Dreiundzwanzigstes Kapitel

Übersicht der Tragikomödie von dem Fürstenhause und der Judenfamilie

Prolog des Dichterkopfes

[194] Was ist für Freude noch bei großen Bühnen,

Da ist nichts Lust'ges mehr, kein wild Erkühnen,

Auch ich war einst dabei, hab mitgemacht,[194]

Und hab in Jahren nicht dabei gelacht.

Die guten alten Spieler werden schwach,

Und ach das junge Volk wächst schwächlich nach,

Was kann die Welt für Lust an Kindern haben?

Es dankt das Publikum für künftige Gaben,

Will Fert'ges sehn; was sich erst bilden soll,

Das mache kein Geschrei, sonst heißt es toll.

Den Kindern springt die Quint, wie ich's gehört,

Das Publikum ward ganz von Haß betört,

Es pocht, es lärmt, und keiner schien mehr recht,

Es flohn die Schauspielleut aus dem Gefecht.

Da nahm ich nun mein Tuch, macht einen Knoten,

Und hab ein Kinderspiel dem Volk geboten,

Und wackelte damit und ließ es tanzen,

Ich ward vergnügt und es gefiel im ganzen.

Ich nahm das Buch recht wie ein Kind in Lehre,

Als ob's das Publikum, das edle wäre,

Und fragt es aus, wie es uns möchte haben?

Da sprach's so viel von hohen Künstlergaben,

Doch wußt es nicht, wo die zu Kaufe waren;

Da mußte ich es billig drin belehren:

»Die Kunst ist frei, sie brauchet viel Theater,

Das eine bild das Kind, dies zeig den Vater,

Wenn jenes reif, da tret es hier erst ein!

Doch weil für jetzt dies Schauspielhaus allein,

So müßt ihr auch den Schülern gnädig sein.«

Auf dieses Wort folgt Klatschen allgemein,

Ei dachte ich, und konnt es gar nicht fassen,

Dies Schnupftuch kann jetzt mehr, als Künstler spaßen;

Die Künstler sind zum Spaß zu vornehm worden,

Und doch nicht groß genug zum trag'schen Morden.

Ich ging davon und machte kleine Puppen;

Viel hatt ich nicht zu brocken in die Suppen,

Doch essen auch nicht viel die kleinen Leut,

Sie sind zu jeder Rolle stets bereit,

Um Kleider ist kein Streit, auch nicht um Tugend,

Auch nicht um Liebhaber, auch nicht um Jugend.

Sie sind so alt, wie ich sie eben brauch,

Die weißgenasten häng ich in den Rauch.

Mein Kopf füllt mein Theater ganz allein;

Sind meine Menschen gegen mich nur klein,

So bin ich darum wahrlich groß zu nennen,[195]

Kann sie verbinden, und sie trennen,

Nach Eigensinn und nach Verstand,

Und bin ein rechter Gott in diesem Land;

Weiß ich nichts mehr aus meinem Kopf zu sagen,

So brauchen sie nur tüchtig sich zu schlagen,

Und weil mein Kasperl trefflich Tritte gibt,

So schweigt Kritik und ich bin stets beliebt,

Ein jeder lacht, ein jeder gibt sein Geld,

Jetzt ist mein Kasperl hier der größte Held.


Kasperl kuckt bei diesen Worten neugierig in ein Fenster, wo eine ansehnliche Judenfamilie unter versetzten Sachen bei einem Gewitter kauert. Sie glauben der Messias komme, worüber die Tochter Rachel hochmütig lächelt; aber nun springt Kasperl herein, alle erschrecken und die ohnmächtige Tochter bittet um ein Zuckererbschen aus dem silbernen Büchschen; Kasperl gibt ihr einen Nasenstüber und gibt sich für den Messias aus. Der Jude frägt, woran er ihn dafür erkennen soll; Kasperl gibt ihm Tritte wegen seines Unglaubens, der alten Jüdin einen Kuß und so glauben alle an ihn. Er wird ungemein mit Räucherungen geehrt, nimmt ihnen aber das Opferfleisch vor der Nase weg, und sagt ihnen, das sei also die neue Mode im Himmel. Nachdem er gut gegessen, will er zu Bette; der alten Jüdin sagt er heimlich, er wolle sie heiraten, und dem jungen Mädchen gleichfalls. Sie geben ihm ein großes Bette, da erschrickt er über die Decke, worauf das fürstliche Wappen gestickt; er ruft alle herein, wie sie dazu gekommen. Sie sagen, das müsse er in seiner Allwissenheit auch wohl wissen, daß sie es im Versatz hätten. Er sagt, daß er nur der Ordnung wegen gefragt, und schickt sie wieder fort. Nun hebt er einen Judenschlafrock auf, dessen Saum mit Cymbeln besetzt ist; er fängt die Cymbeln an zu bewegen, alle laufen zusammen und fragen nach der Neuigkeit. Er sagt ihnen, es sei bloß der Wachsamkeit wegen; sie gehen ärgerlich ab. Nun besieht er seine Leibwäsche, die er ausgezogen und die voll Löcher, und zieht ein Judenhemde an, das voll Flicken, den Schlafrock mit den Cymbeln drüber, und so geht er fort aus dem Fenster, um seinen Herrn, den Prinzen von Mesopotamien, zu bedienen, dem er im Gasthofe Quartier machen sollte. Die beiden Jüdinnen, Mutter und Tochter, kommen jetzt herein und wollen zum Messias, und eine hält die andre dafür; der alte[196] Jude hat sie aber vermißt und kommt mit Licht; da erkennen sie sich, und der alte Jude meint, der Messias wäre wegen ihrer Unkeuschheit davon gegangen; sie aber sagen, er sei vor ihnen gen Himmel gefahren; der Jude wird böse und will sie schlagen, wird aber jämmerlich von ihnen am Barte gezaust. So schließt der erste Akt, und der zweite beginnt, indem eine Lerche nachgeahmt wird. Es ist Morgen, des Fürsten Schloß auf dem Berge wird von der Oberhofmeisterin Gretel ausgefegt, sie will dabei allerlei geistliche Lieder singen, doch fällt ihr immer der verlaufene liebe Mann Kasperl ein; dann schimpft sie auf ihren schweren Dienst und erzählt von ihren Erziehungsgrundsätzen, wie sie die beiden Prinzessinnen Spaßine und Ernestine klug gemacht. Spaßine und Ernestine kommen gelaufen; jene bringt einen Apfel, worin ein Gesicht geschnitten, und frägt sie, wem es gleiche? Gretel fängt an zu weinen: so sehe ihr lieber verlaufener Mann Kasperl aus. Nun lassen sie sich von ihr den Mann beschreiben; sie erzählt unter andern, daß er vom Reiten auf Abenteuer schöne krumme Beine gehabt, seine Nase dabei als Meilenzeiger, die Augenbraunen als Regenschirm gebraucht habe. Hierauf kommt der Fürst mit Jagdzeuge beladen von der Jagd zurück, er hat einen Zaunkönig geschossen und der soll zum Mittagessen gebraten werden; dann macht er sich bequem und examiniert seine Kinder, was sie gelernt und getan: »Nun liebe Ernestine«, sagt er, »du hast was auf deinem Gewissen, bekenn es nur, du bist so still heute. Wie? Du fängst bitterlich an zu weinen, hab ich dich mit dem Kamm gerissen? Sieh, ich muß mit weinen, und das kostet mir mehr als dir.« ERNESTINE: »Weinen Sie nicht lieber Vater, ich will alles sagen, aber Sie müssen mich nicht so anblicken.« FÜRST: »Sprich nur liebes Kind, ach Gott gib mir Kraft, was werde ich hören müssen.« ERNESTINE: »Ich war in den Garten hinuntergesprungen, ganz traurig bin ich zurückgeschlichen.« FÜRST: »Du armes Kind.« ERNESTINE: »Weil er weggegangen.« FÜRST: »Je wer denn?« ERNESTINE: »Ei nun der Bettler, dem ich den Kuß gegeben.« FÜRST: »Ein Bettler? Ist denn mein Bettlermandat nicht angeschlagen?« ERNESTINE: »Lieber Vater, ich hatte gar nichts, ihm zu geben, Sie wissen ja; und es war so ein schöner junger Mann, den ich ohne Trost nicht weglassen durfte, da fragt ich, ob ihm ein Kuß nicht zu wenig wäre – und da sagte der gute Mensch, er sei ihm nicht zu wenig, und da gab ich ihm doch[197] zwei, und den dritten nahm er sich, und den vierten gab ich ihm obenein, und den fünften in den Handel, und den sechsten, weil ungerade Zahlen nicht gedeihen und ...« FÜRST: »Der Bettler muß dir was angetan haben.« ERNESTINE: »Er hat mir was abgenommen, meine Ruhe; aller Orten suche ich ihn und singe: Wo suchen dich Herzliebster meine Gedanken? Es findet dich nirgends mein Blick, dein Bild bleibt vor mir im Schwanken, wie's Glück. O du mein einziges Glück, dir nach meine Seufzer rufen! Dir nach die Seufzer grüßen, mein Mund folgt nach dem Kuß, den deine Lippen küssen, und deine Küsse sind Luft; der Wind kann sie nicht wegnehmen, er müßte sich ja schämen, daß er mir alles nähm, das wär ja unverschämt.« FÜRST: »Ach, was ist das für ein Unglück; das Armut will ich doch gar nicht mehr in meinem Lande dulden; es soll alles Armut freien Abzug zum Nachbar haben.« SPASSINE: »Vater, da müßten wir und Sie ja auch zum Lande heraus.« FÜRST: »Schweig, in Regierungssachen mußt du dich nicht mischen; ihr macht mir heute vielen Kummer. Ernestine, blase die Gedanken weg, heute kommt dein Bräutigam, der Prinz von Mesopotamien; schlag Federball, das vertreibt dir die bösen Gedanken.« ERNESTINE: »Ich kann nichts anders denken, als ihn, ich kann niemand anders heiraten, als ihn; den Prinzen kann ich nicht lieben.« FÜRST: »Ei was lieben, darauf kommt's beim Heiraten nicht an, das Heiraten ist eine Sache für sich; deine Mutter selig war mir ganz abscheulich, ich habe sie doch geheiratet.« ERNESTINE: »Lieber Vater, ich kann ihn nicht nehmen; ich würde eine Lust bekommen, ihn umzubringen.« SPASSINE: »Lieber Vater, wenn die Schwester den Prinzen nicht haben will, geben Sie ihn mir; ich möchte gar zu gerne heiraten.« FÜRST: »Ei meine Tochter, so was müßt ihr gar nicht sagen, wenn das unten bei den reichen Juden bekannt würde, die ließen es in ihre Zeitungen und Journale einrücken; Frau Gretel, sag Sie mir doch, was hat Sie den Kindern für Sachen in den Kopf gesetzt; merk ich so was von Ihr, so geb ich Ihr eine Backpfeife, daß es Ihr noch lange vor den Ohren summen soll.« – Frau Gretel setzt hierauf ihre Pestalozzische und Vakzinations-Erziehungsmethode auseinander; der Fürst will die alte Methode verteidigen, sie zieht aber den Pantoffel aus und weiset ihn zur Ruhe. – Während dieses pädagogischen Gefechtes tritt Kasperl in den Kleidern seines Herren, der ausgeblieben, mit einigen Reden, die seinen Spaß erklären, herein[198] und gibt sich für den Prinzen von Mesopotamien aus. Gleich erkennt er seine Gretel; sie hat aber zu viel Respekt gegen ihn und seufzt vor sich, daß es schade sei, ihr Kasperl habe doch nie so was Vornehmes an sich gehabt. Der Fürst und die Töchter sind sehr verlegen; doch faßt sich Spaßine und gibt die Schlägerei für ein Pantoffelspiel aus; der Fürst bezeugt auch sein Vergnügen an dem schönen Spiele, und sucht seine blutende Nase zu verstecken. Kasperl dankt für dergleichen Spiel und schlägt ihm dafür das große Eßspiel vor. Als ihm dies nicht gewährt werden kann, weil der Zaunkönig noch nicht gebraten, so soll er inzwischen raten, welches seine Braut; Spaßine macht ihm viele Artigkeiten und Ernestine weiset ihn sehr hart ab; er bestimmt sich also aus Respekt gegen das Pantoffelspiel für Spaßine, die ihm auch von dem Fürsten für seine Braut angegeben wird. – Der Fürst will darauf seinem Eidam das Reich vom hohen Turme zeigen und Kasperl frägt, ob auch kein starker Wind, daß er etwa über die Grenze geweht werden könnte? – Ernestine bleibt allein zurück und stellt sehr tiefsinnige Betrachtungen in ganz philosophischer Sprache über die fürstlichen Heiraten an, die alle Fürstenhäuser verderben, indem sie aus Naturen nie in Leidenschaft die falsche Richtung wegschaffen, die sie auch in sich gefühlt habe, ehe sie geliebt; nur in der Liebe sei Wahrheit, Volkssinn, der sich allem anschließe, alles verstehe, selbst den Bettler. Sie setzt sich nieder und weint. – Der wahre Prinz, der am Morgen als Bettler verkleidet ihr die Küsse abgenommen, tritt in anständiger Tracht herein und bemerkt sie nicht. Er erzählt von seinen Absichten, eine Heirat aus Liebe zu stiften, und wie er so ganz seeleneigen dem armen Mädchen geworden, das in diesem Schlosse diene und ihm nichts, als ein paar Küsse, habe geben können; der Prinzessin wolle er entsagen, die ihm bestimmt, dies arme Mädchen aber aufsuchen, – »so recht vertraut, haarklein ihr aufzuzählen, was mir so taglang, so nächtelang tät fehlen, Vertrauen, ewiges in Lieb gebunden, im armen Mädchen hab ich's nun gefunden; die Krone will ich ihr zu Füßen legen, kommt Kuß dem Kuß, der Blick dem Blick entgegen, und daß dies alles sei kein Augenblick, wie jener Kuß, der noch mein ganzes Glück, nein die Gewohnheit aller meiner Stunden durch heil'ges Band auf Leben und Tod gebunden.« – Indem er so deklamiert, ist er mit seiner Hand der Prinzessin so nahe gekommen, daß[199] er ihr ins Gesicht schlägt; sie schreit auf: eine Szene des freudigen Wiedererkennens und der Verzweifelung, sie beleidigt zu haben. Doch sie vergibt ihm mit vielen dicken Küssen. Die Szene verwandelt sich in das Eßzimmer des Fürsten, der sehr böse ist, daß seine Tochter alle auf sich warten läßt. Kasperl frißt heimlich alle Schüsseln aus, und sagt immer, das habe nichts auf sich, sie könnten immer noch warten. Endlich wird Spaßine nach der Schwester geschickt und kommt mit der Nachricht wieder, daß sie in den Armen eines fremden Ritters liege. Der Fürst fordert Kasperl auf, die Ehre seines Hauses, dem er nun bald verbunden, mit dem Schwerte zu verteidigen. Kasperl will nicht, weil er kein Blut sehen könne, er verflucht die törichten adeligen Sitten. Alle dringen in ihn mit Gabel und Messer, daß er ihre Ehre verteidige; endlich zieht er sein hölzernes Schwert, als aber der Prinz mit Ernestine hereintritt, wird er gleich rückgängig und fällt ihm zu Füßen. Der Prinz reißt ihm seine Kleider ab und nun erscheint er in dem jüdischen Schlafrock, dessen Saum mit Cymbeln besetzt ist. Gretel erkennt ihn und wird unmäßig böse und zärtlich gegen diesen ihren verlaufenen Mann. Sie machen einander schöne Vertraulichkeit, ihre Kinder haben alle öffentliche Stellen am Pranger bekommen; endlich fangen sie sich an zu schlagen und die Cymbeln klingeln so laut, daß die ganze Judenfamilie erscheint, ihren Messias und ihren Schlafrock aufzusuchen. Sie wollen ihn mit Gewalt der Gretel entreißen, und der Fürst, der nun durch den fremden reichen Schwiegersohn Mut gewonnen, bestraft sie für diesen frevelhaften Eingriff in eine glückliche Ehe mit dem Verluste der Schuld für das verpfändete fürstliche Ehrenbette. Die Juden bringen mit Lamentieren das große Bette aufs Theater, der Fürst segnet die liebenden Verlobten; Kasperl schlägt an seinen Cymbelnrock und die ganze Judenschaft muß tanzen.


Die Zuschauer hatten alle des Stücks herzlich gelacht, besonders die Kinder, nur die beiden Söhne Wallers hatten oft während des Stücks bitterlich geweint, und als sie um die Ursache befragt wurden, sagten sie, daß sie die Reden der Ernestine so oft von der Mutter hersagen gehört. Der Graf gewann die beiden Kinder sehr lieb; so auffallend ihm im Anfange ihr wildes, neugieriges, aufspürendes und nachahmendes Wesen geschienen, so bedeutsam[200] wurden ihm jetzt manche ihrer Fragen. Die Gräfin teilte diese Neigung nicht; seit sie selbst an den ersten Beschwerden der Schwangerschaft litt, und ihre sonst unzerstörbare Gesundheit geschwächt fühlte, sogar fürchtete, einen ihrer schönen Zähne einzubüßen, haßte sie alle Kinder, und schwor ihrem Manne im Übelbefinden ihres Magens, womit sich dieser Tag schloß, nie wolle sie mehr als dies eine Kind haben, das ihr schon so viel Not bereite.

Quelle:
Achim von Arnim: Sämtliche Romane und Erzählungen. Bde. 1–3, Band 1, München 1962–1965, S. 194-201.
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