XI. Das Jahr 1803 in Pera und Bujukdere.

[139] Die Ankunft des neuen russischen Gesandten Herrn von Italinski und des französischen Botschafters Maréchal Brune brachte neues Leben in die Gesellschaft von Pera. Den Palast des ersten in Bujukdere schmückten die herrlichsten Gemälde, die aber bei einer Gesellschaft wie die von Pera gar nicht am Platze waren, denn, nur einige wenige Mitglieder der Gesandtschaft ausgenommen, war die Gesellschaft gar nicht fähig, sie zu würdigen.

Der französische Botschafter und die meisten Beamten dieser Botschaft waren Kinder der Revolution. Maréchal Brune selbst ein früherer Drechslergeselle und seine Gattin eine einstige Wirtstochter. Die militärische Laufbahn hatte dem großgewachsenen, stattlichen Mann die würdevolle Haltung des Generals verliehen, seine Frau hatte Ton und Manieren des Gasthauses behalten.

Bald ereigneten sich zwei Vorfälle, welche mein gesellschaftliches Verhältnis zu meinem Chef für die ganze Zeit meines Dienstes unter ihm vergifteten und viele Unannehmlichkeiten[139] und Kränkungen für mich im Gefolge hatten. Die Stelle des ersten Gesandtschaftsdolmetsches, auf welche meine Kollegen Klezl und Fleischhackl von Hackerau durch ihre Dienstjahre Anspruch hatten, war durch Stürmer keinem von diesen, keinem Österreicher, sondern Charles Testa, dem bisherigen schwedischen Dolmetsch, verliehen worden, weil dieser ein Vetter von Frau von Stürmer war. Die ganze Gesandtschaft war über die Ungerechtigkeit bestürzt und unzufrieden. Diese Maßregel war eben so ungerecht, wie sie auch dem bisher mit gutem Erfolge aufrecht erhaltenem System widersprach, den Dolmetschdienst nicht durch Peroten, sondern durch Landeskinder versehen zu lassen. Frankreich hatte als erstes Land die Zweckmäßigkeit dieser Einrichtung erkannt und seine Dolmetsche im College de Louis le Grand in Paris durch den Unterricht in orientalischen Sprachen zu ›Jeunes de langue‹ herangebildet.

Maria Theresia, die große Kaiserin, hatte die Nützlichkeit dieser Einrichtung anerkannt und die orientalische Akademie in Wien ins Leben gerufen. Thugut und Jenisch, jener als Staatsmann und dieser als Orientalist in der Geschichte der Politik und der Gelehrsamkeit verewigt, waren die ersten Zöglinge dieser Erziehungsanstalt gewesen.

Aus dieser Akademie zu Wien waren seit Thugut und Jenisch, also seit der Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts, die Dolmetsche an der Pforte mit der einzigen Ausnahme von Bartholomy Testa, dem Schwiegervater Stürmers, hervorgegangen. Stürmer hatte die Ernennung erst ein paar Monate nach seiner Ankunft in Konstantinopel in Wien vorgeschlagen und zugleich berichtet, daß er sich davon überzeugt habe, daß kein einziges Mitglied der Gesandtschaft zum Dienste des ersten Dolmetsch so geeignet sei wie sein Vetter, der bisherige schwedische Dolmetsch Charles Testa. Die beiden Dolmetsche Fleischhackl und Klezl wurden von dieser Ungerechtigkeit schwer getroffen, sie hatten aber nicht den Mut, ihre Sache selbst beim Hofe zu verfechten und machten ihren Unwillen nur in leidenschaftlichen Worten Luft. Sie wandten sich an mich, den Legationssekretär, mit der Bitte, die Sache des Dienstes und ihres Rechtes in einem Schreiben an die Minister zu vertreten. Obwohl ich[140] durch diese Ungerechtigkeit nicht persönlich betroffen war, empörte sie mich, und ich setzte in zwei langen Schreiben an den Kabinettsminister Grafen Colloredo und den Vizestaatskanzler Grafen Cobenzl die Unklugheit und Gehässigkeit dieser Maßregel auseinander. Ich schloß die beiden Schreiben offen einem Briefe an den Staatsrat und Staatsreferendar Freiherrn von Collenbach bei und bat ihn, dieselben, wenn er es für gut hielte, zu übergeben. Seine Antwort war freundschaftlich, aber mißbilligend und belehrte mich, daß er die beiden Briefe nicht übergab. (B. 19.) Charles Testas Ernennung wuchs mit der Zeit zu einer persönlichen Kränkung für mich heran. Bei den ersten Kurieren, das sind die zweimal des Monates ankommenden und abgehenden Posten, begab ich mich mit dem Hofpakete zum Internuntius, wo sich auch Testa befand. Statt dasselbe von mir erbrechen und sich die Depeschen vorlegen zu lassen, hieß er mich gehen, Testa bleiben, und als ich dagegen Einwendungen machte, erklärte er, daß er mir keine Aufklärung schulde, daß Testa sein Vertrauen besitze und schloß mir die Türe vor meiner Nase. Ich war so unklug über diese Behandlung, die mich empfindlich kränkte, meinen Kollegen gegenüber zu sprechen, statt sie einzustecken und gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

Unter meinen Kollegen glaubte ich einen Freund im wahrsten Sinne des Wortes zu besitzen, nämlich den Sprachknaben Freiherrn von Ottenfels. Er war fünf Jahre jünger als ich, war auch fünf Jahre später in der orientalischen Akademie und war aus ihr gleich nach Vollendung des Kurses nach Konstantinopel gekommen. Damals heuchelte er so große Freundschaft für mich, daß er auf Schritt und Tritt mein unzertrennlicher Gefährte war und mich bei allen Besuchen in Pera begleitete.

Der Nachsatz eines Briefes von Böttiger veranlaßte mich zur Nachsuche und Erwerbung einer griechischen Handschrift in einem Kloster auf Chalki. Auf Wielands Anregung hatte die Herzogin von Weimar Böttiger angegangen, mich um die Möglichkeit der Auffindung griechischer Handschriften zu befragen, und dadurch wurde ich veranlaßt,[141] dem Bibliothekar des Klosters zum Verkaufe dieser einen Handschrift zu bewegen.

Von Graf Starhemberg bekam ich Briefe, die einige Punkte englischer äußerer und innerer Politik aufklären. (B. 20, 21.)

Ich beschäftigte mich um so mehr mit den politischen Tagesereignissen, je mehr Stürmer, der mich von Tag zu Tag mehr verfolgte, mich von ihnen ausschloß. Ich gab mir viele Mühe, in Kenntnis dessen zu kommen, was der Gesandte hinter meinen Rücken nach Wien berichtete. Die politischen Hauptfragen der großen unmittelbar auf die Pforte einwirkenden Mächte, nämlich Rußlands, Frankreichs, Englands, waren damals ebenso bekannt wie in der jüngsten Zeit die Momente der orientalischen Frage. In meinen vertrauten Gesprächen mit dem Kapudan-Pascha wurden die an der Pforte verhandelten Geschäfte der Großmächte alle berührt, und da ich seine Manier, durch Konfidenzen die Gesinnung und das Geheimnis dessen, mit dem er sprach, herauszulocken, von Ägypten her gut kannte, war mein Gespräch mit ihm um so belehrender und unverfänglicher für mich, als ich keine Geheimnisse zu verbergen hatte und er auf jedes Stichwort mit großer Redseligkeit einging. Der einzige Punkt, dem er immer auswich, war die Ermordung der Mameluken.

Wir sprachen von der damaligen Reise Sebastianis durch die Erzstollen der Levante, von den Bemühungen des französischen Botschafters wegen einer Steuerleistung der Bewohner von Naxos, von den durch den neuen Firman in der Moldau und Wallachei herbeigeführten Veränderungen und von den drohenden Unruhen. Ich wußte, daß manchen der von ihn gemachten Konfidenzen, besonders seinen Mitteilungen über Tagesereignisse und Veränderungen an der Pforte, nicht viel zu glauben war, wenn er aber unaufgefordert über Personen oder Sachen warm sprach, so waren seine Äußerungen zumeist wahr. So war ihm voller Glaube zu schenken, wenn er auf die täglich wachsende Macht Rußlands und die Verwandlung der türkischen Flagge auf so vielen griechischen Schiffen in die russische schlecht zu sprechen war, da dadurch das Gebiet seiner persönlichen[142] Herrschaft gemindert und die Einkünfte beeinträchtigt wurden. Gold, Gold und nochmals Gold war der Hebel aller an der Pforte verhandelten Geschäfte, sei es für die Minister der Pforte, sei es für europäische, und wenn nicht für diese, um so sicherer für die der Dolmetsche. Sie unternahmen kein Geschäft, wenn ihnen nicht dafür eine Summe sicher war. Beute, Privilegien, Monopole und Befreiungen aller Art waren durch die ersten Dolmetsche der in die Politik der Pforte eingreifenden Höfe leicht zu erkaufen, und daher stammte der Reichtum der Dolmetschfamilien Fouton, Franchini, Risani und anderer, daher stammte auch das ansehnliche Vermögen, mit welchem auch die Gesandten weniger einflußreicher Höfe, wie die Stürmer Vater und Sohn, von Konstantinopel zurückkehrten.

Nach dem ersten Dolmetschposten waren die Posten des Cancelliere und des Postdirektors bei der Internuntiatur die einträglichsten. Sie hatten jeder über 10.000 Gulden Einkünfte, weil sie die Ausfertigungen der Kanzlei und die Briefe willkürlich taxierten. Dieser Mißbrauch ist seitdem durch die Festsetzung der Kanzleitaxen und die Überweisung der Post durch die Hofkammer abgeschafft worden. Bald nach meiner Ankunft in Konstantinopel kam das Mißverhältnis der Besoldung des Legationssekretärs zur Sprache, und mir wurden die Taxen der Pässe und der Patente für die in Konstantinopel sich aufhaltenden Dalmatiner zugewiesen, allerdings nur für die Pässe von Reisenden; die der Schiffe waren ein Sportel des ersten Dolmetsch, der daraus jährlich einige tausend Gulden bezog.

Am 3. April fand der feierliche Aufzug des Sultans aus dem Serai in die Moschee Sultan Achmed I. statt. Auch die längste Beschreibung kann kein so anschauliches Bild geben als die beiden, dem kleinen Werke, Voyage en Turcie' beigegebenen Kupferstiche. Aus den Gesichtern der Großbeamten der Pfortenminister und der nächsten Begleitung des Sultans sah ich die Stempel entschiedenen Charakters aufgeprägt: Kühnheit, Stolz, kriegerisches Wesen, Geradheit oder Verschlagenheit sprachen sich in starken und tiefen Zügen aus. Die beiden Veziere, der Großvezier und der Kapudan-Pascha, waren alte Bekannte. Die Leibwachen des Sultans trugen[143] goldene Helme, Pfeil und Bogen, und ihr Anblick versetzte mich an den Hof von Byzanz und in die Horde des großen Chan. Hinter dem Sultan schritt der Schwertträger, eine der ersten und seiner Person nächststehenden Würden des Serai, mit dem Säbel in goldener Scheide, dann der Turbanträger, dessen Gehilfen zwei Turbane trugen und durch sie die Herrschaft des Sultans über zwei Meere und zwei Erdteile andeuteten. An den metallenen Mützen der Janitscharen-Oberste wallten vorne und hinten ungeheure Federbüsche herunter. Die Janitscharen führten in ihrer Mitte das Paladium des Heeres, den Kessel, um den sich ihr Aufruf konzentriert. Auf der Vorderseite ihrer weißen Filzmützen steckte über der Stirn in einer Messinghülse der Löffel.

Meine vielfältigen Studien und Bekanntschaften hinderten mich, dem Studium über orientalische Musik nachzugehen, das mich interessiert hätte.

Der Internuntius forderte, daß die Gesandtschaftsbeamten, und besonders der Legationssekretär, an den Abenden, die er und seine Gemahlin in ihrem Hause empfingen, auch gegenwärtig waren.

Das Lächerliche dieser Forderung fiel besonders im Vergleiche mit dem, wie es in dieser Hinsicht bei anderen Gesandtschaften, und besonders bei der englischen, gehalten wurde, so recht ins Auge. Über diese wie über andere lächerliche und unberechtigte Anforderungen, die der Jesuit an mich stellte, gab es manchen unangenehmen Wortwechsel. Den ersten Winter in Pera beugte ich mich der Sklaverei dieser Abende, als wir aber aufs Land nach Bujukdere zogen, machte ich mich davon frei, lebte so viel als möglich im Freien und verbrachte meine Nachmittage und Abende auf Spaziergängen und Fahrten. Vormittags veranstaltete ich, wenn nichts zu tun war, Reitpartien.

Als großer Liebhaber des Reitens machte ich auch oft Ritte allein bis an das Gestade des Schwarzen Meeres, in dessen Nähe Madame Marini, die Gemahlin des alten neapolitanischen Gesandtschaftssekretärs, eine Meierei besaß. In ihrer Jugend war sie die Geliebte des russischen Botschafters Kotschubey, dann die des neapolitanischen Gesandten Grafen Ludolf gewesen, zuletzt dessen Gemahlin,[144] und lebt als seine Witwe noch in London. Damals war sie eine nicht durch Schönheit, aber durch Geist ausgezeichnete junge, anziehende Frau von einigen zwanzig Jahren. Ihr Gesicht hätte für schön gelten können, hätte ihm nicht das große, vorstehende Kinn geschadet, das ein Erbteil ihres Vaters, des Baron Thugut war. Bei ihm hatte ihre Mutter als Wäscherin in Diensten gestanden und war entlassen worden, weil sie ihrem Herrn eine Ohrfeige gegeben hatte. Die Tochter, die von ihren Eltern Mut und Entschlossenheit, Geist und Verstand geerbt hatte, war mit vierzehn Jahren an den Cavalieri Marini vermählt worden, dessen Alter sich aus dem Umstande errechnen läßt, daß er schon zur Zeit des Erdbebens, also vor mehr als einem halben Jahrhundert, in Lissabon als neapolitanischer Legationssekretär gestanden hatte. Sie hatte damals eine fast heiratsfähige Tochter und vom Grafen Kotschubey zwei Söhne, die in Rußland angestellt waren. Madame Marini war bei weitem die geistreichste Frau in Pera, sie war witzig, einfach und natürlich. Manchmal waren ihre Reparties sehr drastisch. Bielefeld und ich machten ihr gemeinsam den Hof und sie nannte uns ›les adorateurs en commun‹. Ich verbrachte viele Abende mit ihr in geistvollen und unterhaltenden Gesprächen und viele Morgen auf Spazierritten nach ihrer Meierei.

Einigemal im Monat veranstaltete ich große Reitpartien mit anderen Damen und Herren, oft zehn bis fünfzehn Paare; Madame Marini, eine gute und mutige Reiterin, fehlte dabei nie. Sie machte mir vertrauliche Mitteilungen über ihre allbekannten Liebschaften, die mich nicht abschreckten, in dieselben Spuren zu treten.

Außer zu dieser Meierei ritt ich am liebsten nach Belgrad zu meinem Freund Tooke, dem Agenten der ostindischen Gesellschaft, einem liebenswürdigen alten Mann. Oft speiste ich mit ihm allein, manchmal mit reisenden Engländern oder mit griechischen Mädchen bei ihm. Von ihm erhielt ich statistische Nachrichten über Handel und Schifffahrt, über Aus- und Einfuhr und viele andere Dinge.

Oft saß ich beim englischen Kaufmann Thornton, dem Verfasser eines Werkes über Konstantinopel, dort traf ich die beiden englischen Lords Brooke and Aberdeen. Lord[145] Aberdeen, der damalige Minister auswärtiger Angelegenheiten, vereinte klassische Bildung mit großer Liebhaberei für orientalische Handschriften; ich sah mehrere bei ihm durch und erinnere mich noch des von ihm erstandenen Schamane, eines der herrlichsten Exemplare, die ich je gesehen. Fast gleichzeitig erstand Herr von Italinski ein sehr schönes Exemplar der berühmten Prolegomene Ibn Chalouns um den hohen Preis von 3000 Piastern. Es war ein schöner Wettstreit gebildeter Europäer zugunsten orientalischer Literatur.

Diese neuen Bekanntschaften und meine Streifungen, die ich während dieses Sommers an beiden Ufern des Bosporus machte, hielten mich für alles Unangenehme meines Verhältnisses zu meinem jesuitischen Chef schadlos. Er war, seit ich seinen Nepotismus zu laut getadelt und darüber nach Wien geschrieben hatte, höchst erbost und verfolgte mich bei jeder Gelegenheit mit Nadelstichen. Keine Note und keinen Brief konnte ich ihm recht machen; er übertrug einen Teil der Korrespondenz mit den Konsuln seinem Schwager, dem Cancelliere, und die meisten Attribute meines Postens dem Vetter seiner Frau, Charles Testa. Solange dies geschah, ohne meine Ehre öffentlich zu gefährden, schwieg ich, aber nicht mehr, als er mich von der Führung des Protokolls bei den Konferenzen ausschließen wollte und diese dem ersten Dolmetsch statt mir übertrug. Darüber beklagte ich mich in Wien beim Minister, der mir nicht offiziell, sondern durch ein Privatschreiben (B. 22) antwortete, Stürmer hatte, ich weiß nicht ob offiziell oder auch durch ein Privatschreiben, die Weisung erhalten, mich nicht zu kränken, denn seitdem wagte er es nicht mehr, mich von den Konferenzen auszuschließen oder mir die Führung des Protokolls zu entziehen. Diese Konferenzen betrafen nur Untersuchungen, Handels- und Schiffahrtsangelegenheiten und waren nicht politischer Natur. Aus Eitelkeit vervielfältigte sie Stürmer, um den Gesandten anderer Länder nicht nachzustehen.

Der größte Verlust für mich war in diesem Jahre in politischer Beziehung der Tod des Kapudan-Pascha, der am 10. Dezember, erst 46 Jahre alt, an einem Gallenkrampf[146] starb; es war auch für das türkische Seewesen ein großer Verlust, denn er war der Schöpfer der osmanischen Flotte, die er, wie auch die Werften des Arsenals, durch ausländische Baumeister glänzend instand hielt. Er war ein tätiger, unternehmender Geist, im höchsten Grade falsch und treulos, grausam aus Rachsucht und Politik, freigebig und prachtliebend bis zur Verschwendung, eifersüchtig, gehässig, leutselig und artig besonders gegen Europäer, in seinen Spielereien oft kindisch, aber allen Neuerungen geneigt, sobald sie ihm vorteilhaft schienen. Er war eine große Stütze der von seinem Schwager, dem Sultan Selim, begonnenen Reformen im Heere. Er verband mit dem besten Gesellschaftstone eine macchiavellistische Politik und war durch seine Milchbruderschaft und Verschwägerung mit dem Sultan der mächtigste Mann im Reich.

Quelle:
Hammer-Purgstall, Josef von: Erinnerungen aus meinem Leben. 1774–1852. Wien und Leipzig 1940, S. 139-147.
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