[73] Kalkerde, essigsaure (Terra calcarea acetica).

[73] Bloss die Erfahrung, und einzig die Erfahrung, aber keine gründelose Vermuthung kann und darf über die Kraft der Arzneien, menschliches Befinden umzuändern, den Ausspruch thun.

Von jeher ist in der gewöhnlichen Arzneikunst als Satzung fest angenommen worden, dass kalkerdige Substanzen, in den menschlichen Körper gebracht und eingenommen, nutz- und kraftlos seyen. Allenfalls gab man zu, dass sie die im Magen etwa krankhaft vorhandene Säure aufnähmen und neutralisirten; aber auch in diesem Falle hielt man diess so entstandne kalkerdige Mittelsalz für unarzneikräftig.

Im gewöhnlichen Zustande des Magens ist keine freie Säure im Magensafte und so auch in vielen Krankheitszuständen nicht, und da mag sich wohl die reine Kalkerde, so wie sie an sich ist, nicht leicht als ein das Befinden des Menschen ändernder Arzneikörper betragen; aber der Schluss hievon auf ihre Unarzneilichkeit in aufgelösetem Zustande ist, ohne die Erfahrung hierüber zu befragen, wie alle Schlüsse a priori in der Heilkunst, welche nicht auf Thatsachen beruhen, wenigstens höhst voreilig und absprechend, wie das meiste Uebrige in der gewöhnlichen Arzneikunst.

Einige Fälle von starken Befindensveränderungen von eingenommener reiner Kalkerde bei Personen,[74] welche offenbar eine krankhafte Säure im Magen beherbergten, veranlassten mich, sie in aufgelösetem Zustande versuchen zu lassen und ich fand sie dann, wie folgende Symptomen zeigen, sehr arzneikräftig.

Um reine Kalkerde in reinem Essig aufgelöset zu haben, kochte ich rohe, gereinigte Austerschalen eine Stunde lang in reinem Fliesswasser, zerbrach sie dann, ohne ein metallenes Werkzeug, in Stücken und lösete diese Stücken in destillirtem Essige auf, den ich bis zur völligen Sättigung allmählig mehr und mehr, zuletzt bis zum Sieden, in einem porcellanenen Gefässe erhitzte. Die durchgeseihete Auflösung ward bis zum Fünftel abgedampft in einem gleichen Geschirre, und mit diesem flüssigem Mittelsalze, ohne Zusatz von Weingeiste, sind folgende Versuche angestellt worden.

Sie hat eine dunkelgelbe Farbe und scheidet mit der Zeit eine dunkelfarbige, leimige Substanz ab, wodurch die Auflösung hellfarbiger wird. Einiger zugesetzte Weingeist, etwa halb so viel an Gemässe, als die Auflösung hielt, bewahrt das Präparat vor Schimmel und macht es so zum arzneilichen Gebrauche geschickt.

Ein Tropfen davon ist eine nicht selten noch allzu grosse homöopathische Gabe. Es reichten 10 bis 12 damit befeuchtete Mohnsamen grosse Streukügelchen gewöhnlich zur vollen Gabe zu.

Oeftere, kleinste Gaben Kampfer mässigen auch diese Arznei, wenn sie bei reizbaren Personen allzu heftige Wirkung äussert.[75]

Kalkerde, essigsaure.

Kopfschmerz, wie von vielem, schnellem Herumdrehen – wie dumm im Kopfe, von früh 3 Uhr bis Nachmittag 4 Uhr (n. 25 Tagen).

Eine Beule unter dem Ohrläppchen, wovon beim Kauen das Kiefergelenk spannend schmerzt.

Stiche in den Ohren.

Unter dem rechten Mundwinkel, ein grosser nässender Schorf, viele Tage lang (n. 14 Tagen).

5. Stiche in den Zähnen.

Hitze im Munde, auf der Zunge Brennen und schmerzhafte Bläschen darauf.

Früh, viel Schleim-Rachsen.

Geschwulst der linken Halsdrüse unter dem Kieferwinkel, ein Taubenei gross, mit stechendem Halsweh auf der linken Seite, beim Schlingen.

Geschwulst der Drüsen im linken Schoosse (n. 22 Tagen).

10. Strammen in den Schooss-Drüsen, auch beim Sitzen (n. 40 Tagen).

Unter dem strammenden Schmerze im linken Schoosse zieht sich der linke Hode krampfhaft und schmerzlich, wie ein Drücken, aufwärts an den Bauch heran und schmerzt auch beim Befühlen.

Durchfall, täglich drei, vier Mal, viele Tage lang, nicht schwächend.

Ein empfindlicher Zug in der Harnröhrmündung1.[76]

(Vermehrt anfangs den Weissfluss).

15. Blutfluss aus der Bährmutter, etliche Tage über, wie das Monatliche, nicht schwächend, bei einer bejahrten Frau, welche schon seit Jahren nicht mehr menstruirt war (n. 7 Tagen).


Fliessschnupfen mit Kopfschmerz2 (n. 5 Tagen).

Arger Stockschnupfen mit Kopfschmerzen (n. 32 Tagen).

Zucken in der Schulter und im Arme.

Im rechten Schultergelenke, ein Druckschmerz, bloss in der Ruhe, nicht beim Bewegen oder beim Heben des Arms.

20. Reissen in den Fingerknöcheln (n. 28 Tagen).

Unterhalb beider Kniescheiben, eine entzündete Geschwulst.

Geschwulst der Kniee.

Geschwulst der Unterfüsse (11 Tage lang).

(Brennen der Füsse, Abends).

25. Schmerzhafter Klamm in den Fusssohlen und den Zehen, bloss Nachts (n. 11 Tagen).

Schmerzhafter Klamm in den Fusssohlen beim Vorbiegen des Unterfusses, wie beim Stiefel-Anziehen.

Klamm in den Fusssohlen, nach einigem Gehen, was nach längerem Gehen sich bessert, beim Sitzen aber vergeht.

In den Fusssohlen arges Reissen.

Nach Arbeit in Wasser und Waschen, Verschlimmerung der Zufälle.

30. Jücken am ganzen Körper, auch am Tage (n. 5, 23 Tagen).

Bringt Jücken an der Jahre lang vergangenen Flechten-Stelle wieder hervor, schon nach 5 Tagen.[77]

Abendfieber: äusserlich fror ihn, bei innerlicher Hitze und starkem Durste; auch im Bette fror ihn und er schwitzte dabei, konnte sich aber nicht erwärmen; zuletzt starker Schweiss bis früh (n. 10 St.)

Nachts, viel Hitze und kurzer Athem.

Frühschweiss alle Tage (n. 7 Tagen).[78]

Beobachtungen Andrer.

Schwindel, als stände der Körper nicht fest (n. 6 St.) (W.E. Wislicenus, in einem Aufsatze).

Anfall betäubenden Schwindels: der Kopf neigte sich vorwärts auf die linke Seite hin, in Ruhe und Bewegung (n. 3/4 St.) (Chr. Fr. Langhammer, in einem Aufsatze).

Leise überhin gehender Schwindel im Kopfe (n. 1/4 St.) (Franz Hartmann, in einem Aufsatze).

Beim Gehen im Freien, Schwindel; er wollte auf die rechte Seite hinfallen (n. 2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(5) Bei jedesmaligem Bücken, Empfindung auf der rechten Seite des Kopfes, als fingen sich Kopfschmerzen an (n. 61/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Drückend betäubendes Weh in der Stirne, wie beim Schwindel, in Ruhe und Bewegung (n. 11/4 St.) (Langhammer, a.a.O.)

Im linken Hinterhaupte, ruckweises Pressen nach aussen, was sich bis in den Nacken erstreckt (n. 14 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Drückender Schmerz in der Stirne, besonders über der linken Augenbraue, beim Gehen im Freien (n. 3 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Heftiges Pressen in der ganzen linken Gehirnhälfte nach aussen (n. 12 St.) (Hartmann, a.a.O.).

(10) Schnell durch das Hinterhaupt fahrender, drückender Schmerz, der nur allmälig verschwindet (n. 31/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Drückender Schmerz in der rechten Schläfe, dicht neben dem Auge, alt ob etwas derb darauf drückte (n. 51/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Nach einigem Bücken, im Stehen, Schwerheits-Kopfschmerz, mit Drücken in der ganzen Stirne nach aussen, besonders aber über dem linken Auge (n. 51/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Drückend pressender Schmerz im ganzen Kopfe,[79] besonders in beiden Schläfen (n. 9 St.) (Ders. a.a.O.).

Ziehend drückender Kopfschmerz in der linken Seite des Hinterhauptes, mit Steifigkeits-Empfindung im Nacken (Carl Franz, in einem Aufsatze).

(15) Ziehend drückender Kopfschmerz in der linken Augenbraugegend (Ders. a.a.O.).

In der rechten Seite des Hinterhauptes ein pressender Schmerz nach aussen (n. 1/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Beim Lesen Benebelung des ganzen Kopfes, mit drückend betäubendem Schmerze in der Stirne, nach Art des Schwindels, welche ihm die Besinnung benahm; er musste im Lesen still halten, und wusste nicht, wo er war (im Sitzen) (n. 41/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Drückender Kopfschmerz im rechten Stirnhügel, der sich bis zum rechten Auge erstreckt und es unwillkürlich zu schliessen zwingt (n. 11/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Früh, nach dem Aufstehen aus dem Bette, drückend betäubende Schmerzen im ganzen Kopfe, als ob er noch nicht ausgeschlafen, oder die ganze Nacht geschwärmt hätte (n. 14 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(20) Heftig nach aussen pressender, drückender Schmerz in der linken Schläfegegend (n. 131/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Während des Lesens, im Sitzen, drückend betäubender Schmerz in der Stirne, wie man in heftigem Winde bekömmt (n. 29 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Gefühl im Hinterhaupte, als würde es aus einander gepresst, von Zeit zu Zeit (n. 91/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Drückend betäubendes Kopfweh, welches vorzüglich die ganze Stirne einnimmt, in Ruhe und Bewegung (Langhammer, a.a.O.).[80]

Ziehender Kopfschmerz in der rechten Stirnseite über dem Auge und im Hinterhaupte, bei Anstrengung der Gedanken (n. 2 St.) (Franz, a.a.O.).

(25) Stumpfe, drückende Stiche zu beiden Schläfen hinein (n. 24 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Beim Gehen, stumpfe, drückende Stiche, vorzüglich in der linken Seite der Stirne, beim Gehen sich wieder verlierend (n. 27 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Der Kopf ist sehr schwer, er bekömmt in beiden Schläfen starke Rucke und beim Bücken schmerzt der ganze Kopf, was sich aber beim Aufrichten wieder verliert (n. 91/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Im Oberhaupte, in der Gegend des Wirbels, starkes Klopfen, wie das einer Schlagader, nebst schneidenden Stössen nach aussen (n. 10 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Drückend ziehender, zuweilen reissender Kopfschmerz bald in der Stirne, bald im Hinterhaupte, bald in den Schläfen, welcher beim Aufdrücken vergeht und bei Anstrengung der Gedanken verschwindet (n. 3 Tagen) (Franz, a.a.O.).

(30) Beim Stehen, taktmässig herausbohrende Messerstiche in der linken Schläfegegend, welche bei Berührung sich bloss minderten, beim Sitzen aber gleich verschwanden (n. 3/4 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Ruckweise, heftige Stiche durch die ganze rechte Gehirnhälfte, die sich öfters erneuern und dann eine spannende, aus einander pressende Empfindung daselbst zurücklassen (n. 3 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Absetzende, bohrende Messerstiche in der linken Schläfe, bei Berührung vergehend (im Sitzen) (n. 8 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Pulsirende Stiche im linken Scheitel (n. einigen Min.) (Wislicenus, a.a.O.).[81]

Beim Sitzen, bohrend stichartiger Schmerz in der linken Stirne, welcher beim Berühren, Gehen und Stehen sogleich vergeht (n. 121/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(35) Absetzende Nadelstiche in der linken Stirnseite, in allen Lagen (n. 7, 27 St.) (Ders. a.a.O.).

Im Freien ist's ihm recht wohl: aber sobald er darauf in's Zimmer kömmt, kehrt der Kopfschmerz verstärkt zurück, und er ist sehr verdriesslich und spricht ungern (Franz, a.a.O.).

Drückend betäubender Schmerz an der rechten Stirnseite, über den Augenbrauen, welcher sich vorzüglich beim Bücken erhöhet (n. 50 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Feine Stiche auf dem Wirbel, äusserlich (n. 7 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Jückendes Kriebeln auf dem Haarkopfe, durch Reiben nicht zu tilgen (n. 10 St.) (Ders. a.a.O.).

(40) Kitzelndes Jücken auf dem Haarkopfe, was zum Kratzen nöthigt, wobei die Haarwurzeln bei Berührung schmerzen, wohl einen halben Tag hindurch (n. 41/4 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Bohrender Stich mitten auf der Stirne, gleichsam als ob er auch in's Gehirn dränge (n. 3 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Bei Berührung des Hinterhaupts, Wundheitsschmerz an der linken Seite, als wenn die Stelle unterköthig wäre (n. 32 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Die ganze Kopfhaut ist schmerzhaft empfindlich, vorzüglich beim Hin- und Herbewegen der Stirnmuskeln (n. 11/2 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Ziehen und Drücken in dem Schläfebeine (Franz, a.a.O.).

(45) Drückend ziehender Kopfschmerz im rechten Schläfemuskel und Drücken auf die obern Zahnreihen; beide vergehen, so lange er auf die[82] Schläfe drückt, und es entsteht dafür drückender Kopfschmerz in der Stirne (n. zwei Tagen.) (Ders. a.a.O.).

Abends, ziehend drückender Kopfschmerz im Schläfemuskel (Ders. a.a.O.).

Klammartiger Schmerz an der rechten Schläfe (n. 6 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Klammartiger Schmerz in der linken Schläfegegend (n. 8, 14 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Nach dem Essen, ziehend drückender Kopfschmerz um die Schläfen (n. 2 Tagen) (Franz, a.a.O.).

(50) Drückende Empfindung im linken Schläfebeine, als ob es eingedrückt würde, zugleich innerlich und äusserlich (n. 71/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Bei Bewegung des Unterkiefers, wühlende Stiche in der linken Schläfe, nahe beim Augenbraubogen (n. 5 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Eiterndes Blütchen über der linken Augenbraue (n. 5 St.) (Ders. a.a.O.).

Bohrender Stich am obern Rande der Augenhöhle, von innen heraus (n. 5 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Erweiterte Pupillen (n. 11/4) (Langhammer, a.a.O.).

(55) Verengerte Pupillen (n. 25, 26 St.) (Ders. a.a.O.).

Stechen im innern und äussern Augenwinkel (Franz, a.a.O.).

Heftig reissende Stiche im rechten Auge, als ob es entzündet wäre (n. 4 St.) (Ders. a.a.O.).

Jückende Stiche in den innern Augenwinkeln, die durch Reiben vergehen (n. 1/2 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Brennende Empfindung im linken obern Augenlide, nach dem innern Winkel zu (n. 61/2) (Wislicenus, a.a.O.).[83]

(60) Augenbutter in den Augenwinkeln, zwei Tage lang (n. 10 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Beim Bewegen der Augenlider bemerkt er Klebrigkeit derselben, mit Drücken in den äussern Augenwinkeln (n. 55 St.) (Ders. a.a.O.).

Beim Erwachen aus dem Schlafe waren ihm die Augen zugeschworen (n. 24 St.) (Ders. a.a.O.).

Kitzelndes Jücken am rechten äussern Augenwinkel, das zum Reiben nöthigt (n. 25 St.) (Ders. a.a.O.).

Feines Kriebeln unter dem Auge und an der Seite der Nase unter der Haut (Wislicenus, a.a.O.).

(65) Feines Zucken am obern Rande der Augenhöhle zur Nase herab (n. 3/4 St.) (Ders. a.a.O.).

Weitsichtigkeit3; er konnte in ziemlicher Entfernung alle Gegenstände deutlich wahrnehmen, den ganzen Tag hindurch (n. 281/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Leises Schwirren in beiden Ohren, bei Eingenommenheit des ganzen Kopfs (n. 1/2 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Klammgefühl auf der Hinterseite der linken Ohrmuschel (n. 9 St.) (Hartmann, a.a.O.)

Zucken im Ohrknorpel (n. 48 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

(70) Gefühl im rechten Ohre, als wenn sich etwas vor das Trommelfell geschoben hätte, ohne Verminderung des Gehörs (n. 15 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Klopfen auf beiden Wangenbeinen, wie das einer Schlagader (n. 6 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Spannende Empfindung in der rechten Backe, als wäre sie geschwollen (n. 2 Tagen) (Franz, a.a.O.)

In der Mitte der Backe, ein schmerzloses Blüthchen, was nach dem Aufkratzen nässete und eine grünliche[84] Kruste zurück liess (n. 48 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Dumpfer Schmerz in den fleischigen Theilen der linken Backe (n. 21/4 St.) (Ders. a.a.O.).

(75) Nagender Schmerz an der Nasenwurzel (n. 1 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Geruchstäuschung; es stank ihm wie nach faulen Eiern oder nach Schiesspulver vor der Nase (n. 1 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Drückender Schmerz im rechten Oberkiefer beim Kauen (n. 3 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Heftiges Reissen im rechten Oberkiefer (n. 9 St.) (Ders. a.a.O.).

Jückendes Kriebeln auf der Oberlippe, unter der Nasescheidewand, was beim Reiben zwar vergeht, aber sogleich an einer andern nahen Stelle wieder erscheint (n. 1 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

(80) Rauhheit und Dürre der Lippen, vorzüglich der Oberlippe, als wenn sie aufspringen wollten (n. 49 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Kitzelndes Jücken am Rande des linken Unterkiefers, welches zu kratzen zwang (n. 10 St.) (Ders. a.a.O.).

Geschwulst der Unterkieferdrüse, mit drückendem Gefühl darin (Franz, a.a.O.).

Nagender Zahnschmerz in den rechten obern Backzähnen, als ob sie hohl werden wollten, in allen Lagen (n. 6 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Bohrende Empfindung im obern Zahnfleische, rechter Seite, und drauf folgende Geschwulst desselben, mit drückendem Ziehen im rechten Schläfemuskel (n. 3 Tagen) (Franz, a.a.O.).

(85) Zahnweh: feines Stechen im Zahnfleische des ganzen Oberkiefers (n. 21/4 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Gefühl von Rauhheit und Wundheit der Zunge, welche weiss belegt ist (n. 1 St.) (Ders. a.a.O.).[85]

Hinten am Gaumen ist es ihm so rauh und scharrig; es reizt ihn zum Husten, vergeht aber durch Husten nicht (n. 12 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Halsweh: heftiger Stich rechts oben an der Speiseröhre, ausser dem Schlingen (n. 3/4 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Trockenheit im Munde, unter Gefühl einer Uebermenge Schleims hinten im Rachen, beim Schlingen bemerkbar (n. 13/4) (Langhammer, a.a.O.).

(90) Trockenheit im Munde, wie von Kalkerde (n. 1 St.) (Franz, a.a.O.).

Speichelzusammenfluss im Munde; er konnte nicht Speichel genug hinter schlingen (n. 11/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Weichlichkeit und Speichelzufluss im Munde (n. 3 St.) (Ders. a.a.O.).

Milch schmeckt ihm sauer und ist ihm zuwider (n. 1/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Milch schmeckt ihm gut (n. 3 St.) (Ders. a.a.O.).

(95) Das Essen hat ihm zu wenig Geschmack, besonders schmeckt ihm Fleisch nicht (Franz, a.a.O.).

Nach dem Essen wird der Kopfschmerz stets vermehrt und schon während des Essens stellt er sich ein, mit grosser Empfindlichkeit der Zähne beim Kauen, als ob sie locker wären und umgebogen würden (Ders. a.a.O.).

Arger Durst und Begierde nach kalten Getränken, hauptsächlich nach frischem Wasser; er musste viel kaltes Wasser trinken, acht Stunden lang (n. 8, 10, 55 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Oefteres leeres Aufstossen (n. 1/2, 1 St.) (Ders. a.a.O.).

Säuerliches Aufstossen (n. 1/2 St.) (Ders. a.a.O.).

(100) Immer währendes, säuerliches Aufstossen (Hartmann, a.a.O.).[86]

Widrig säuerliches Aufstossen (n. 1 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Oefteres Schlucksen (n. 1/4, 31/2, 10, 28, 34 St.) (Ders. a.a.O.).

Starkes Schlucksen, eine Viertelstunde lang (n. 5 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Uebelkeit und Brecherlichkeit; er glaubte, sich übergeben zu müssen (n. 11/4) (Langhammer, a.a.O.).

(105) Es ist ihm, als ob er sich übergeben sollte; es stösst ihm auf und das Wasser läuft ihm im Munde zusammen, mit einer Art Schwindel im Kopfe (sogleich) (Hartmann, a.a.O.).

Beim Sitzen, grosse Aengstlichkeit, welche aus dem Magen zu kommen schien, mit einem heissen Brennen im Unterleibe, welches alles beim Stehen oder Gehen gleich wieder verschwindet (n. 26 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Lange Stiche in der rechten Seite unter den Ribben (n. 131/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Spannend beklemmender Schmerz in der ganzen Unterribbengegend, und in der Herzgrube (n. 19 St.) (Ders. a.a.O.).

Kneipend zwickende Empfindung in der ganzen Unterribbengegend, die sich bis in's Brustbein fortsetzt, hier feinstechend wird und Aufstossen erregt (n. 3/4 St.) (Ders. a.a.O.).

(110) Dumpf kneipend wurgende Empfindung dicht unter der Herzgrube (n. 6 St.) (Ders. a.a.O.).

Beängstigung in der Herzgrube (n. 6 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Heftig kneipende Schmerzen im Oberbauche und der Brust, die sich hie und da in einen kleinen Stich endigen (n. 1/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Erschütternder Stich aus der Lebergegend in die Brust (n. 10 St.) (Franz, a.a.O.).

Kneipende Empfindung auf einer kleinen Stelle, etwas unter dem Nabel, die durch Reiben mit[87] dem Finger in ein Glucksen übergeht (n. 21/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

(115) Reissen in den Bauchmuskeln, durch das Einathmen verstärkt (n. 2 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

In den Bauchmuskeln, unter den Ribben, eine Menge Nadelstiche von innen heraus, vorzüglich beim Einathmen (n. 3 St.) (Ders. a.a.O.).

Oefteres, kriebelndes aufwärts Stämmen und lautes Kollern in der rechten Seite des Unterleibes, wie von angehäuften Blähungen, welche auch abgingen (n. 1/4 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Hörbares Butteln in der rechten Seite des Unterleibes, als wenn Durchfall entstehen wollte (n. 31/2, 5 St.) (Ders. a.a.O.).

Lautes Kollern und Knurren im Unterleibe, wie von Leerheit (n. 11/2, 28 St.) (Ders. a.a.O.).

(120) In der rechten Lendengegend ein schneidend herausdrückender Schmerz, welcher bei Berührung auf kurze Zeit verschwindet, aber sogleich wieder kömmt (Franz, a.a.O.).

Wundheitsschmerzen in beiden Seiten des Schoosses, als wenn daselbst eine Drüsengeschwulst entstehen wollte, besonders beim Gehen fühlbar; beim Betasten liess sich eine kleine Erhebung der Drüse spüren (n. 10 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Reissender Schmerz in den Schoossdrüsen, im Sitzen und Gehen (n. 9 St.) (Franz, a.a.O.).

Kneipender, fast krampfhafter Schmerz in den Bauchbedeckungen des rechten Schoosses, auf einer kleinen Stelle, bloss beim Sprechen und Fingerdruck schmerzhaft (n. 8 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Drückend spannende Empfindung in der linken Schoossgegend (n. 8 St.) (Ders. a.a.O.).

(125) Kneipendes Leibweh, tief im Unterbauche, in der Blasengegend, öfters erneuert, wobei immer einige Blähungen abgehen (n. 1/4 St.) (Ders. a.a.O.).[88]

Häufiger, stiller Abgang von Blähungen (n. 1 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Beim Abgange des Stuhls, ein Zwängen am Ende des Mastdarms und lautes Knurren und Kollern im Bauche (Wislicenus, a.a.O.).

Mehrmaliger Abgang derben, breiartigen und dünnen Stuhls des Tages, ohne Beschwerde; die zwei folgenden Tage aber Hartleibigkeit4 (Langhammer, a.a.O.).

Den zweiten Tag hat er keinen Stuhl (Franz, a.a.O.).

(130) Stuhl erst dünn, drauf bröckelig, ohne Leibweh (n. 51/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Häufiges Drängen zum Harnen, mit vielem Urinabgange (n. 1, 4 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Häufiger Drang zum Harnen, mit wenigem und sehr wenigem Urinabgange (n. 26 St.) (Ders. a.a.O.).

(Der Urin sieht, wenn er gestanden hat, trübe wie Lehmwasser aus) (Wislicenus, a.a.O.).

Kitzelndes Jücken an der Spitze der Eichel, zum Reiben nöthigend (n. 10 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(135) Jückendes Kitzeln an der Vorhaut, zum Reiben nöthigend (n. 9 St.) (Ders. a.a.O.).

Die erste Nacht zwei Samenergiessungen, mit wohllüstigen, doch unerinnerlichen Träumen (Hartmann, a.a.O.).

Zwei Samenergiessungen in einer Nacht, ohne wohllüstige Träume (Langhammer, a.a.O.).

Samenergiessung die erste Nacht (Franz, a.a.O.).


[89] Oefteres Niessen, ohne Schnupfen (Langhammer, a.a.O.).

(140) Schnupfen mit schmerzhafter Empfindlichkeit der Nase und innerer Hitze im Kopfe (n. 72 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Fliessschnupfen mit vielem Niessen (n. 27 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Stockschnupfen mit häufigem Niessen (n. 52 St.) (Ders. a.a.O.).

Kitzelnder Reiz in der Luftröhre zum Hüsteln (n. 21/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Beim Ausathmen, lautes Röcheln in der Luftröhre, wie bei Kindern, deren Brust mit Schleim angefüllt ist, eine Viertelstunde lang (n. 37 St.) (Ders. a.a.O.).

(145) Stumpfe Stösse von der hintern Wand der Rücken-Brusthöhle bis zwischen die Schultern herauf, im Takte des Herzschlags, mit grosser Beängstigung (n. 8 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Schweres Einathmen und ängstliche, grosse Engbrüstigkeit, wie Spannung am untern Theile der Brust, so dass es ihm den Athem benahm, bis zum Ersticken, eine Stunde lang; bei Bewegung und im Sitzen (n. 30 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Beängstigung in der Brust, als wäre sie zu enge; er athmet kurz, vorzüglich im Sitzen, und fühlt einen drückenden Schmerz auf der ganzen Brust, vorzüglich beim Einathmen; das Herz schlägt ängstlich und zitternd (Wislicenus, a.a.O.).

Jückende Stiche auf der Brust, am ärgsten beim Ausathmen, durch Reiben vergehend (n. 46 St.) (Ders. a.a.O.).[90]

Bei jedem Herzschlage ein breiter Stich in den Brustmuskeln herauf (n. 10 St.) (Ders. a.a.O.).

(150) Stechend ziehender Schmerz in der Herzgegend (n. 91/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Die ganze Brust ist bei Berührung und beim Einathmen schmerzhaft empfindlich (Wislicenus, a.a.O.).

Nagender Schmerz auf der linken Brustseite, wie äusserlich auf den Ribben und dem Brustbeine, durch Einathmen nur wenig verstärkt (n. 1 St.) (Ders. a.a.O.).

In den letzten falschen Ribben, ein von innen heraus schneidender Schmerz, durch das Athemholen verstärkt (n. 3 St.) (Ders. a.a.O.).

Scharfe Stiche in der linken Seite, unter der Achselhöhle, aus der Brust heraus, am stärksten beim Einathmen (n. 2 St.) (Ders. a.a.O.).

(155) Scharfe Stiche in der rechten Brustseite, von innen heraus, ohne Bezug auf Einathmen (n. 7 St.) (Ders. a.a.O.).

Starke Stiche aus der Brusthöhle durch das Rückgrat, zwischen den Schulterblättern heraus (n. 1/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Zuckendes Stechen am Kreuzbeine und zugleich am Unterschenkel, über dem Fussgelenk (n. 2 St.) (Ders. a.a.O.).

Beim Gehen im Freien, heftige Nadelstiche in der Mitte des Rückgrats, fast bis zum Schreien; beim Stehen etwas verringert (n. 30 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Scharfe Stiche innerhalb des Schulterblattes (Wislicenus, a.a.O.).

(160) Starke Stiche in beiden Achselhöhlen (n. 7 St.) (Ders. a.a.O.).

Feines Zucken im linken Oberarme (n. 1/4 St.) (Ders. a.a.O.).

Klammartige Schmerzen, ganz oben in den Muskeln des Oberarms (beim Gehen im Freien) (n. 29 St.) (Langhammer, a.a.O.).[91]

Reissender Stich in den Muskeln des Oberarms (im Sitzen) (n. 36 St.) (Ders. a.a.O.).

Reissendes Zucken im Oberarme (n. 7 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

(165) Klammartiges Reissen in den Muskeln des rechten Oberarms (beim Sitzen) (n. 2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Feine Nadelstiche in den Muskeln des linken Unterarms, beim Handgelenke (n. 3 St.) (Ders. a.a.O.).

Zweimaliges, klammartiges Reissen in den Muskeln des linken Unterarmes (n. 40 St.) (Ders. a.a.O.).

Klammartiger Schmerz an der äussern Seite des linken und rechten Unterarms, nahe am Handgelenke (n. 11/4, 13, 29 St.) (Ders. a.a.O.).

Klammschmerz am Unterarme, vor dem Ellbogengelenke (n. 1 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

(170) Bohrende Nadelstiche in den Muskeln des linken Unterarms, nahe am Handgelenke (n. 1 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Reissende Stiche in den Muskeln des linken Unterarms (n. 37 St.) (Ders. a.a.O.)

Reissend stichartiger Schmerz in den Muskeln des rechten Unterarms (n. 11/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Reissender Druck in den Muskeln des linken Unterarms, in Ruhe und Bewegung (n. 3 St.) (Ders. a.a.O.).

Beim Gehen, schmerzhafter Druck in den Muskeln des linken Unterarms, welcher beim Berühren, Stehen und Sitzen sogleich vergeht (n. 1/4 St.) (Ders. a.a.O.).

(175) Verrenkungsschmerz am äussern Rande des linken Unterarms, nahe am Handgelenke, in Ruhe stärker, als bei Bewegung (n. 4 St.) (Ders. a.a.O.).[92]

Scharfe Stiche im äussern Handknöchel (n. 1 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Stechendes Kriebeln am Handgelenke (n. 10 St.) (Ders. a.a.O.).

Nadelstichartiges Kitzeln im rechten Handteller, zum Kratzen reitzend (n. 12 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Kitzelndes Jücken im rechten Handteller, zum Kratzen nöthigend (n. 30 St.) (Ders. a.a.O.).

(180) Jückendes Kitzeln am äussern Rande des linken Handtellers, nahe beim kleinen Finger, zum Kratzen nöthigend (n. 51/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Klammartiger Schmerz nahe am hintersten Gelenke des rechten Zeigefingers (n. 23/4 St.) (Ders. a.a.O.).

Klammartiger Schmerz zwischen den hintersten Gelenken des dritten und vierten rechten Fingers (n. 7 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Kitzelndes Jücken am äussern Rande des hintersten Gliedes des Zeigefingers, zum Kratzen reizend (n. 4 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Kneipen am obern und vordern Rande des Darmbeins (Wislicenus, a.a.O.).

(185) Schneidender Schmerz in der Pfanne des Hüftgelenkes (im Sitzen) (n. 3 St.) (Ders. a.a.O.).

Kneipendes Zucken an der hintern Seite des Hüftgelenkes, in der Ruhe stärker, als bei Bewegung (n. 1/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Beim Gehen ziehender Verrenkungsschmerz im Hüftgelenke (n. 4 St.) (Franz, a.a.O.).

Reissen im Hüftgelenke und um den vordern Darmbeinkamm, bis in den Schooss, bei Bewegung (Ders. a.a.O.).

Beim Stehen und Gehen, ein klammartiger Nadelstich in den Muskeln des rechten Oberschenkels, welcher beim Sitzen verging (n. 3/4 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(190) Reissender Schmerz auf der innern Seite des Oberschenkels, bei Bewegung (Franz, a.a.O.).[93]

Stechendes Drücken auf der innern Seite des linken Oberschenkels (im Sitzen) (n. 3 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Scharfer Stich über dem linken Knie, an der Aussenseite (n. 5 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Reissende Stiche über dem Knie, innen am Oberschenkel, im Sitzen (n. 12 St.) (Franz, a.a.O.).

Scharfe Stiche im rechten Kniegelenke (n. 4 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

(195) Beim Gehen im Freien, Zerschlagenheitsschmerz nahe unter der Kniescheibe (n. 13 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Beim Sitzen, Verrenkungsschmerz an der linken Kniescheibe, welcher bei Berührung, beim Gehen und Stehen sich verlor (n. 12 St.) (Ders. a.a.O.).

Ziehend klammartiger Schmerz auf der Kniescheibe (n. 2 Tagen) (Franz, a.a.O.).

Im Liegen thun die Untergliedmassen, besonders die Unterschenkel, weh, wie zerschlagen (Ders. a.a.O.).

Klammartiger Schmerz dicht neben der Schienbeinröhre (beim Sitzen) (n. 36 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(200) Reissendes Zucken vorn am Unterschenkel, unter dem Knie (in der Ruhe) (Wislicenus, a.a.O.).

Absetzend drückender Schmerz auf der Wade (Franz, a.a.O.).

Drückender Schmerz am linken Schienbeine, nahe beim Fussgelenke, beim Gehen im Freien (n. 52 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Zerschlagenheitsschmerz der Unterschenkel, wie ermüdet; er muss sich oft von einer Stelle zu der andern setzen (Wislicenus, a.a.O.).

Beim Sitzen und Stehen absetzende, klammartige Nadelstiche in den Zehen des rechten Fusses, welche beim Gehen verschwinden (n. 1/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).[94]

(205) Heftiger Stich in der rechten kleinen Zehe, der aber ausserhalb der Zehe zu seyn scheint (n. 14 St.) (Hartmann, a.a.O.).

Klammartiger Schmerz in der Mitte der linken Fusssohle, mehr nach dem äussern Rande zu, (n. 51/4 St.) (Ders. a.a.O.).

Scharfe Stiche im hintern Gelenke der grossen Zehe, in der Ruhe (n. 24 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Häufiges Gähnen, als ob er nicht ausgeschlafen hätte (n. 56 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Gegen Abend, grosse Schläfrigkeit und Verdriesslichkeit (Franz, a.a.O.).

(210) Früh, grosse Schläfrigkeit und Verdriesslichkeit, mit drückendem Kopfschmerz um die ganze Stirne (n. 2 Tagen) (Ders. a.a.O.).

Oefteres Aufwachen aus dem Schlafe, mit Hin- und Herwerfen; er glaubte, verkehrt im Bette zu liegen (n. 23 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Oefteres Aufwachen aus dem Schlafe, wie von Störung (n. 20 St.) (Ders. a.a.O.).

Nachts ist er sehr unruhig, wacht öfters auf, spricht laut im Schlafe, weiss aber am Morgen nichts davon (Hartmann, a.a.O.).

Unruhiger Schlaf; er konnte fast die ganze Nacht hindurch nicht einschlafen und bei vielem Herumwerfen schwitzte er allmählig über den ganzen Körper (n. 10 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(215) Oefteres Erwachen aus dem Schlafe, als ob er schon ausgeschlafen hätte (n. 67 St.) (Ders. a.a.O.).

Langer, fester Morgenschlaf, unter vielen, lebhaften Träumen von unschuldigen, ehemaligen Begebenheiten (Wislicenus, a.a.O.).

Lebhafte Träume voll Streit und Zank (Langhammer, a.a.O.).

Träume schauderlich fürchterlichen Inhalts (Ders. a.a.O.).

Lebhafte, verworrene, unerinnerliche Träume (Ders. a.a.O.).[95]

(220) Fieberschauder über den ganzen Körper, mit öfterm Gähnen, ohne Durst und ohne Hitze drauf (n. 21/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Frostschauder über den ganzen Körper, als wenn er sich erkältet hätte (n. 3/4 St.) (Ders. a.a.O.).

Fieberschauder über den ganzen Rücken (n. 25 St.) (Ders. a.a.O.).

Fieberschauder über den ganzen Körper, mit kalten Händen, bei warmem Gesichte (n. 48 St.) (Ders. a.a.O.).

Fieberschauder über den ganzen Körper, bei warmer Stirne, heissen Wangen und eiskalten Händen, ohne Durst (n. 2 St.) (Ders. a.a.O.).

(225) Abends, beim Niederlegen, äussere Hitze, bei innerm Froste (n. 72 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Glühende Hitze und Röthe des ganzen Gesichts, mit heisser Stirne und kalten Händen, bei starkem Durste, mehre Stunden lang (n. 12 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Nicht ohne Neigung zu arbeiten, doch gleichgültig gegen Dinge ausser ihm, in tiefem Nachdenken über Gegenwart und Zukunft (Ders. a.a.O.).

Sehr ernsthaft und sorgenvoll, beschäftigt mit Gegenwart und Zukunft, wird er traurig, fast bis zu Thränen (Ders. a.a.O.).

Aengstliches Gemüth, als wenn er etwas Böses begangen oder Vorwürfe zu befürchten hätte; dabei jedoch beharrliche Neigung zur Arbeit (Ders. a.a.O.).

(230) Höchst traurige Stimmung, als wenn er eine betrübte Nachricht zu erwarten hätte (n. 14 St.) (Ders. a.a.O.).

Mürrisch, verdriesslich, sehr ärgerlich, auch höchst gleichgültig für die wichtigsten Gegenstände; dabei verrichtete er alles mit Widerwillen und wie durch Zwang (Ders. a.a.O.).

Sobald er müssig und ruhig sitzt, wird er schläfrig und verdriesslich und es ist ihm alles zuwider (Franz, a.a.O.).[96]

Den Tag über, ärgerlich und verdriesslich, zuletzt aber launig und gesprächig (n. 39 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Er ist nicht aufgelegt, zu sprechen, doch nicht misslaunig (n. 61/2 St.) (Hartmann, a.a.O.).

(235) Er ist heiterer und möchte gern unter Menschen seyn und mit ihnen sprechen (n. 10 St.) (Ders. a.a.O.).

Den ersten Theil des Tages ängstlich, dann heiter und zuletzt zufrieden mit sich selbst (n. 62 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Fußnoten

1 Von einer Gabe Austerschalenpulver bei Säure im Magen.

2 Beides hob Riechen an Kampferauflösung sogleich.

3 Bei einem sehr Kurzsichtigen; heilende Nachwirkung des Organismus.

4 (128) bis (132). Da die essigsaure Kalkerde mit so bestimmter Gewissheit Stuhl und Harn in der Erstwirkung, und zwar ohne Leibweh (die Empfindung im Mastdarme (127) abgerechnet) erregt und häufig zum Vorscheine bringt, so wird der homöopathische Arzt gute Anwendung davon zu machen wissen.


Quelle:
Samuel Hahnemann: Reine Arzneimittellehre. Bd. 5, Dresden, Leipzig 21826, S. 73-97.
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