20.

[37] Die Griechen halten am befreiten Strand.

Sie sehn die Fahrt der Schiffe vor den Winden,

Sie sehn sie langsam in das Graue schwinden,

Wo Meer und Himmel läuft in eine Wand.


Sie schauen auf, und sehn den Genius thronen

Der Freiheit Hellas' und der Nachwelt Zeiten,

Die Götter sehn sie nach den Hallen schreiten,

Vom Schlachtfeld kehrend, wo im Licht sie wohnen.


Greis, Mann und Knabe halten sich umschlungen,

Vom Glanz geblendet, von den Himmels-Strahlen.

Den Göttern Dank, die Asien bezwungen.


Ein frommes Weihelied entsteigt den Talen,

In tausend Stimmen wird es fortgesungen.

Und Pheidippides bindet die Sandalen.

Quelle:
Georg Heym: Dichtungen und Schriften. Band 1, Hamburg, München 1960 ff., S. 37.
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