665.

[147] Krankheiten der Kühe, blaue und lange Milch, Läuse u.s.w. hält auch unser Landvolk noch häufig genug für Folgen der Behexung und sucht diese durch Räucherungen und Sympathien zu beseitigen oder durch Einbohren von Mitteln in die Schwellen und Thüren der Ställe zu verhüten. Die für diese Zwecke aus den Officinen entlehnten Mittel sind: Rad. Victorialis long. et rotund. (Allermannsharnisch); Assa foetida (Düwelsdreck); Gummi Tacamahacae (Hack up'n Dack); Anethum graveolens (Dill); Nigella sativa (Swarten Krüz-Kœm); Cortex Cascarillae (Schackerellen-Bork); Boswellia serrata Stakh. mit Balsamodendron Myrrha Ehbg. (Girr un Mirr), vor Allem aber Pulvis equorum griseus, ruber, viridis, welches unter den Namen: Rod un gris Sympetipulver, Grau Axen oder Aschenpulver, Berliner Frętpulver, Exellenzenpulver, Föltzerpulver, Helpulver, Hunn'pulver, Hexenpulver, Quaduxenpulver, Sœbendeilspulver,[147] Siebenunsiebziger- oder Henningspulver u.a. gefordert wird.


Schiller 2, 3.

Quelle:
Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Band 2, Wien 1879/80, S. 147-148.
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