170. Geisterhaftes Kalb.

[115] Mündlich.


Zur Zeit, wenn es brennen, oder eine Hungersnot oder Pest geben soll, durchzieht seit Alters her ein feuerrot Kalb[115] die sog. Ochsengasse in Mergentheim mit furchtbarem Gebrülle. Man will es früher in Mergentheim öfters gesehen und gehört haben93.

93

Vgl. Stöber 225. Der Dorfhammel als Stadtgespenst in Wangen (Elsaß). Das Frohnfastenthier, ein Kalb mit feurigen Augen, in Illzach, Stöber 30. Der Dorfesel S. 31. Das Kolmarer Stadtgespenst heißt Nachtkalb, a.a.O. S. 86. Das Buchsweiler Stadtkalb a.a.O. S. 278. Ferner S. 15. Rochholz A.S. I. S. 105. Nr. 95.

Quelle:
Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 115-116.
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