339. Die Todten wollen begraben sein.

[309] Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts geschah es in einem alten Hause zu Weinheim, daß, wenn in der Schlafstube des untern Stocks das Licht ausgelöscht war, jedesmal eine weiße Taube an der nämlichen Wand hin und her flog. Die Leute suchten Hülfe bei den Karmelitern, allein denselben gelang es nicht, den Spuk zu vertreiben. Endlich wurde die Wand genau untersucht, und in einem verborgenen Raum das Gerippe eines neugebornen Kindes gefunden. Man begrub dasselbe auf den Kirchhof, und seitdem hat die Taube sich niemals wieder sehen lassen.

Quelle:
Bernhard Baader: Volkssagen aus dem Lande Baden und den angrenzenden Gegenden. Band 1, Karlsruhe 1851, S. 309.
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