281. Zauberbuch.

[266] Ein Geistlicher zu Krailsheim hatte in einer gewölbten Stube alte, große Bücher, die mit Ketten an die Decke und die Wände geschlossen waren. Als in dieser Stube die Magd einmal allein war, öffnete sie aus Neugierde eines der Bücher und las eine Stelle daraus her. Da wimmelte plötzlich die ganze Stube von Mäusen, so, daß die Magd vor Schrecken um Hülfe rief. Auf das Geschrei kam der Geistliche herbei, ließ sich schnell das Geschehene erzählen und las dann die Stelle des Buchs von hinten nach vorn ab, worüber die Mäuse sich alle wieder verloren.

Quelle:
Bernhard Baader: Volkssagen aus dem Lande Baden und den angrenzenden Gegenden. Band 1, Karlsruhe 1851, S. 266.
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