Beim Arzt

[106] Was wir hier kritisch darzustellen suchen, ist zunächst das Redeverhalten im Wartezimmer, sodann das Redeverhalten in der Sprechstunde, also die Frage, wie der Patient und wie der Arzt reden soll.

Den meisten Menschen ist das Wartezimmer ein Greuel. Nicht nur, weil man die ärztliche Sprechstunde mit Unannehmlichkeiten und Ängsten vor sich hat. Auch darum, weil man gezwungen ist, eine Menge Gesprochenes anzuhören, das man gar nicht hören will. Im Grunde sollte jeder Arzt in seinem Wartezimmer eine Tafel »SILENTIUM« anbringen. Das ist natürlich nicht möglich, weil man dem Menschen das Sprechen nicht verbieten kann. Und es gibt viele Menschen, deren Redebedürfnis gerade dann, wenn sie sich ängstigen, gewaltig anschwillt.

Andererseits gibt es die große Menge derjenigen, die eigentlich lieber schweigen möchten und die sich durch das Gerede empfindlich gestört fühlen, sei es, daß sie etwas lesen, sei es, daß sie einfach etwas denken wollen – auch das soll es geben.

Dazu kommt, daß die im Wartezimmer besprochenen Themen meist offensiver Art sind. Sie kreisen um Krankheiten und Ärzte, und hier wieder bemerkt man eine leidige Konzentration auf zwei Punkte: Krankheitsdetails einerseits und die Unfähigkeit gewisser Ärzte andererseits. »Und dann haben sie gesagt, es sei nicht die Gebärmutter, es müsse an den Eileitern liegen, die seien ganz vereitert und haben solche Knoten, und dann haben sie mir die auch herausgenommen ...«, schallt es durch den Raum, daß es jedermann hören muß. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen, die im sonstigen Leben kaum ein derbes Wort sagen oder einen anstößigen Witz machen würden, angesichts einer Krankheit alle Hemmungen verlieren und ihre weiblichen oder männlichen Organe vor dem Publikum ausbreiten. Es wirkt da sicher ein sonst verdrängtes Bedürfnis nach Exhibition mit – Menschen, die sich ihrer gesunden Organe schämen, glauben mit den kranken plötzlich auftrumpfen zu müssen.

[107] Das andere Ostinato-Thema ist die Arzt-Kritik. Sie hat meist das folgende Grundschema: » ... hat er mich jahrelang auf Arthritis behandelt. Und es hat natürlich nichts genützt. Da ging ich in die Klinik und da kam der Professor und sagte: ›Welcher Idiot hat Sie so behandelt?, das ist doch sonnenklar, daß das was anderes ist.‹ Glauben Sie, wie da der andere klein wurde!«

Auch hier liegt wahrscheinlich eine Art Verdrängungsmechanismus zugrunde. Der Doktor ist bekanntlich eine Autoritätsperson; man muß ihm ehrfürchtig zuhören, er hat immer recht, und man darf ihm nicht widersprechen. Da packt denn manchen Patienten die Lust, den Spieß einmal umzukehren, den Doktor anzuschreien und ihn der Unfähigkeit zu bezichtigen. Er getraut sich aber nicht. Welche Seligkeit, wenn dann

eine noch höhere Autorität – es ist fast obligatorisch »der Professor« – an unserer Stelle und völlig legitim – den herbeigewünschten Strafakt vollzieht!

Es ist nicht möglich, daß im Wartezimmer alle schweigen – zu viele Patienten würden das als eine feindselige Atmosphäre empfinden und es würde sie bedrücken. Aber man kann mindestens so viel wünschen, daß die beiden geschilderten Themen vermieden werden. Wen die Lust ankommt, davon zu reden, der soll sie in sich bekämpfen. Und wenn der Nachbar davon beginnt, so soll man ihn davon abhalten, zuerst höflich, in dem man ihn abzulenken versucht, später wenn nötig auch grob, indem man sagt: »Hören Sie, das ist doch nicht gerade das richtige Thema; wollen wir nicht lieber von etwas anderem reden.« Und im schlimmsten Falle bleibt noch das eisige Schweigen, mit dem man den Sünder einfriert.


Wie soll sich der Patient sprachlich verhalten, wenn er endlich zum Arzt eingelassen wird und diesem seine Leiden schildern soll? Sicher soll er keine Umschweife machen, sondern rasch zur Sache kommen. Er soll sich vorher überlegen, was für den Arzt wichtig sein könnte. Wenn er einen Hexenschuß bekommen hat, soll er sagen, wo und wann es war, ob er sich verhoben [108] hat oder ob die Sache von selbst gekommen ist. Aber nicht, daß er an diesem Morgen seinen Vetter, der Geburtstag hatte, besuchen wollte.

Wer sich leicht aus der Ruhe bringen läßt, für den ist es gut, wenn er sich seine Symptome auf einen Zettel schreibt; denn es ist eine Tatsache, daß man, geht man erst einmal zum Arzt, oft halb vergißt, weshalb man eigentlich gehen wollte. Leicht geschieht es auch, daß einen im Verlauf der langen Wartezeit das Mitleid mit dem gestreßten Arzt übermannt, daß man schlaff und nachgiebig wird und denkt, es gehe jetzt vor allem darum, den armen Doktor nicht zu lange hinzuhalten; man sei doch eigentlich recht gesund, und es sei eine Schande, ihm noch weitere Zeit wegzunehmen. Wir kennen Menschen, die aus diesem Grunde schon wichtige Symptome nicht meldeten. Deshalb: Wenn man schon einmal beim Arzt ist, so soll man ihm auch alles sagen; er wird sich schon zu helfen wissen, wenn ihm die Patienten zu viel werden.

Das Gespräch zwischen Arzt und Patient, so alltäglich es scheint, ist keineswegs unproblematisch. Man begibt sich nämlich dabei notwendigerweise auf Gebiete, in denen die Sprache ganz oder, teilweise versagt. Nicht alle Erscheinungen der Welt sind gleich leicht in Sprache zu fassen, und besonders schwer auszudrücken sind Schmerzen und Ängste. Sie gehören nämlich – zusammen mit Träumen, Räuschen und religiösen Erfahrungen – zu den Lebensbereichen, die der Mensch nur durch Introspektion (Innenschau) erfährt, und deshalb kann man darüber nicht so sprechen wie über äußere Dinge, auf die ich und mein Gesprächspartner mit dem Finger zeigen können. Und gerade um Schmerzen und Ängste geht es beim Gespräch des Patienten mit dem Arzt häufig.

An dieser Stelle möchten wir eine tragikomische Geschichte erzählen, deren Opfer ein guter Bekannter wurde. Ihm hat man einmal unnötigerweise den Blinddarm herausgenommen. Das kam so: Zu einer gewissen Zeit verspürte er gelegentlich Schmerzen auf der rechten Bauchseite, die sich allmählich zu verstärken schienen. Er ging zuerst zu seinem Hausarzt, dann [109] zum Chirurgen; dieser sagte: »Ja, es ist die Blinddarmgegend«, und der Patient wollte nun auch kein Feigling sein, ging in die Klinik und ließ sich den Blinddarm herausnehmen. Nachdem er sich genügend erholt hatte, merkte er zu seinem Ärger, daß der Bauch immer noch weh tat, und es stellte sich dann nach einer längeren Zeit des Beobachtens heraus, daß die Sache eigentlich von dem Auto kam, das sich der Patient kurz vor dem Auftreten der Schmerzen gekauft hatte. Es war sein erstes, und in seiner Begeisterung fuhr er viele und lange Strecken, wobei sich sein rechtes Bein bis in den Bauch hinein zu verkrampfen pflegte – daher der angebliche Blinddarm.

Die Moral dieser Geschichte ist, daß man bei der Beschreibung von Schmerzen nicht genau genug sein kann. In unserem Falle wäre es vielleicht gelungen, dem Arzt klar zu machen, daß es sich nicht um einen Schmerz in der Tiefe, sondern um einen an der Oberfläche handelte. Ganz allgemein kann und muß man wahrscheinlich noch mehr Gebrauch machen von den Möglichkeiten, die unsere Sprachen uns bieten. Es verhält sich nämlich so, daß wir Schmerzen mit mindestens drei Wortarten bezeichnen können. Wir können ein Substantiv wählen, also sagen »ich habe hier einen Schmerz, ein Zwicken, ein Bohren etc.« Damit machen wir den Schmerz gewissermaßen zu einer Sache. Oder wir können uns mit einem Verb ausdrücken: »es schmerzt, brennt, drückt« – womit wir den Schmerz gewissermaßen zu einem Vorgang machen. Und schließlich können wir ein Adjektiv wählen und sagen: »es ist hier empfindlich, wund etc.«; in diesem Fall – im Deutschen eher selten, wogegen im Englischen das Adjektiv »sore« häufig ist – wird der Schmerz gewissermaßen als Eigenschaft aufgefaßt. Diese Tatsache zeigt, wie wenig faßbar so ein Schmerz eigentlich ist – ist er ein Ding, ein Vorgang, eine Eigenschaft oder alles zugleich? Und gleichzeitig mahnt sie uns auch, bei der Beschreibung unserer Symptome alle sprachlichen Möglichkeiten auszunützen – wobei wir allerdings sachlich bleiben und nicht barock-poetisch werden sollten.

Und nun andererseits: Wie sollen Ärzte mit ihren Patienten [110] reden? Es gibt an einigen Universitäten Kurse über dieses Thema, und in neuerer Zeit hat sich eine Literatur dazu entwickelt4.

Sicher ist einmal, daß der Arzt den Patienten nicht unnötig erschrecken soll. Dafür ein Beispiel: Ein Patient hat ein dunkles Muttermal unter dem rechten Auge, das ihm nicht geheuer ist. Er geht zum Vertreter seines Hausarztes, einem noch jungen Allgemeinpraktiker. Dieser möchte, daß sich ein Dermatologe die Sache ansieht. Er ruft den Spezialisten an und meldet ihm in Gegenwart des Patienten die Symptome wie folgt: »ein Muttermal, juckend, stark pigmentiert, infra-orbital.« Der Ausdruck »infra-orbital« beunruhigt den Patienten. Er weiß, daß man genau so gut sagen könnte: »unter dem Auge«. Das statt dessen gebrauchte lateinische Wort deutet er so: Entweder redet der, Arzt lateinisch, damit ich nicht merke, was es ist, oder aber: der lateinische Ausdruck hat eine ganz präzise Bedeutung, die dem Spezialisten alles sagt. Nachdem ihm der Arzt keine weitere Auskunft gibt, ja eher etwas nervös scheint, redet sich der Patient ein, daß sein Muttermal ein Melanom sei. Er hält seine Tage für gezählt, ordnet seine Angelegenheiten, und verbringt eine melancholische Woche – bis ihm der Spezialist erklärt, daß es sich um etwas vergleichsweise Harmloses handelt.

Man kann hieraus den Schluß ziehen, daß man bei einem Gespräch mit dem Spezialisten in Gegenwart des Patienten lieber keine lateinischen Fachausdrücke verwenden soll. Wer den Dichter Conrad Ferdinand Meyer kennt, mag sich an die Stelle in »Huttens letzte Tage« erinnern, wo der Arzt Paracelsus den kranken Hutten untersucht und darauf einem Dritten halblaut »facies hippocratica« zuraunt – ›Gesichtszüge, die den Tod ankündigen‹ – was Hutten, der Humanist, nur allzudeutlich versteht.

[111] Allgemein: Im Hintergrund sitzt bei den meisten Patienten die Vorstellung, daß der Arzt dann lateinisch rede, wenn es gefährlich oder gar aussichtslos sei. Also sollte man auch im Gespräch mit einem Spezialisten so wenig Latein wie möglich gebrauchen, auf die Gefahr hin, daß einen dieser für einfältig hält. In unserem Fall etwa: »Es ist da eine Pigmentierung unter dem rechten Auge, juckt auch etwas; ich möchte gern, daß Sie sich das einmal ansehen«.

Noch etwas zum Thema »Vermeidung unnötiger Angst«. Im Laufe längerer Untersuchungen ergeben sich immer wieder Momente, wo der Arzt eine Feststellung mit Worten bestätigen will. Er sieht zum Beispiel, daß der Kniereflex in Ordnung ist, und möchte das für sich selbst mündlich kurz registrieren. Viele Ärzte sagen in dieser Situation so etwas wie »aha« oder »mhm«. Diese Laute können aber auch bedeuten, daß etwas, was man vermutet hat, tatsächlich eingetroffen ist. Der Patient tendiert dazu, sie so zu interpretieren: »Aha, das ist es ja, was ich befürchtet habe«, und er wird erschrecken. Die Frage stellt sich also: Wie kann der Arzt während der Untersuchung von Zeit zu Zeit sprachlich reagieren, seine Wahrnehmungen durch kurze Äußerungen »abhaken«? Vor kurzem haben wir eine simple und triviale Äußerung angetroffen, die diesen Dienst ausgezeichnet tut. Der betreffende Arzt sagte nämlich: »o.k.« Dieses kleine »Wort« bedeutet fast überall in der Welt: ›Dieses ist erledigt, wir können zum nächsten übergehen‹. Es hat eine vage aufmunternde Wirkung, ohne daß man es nur bei negativen Befunden brauchen könnte. Für diejenigen, die aus irgendwelchen Gründen den Ausdruck »o.k.« nicht lieben und doch nicht auf eine »verbale Quittung« verzichten möchten, gibt es in dieser Situation noch einen anderen, der sich, wie wir hören, bei manchen Ärzten bewährt hat, nämlich ein kurzes »ja«. Auch dieses besagt, daß etwas erledigt ist, ohne daß sich daraus eine Verbindlichkeit ergibt.

Noch einiges zum Reden über Befunde. Es hat sich heute unter jüngeren Leuten, zu denen auch die jüngeren Ärzte gehören, so etwas wie ein »Ehrlichkeitsfim mel« herausgebildet, wobei [112] »Ehrlichkeit« nicht mehr wie früher als ›ehrliches Handeln, z.B. nicht stehlen‹ aufgefaßt wird, sondern als ›nichts beschönigen‹, ›gerade herausreden‹. Wohin dies führen kann, zeigt das nächste (ebenfalls authentische) Beispiel:

Ein junger Mann, an einer schweren Krebsform erkrankt, liegt in einer Klinik in Süddeutschland. Er bekommt Besuch vom Oberarzt, der ihn mit folgenden Worten begrüßt: »Na, Sie haben sich ja einen besonders bösartigen Tumor ausgelesen.« Diese Formulierung ist nun freilich »ehrlich« in dem oben gezeigten Sinn. Erstens beschönigt sie ganz sicher nichts. Zweitens kommt dazu die Wendung: »Sie haben sich ... ausgelesen.« Sie ist mehr als eine bloße Burschikosität; denn sie deutet an, der Patient habe seine Krankheit im Grunde selber verschuldet oder gewünscht. Dies wiederum ist heute nicht bloß ein schlechter Witz. Immer mehr verbreitet sich nämlich in unserer Zeit – unter dem Einfluß von Versicherungs- und Renditedenken – die Meinung, Kranke seien im Grunde an ihrer Krankheit selber schuld; sie hätten sie sich durch falsche Lebensweise selber zugezogen und seien jetzt, da man für sie bezahlen muß, »Schädlinge« an der Gesellschaft. Deshalb: Höchste Vorsicht bei burschikosem Gerede, das in diesem Sinn gedeutet werden könnte!

Es bleibt die alte Frage, wie unerfreuliche Befunde dem Patienten »schonend« mitgeteilt werden können. Hier sind wohl kaum generelle Regeln zu geben. Aber ein konkretes Beispiel mag als Anhalt dienen. Ein Arzt, der einen älteren Patienten untersucht hatte, formulierte so: »Es könnte Parkinson sein. Vorläufig sieht es allerdings nicht danach aus. Wenn es aber so wäre, würden wir natürlich sofort mit X. (Name eines Medikaments) losschießen.« An dieser Äußerung ist zweierlei wichtig. Erstens nennt der Arzt zugleich mit einer möglichen Diagnose auch schon eine Therapie; er läßt den Patienten nicht auf der Diagnose »sitzen«. Zudem gebraucht er den Ausdruck »losschießen«, welcher rasches und wirksames Handeln impliziert: man sieht förmlich, wie der »Feind« auseinanderspritzt, und faßt sogleich Mut.

[113] Was weiter zum »verbalen Wohlbefinden« des Patienten beiträgt, das sind die »Vorwarnungen«. Man soll den Patienten nicht mit einem erschreckenden oder schmerzhaften Eingriff überraschen, sondern ihn vorwarnen. Ein Zahnarzt sagte jeweils vor dem Ansetzen eines besonders groben Bohrers: »Achtung, es rumpelt!« Das Wort »rumpeln« – obwohl es sachlich nicht genau stimmt – ist ausgezeichnet gewählt: es beinhaltet ein großes Rumoren, hinter dem aber nicht viel steckt, und impliziert, daß der Patient nicht zu erschrecken braucht.

Gute und schlechte Krankenschwestern lassen sich unter anderem dadurch unterscheiden, daß die ersten sagen: »Jetzt gibts einen kleinen Pieks«, während die anderen einen hinterrücks anstechen.

Eine Vorwarnung oder Ankündigung ist auch dann am Platz, wenn der Patient lächerliche Dinge machen muß. Es ist daran zu erinnern, daß eine medizinische Untersuchung sehr oft eine gewisse Erniedrigung des »Opfers« mit sich bringt. Solange man den Patienten nur die gespreizten Hände ausstrecken läßt, braucht es sicher keine lange Ankündigung. Nötigt man dagegen einen älteren Patienten, auf einem Bein zu stehen, so ist bereits eine Erklärung am Platz. Sie kann übrigens ganz kurz sein. »Jetzt testen wir die Reaktionen« oder ähnliches genügt vollkommen; ein Zeitverlust ist damit nicht verbunden.

Das sind alles Kleinigkeiten, die mit der Heilkunst des betreffenden Mediziners an sich nichts zu tun haben. Aber sie unterscheiden den Arzt, zu dem man gerne geht, von dem, den man nur ungern aufsucht.


ZU BEACHTEN


Im Wartezimmer keine unappetitlichen und aggressiven Gesprächsthemen!


Ein Patient, der sich leicht durcheinander bringen läßt, soll seine Symptome auf einen Zettel schreiben.


[114] Der Arzt soll den Patienten nicht unnötig erschrecken.


Einem schlechten Bescheid ist ein Therapie-Vorschlag beizufügen.


Unangenehme Eingriffe; auch kleine, nicht ohne Vorwarnung.

Quelle:
Leisi, Ilse und Ernst: Sprach-Knigge oder Wie und was soll ich reden? Tübingen 21993, S. 106-115.
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