11.

[358] Die ihr euch »Jakobiten« nanntet

Zu eigner und des Königs Ehr',

Die ihr euch Jakobiten nanntet,

Zu Thron und Stuart euch bekanntet

Und endlich doch den Rücken wandtet,

O tretet her.


Was kämpft ihr noch voll halben Zwanges

Ein leeres Wortgefecht »ums Recht«?

Entschlagt euch des gelehrten Dranges,

Ich sag': ein kurz Schwert und ein langes,[358]

Ich sag': ein stark' Herz und ein banges,

Die machen Unrecht, ach und – Recht.


Was schwankt ihr länger bang und schüchtern?

Der findet Gnade, der drum wirbt;

Was schwankt ihr länger bang und schüchtern?

Fügt euch den neuen Himmelslichtern

Und – überlasset seinen Richtern

Den, der in Treue lebt und stirbt.


Quelle:
Theodor Fontane: Sämtliche Werke. Bd. 1–25, Band 20, München 1959–1975, S. 358-359.
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