1.

[230] Die alte Müllersch in Pölitz erzählt, von ihrem Manne habe sie gehört, wie die Ziddorfer einmal in einem Hohlweg nicht hätten weiter kommen können. Beim Kreuzbruchsberge, der an der Warnkenhäger Grenze zwischen Pölitz und Hessensteiner Bauern liegt, hätten die Wagen oben auf dem Berge plötzlich stillgestanden und nicht von der Stelle gekonnt, obwohl sie sich auf festem Wege befanden. Sie hätten nun die Pölitzer Bauern mit ihren Pferden herbeigeholt. Wie sie diese nun vorgelegt und angetrieben, hätten die Pferde sich plötzlich umgekehrt und den Knechten wunderlich in die Augen gesehen, bis sie zuletzt doch losgekommen seien. Als sie aber vor Pölitz gegen des alten Voies Garten (Pupengoren genannt)[230] gekommen, sei auf jedem Ohr der Pferde eine kleine Flamme erschienen, die aber gleich wieder verschwunden.


Pogge in Pölitz.

Quelle:
Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Band 1, Wien 1879/80, S. 230-231.
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