916.

[192] Mœsch (Asperula odorata). Auch Möseke. Paulli 25:

Nostrates in Megapoli rustici pacis tempore solebant ex ea corollas tergeminas nectere, quas ad aerem hypocaustorum corrigendum ex trabibus super mensa suspendebant. Auf dem Lande gehört es zu den Hauptvergnügungen, im Frühjahr des Sonntags in den Wald zu gehen und Mœsch zu pflücken, um hiermit die Wohnungen zu schmücken, worin die Kränze fast das ganze Jahr hängen. Mädchen binden ihren Geliebten Mœschkränze, und diese legen sie als Heiligthum in ihren Koffer, bis der neue Frühling ihnen neue Kränze liefert.


Schiller I, 28 f.

Quelle:
Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Band 2, Wien 1879/80, S. 192.
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