141. Schuhwechsel.

[128] Um Holz zu holen gingen zwei Mädchen von Neuweier auf den Iberg, wo sie am Schlosse ein Geißböcklein stehen sahen. Dasselbe gesellte sich zu ihnen und führte sie, am hellen Tage, stundenlang im Wald irre, daß ihnen angst und bange wurde. Endlich fiel einem der Mädchen ein, sie solle die Schuhe wechseln, und kaum hatte sie es gethan, so verschwand das Böcklein und sie wußten, wo sie waren, indem sie das Dorf Beuren unter ihnen liegen sahen.

Quelle:
Bernhard Baader: Volkssagen aus dem Lande Baden und den angrenzenden Gegenden. Band 1, Karlsruhe 1851, S. 128.
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