102. Der Marstall in Schwerin.

[91] Auf der Stelle, wo jetzt das Regierungsgebäude in Schwerin steht, stand früher der ›alte Marstall‹. Diesen soll der Teufel in einer Nacht gebaut haben; als aber der Hahn krähte, hat noch eine Dachluke gefehlt. Die Schweriner beeilten sich, diese einzusetzen; aber am nächsten Morgen ist sie wieder fort gewesen. Da dies immer wieder geschah, ist die Oeffnung bis zum Abbruch des Gebäudes geblieben.


Primaner Rob. Bröcker in Parchim.

Quelle:
Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Band 1, Wien 1879/80, S. 91.
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