Achtundvierzigstes Kapitel

[354] Sikes' Flucht.


Von allen bösen Taten, die Sikes jemals begangen, war diese wohl die schlimmste.

Die Sonne, die dem Menschen neues Leben und Hoffnung bringt, warf ihre ersten Strahlen über die belebte Stadt in klarer leuchtender Glorie. Durch farbiges Glas in den Dom der Kathedrale und durch papierverklebte Fenster in arme Bodenlucken warf sie denselben Schein und erhellte auch das Zimmer, in dem das ermordete Mädchen lag. Sikes versuchte, das Licht auszusperren, aber immer wieder strebte es herein.

Er hatte sich vor Furcht nicht hinausgewagt. Hie und da hatte Nancy noch aufgestöhnt und mit den Händen gezuckt, und dann packte ihn das Entsetzen, und in sinnloser Wut schlug er immer wieder nach ihr. Er hatte eine Decke über sie geworfen, aber immer glaubte er sich von ihren toten Augen verfolgt, und das war weit entsetzlicher, als hätte sie ihn wirklich angeblickt. Dann stierten ihre Augen starr nach aufwärts, als er die Decke plötzlich wieder weggerissen. Da lag sie als Leiche – Fleisch und Blut – aber was für Fleisch und wieviel Blut!

Sikes brannte die Kerze an, entzündete ein Feuer und warf den Knüttel hinein. An einem Ende klebte Haar, das in der Glut verprasselte und, vom Luftzug gepackt, in den Schornstein hinaufgerissen wurde. Das Entsetzen schüttelte ihn, aber er hielt die Waffe fest, bis sie zerloderte und zu Asche verbrannte. Dann wusch er sich und bürstete sich die Kleider. Es waren Flecken drin, die sich nicht herauswaschen ließen. Er schnitt die Stücke heraus und verbrannte sie. Die ganze Stube war voll Blutflecken, alles, selbst die Füße des Hundes waren blutig.

Nicht ein einziges Mal hatte er dem Leichnam den Rücken zugekehrt, nicht einen Augenblick lang. Als er[354] den Knüttel vernichtet und seine Kleider gesäubert hatte, schritt er rücklings der Türe zu, den Hund nach sich zerrend, damit er sich die Füße nicht beflecke und nicht frische Spuren des Mordes auf die Straße hinaustrüge. Leise schloß er die Türe und drehte den Schlüssel herum. Er schritt hinüber auf die andre Seite der Straße und sah zu den Fenstern empor, um sich zu vergewissern, daß man von draußen nichts Verdächtiges sehen konnte. Noch immer war die Gardine vorgezogen, die Nancy hatte zurückrollen wollen, um das Licht einzulassen, das sie nie wieder sehen sollte. Dicht darunter mußte ihre Leiche liegen, er wußte es genau. Unwillkürlich stellte er sich vor, wie die Sonne dorthin Flecken warf.

Er blickte wieder empor. Es war ihm eine Erleichterung, sich in frischer Luft zu wissen. Er pfiff seinem Hund und ging eilends davon.

Er ging durch Islington, schritt Highgate hinauf, ohne sich darüber klar zu sein, wohin ihn sein Weg führen solle. Er strich über die Felder am Walde hin und gelangte auf die Hampsteader-Heide. Schließlich legte er sich unter eine Hecke und schlief ein.

Doch bald war er wieder auf den Beinen und irrte umher, um sich abermals an einem Grabenrand zur Ruhe niederzustrecken. Aber wieder ließ es ihm keine Ruhe, und er suchte sich einen andern Fleck, um dann von neuem und wieder von neuem querfeldein zu laufen.

Der Ort Hendon fiel ihm ein. Das Dorf lag nicht allzuweit und abgelegen. Dorthin lenkte er seine Schritte. Manchmal rannte er wie besessen, manchmal schlich er wie eine Schnecke und blieb stehen und schlug mit seinem Stock faul in die Sträucher. In Hendon angelangt, traf er Leute und jeder schien ihn, wie es ihm vorkam, argwöhnisch anzusehen. Er fand nicht den Mut, sich einen Schluck zu trinken oder einen Bissen zu essen zu kaufen, trotzdem er schon seit vielen Stunden nichts über die Lippen gebracht hatte.

Meilen und Meilen wanderte er, und doch kam er wieder zurück auf den alten Fleck. Der Mittag war bereits vorbei und der Tag neigte sich zu Ende. Endlich raffte er sich auf und schlug die Richtung nach Hatfield ein.[355]

Aufs Äußerste erschöpft – auch sein Hund lahmte – schlich er sich in ein ärmliches Wirtshaus, dessen Licht er von weitem hatte brennen sehen.

Ein paar Bauern saßen um einen Krug herum. Sie rückten zusammen, um ihm Platz zu machen, aber er setzte sich in den entferntesten Winkel, aß und trank und warf zuweilen seinem Hund einen Bissen hin.

Die Unterhaltung der Gäste drehte sich um die Ackerfelder, und dann sprachen sie über den und jenen Nachbar und andre gleichgültige Dinge.

In ihren Reden klang nichts durch, was den Mörder hätte stutzig machen können. Nachdem er seine Zeche bezahlt, setzte er sich still in eine Ecke und war beinahe eingeschlafen, als er durch einen Lärm, den ein eintretender neuer Gast verursachte, geweckt wurde.

Es war ein Mensch, halb Hausierer, halb Quacksalber, wie sie im Lande umherwandern, um Schleifsteine, Rasierriemen, Messer, Fleckseife, Arzeneien für Tiere, billige Parfüms, Salben und allerhand Waren zu verkaufen, und trug sein Zeug in einem Kasten, den er auf den Rücken geschnallt hatte.

»Was haben Sie denn da Gutes?« fragte grinsend ein Bauer und deutete auf einen Gegenstand in der Ecke des Kastens.

»Das hier ist,« sagte der Mann, »das beste, unschätzbarste und unfehlbarste Universalfleckmittel gegen Rostflecke, Fettflecke, Schimmelflecke, Schmutzflecke, Tintenflecke aus Atlas und Seide, aus Leinwand, Kattun und Tuch, aus Musselin und Teppichen und Wolle herauszubringen. Weinflecke, Beerenflecke, Ölflecke, kurz, alle Flecke gehen heraus mit diesem Mittel. Wenn eine Dame einen Fleck auf der Ehr hat, braucht sie nur so ein Ding zu verschlucken, und der Fleck ist weg – es ist nämlich giftig,« setzte der Mann hinzu. »Wenn ein Herr seine Ehre wieder weiß waschen will, braucht er nur den vierten Teil herunterzuschlucken, dann ist seine Ehre ganz wieder hergestellt – eben, weil das Ding giftig ist. Und bloß einen Penny kostet ein Viertelstück, bloß einen Penny.«

Sofort fanden sich zwei Käufer für dieses Fleckmittel, und die anderen schwankten, ob sie nicht auch[356] ihr Geld dafür hergeben sollten. Als der Hausierer es bemerkte, wurde er noch beredter.

»Alles geht damit heraus,« sprudelte er hervor, »Weinflecke, Obstflecke, Beerenflecke, Farbflecke, Schmutzflecke – sogar Blutflecke. Hier zum Beispiel, auf diesem Hut dort an der Wand sehe ich einen Fleck, den ich sogleich entfernen will.«

»Halt,« schrie Sikes und sprang auf. »Her damit, das ist mein Hut.«

»Ich will Ihnen doch bloß einen Fleck herausputzen,« entschuldigte sich der Hausierer und zwinkerte der Gesellschaft zu. »Ehe Sie noch durch die Stube laufen können und sich den Hut holen, ist der Fleck schon draußen. Sehen Sie, meine Herrschaften, hier diesen dunklen Fleck auf dem Hute dieses Herrn. Der Fleck ist nicht größer als ein Schilling, aber dicker als eine halbe Krone. Ob das ein Weinfleck ist oder ein Obstfleck oder ein Schmutzfleck – oder ein Blutfleck –«

Weiter kam der Hausierer nicht, denn Sikes streckte ihn mit einem Hieb zu Boden, entriß ihm den Hut und raste hinaus.

Als er sah, daß er nicht verfolgt wurde, und sich klarlegte, daß ihn die Leute wahrscheinlich nur für einen betrunkenen Raufbold halten würden, wanderte er nach der Stadt zurück. Er wich dem Laternenschein eines Postwagens aus, der auf der Straße hielt, und ging wieder zurück. Er fühlte dumpf, was jetzt kommen würde, aber er kehrte dennoch um, schritt hinüber über die Straße und horchte am Stationsgebäude.

Der Postkutscher stand draußen und wartete auf den Briefbeutel. »Nichts Neues?« fragte der Schaffner. »Hol' der Teufel die ganze Post. Noch immer haben wir nicht alles beisammen.«

»Nein, nichts Neues, soweit ich gehört habe,« antwortete der Gefragte und zog seinen Handschuh aus. »Das Getreide ist ein bissel gestiegen, und dann hab' ich auch – von einem Mord reden hören unten bei Spitalfield, – aber ich glaube, es ist nur so ein Gerede.«

»O nein, die Sache ist wahr,« mischte sich ein Herr, der drinnen im Wagen saß und aus dem Fenster herausblickte,[357] ins Gespräch. »Es ist ein furchtbarer Mord geschehen.«

»Wer ist denn ermordet worden, Sir?« fragte der Schaffner und griff an seinen Hut.

»Eine Frau.«

»Na, wird's bald,« rief der Beamte, der den Dienst zu überwachen hatte; »na wirds bald?!«

»Na ja, es wird schon bald,« brummte der Schaffner. »Das sagt das junge Frauenzimmer mit Geld auch immer, die sich in mich verliebt hat – ich erfahr' bloß nicht: wann. Also, los, hü hott!«

Das Posthorn blies eine lustige Weise, und der Wagen rollte davon.

Sikes blieb auf der Straße stehen. Was er eben gehört, mußte an seinem Ohr offenbar spurlos vorübergegangen sein, denn nichts an ihm verriet Erregung. Noch immer stand er unter dem Bann des Gedankens, wohin er sich wohl wenden solle. Ohne zu wissen warum, schlug er den Weg ein, der nach St. Albans führte.

Trotzig schritt er dahin. Als er aber weiter in die Dunkelheit und Einsamkeit der Straße geriet, fühlte er immer deutlicher, wie ihn das Entsetzen überschlich und ihm Schauer über Schauer über den Rücken lief. Jeder Gegenstand, der vor ihm auftauchte, nahm das Aussehen von irgendetwas Schrecklichem an. Seine Sinne schärften sich. Er hörte das Rauschen seiner eigenen Kleidung, und jeder Windstoß, der ihn berührte, schien das Echo von Nancys letztem leisen Aufschrei zu ihm zu tragen. Er sah ein Gespenst vor sich. Wenn er stehen blieb, blieb das Gespenst ebenfalls stehen. Wenn er rannte, folgte es ihm. Er hätte erleichtert aufgeatmet, wenn es eine wirkliche Leiche gewesen wäre. Manchmal wollte er sich verzweifelt umdrehen, um das Gespenst mit einem Schlage von sich zu vertreiben, und wenn es ihm das Leben kosten sollte. Aber das Haar sträubte sich ihm, denn das Gespenst hatte sich dann mit ihm umgedreht und war wieder hinter ihm. Den ganzen Morgen hatte er es vor sich gesehen, aber jetzt war's plötzlich hinter ihm; immerwährend. Er lehnte sich mit dem Rücken an eine Bank und fühlte, daß es vor ihm stand. Er sah es am kalten Nachthimmel. Er warf[358] sich auf die Straße nieder, – damit er rücklings darauf zu liegen kam, da stand es an seinem Kopfe still, regungslos und kerzengrade, ohne sich zu rühren, ein lebendiger Grabstein, die Grabschrift mit Blut geschrieben.

Auf einem Feld, das er überquerte, stand ein Heuschober, der ihm ein Obdach für die Nacht bot. Vor dem Eingang standen drei Pappeln, die den Raum im Schuppen verfinsterten, und der Wind heulte in ihrem Geäst stöhnend und ächzend. Sikes war nicht imstande weiterzugehen, bevor es nicht Tag geworden. Dicht an der Mauer streckte er sich im Schuppen nieder, um neue Qualen zu erleben.

Das Phantom stand vor ihm, starr wie die, vor der er geflohen war, nur weit schrecklicher. Ihre weit aufgerissenen, ins Leere starrenden Augen – glanzlos und gläsern –, erschienen vor ihm mitten in der Finsternis. Schloß er die Lider, sogleich sah er im Geiste das Zimmer wieder mit all den wohlbekannten Gegenständen darin. Und noch lag der Leichnam dort, wo sie niedergestürzt war. Er stand auf und raste hinaus, kam wieder zurück und legte sich nieder. Kalter Schweiß brach ihm aus allen Poren. Da, wie aus weiter Ferne, trug der Nachtwind lautes Geschrei und Stimmengelärm zu ihm herüber. Er ermannte sich, wie immer, wenn sich greifbare Gefahr ihm gegenüberstellte, – er sprang auf die Füße und stürzte ins Freie hinaus. Der ganze Himmel schien ein Feuermeer. Das Geschrei wurde lauter und lauter, und er konnte den Ruf: Feuer, Feuer! deutlich unterscheiden. Dazwischen hinein rasten die Sturmglocken und der Fall von schweren Gegenständen, und das Knistern und Prasseln von Lohe drang zu ihm herüber. Er stürzte vorwärts, geradeaus, mitten durch Gesträuch und Gestrüpp; sein Hund mit lautem scharfem Gebell vor ihm her.

Er lief zur Brandstätte.

Halbnackte Gestalten eilten dort hin und her, zum Teil bemüht, geängstigte Pferde aus den Ställen zu ziehen, andre trieben das Vieh auf den Hof und aus den Nebengebäuden, und überall stürzten rotglühende Balken hernieder. Mauern schwankten und fielen zusammen, prasselnde Funken aufwirbelnd, geschmolzenes Blei[359] und anderes Metall sickerte weißglühend nieder auf die Erde. Weiber und Kinder kreischten und Männer riefen einander zu. Es war ein entsetzliches Getöse. Auch Sikes schrie mit, bis er heiser war, und warf sich hinein in das dichteste Gewühl.

Da und dort tauchte er auf, bald an den Pumpen, bald wieder stürmte er durch den Rauch und die Flammen, immer bemüht, sich hervorzutun und mitzuarbeiten, wo der Tumult am lautesten tobte, über Ziegel und Steinbrocken hinweg. Überall, wo es auflohte, war er der Wagemutigste. Aber nicht ein Splitter ritzte ihn, sein Leben schien wie gefeit.

Als die furchtbare Aufregung vorüber war, da kehrte ihm das entsetzliche Bewußtsein seines Verbrechens zurück. Mißtrauisch sah er sich um, denn die Männer standen in Gruppen beisammen und sprachen miteinander, und er fürchtete, der Gegenstand ihrer Unterhaltung zu sein.

Er gab seinem Hund ein kurzes Zeichen und wollte sich wegschleichen. Er mußte an der Spritze vorüber, auf der mehrere Männer saßen. Sie riefen ihm zu, an der Stärkung, die sie zu sich nahmen, teilzunehmen. Er aß ein bißchen Brot und Fleisch und nahm einen Schluck Bier. Da hörte er wieder die Menschen, die aus London gekommen waren, über den Mord sprechen.

»Er ist nach Birmingham, sagt man,« erzählte der eine, »aber sie werden ihn schon kriegen. Die Patrouillen sind hinter ihm her. Noch ein paar Stunden, und das ganze Land ist alarmiert.«

Sikes lief davon und wanderte weiter, bis er fast zusammenbrach. Dann legte er sich hinter einer Hecke nieder und schlief einen langen, aber oft unterbrochenen, unruhigen Schlaf. Und wieder wanderte er weiter und weiter, bis er fast zu Boden sank. Plötzlich faßte er den verzweifelten Entschluß, nach London zurückzukehren.

»Dort ist doch wenigstens jemand, mit dem man reden kann, und verstecken kann man sich auch,« sagte er sich. »Wenn sie mich schon auf dem Lande suchen, werden sie mich in der Stadt nicht mehr vermuten. Wenn ich dann aus Fagin einen ordentlichen Batzen[360] Geld herausgepreßt hab', fahr' ich nach Frankreich hinüber. Hol's der Teufel! Ich wag's!«

Kurz entschlossen schlug er die gerade Richtung nach der Hauptstadt ein.

Da fiel ihm plötzlich sein Hund ein. Hatten dessen Pfoten Blutspuren hinterlassen, so würde man nach ihm suchen, und wenn man ihn fand, konnte das alles verraten. Sikes faßte den Entschluß, das Tier zu ersäufen. Er hob unterwegs einen schweren Stein vom Boden und knüpfte ihn in sein Taschentuch, sich immerwährend nach einem Teich oder dergleichen umsehend.

Der Köter blickte seinem Herrn, als dieser seine Vorkehrungen traf, beständig ins Gesicht. Ob er etwas ahnen mochte oder nicht, jedenfalls blieb er weiter als sonst hinter seinem Herrn zurück und kroch geduckter und langsamer einher, als es bisher geschehen war. Als sein Herr am Rande eines Teiches stehen blieb, blieb auch er stehen und rührte sich nicht.

»Hierher, hierher,« schrie Sikes.

Das Tier kam herangekrochen, denn die Gewohnheit war zu stark, als daß er nicht gehorcht hätte. Als aber Sikes sich bückte, um ihm das Taschentuch um den Hals zu binden, stieß der Hund ein dumpfes Knurren aus und wich zurück.

»Hierher,« schrie der Einbrecher.

Der Hund wedelte, rührte sich aber nicht vom Fleck.

Sikes knüpfte eine Schlinge und rief das Tier abermals. Der Hund tat ein paar Schritte vorwärts, dann aber machte er plötzlich kehrt und – lief über die Felder hin, so rasch ihn seine Beine tragen wollten.

Sikes pfiff und pfiff und setzte sich und wartete in der Hoffnung, der Hund werde zurückkommen. Aber das Tier ließ sich nicht mehr blicken, und schließlich machte sich Sikes allein wieder auf seinen Weg nach London.[361]

Quelle:
Dickens, Charles: Oliver Twist. München 1914, S. 354-362.
Lizenz:
Kategorien:

Buchempfehlung

Goldoni, Carlo

Der Diener zweier Herren. (Il servitore di due padroni)

Der Diener zweier Herren. (Il servitore di due padroni)

Die Prosakomödie um das Doppelspiel des Dieners Truffaldino, der »dumm und schlau zugleich« ist, ist Goldonis erfolgreichstes Bühnenwerk und darf als Höhepunkt der Commedia dell’arte gelten.

44 Seiten, 3.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Große Erzählungen der Frühromantik

Große Erzählungen der Frühromantik

1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.

396 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon