711.

[156] Wenn die Pferde an Kolik oder Harnverhaltung leiden, wendet man das sogenannte Feifel- oder Dingerbrechen an, d.h. man kneift die Ohrspeicheldrüse und schneidet sie 1 bis 2 Zoll lang ein. Damit die Thiere jene Krankheit nicht bekommen, bricht man die Feifel im Frühling an einem Mittwoch, wodurch jedesmal ganz unnöthige Entzündungen, oft aber sogar auch Fisteln an den Ohrspeicheldrüsen entstehen.


FS. 538.

Quelle:
Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Band 2, Wien 1879/80, S. 156.
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