1.

[27] Alle Liebesgötter jauchzen

Mir im Herzen, und Fanfare

Blasen sie und rufen: »Heil!

Heil, der Königin Pomare!«


Jene nicht von Otahaiti –

Missionärisiert ist jene –

Die ich meine, die ist wild,

Eine ungezähmte Schöne.


Zweimal in der Woche zeigt sie

Öffentlich sich ihrem Volke

In dem Garten Mabill, tanzt

Dort den Cancan, auch die Polke.


Majestät in jedem Schritte,

Jede Beugung Huld und Gnade,

Eine Fürstin jeder Zoll

Von der Hüfte bis zur Wade –


Also tanzt sie – und es blasen

Liebesgötter die Fanfare

Mir im Herzen, rufen: »Heil!

Heil der Königin Pomare!«


Quelle:
Heinrich Heine: Werke und Briefe in zehn Bänden. Band 2, Berlin und Weimar 21972, S. 27-28.
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