Zweite Geschichte

[403] Costanza liebt Martuccio Gomito. Auf die Nachricht von seinem Tode bin überläßt sie sich verzweifelt und allein einem Kahne, den der Wind nach Susa treibt. In Tunis findet sie den Geliebten lebendig wieder und gibt sich ihm, der inzwischen durch klugen Ratschlag die Gunst des Königs erworben hat, zu erkennen. Er heiratet sie und kehrt mit ihr als reicher Mann nach Lipari zurück.


Als die Königin gewahr wurde, daß die Geschichte des Panfilo zu Ende sei, sagte sie viel zu ihrem Lobe und trug dann Emilia auf, mit einer anderen Erzählung fortzufahren. Diese aber begann folgendermaßen:

Billigerweise soll ein jeder sich über die Ereignisse freuen, in denen die Wünsche entsprechend belohnt werden. Da nun aber die Liebe auf die Dauer viel mehr Freude als Betrübnis verdient, so werde ich durch meine Erzählung über den jetzt aufgegebenen Gegenstand bei weitem lieber der Königin gehorchen, als ich es in meiner vorigen dem König tat.

Wisset denn, o zärtliche Mädchen, daß nicht weit von Sizilien eine kleine Insel, Lipari genannt, gelegen ist, auf welcher vor nicht gar langer Zeit eine wunderschöne Jungfrau lebte, die Costanza hieß und angesehener Leute Tochter war. In diese verliebte sich ein junger Mann von derselben Insel, namens Martuccio Gomito, der mit feinen Sitten und gefälligem Benehmen große Geschicklichkeit in seinem Gewerbe verband. Nicht minder war aber auch das Mädchen für ihn entbrannt, so daß es keinen glücklichen Augenblick hatte, als wenn es ihn sah. Martuccio, der sie zur Frau begehrte, ließ bei ihrem Vater um ihre Hand anhalten. Dieser antwortete indes, Martuccio sei arm, und darum wolle er sie ihm nicht geben.

Tief gekränkt, daß er seiner Armut wegen verschmäht worden war, verschwor Martuccio sich nun mit einigen Freunden und Verwandten, nie anders als reich nach Lipari zurückzukehren. In dieser Absicht segelte er von seiner Heimat ab und ging an den Küsten der Berberei gegen jeden, der schwächer war als er, auf Seeräuberei aus. Dabei wäre ihm dann auch das Glück gar günstig gewesen, hätte er es über sich gewinnen können, seinen Erfolgen ein Ziel zu setzen. Weil er aber, so[404] wenig wie die Seinigen, sich mit den erworbenen großen Schätzen begnügen wollte und übermäßigen Reichtum zu gewinnen begehrte, geschah es, daß sie eines Tages von mehreren sarazenischen Schiffen überfallen und nach langem Widerstande sämtlich gefangen wurden. Die Mehrzahl der Männer ward von den Sarazenen ins Meer geworfen und das Schiff versenkt. Martuccio selbst aber wurde nach Tunis geführt und dort in langem Elend gefangengehalten. Inzwischen kam die Nachricht, daß alle, die sich mit Martuccio auf jenem Schiffe befunden, ertränkt worden seien, nicht etwa nur durch ein oder zwei Personen, sondern auf vielen verschiedenen Wegen nach Lipari.

Costanza aber, die schon über die Abreise ihres Geliebten unmäßig traurig gewesen war, weinte nun lange Zeit, als sie vernahm, daß er mit den andern umgekommen sei, und beschloß, nicht länger zu leben. Da es ihr jedoch an Mut fehlte, sich selbst auf irgendeine Weise gewaltsam umzubringen, erdachte sie ein neues Mittel, sich den Tod zu geben. Eines Nachts nämlich schlich sie sich heimlich aus dem Hause ihres Vaters zum Hafen, wo sie zufällig in einiger Entfernung von den übrigen einen Fischerkahn fand, der, weil seine Besitzer ihn eben erst verlassen hatten, mit Mast, Segeln und Rudern noch vollständig versehen war. Diesen bestieg sie sogleich und spannte, sobald sie sich mit den Rudern ein wenig ins Meer hinausgearbeitet hatte, vermöge ihrer seemännischen Tüchtigkeit, die sie mit der Mehrzahl der Inselbewohnerinnen teilte, die Segel auf, warf Steuer und Ruder fort und überließ sich dann dem Winde in der Überzeugung, daß das unbelastete und steuerlose Fahrzeug notwendig entweder umschlagen oder auf einen Felsen geworfen und zerschmettert würde, wo sie dann, selbst wenn sie sich retten wollte, es nicht zu tun vermöchte, sondern in jedem Falle ertrinken müßte. Darauf hüllte sie den Kopf in ihren Mantel und legte sich weinend auf den Boden des Nachens nieder.

Aber alles kam ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatte. Da nämlich der Wind gerade aus Norden blies und ziemlich schwach war, auch das Meer durchaus nicht hoch ging, blieb das Schiffchen unversehrt und wurde an dem Tag, der auf die[405] Nacht folgte, als das Mädchen vom Lande gestoßen war, gegen Abend wohl hundert Meilen von Tunis entfernt, nicht weit von einer Stadt namens Susa, ans Land getrieben. Costanza, welche die ganze Zeit den Kopf um keines Anlasses willen gehoben hatte und auch ferner so zu tun gedachte, wurde nicht gewahr, daß sie sich nun wieder an Land statt auf der See befand. Zufällig war aber, gerade als der Kahn ans Ufer stieß, dort ein armes Weib am Strande, das die zum Trocknen ausgebreiteten Netze der Schiffer, deren Magd sie war, wieder auflas. Als die Alte den Kahn erblickte, wunderte sie sich, daß man ihn mit aufgezogenem Segel habe ans Land laufen lassen. Da sie jedoch vermutete, daß die Fischer darin schliefen, ging sie hin, um sie aufzuwecken. Sie fand aber niemand als das Mädchen, das in festem Schlafe lag und erst nach vielem Rufen wieder zu sich kam.

Inzwischen hatte das Fischerweib Costanza schon an ihren Kleidern als Christin erkannt und fragte des halb auf italienisch, wie sie so allein in dem Nachen angekommen sei. Als das Mädchen die italienischen Worte vernahm, fürchtete es, der Wind möchte sich gedreht und sie nach Lipari zurückgeführt haben. Schnell richtete sie sich auf, blickte umher, und als sie sich am Lande sah und dennoch die Gegend nicht kannte, fragte sie das gute Weib, wo sie denn sei. »Meine Tochter, du bist nicht weit von Susa in der Berberei«, entgegnete die Alte.

Costanza betrübte sich bei dieser Nachricht sehr, daß Gott ihr nicht den Tod hatte senden wollen. Zugleich fürchtete sie sich aber auch vor Schande, setzte sich völlig ratlos bei ihrem Kahn nieder und weinte. Die gute Alte erbarmte dieser Anblick, und sie redete dem Mädchen zu, bis dieses ihr in ihre kleine Hütte folgte und ihr dort nach vielem Bitten erzählte, auf welche Weise es an jenes Ufer gekommen war. Da sie nun durch diese Erzählung erfuhr, jene sei noch nüchtern, trug sie ihr von ihrem harten Brote und ein wenig Fisch und Wasser auf und brachte es durch langes Zureden endlich dahin, daß sie ein wenig davon zu sich nahm. Dann fragte Costanza, wer sie sei, daß sie so gut italienisch rede. Diese antwortete, sie sei von Trapani, heiße Carapresa und diene hier einigen christlichen Fischern. So betrübt Costanza war und sowenig sie[406] selbst sich über das Gefühl Rechenschaft zu geben vermochte, nahm sie doch den Namen Carapresa, sobald sie ihn gehört hatte, für ein gutes Zeichen, fing, ohne zu wissen worauf, doch wieder zu hoffen an und ließ in ihrem Todesverlangen ein wenig nach. Dem guten Weibe entdeckte sie indes weder ihren Namen noch den Ort, von dem sie kam, sondern bat sie nur auf das herzlichste, um Gottes willen Erbarmen mit ihrer Jugend zu haben und ihr Rat zu geben, wie sie der Schande entgehen könne, der sie in diesem Lande ausgesetzt sei.

Carapresa, die ein wackeres Weib war, ging nach diesen Worten, während das Mädchen in der Hütte blieb, schnell die Netze heimzuholen und führte dann Costanza, die sich ganz in einen Mantel der Alten einhüllen mußte, nach Susa. Hier angelangt, sagte sie: »Costanza, ich werde dich in das Haus einer trefflichen Sarazenin bringen, die mir oft allerhand Besorgungen aufträgt. Sie ist alt und mitleidigen Gemüts. Ihr werde ich dich empfehlen, so sehr ich nur weiß und kann, und ich bin gewiß, daß sie dich mit Freuden aufnehmen und wie eine Tochter behandeln wird. Du aber mußt dich, solange du bei ihr bleiben wirst, nach Kräften bemühen, ihre Zuneigung durch deine Dienste zu gewinnen, bis Gott dir einst ein besseres Los bereitet.« Das gute Weib tat, wie es gesagt. Als die Sarazenin, die nachgerade bei Jahren war, ihre Worte vernommen hatte, betrachtete sie die Züge des Mädchens und begann zu weinen. Dann küßte sie Costanzas Stirn, ergriff sie bei der Hand und führte sie in ihr Haus ein, in welchem sie mit mehreren andern Frauenzimmern ohne männliche Gesellschaft wohnte und gemeinschaftlich mit jenen mancherlei Handarbeiten in Seide, Palmblättern und Leder verfertigte. In wenigen Tagen eignete sich das Mädchen diese Fertigkeiten an, so daß sie an den Arbeiten der übrigen teilnehmen konnte, und nicht allein gewann sie die Zuneigung und die herzliche Liebe der andern in erstaunlichem Maße, sondern sie lernte auch, von ihren Gefährtinnen unterwiesen, in kurzer Zeit die Sprache des Landes.

Während nun das Mädchen, das man inzwischen in Lipari schon als verloren und gestorben beweint hatte, noch in Susa verweilte, geschah es, daß ein junger Fürst von Granada, der[407] große eigene Mittel und eine angesehene Verwandtschaft besaß, unter dem Vorwand, daß das Königreich Tunis ihm zukomme, ein sehr zahlreiches Heer rüstete und mit diesem den damals regierenden König von Tunis, der Mariabdela hieß, kriegerisch überzog, um ihn aus seinem Reiche zu vertreiben. Als diese Kunde dem Martuccio Gomito, der die Sprache der Berber wohl verstand, in seinem Gefängnis zu Ohren kam, und als er vernahm, welche große Zurüstungen der König von Tunis zu seiner Verteidigung machte, sagte er zu einem der Leute, die ihn und seine Leidensgenossen bewachten: »Könnte ich nur mit dem König reden, so getraute ich mich wohl, ihm einen Rat zu geben, der ihn zum Sieger in diesem Kriege machen sollte.«

Der Gefangenenwärter sagte diese Worte seinem Befehlshaber, und dieser berichtete sie alsbald dem König. Der König aber befahl, daß Martuccio deswegen vor ihn gebracht werde, und fragte ihn alsdann, was für einen Rat er zu erteilen habe. »Herr«, erwiderte dieser, »habe ich zu andern Zeiten, als ich mich hier in Eurem Lande umtat, Eure Art zu kämpfen wohl begriffen, so wendet Ihr in Euren Schlachten die Bogenschützen mehr als irgendeine andere Waffe an. Könnte man also ein Mittel ausfindig machen, daß die Schützen Eures Feindes Mangel an Pfeilen litten, während die Eurigen noch hinreichend damit versehen wären, so meine ich, müßte diese Schlacht für Euch gewonnen werden.« »Ohne Zweifel«, entgegnete der König, »hielte ich, wenn sich das bewerkstelligen ließe, mich des Sieges für gewiß.« Darauf antwortete Martuccio: »Mein Gebieter, wenn Ihr wollt, so läßt sich das allerdings erreichen, und vernehmt nur, wie: Ihr müßt für Eure Schützen die Bogensehnen um vieles dünner machen lassen, als sie sonst allgemein gebräuchlich sind. Dazu laßt Ihr dann Pfeile anfertigen, deren Kerben sich nur bei so dünnen Sehnen gebrauchen lassen. Das alles muß aber so geheim geschehen, daß Eurem Feinde nichts davon zu Ohren kommt und er daher keine Vorkehrungen treffen kann. Der Zweck aber, den ich durch diese Anstalten erreichen will, ist folgender: Wenn die Schützen Eures Feindes ihre Pfeile abgeschossen haben werden und ebenso Eure die ihrigen, müssen, wie Ihr wißt, im weiteren Verlauf der Schlacht[408] die Feinde die Geschosse aufsammeln, welche die Eurigen versandt haben, und dagegen die Eurigen die Pfeile der Feinde. Dann aber werden Eure Gegner die Pfeile, welche die Euren abgeschossen haben, nicht gebrauchen können, weil die dicken Sehnen ihrer Bogen die kleinen Kerben Eurer Pfeile nicht zu fassen imstande sind, während umgekehrt den Eurigen bei ihren feinen Sehnen die weitgekerbten Pfeile des Feindes treffliche Dienste leisten werden. So werden dann also Eure Schützen reichliches Geschoß haben, während die andern schon vollkommenen Mangel daran leiden.«

Dem König, der ein verständiger Herr war, leuchtete der Rat des Martuccio ein, und in der Tat trug er durch dessen genaue Befolgung den Sieg über seine Feinde davon. Natürlich gelangte Martuccio dadurch in seine besondere Gunst und gewann Ansehen und Reichtümer.

Das Gerücht von diesen Ereignissen ging durch das Land, und auch zu Costanzas Ohren kam die Nachricht, daß Martuccio, den sie lange tot geglaubt hatte, noch am Leben sei. Da entzündete sich die Liebe für ihn, die schon in ihrem Herzen minder heftig zu brennen begonnen hatte, plötzlich zu neuen, gewaltigen Flammen und erweckte die schon verblichene Hoffnung aus ihrem Todesschlummer. Deshalb entschloß sie sich, der trefflichen Frau, bei der sie wohnte, ihr ganzes Schicksal zu erzählen, und sagte ihr dabei, wie sie nach Tunis zu reisen wünsche, um dort die Augen an dem Anblick zu sättigen, zu dem durch die vernommene Kunde die Ohren ihr Verlangen aufs neue geweckt hätten. Die wackere Dame billigte ihren Entschluß, machte sich mit der Sorgsamkeit einer Mutter zu Schiff mit ihr nach Tunis auf den Weg, und dort wurden beide im Hause einer Verwandten ehrenvoll aufgenommen.

Kaum angelangt, sandte Costanza die Carapresa aus, von der sie sich ebenfalls hatte begleiten lassen, um Nachrichten über Martuccio einzuziehen. Als nun diese schnell die Kunde von seinem Leben und dem großen Ansehen, in dem er stand, zurückbrachte, ließ die edle Sarazenin es sich nicht nehmen, dem Martuccio die erste Nachricht zu geben, daß seine Costanza nach Tunis gekommen sei, um ihn zu suchen. So ging sie denn eines Tages in die Wohnung des jungen Mannes und[409] sagte zu ihm: »Martuccio, einer von deinen Dienern aus Lipari ist bei mir eingekehrt und wünscht insgeheim mit dir zu reden. Und weil ich, seinen Wünschen gemäß, es niemand anderm anvertrauen wollte, bin ich selbst gekommen, um dir die Nachricht zu bringen.« Martuccio dankte ihr für ihre Gefälligkeit und suchte sie bald danach in ihrer Wohnung auf. Als das Mädchen den Geliebten wiedersah, fehlte wenig, daß es nicht vor Freude gestorben wäre. Ihrer selbst nicht mehr mächtig, fiel sie ihm mit offenen Armen um den Hals. Das Nachgefühl der vergangenen Leiden und das gegenwärtige Glück machten sie stumm, so daß sie in einen Strom von Tränen ausbrach. Auch der Jüngling schwieg beim Anblick des Mädchens eine Weile vor Staunen, dann aber sagte er mit einem Seufzer: »Ach, meine Costanza, so bist du denn noch am Leben! Schon lange Zeit ist es her, seit ich hörte, du seiest verschwunden und man wisse auch in unserer Heimat nicht, was aus dir geworden sei.« Und mit diesen Worten umarmte und küßte er sie unter heißen Tränen. Costanza erzählte ihm darauf alle ihre Schicksale und berichtete, mit welcher Aufmerksamkeit sie von der Dame, bei der sie die Zeit über gewohnt hatte, behandelt worden war.

Sobald Martuccio sich endlich nach einem langen Gespräch von seiner Geliebten getrennt hatte, ging er zum König, seinem Herrn, berichtete ihm alles, was ihm und dem Mädchen begegnet war, und fügte hinzu, wie er sie, seine Zustimmung vorausgesetzt, nach christlichem Brauche zu heiraten gedenke. Der König, über die vernommenen Ereignisse nicht wenig erstaunt, ließ das Mädchen zu sich rufen, und als es ihm die Erzählung des Martuccio völlig bestätigte, sagte er: »Nun, so hast du ihn dir wohl zum Manne verdient.« Darauf mußten auf seinen Befehl köstliche und erlesene Geschenke herbeigebracht werden, die er unter Martuccio und Costanza verteilte, wobei er ihnen zugleich freie Hand ließ, über ihr ferneres Los nach Wohlgefallen zu entscheiden.

Martuccio erwies der trefflichen Dame, die Costanza so lange bei sich beherbergt hatte, noch viel Ehrerbietung. Sie schieden von ihr nicht ohne viele Tränen Costanzas und nicht ohne seinen angelegentlichen Dank für alle Freundschaft und[410] Liebe, die sie dem Mädchen erwiesen, wobei er seine Dankbarkeit teils in Worten, teils in Geschenken, wie sie sich für sie geziemten, ausdrückte. Dann bestiegen sie, mit des Königs Urlaub und von Carapresa begleitet, ein kleines Schiff und kehrten mit günstigem Winde heim nach Lipari, wo sie mit größerer Freude aufgenommen wurden, als sich in Worten beschreiben ließe. Hier nun feierte Martuccio bald seine Vermählung mit großen Festlichkeiten. Dann aber genossen beide in Frieden und Freude noch lange die Seligkeit ihrer Liebe.

Quelle:
Boccaccio, Giovanni: Das Dekameron. München 1964, S. 403-411.
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