3 St.) [Lr.]

Den ganzen Tag einiger Kopfschmerz, ein reissendes Drücken; der auch ins Jochbein übergeht.

Drückender Schmerz im Kopfe den ganzen Tag, Abends auch in der Stirne [Rt. d. j.]

Beim Gehen im Freien betäubendes, inneres Kopfweh, besonders des Vorderhaupts, dann auch des Hinterhaupts (n. 3 St.) [Lr.]

Beim Erwachen aus dem Schlafe, ein herausdrückender Schmerz im rechten Seitenbeine und der rechten Stirn-Seite.

10. (Beim Sitzen) Drückend betäubender Schmerz äusserlich an der Stirne und den Schläfen, welcher zuletzt den ganzen Kopf einnahm (n. 36 St.) [Lr.]

Druck auf das Stirnbein und dabei innerlich ein Wallen, wie Wellen-Anschlagen [Gss.]

Kopfschmerz, als wäre der ganze Kopf eingeschraubt, mit Benommenheit [Gss.][121]

Schmerz, als würde das Stirnbein oben gewaltsam auf beiden Seiten zusammengepresst [Gss.]

Gleich nach Tische und später, ein dumpfer, ziehender Schmerz im innern Kopfe, durch Lesen und Geistesarbeit vermehrt [Rt. d. j.]

15. Der Kopfschmerz mehrt sich durch Lesen und Nachdenken, mindert sich durch Bücken [Gss.]

Klammartiges Ziehen in den Schläfen, vermehrt durch darauf Drücken [Gss.]

Dehnend reissender Schmerz in der rechten Schläfe [Rt. d. j.]

Auf der linken Seite des Vorderkopfs ziehendes Drücken [Gss.]

Drückender Schmerz wie feines Reissen in der linken Schläfe-Gegend, der von Bewegung des Kopfs verging (n. 11 St.) [Lr.]

20. Verdüsterndes Ziehen vom linken Stirnhügel nach der Nasenwurzel zu [Gss.]

Im linken Stirnhügel, ein lähmiges Reissen, mit Betäubung des Kopfs; gleich darauf im rechten Stirnhügel [Gss.]

Ziehend reissender Schmerz auf der ganzen linken Seite des Kopfs [Ar.]

Eine kleine Stelle auf dem rechten Scheitelbeine deuchtet wie taub und eingeschlafen [Gss.]

Stumpfe Stiche im Gehirne, vorzüglich im linken Scheitel (n. 11/2 St.) [Rt. d. j.]

25. Im Stirnbeine über der rechten Schläfe gewaltige, stumpfe Stiche bis tief in den Kopf hinein, die ihn zu betäuben drohen [Gss.]

Wenn der Kopfschmerz vergeht, entsteht ein drückender Schmerz im Unterleibe, und wenn dieser vergeht, wieder Kopfschmerz.

Ueber dem obern Augenhöhlrande ein langsamer, stumpfer Stich bis tief in das Gehirn hinein [Gss.]

Palpitiren des Augenbrau-Muskels; eine Art Konvulsionen [Gss.]

Dumpfer Kopfschmerz mit Angegriffenheit der Augen, früh [Rt. d. j.]

30. Stumpfer Schmerz in den Augen bei Lesen und Geistesarbeit [Rt. d. j.][122]

Pressender Druck im Innern des Auges, gewöhnlich mit Erweiterung der Pupillen [Rt. d. j.]

Erweiterte Pupillen (n. 1/2 St.) [Lr.]

Verengerte Pupillen (n. 31/2 St.) [Lr.]

Grosse Verengerung der Pupillen (n. 1 St.) [Rt. d. j.]

35. Abends, wenn er bei Lichte scharf sehen (lesen) will, sieht er alles wie durch einen Flor; wischt er in den Augen, so wird's auf kurze Zeit besser [Gss.]

Beim Lesen eines Buchs ist es ihm trübe vor den Augen, so dass er erst, nachdem er mit den Fingern stark gerieben hatte, wieder lesen konnte [Ar.]

(Früh) Mattigkeit in den Augen; die obern Augenlider waren so schwach, dass er sie kaum öffnen konnte, den ganzen Vormittag anhaltend [Ar.]

Brenn-Schmerz im äussern Augenwinkel mit Jücken gemischt, und am Rande des obern Augenlides (n. 2 St.)

(Brennen in den Augenlidern, besonders dem innern Winkel, Abends bei Lichte) [Gss.]

40. Abends, bei Lichte, Trockenheit der Augenlider und ein drückendes Gefühl darin, als wäre Sand hineingekommen [Gss.]

Gefühl von Trockenheit im innern Auge und ziehend drückender Schmerz, wenn er die Augen zum Lesen auch nur wenig anstrengt [Rt. d. j.]

Kriebeln in den Augenlidern, dass er daran reiben muss [Gss.]

Kitzelndes Jücken im rechten innern Augenwinkel, das zu reiben nöthigt (n. 1 St.) [Lr.]

Kitzelndes Jücken am linken äussern Augenwinkel, das zu reiben nöthigt (n. 36 St.) [Lr.]

45. (Früh, nach dem Aufstehen, sind die innern Augenwinkel wie mit Eiter verklebt) [Gss.]

Er sieht krank um die Augen und blass im Gesichte [Gss.]

Auf dem untern Rande der Augenhöhle, ein stumpfer Druck; vom darauf Drücken nimmt er zu und lässt sich von Neuem erregen [Gss.]

Schmerz, als würden die beiden Jochbeine von einer Zange gepackt und zusammengedrückt; durch äussern Druck vermehrt sich der Schmerz [Gss.][123]

Klammartiges Zucken im Jochbeine, ein Schmerz, der, wenn er auch vergangen ist, durch starkes darauf Drücken sich wieder erregen lässt, nur dass er dann als anhaltender, klammartiger oder lähmiger Schmerz erscheint [Gss.]

50. Periodischer, dehnend reissender Schmerz in den Jochbeinen, von einer Stelle zur andern wandelnd, durch darauf Drücken vermehrt [Rt. d. j.]

Im äussern Ohre, klammartiges Zucken, wie Ohrenzwang [Gss.]

Unterm Warzenfortsatze, stumpfes Stechen, wie ein klemmendes Drücken; beim darauf Drücken, wie von einem Schlage oder Stosse [Gss.]

Weiss und blaulicht um den Mund [Pelargus, a.a.O. Tom. II. S. 458.]

Aufgedunsenes, blaulichtes Gesicht [Stf.]

55. Das Kind bohrt oft so lange in der Nase, bis Blut heraus kömmt.

Am Backen ein Schwär, mit Härte drum herum.

Drückender Schmerz in den Unterkieferdrüsen.

Stumpfstechender Schmerz im rechten Aste des Unterkiefers, durch Druck vermehrt [Rt. d. j.]

Einzelne feine Stiche, wie mit Nadeln, am linken Unterkiefer, durch darauf Drücken mit der Hand vermehrt [Ar.]

60. Zuckender Schmerz im linken Unterkiefer [Ar.]

Zahnschmerz wie von Wundheit.

Die eingeathmete Luft und kaltes Getränk fahren schmerzhaft in den Zahn.

Das Kind lehnt den Kopf auf die Seite.

Lähmungs-Gefühl im Genicke [Rt. d. j.]

65. Bohrende Stiche in den rechten Halsmuskeln, nach dem Takte des Pulsschlages, die sich bei Bewegung des Halses verlieren (n. 11 St.) [Lr.]

Trockenheit und Rauheit des innern Mundes, besonders des Gaumens mit übeliger Weichlichkeit (n. 31/2 St.) [Lr.]

Kann nicht schlingen.

Unvermögenheit zu schlingen; die Getränke kollern lange im Munde herum [Stf.]

Starker Hunger kurz nach der Mahlzeit [Gss.][124]

70. Durst.

Früh' nüchtern, leeres Aufstossen [Gss.]

Nach Tische, Aufstossen mit Geschmack des Genossenen [Gss.]

Nicht lange nach der Mahlzeit, Aufschwulken einer bittersauern Feuchtigkeit in den Mund [Gss.]

Wabblichkeit in der Herzgrube mit überlaufendem Schauder (sogleich) [Gss.]

75. (Es kommen mehre Spulwürmer durch den Mund des Kindes herauf) [Stf.]

Brecherlichkeit mit Leerheit im Kopfe [Ar.]

Oefteres Schlucksen (n. 11/4 St.) [Lr.]

(Nachts, ein steter Druck im Magen.)

Quer über den Oberbauch, in der Herzgruben-Gegend, ein Klemmen oder klammartiges Drücken, nach Tische [Gss.]

80. In der Herzgrube, ein Athem beengender Schmerz (n. 4 St.) [Lr.]

Ein wühlender, wimmelnder Schmerz in der Oberbauch- (Herzgruben-) Gegend, wie von Zerschlagenheit [Gss.]

Stumpfes Stechen, links unterhalb der Herzgrube, welches vom darauf Drücken stärker wird und beim tief Einathmen sich mindert [Gss.]

Bohrender Schmerz über dem Nabel, durch darauf Drücken vergehend [Ar.]

Anhaltendes Bauchkneipen [Pelargus, a.a.O. T. I.]

85. Absetzende Nadelstiche in der linken Seite des Unterleibes, dem Bauchkneipen ähnelnd, während Sitzens (n. 10 St.) [Lr.]

Plötzliche, tiefe, scharfe, absetzende Stiche innerlich links neben dem Nabel, besonders beim Einathmen und jedesmal zugleich Stiche auf der innern Seite des Schulterblattes; gegen Abend (n. 12 St.) [Rt. d. j.]

Schneidendes Kneipen im Unterleibe, das nicht eher nachliess, als bis er zu Stuhle gewesen war (n. 48 St.) [Lr.]

Heftiger Schmerz im Nabel und in der Nabel-Gegend, als wenn man mit Gewalt den Nabel hineindrückte, oder sich daran gestossen hätte, erst[125] auf kürzere, nachgehends auf längere Zeit, wo er sich durch's Athemholen verstärkte [Ar.]

Um den Nabel, ein schmerzhaftes Winden, auch beim darauf Drücken auf den Nabel, Schmerz [Gss.]

90. Nach Tische ein drückender Schmerz auf dem Nabel, auch beim darauf Drücken [Gss.]

Leibschneiden in den dünnen Gedärmen, früh [Gss.]

Widriges Wärme-Gefühl im Unterleibe, das zuletzt in Kneipen überging (n. 4 St.) [Lr.]

Wehenartige, oft wiederkehrende Schmerzen im Unterleibe, als ob eben das Monatliche kommen wollte. (n. 2 St.)

Im Unterbauche, gleich über dem Schamberge, ein Pulsiren, als fühlte er im Innern den Puls schlagen [Gss.]

95. Blähungen schnappen leise und gehen im Leibe still herum [Gss.]

Bei Blähung-Abgang heftige, einzelne Stiche unten im Mastdarme [Ar.]

Leerheits-Gefühl im Unterleibe mit stillem Blähung-Abgange (n. 1 St.) [Lr.]

(Ein wollüstiges Jücken vorwärts am After, was zum Kratzen nöthigt) (n. 4 St.) [Lr.]

Häufige Drängen zum Harnen, mit vielem Urin-Abgange, den ganzen Tag über (n. 3 St.) [Lr.]

100. Trüber Harn (sogleich).

Harn, der alsbald trübe wird.

Bährmutter-Blutfluss so lange sie (das zehnjährige Mädchen) den Cinasamen gebrauchte [Bergius, Mater. med. S. 709.]


Im linken Nasenloche, tief innerlich, eine nicht unangenehme, heiss brennende Empfindung, als wollte Blut kommen, oder als hätte man Branntwein hinaufgezogen [Gss.]

Im linken Nasenloche an der Nasenscheidewand, ein brennendes Wehthun, wie wenn man einen Schorf abgekratzt hätte; schlimmer beim äussern daran Fühlen [Gss.]

105. Heftiges Niessen (n. 1/8 St.) [Rt. d. j. – Lr.][126]

Niessen so heftig, dass es ihm in den Kopf fuhr und zu den Schläfen herauspresste; der durch die Schläfen herauspressende Kopfschmerz blieb noch einige Zeit nachher [Gss.]

Niessen so heftig, dass es ihm die Brust auf beiden Seiten zersprengen wollte; er fühlt noch nachher einen Schmerz, besonders in der rechten Seite [Gss.]

Fliess-Schnupfen (n. 3/4 St.) [Lr.]

Eine Art Schnupfen; er muss sich früh oft schneuzzen, die Nase ist immer voll beweglichen Schleims (nach einigen Tagen) [Gss.]

110. Abgang einer eiterigen Materie aus der Nase [Pelargus, a.a.O. T. I.]

Abends verstopfte Nase, nachdem er Vormittag fliessenden Schnupfen gehabt hatte [Gss.]

Schleim in der Kehle, den er durch willkürliches Hüsteln und Kotzen auswirft (n. 6 St.) [Lr.]

Beim Gehen im Freien, kurzer, röchelnder Athem, als wenn er viel Schleim auf der Brust hätte, ohne dass er zu kotzen genöthigt war (n. 6 St.) [Lr.]

Schwerer, lauter Odem. (n. 1/2 St.)

115. Sehr kurzer, röchelnder Odem.

Sehr kurzer Athem, zuweilen mit Unterbrechungen, so dass einzelne Odemzüge fehlten.

Sehr kurzäthmig ist das Kind, mit lautem Röcheln auf der Brust [Stf.]

Beim Einathmen ein lautpfeifendes Keichen in der Luftröhre, beim Ausathmen nicht hörbar (n. 12 St.) [Lr.]

Morgens, nach dem Aufstehen hängt in dem Luftröhrkopfe Schleim, dass er öfters räuspern muss, wonach er sich aber bald wieder erzeugt [Gss.]

120. Früh muss er immer kotzen und rachsen und sich räuspern wegen Schleim, der sich fortwährend hinten im Halse und am Kehlkopfe erzeugt [Gss.]

Früh, grosse Trockenheit hinten im Halse (Luftröhre); ein katarrhalisches Gefühl [Gss.]

Vom tief Athmen entstehen Bewegungen zum Husten [Gss.][127]

Kitzelnder Reitz etwas tief in der Luftröhre zum Husten, und hustet er dann wirklich, so erfolgt ein weisslicher Schleim-Auswurf (n. 24 St.) [Lr.]

Kitzelnder Reitz zum Husten in der Luftröhr-Gegend, unter dem Handgriffe des Brustbeins, mit weissem Schleim-Auswurfe (n. 16 St.) [Lr.]

125. Vor dem Husten richtet sich das Kind jähling auf, sieht sich starr um; der ganze Körper hat etwas starres; sie ist bewusstlos, gleich als wenn sie die Fallsucht bekommen sollte und so kömmt darauf der Husten.

Nach dem Husten wimmert das Kind; Au, Au! man hört ein herabglucksendes Geräusch; sie ist ängstlich, schnappt nach Luft und wird dabei ganz blass im Gesichte – in zweiminutigen Anfällen.

Anfälle heftigen Hustens von Zeit zu Zeit.

Heiserer Kotz-Husten von wenigen Stössen, der seinen Erregungs-Reitz nur durch eine längere Pause erhält; Abends [Gss.]

Früh, nach dem Aufstehen, heiserer Kotz-Husten, der seinen Erregung-Reitz (wie von Federstaube) nach einer längern Pause durch's Einathmen erhält [Gss.]

130. Früh, nach dem Aufstehen, hohler Husten; starke Stösse gegen den obern Theil der Luftröhre, wobei sich Schleim ablöst, obgleich mühsam (nach einigen Tagen) [Gss.]

Morgens muss er, um den nächtlichen Schleim los zu werden, so gewaltsam husten, dass ihm Thränen in die Augen treten [Gss.]

Beim Früh-Husten thut der obere Theil der Brust (oben unterm Brustbeine) weh und wenn er dann mit Mühe etwas loshustet, so schmerzt diese Stelle, als wäre da etwas losgerissen, noch lange fort, wund und brennend [Gss.]

Klemmen auf der Brust beim Einathmen [Gss.]

Engbrüstigkeit beim Stehen (eine halbe Stunde anhaltend) mit Aengstlichkeit, wobei er sehr auf der Brust schwitzte [Ar.][128]

135. Eine Art von Brust-Beklemmung; das Brustbein scheint zu nahe anzuliegen und der Athem wird etwas beklemmt [Rt. d. j.]

In der linken Brust-Hälfte, klammartiges Zusammenziehen [Gss.]

Wehthun vorne unter dem Brustbeine, bloss für sich [Gss.]

Beim Laufen, ein klemmender Schmerz auf dem Brustbeine [Gss.]

Plötzlicher Beklemmungs-Schmerz in der linken Seite der Brust [Ar.]

140. Unter dem Brustbeine klammartig wühlender Schmerz, als wenn die Brust aus einander gesprengt werden sollte [Ar.]

Auf dem Schlüsselbeine, ein feines Klemmen, wie ein Druck von einer stumpfen Spitze [Gss.]

Ein herausdrückender Schmerz bald in der linken Brust-Seite, bald im Kreutze, letzterer wie von vielem Bücken, besonders beim Ausathmen (n. 4 St.) [Lr.]

Schmerzhaftes Wühlen oben unter dem Brustbeine [Gss.]

In der linken Brust-Seite, kneipende Schmerzen, die durch jedes Einathmen verstärkt werden (n. 30 St.) [Ar.]

145. Kneipender Schmerz in der linken Brust-Seite, zwischen der zweiten und dritten Ribbe [Ar.]

Kneipend stechender Schmerz in der linken Brust-Seite (1/4 St. anhaltend) [Ar.]

Von Zeit zu Zeit einzelne Stiche in der Brust [Rt. d. j.]

Brickelnd brennende, absetzende, feine Stiche in der Seite, an einer der wahren Ribben [Gss.]

Stumpfe Stiche neben dem Brustbeine auf einem Ribbenknorpel, vermehrt durch darauf Drücken und durch Ausathmen, vermindert durch's Einathmen [Gss.]

150. Neben dem Brustbeine unterhalb des linken Schlüsselbeins beim tiefen Einathmen, zwei stumpfe, durchdringende Stiche, schnell hinter einander; beim Ausathmen fühlt er nichts, beim darauf Drücken thut's sehr weh [Gss.][129]

In der rechten Brust, zwischen der sechsten und achten Ribbe zuckend stechende Schmerzen, die durch darauf Drücken und Ein- und Ausathmen nicht verändert werden [Ar.]

Plötzlicher, zuckender Stich in der linken Brust-Seite zwischen der fünften und sechsten Ribbe [Ar.]

In der Mitte der rechten Seite unter den Ribben, ein bohrend stechender Schmerz, der durch darauf Drücken verschwand [Ar.]

Zerschlagenheits-Schmerz im Kreuze, durch Bewegung nicht vermehrt (n. 35 St.) [Ar.]

155. Reissen in der linken Hüfte und Hinterbacken.

Lähmiges Ziehen in den Lenden [Gss.]

Nach Tische, Empfindung, als würde die Lenden-Gegend gleich über den Hüften mit einem straffen Bande zusammengeschnürt [Gss.]

In den Lenden, ein Ermüdungs-Schmerz, als hätte er lange gestanden [Gss.]

Schmerz in den Lenden und dem Rückgrate, wenn er sich zur Seite oder rückwärts beugt, als hätte er sich sehr ermüdet [Gss.]

160. Reissend zuckende Schmerzen in der Mitte des Rückgrates [Ar.]

Stechender Schmerz in der Mitte des Rückgrates, der durch Bewegungen des Körpers verging, in der Ruhe aber wieder zurückkehrte [Ar.]

Abends, im Bette, beim Liegen auf der Seite, thut das Rückgrat wie zerbrochen weh [Gss.]

Bei der Rückenlage im Bette schmerzt das Rückgrat wie zerbrochen [Gss.]

Ziehend reissender Schmerz im ganzen Rückgrate hinunter (n. 29 St.) [Ar.]

165. Reissend stechender Schmerz im obern Theile des Rückgrats nach dem rechten Schulterblatte zu [Ar.]

Stechender Schmerz am äussern Rande des rechten Schulterblattes [Ar.]

In den Schulterblättern Wehthun, wenn er sie bewegt [Gss.]

Auf der Schulterhöhe, ein Klemmen [Gss.][130]

Nadelstich auf der linken Schulterhöhe [Ar.]

170. Stechender Schmerz auf der linken Schulterhöhe, der durch darauf Drücken und durch Bewegung des Armes nicht verging (n. 32 St.) [Ar.]

Einzelne Stiche in der linken Schulter vorne [Rt. d. j.]

Lähmiges Ziehen durch den rechten Arm herab, besonders wenn er ihn herabhängen lässt oder wenn er ihn irgendwo auflegt, besonders an der hart aufliegenden Stelle [Gss.]

Lähmiger Schmerz im Arme, dass er ihn sinken lassen muss [Gss.]

Lähmungs-Gefühl im ganzen rechten Arme; er war wie erstarrt in den Gelenken, so dass er ihn nicht bewegen konnte (n. 29 St.) [Ar.]

175. Dehnend reissender Schmerz in den Armen, mit Lähmungs-Schmerze; beim Anfühlen, Zerschlagenheits-Schmerz, wie nach starker Muskel-Anstrengung [Rt. d. j.]

Lähmiges Ziehen durch den Oberarm von oben bis in seine Mitte herab, dass er sich kaum getraut, ihn zu bewegen; beim darauf Drücken auf die leidende Stelle thut's weh, als hätte er da einen Stoss oder Schlag bekommen [Gss.]

Bohrend klammartiger Schmerz im linken Oberarme, nicht durch Bewegung vergehend (n. 25 St.) [Ar.]

Ziehend reissender Schmerz im rechten Oberarme, durch darauf Drücken vergehend, aber sogleich wiederkehrend (n. 27 St.) [Ar.]

Heftiger klemmender Schmerz im rechten Oberarme, der durch Bewegung verschwand, aber in der Ruhe wieder kam [Ar.]

180. Am Oberarme, über dem Ellbogen-Gelenke, Schmerz wie von einem Stosse oder Schlage [Gss.]

Lähmiger Schmerz in der Ellbogenbeuge nach aussen, wie ein Zucken, in Absätzen [Gss.]

Reissender Schmerz im rechten Ellbogen-Gelenke, in der Ruhe, der durch Bewegung nicht geändert ward (n. 27 St.) [Ar.]

Im linken Vorderarme, ein von der Handwurzel nach dem Ellbogen-Gelenke ziehend wühlender Schmerz (n. 13/4 St.) [Ar.][131]

Im ganzen rechten Vorderarme, ein ziehend reissender Schmerz, der durch Bewegung nicht verging (n. 7 St.) [Ar.]

185. Klammartig drückender Schmerz in den Muskeln des Vorderarms, vorzüglich beim Biegen desselben [Rt. d. j.]

Lähmiges Zucken von oben herunter auf der untern Fläche des Vorderarms, doch besonders heftig an der Stelle, wo er seinen Anfang nimmt [Gss.]

Früh nach dem Aufstehen, wenn er die Arme stark ausstreckt, klammartiger Schmerz in den Vorderarmen, besonders vom Ellbogen-Gelenke an; biegt er während des Ausstreckens die Hände hin und her, so schmerzt es eben so in den Hand-Gelenken [Gss.]

Zusammenziehendes Reissen, wie Klamm, in den untern Muskeln des linken Vorderarms, dicht an der Handwurzel, bei Bewegung schnell vergehend (n. 17 St.) [Lr.]

Ziehender Schmerz in den Gelenken der Hand (n. 12, 24 St.)

190. Hand-Gelenk wie verrenkt.

Kneipend bohrender Schmerz in der rechten Handwurzel (n. 3 St.) [Ar.]

Absetzendes, klammartiges Zusammenziehen der Hand [Gss.]

Zuckend reissender Schmerz in der linken hohlen Hand, der sich durch Ausstrecken der Hand vergrösserte [Ar.]

Einzelne Stiche in der linken Hand nach dem kleinen Finger zu [Ar.]

195. Einzelne, kleine, zuckende Stiche bald in der rechten, bald linken Hand (n. 33 St.) [Ar.]

Auf dem Rücken der linken Hand ein Jücken, das zum Kratzen nöthigt, und dadurch vergeht (n. 61/2 St.) [Ar.]

Jückendes Kitzeln äusserlich am Rande der rechten Hand nahe beim Daumen und Zeigefinger, was zum Kratzen nöthigt (n. 35 St.) [Lr.]

Feine Stiche am obern Ende des Mittelhandknochens des Ringfingers; beim darauf Drücken schmerzt es wie zerschlagen [Gss.][132]

Krampfige Zusammenziehung, mit klammartigem Schmerze, des Mittelfingers der rechten Hand; er ward einwärts gebogen [Ar.]

200. Schnelles Einwärtszucken der Finger der rechten Hand [Ar.]

Klammartiges Zucken in den Fingern [Gss.]

Ziehen in den Fingern. (n. 48 St.)

Klammartiger Schmerz in den Muskeln der äussern Seite des linken kleinen Fingers, bei Bewegung vergehend (n. 12 St.) [Lr.]

Am obersten Gelenke des Mittelfingers, Brenn-Schmerz [Gss.]

205. Lähmiges Ziehen im Ringfinger bei Ruhe und Bewegung [Gss.]

Im hintersten Gelenke des Daumens ein Kriebeln, fast wie nach Eingeschlafenheit [Gss.]

Kriebeln in der Spitze des Daumens wie von Eingeschlafenheit; er ist wie taub [Gss.]

Im Daumenballen, Schmerzen, wie nach einem derben Schlage, wenn er daran drückt und auch, wenn er den Mittelhandknochen des Daumens nach der hohlen Hand hin bewegt [Gss.]

Ein nach aussen bohrender Schmerz unterhalb der Gesässmuskeln, während des Sitzens, durch darauf Drücken und Bewegung vergehend, aber in der Ruhe bald wieder zurückkehrend [Ar.]

210. Beim Sitzen schmerzt das Gesäss, als wäre es von langem Sitzen ermüdet [Gss.]

Beim Gehen, im grossen Trochanter Schmerz, als wäre er darauf gefallen [Gss.]

Schauder überläuft die Oberschenkel [Gss.]

Beim Stehen, klammartiger Schmerz in den vordern Muskeln des linken Oberschenkels (n. 1/4 St.) [Lr.]

Ziehend reissender Schmerz auf der vordern Seite des rechten Oberschenkels, durch starke Bewegung vergehend [Ar.]

215. Lähmiger Schmerz im linken Oberschenkel, unweit dem Kniee [Rt. d. j.]

Das Kind streckt die Füsse krampfhaft von sich [Stf.]

Der linke Fuss des Kindes ist in beständiger krampfhafter Bewegung; endlich bleibt er vom Körper weit abgewendet, unbeweglich liegen [Stf.][133]

Dann und wann einzelne, stumpfe Stiche in den Knieen [Rt. d. j.]

Einzelne Nadelstiche auf der Kniescheibe (n. 10 St.) [Lr.]

220. Am Knie, ein heisses Ueberlaufen mit nicht unangenehmer Empfindung, als würde ein heisser Körper, z.B. eine glühende Kohle, in die Nähe des Kniees gebracht [Gss.]

Lähmiges Zucken vorne am Unterschenkel, zwischen Schienbein und Wadenbein [Gss.]

Beim Gehen im Freien, klammartiger Schmerz bald in den Muskeln des rechten, bald in denen des linken Unterschenkels, beim Stehen und Sitzen bald verschwindend (n. 30 St.) [Lr.]

Unter dem linken Kniee auf dem Schienbeine, ein wühlender Schmerz (n. 81/2 St.) [Ar.]

Im linken Schienbeine, dicht unter dem Kniee, absetzende Stiche, wie mit einer Gabel [Ar.]

225. Mitten in der linken Wade reissende Schmerzen (im Sitzen) [Ar.]

Zuckendes Reissen im Innern des Unterfusses [Rt. d. j.]

Stiche im Ballen des rechten Fusses [Rt. d. j.]

Schneidender Schmerz in allen Zehen des linken Fusses, als wenn sie abgelöset würden, der durch Bewegung nicht verging (n. 2 St.) [Ar.]

Reissend stechender Schmerz in der linken Ferse (im Sitzen) [Ar.]

230. Hie und da am Rumpfe, vorzüglich aber am Unterleibe sehr schmerzhafte Stiche; im Sitzen (n. 8 St.) [Ar.]

Stumpfe Stiche hie und da am Körper (nach mehrern Tagen) [Rt. d. j.]

Hie und da am Körper, bald an den Gliedmassen, Armen, Füssen, Zehen, bald in der Seite, oder am Rücken, bald am Nasenbeine, besonders aber am hintern Kamme des Beckens (an der Hüfte) stumpfe Stiche, bisweilen wie ein Klemmen, bisweilen wie Drücken, bisweilen wie Stösse oder Rucke, bisweilen wie ein Jücken geartet; beim darauf[134] Drücken schmerzt die Stelle wie wund oder zerschlagen [Gss.]

Brennende feine Stiche hie und da, die durch Kratzen vergehen [Gss.]

Brickelnde, jückend kriebelnde Empfindung an mehrern Stellen des Körpers, die nach leichtem Kratzen bald verschwindet [Gss.]

235. Arges Jücken die Nacht hie und da in der Haut.

Abends, Ausschlag rother, jückender Blüthchen, welche schnell verschwinden.

Durchscheinendes Friesel [Pelargus, a.a.O. T. I. und T. II. a.a.O.]

(Beim Sitzen) Klammartig zusammenziehende Stiche bald in den Muskeln des rechten, bald in denen des linken Oberschenkels, bald in den Muskeln des linken, bald in denen des rechten Oberarms und bald längs dem Kreutze hinauf, wie Rückenschmerzen, die aber beim Gehen im Freien verschwinden (n. 27 St.) [Lr.]

Beim Sitzen, klammartiges Reissen bald in den Muskeln des rechten, bald in denen des linken Unterschenkels, bald in den Muskeln des linken, bald in denen des rechten Vorderarms, was beim Gehen im Freien verschwand (n. 52 St.) [Lr.]

240. Reissende, zum Theil scharfschneidende Schmerzen in den Gliedmassen, dem Kopfe und den Kinnbacken, oft nur augenblicklich [Rt. d. j.]

Nach Tische – wo die ersten Tage die Symptome immer am heftigsten sind, – dehnend reissender Schmerz in den Schulterblättern, in den Oberarmen, am Kopfe und Genicke, durch Betasten vermehrt [Rt. d. j.]

Zuckungen und Verdrehungen der Glieder [Pelargus, a.a.O. T. I.]

Lähmiges Zucken an verschiedenen Stellen des Körpers, besonders in den Gliedmassen [Gss.]

Fallsuchtartige Konvulsionen, mit Bewusstseyn (Eclampsie).

245. Nachmittags (4 Uhr) ein Anfall krampfhafter Ausstreckung des Körpers, dann Zittern am ganzen Körper, mit blauen Lippen und weinerlichen Klagen[135] über Schmerz der Brust, des Halses und aller Glieder.

Lähmiger Schmerz in den Armen und Beinen (mehrere Tage lang) [Rt. d. j.]

Das Kind ist sehr matt und krank [Pelargus, a.a.O. T. II.]

Krunken, Stöhnen und Krächzen (Nachmittags).

Schmerzhafte Empfindlichkeit in den Gliedern des ganzen Körpers beim Bewegen und Anfassen [Gss.]

250. Früh und Abends sind die Zufälle am heftigsten [Rt. d. j.]

Oefteres Gähnen, als wenn er nicht ausgeschlafen hätte (n. 5 St.) [Lr.]

Beim Sitzen, grosse Schläfrigkeit; er musste sich durchaus niederlegen (n. 61/2 St.) [Lr.]

Nachmittags befällt ihn eine ungewöhnliche Schläfrigkeit [Gss.]

Schläfrigkeit den ganzen Tag hindurch [Ar.]

255. Unüberwindliche Schläfrigkeit, Abends (mehrere Tage) [Rt. d. j.]

Nächtliche Unruhe, häufiges Umwenden von einer Lage in die andre, Unbehaglichkeit halber [Gss.]

Unruhig wirft sich das Kind auch wachend umher [Stf.]

Schlaflosigkeit.

Herum werfen im Schlafe mit jämmerlichem Heulen und Schreien über Bauchweh (n. 8-12 St.)

260. Erwacht unter jämmerlichem Weinen, Stöhnen und Schluchzen, mit unruhigen Bewegungen (n. 2 St.)

Viele, ungereimte Träume.

Schlaf im aufrecht Sitzen mit rückwärts oder auf die rechte Seite gelehntem Kopfe (n. 2 St.)

Oefteres Aufwachen aus unangenehmen oder geschäftigen Träumen [Gss.]

Beängstigende Träume [Gss.Lr.]

265. Schlaf voll mühseliger Träume [Gss.]

Nach dem Schlafe übersteigende Hitze und glühende Röthe der Wangen, ohne Durst [Lr.]

Beim Gähnen, Zittern des Körpers mit Schauder-Empfindung [Gss.][136]

Schauder über den Oberkörper nach dem Kopfe hierauf, als wollten sich die Haare emporsträuben, selbst am warmen Ofen (sogleich) [Gss.]

Fieber-Schauder über und über (n. 1/2 St.) [Lr.]

270. Den Rumpf überlaufender Schauder, dass er (selbst am warmen Ofen) zittert [Gss.]

Kälte des Gesichts mit warmen Händen [Stf.]

Blasses, kaltes Gesicht.

Kalte Backen.

Kalter Stirn-Schweiss.

275. Kalter Stirn- und Hände-Schweiss.

Kalter Schweiss an Stirne, Nase, Händen (n. 12, 20 St.)

Fieber: Erbrechen des Genossenen, dann Frost über und über und dann Hitze mit grossem Durste (nach einigen St.)

Tägiges Fieber zur selbigen Stunde: Frost, dann Hitze ohne Durst. (n.24 St.)

Tägiges Fieber zur selbigen Stunde, mit sehr kurzem Odem. (n. 48 St.)

280. Fieber: täglich Nachmittags (von 1 Uhr an) mehrere Anfälle von Frost mit Durst, bei Kälte an Händen und Füssen; hierauf Hitze des blassen Gesichts, vorzüglich aber Hitze der Hände und Füsse, mit schneidendem Bauchweh.

Früh, selbst am warmen Ofen, kalte Hände und überlaufendes Frösteln ohne Durst [Gss.]

Starkes Fieber und Hitze [Andry, de generatione vermium S. 182.]

Fieber-Schauder über den ganzen Körper, mit heissen Wangen, ohne Durst (n. 25 St.) [Lr.]

Starke Fieber mit Erbrechen und Durchfall [Pelargus, a.a.O. T. I.]

285. Hitze Abends und die Nacht hindurch [Pelargus, a.a.O. T. II.]

Hitze im Fieber, am meisten am Kopfe, bei gelber Gesichts-Farbe und blauen Rändern um die Augen.

(Hitze mit Gesichts-Röthe, gleich mit Schweisse vergesellschaftet, ohne Durst (n. 8 St.)).

Hitz-Gefühl und Hitze mit Röthe im Gesichte (n. 2 St.) [Rt. d. j.][137]

Brennende Hitze über's ganze Gesicht mit Backen-Röthe und mit Durst nach kaltem Getränke (n. 35 St.) [Lr.]

290. Herz-Zittern [Gss.]

Irrereden [Pelargus, a.a.O. T. I.]

Beim Gehen im Freien grosse Angst und Bangigkeit um's Herz, als hätte er etwas Böses begangen (n. 37 St.) [Lr.]

Höchst weinerlich und klagend ist das Kind [Stf.]

Weint jämmerlich, wenn man ihn anfassen oder führen will (n. 3 St.).

295. Grosse Ernsthaftigkeit und Empfindlichkeit; er konnte leicht den geringsten Spass übelnehmen [Lr.]

Gleichgültigkeit; weder etwas Angenehmes noch etwas Unangenehmes konnte den mindesten Eindruck auf ihn machen [Lr.]

Unruhe.

Unaufhörliche Unruhe.

Begehrt viel und mancherlei.

300. Verschmäht alles Angebotene, auch was ihm sonst am liebsten war.

Lässt sich durch kein Zureden beruhigen, taub gegen Liebkosungen.

Quelle:
Samuel Hahnemann: Reine Arzneimittellehre. Bd. 1, Dresden, Leipzig 31830, S. 118-138.
Lizenz:
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