Naturtrieb

[61] Eingesandt.


Wie die goldnen Bienlein schweben


Auf der bunten Blumenfahrt,


Hundert tausend Küße geben


All den Kräutlein mancher Art,


So in meines Herzens Grunde

Treibt es mich, nach deinem Munde,


Speiß und Wein,

Küß und Freude,

Mehrt die Pein,

Die ich leide,


Ohne dich, mein Leben!


Durch Umfangen

Stillt dein Mund

Mein Verlangen,

Bin ich wund,


Kannst du mir Gesundheit geben.[61]


Quelle:
Achim von Arnim und Clemens Brentano: Des Knaben Wunderhorn. Band 2, Stuttgart u.a. 1979, S. 61-62.
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