[Glücklich heißt wer sorgenfrei]

[162] Glücklich heißt wer sorgenfrei,

Glücklicher doch, mein ich, sei

Wer voll Sorgen, wenn's die rechten:

Sorgen, Andrer Leid zu mindern,

Sorgen, Unrecht zu verhindern,

Fremdem Werth den Kranz zu flechten;

Sorgen, in den schwersten Tagen

Fremde Sorgen selbst zu tragen.

Quelle:
Anastasius Grün: Gesammelte Werke, Band 1–4, Band 2, Berlin 1907, S. 162.
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