Achtes Kapitel
Eine Idylle in Feld und Busch

[483] Indessen liefen der Jäger und sein Wild durch den Eichenkamp nach den Kornfeldern, Triften und Hügeln. Das Wild floh nicht vor dem Schützen, es ließ sich küssen und streicheln; es war ein sehr zahmes Wild geworden. Der Jäger trieb tausend Possen mit dem Wilde, er ringelte die gelben Locken sich um die Finger, und dann küßte er sie, er drückte, wenn die weißen Zähne seines Mädchens zwischen den Lippen zu sehr hervorschienen, die Lippen sanft zusammen und sagte, das Gesichtchen sei nicht fertig geworden und er müsse es vollenden. Er faßte das feine Ohrläppchen, und kniff es etwas, doch nicht allzusehr. Dann zupfte er sie auch wohl am Kleide und wendete sich um und tat, als habe er es nicht getan. Solche kindische Possen trieb der erwachsene Mensch. – Lisbeth ging still mit freudeschwimmendem Gesicht für sich hin und ihre Hände falteten sich oft unwillkürlich wie zum Gebet. Zuweilen flüsterte sie: »O du!« Aber weiter sagte sie nichts. Trieb der Jäger seine Possen zu arg, so drohte sie ihm mit dem Finger, dann sah er sie aus seinen dunkelblauen tiefen Augen so ernst an, als zögen Gedanken der Ewigkeit durch seine Seele. Dann lachte sie und rief: »Ich fürchte mich vor dir«, und er schmeichelte: »So flüchte dich in Sicherheit!« und breitete die Arme aus. Das tat sie denn auch. Sie stürzte mit heftiger Zärtlichkeit wider seine Brust, daß die Locken schütterten und manche sich lösete, und dann ruhten sie lange umschlingend umschlungen, er in ihr und sie in ihm, der einige, ganze, vollkommene Mensch.

Er nannte sie sein Herz, sein Mädchen, sein Reh. Sie nannte ihn nur Oswald, aber immer mit einem anderen Ausdrucke, und alle Töne auf der Laute der Liebe, vom schwärmerischen Entzücken bis zum scherzenden Schmeichelgeflüster klangen und zitterten in dem einen Worte. Sie hatte keine eigentlich schöne Stimme, es lag darin etwas Bedecktes, Rauhes, aber seit heute quoll etwas unendlich Süßes aus dieser Umhüllung hervor.[483] Es war, als ob auch die Psyche ihrer Töne erwacht sei und die Flügel nach Entfaltung rängen.

Jeder dieser Scherze, alle diese Possen und die kleinsten Kleinigkeiten hatten einen Engel, der nahm sie und legte sie am Throne Gottes nieder. Denn es war die erste Liebe, die echte, die einzige, die in diesen beiden jungen, unschuldigen Herzen brannte und klopfte! In der Fülle ihrer Vorahnungen, von gesunder, treibender Hoffnung schwanger, hatten sie einander gefunden, kein Entsagen, keine Täuschung hatte sie noch um einen Tropfen warmen Blutes gebracht, vollendet, wie Aphrodite aus dem Schaume des Meeres, erstand ihnen das Glück. Das ist die Liebe, die wie jene Wunderpflanze aus Osten, vor unseren sichtlichen Augen wächst.

Diese Liebe kümmert sich nicht um die Landesstege und -wege. Der Jäger und sein Wild hatten nach der schönen Blume gehen wollen, vergaßen aber diesen Vorsatz, ehe sie noch fünfhundert Schritte vom Hofe waren. Sie gingen, liefen, schwankten umher, sie wußten nicht, wo? War der Himmel nicht überall blau, war die Erde nicht allerorten grün? – Es gingen Leute vorüber, die sahen sie nicht; zuweilen hatten sie gar keinen Weg unter den Füßen, des achteten sie nicht. Zufällig kamen sie so Hand in Hand auf die Höhe am Freistuhl. »Ei!« rief der Jäger, »das ist schön, wie fromme Pilgrime sollen wir alle Stationen besuchen.« – Er führte sie zu dem Steine, darauf sie in jener Schmerzensnacht zusammen gesessen hatten.

Das überreife Korn, welches der Hofschulze noch immer nicht hatte schneiden lassen, knickte fast unter der Bürde seiner Ähren, die Sonne schwamm wie ein zerflossenes Gold in diesem Segen, und doch war die Stelle kühl und frisch, denn aus dem Forste wehte ein gelinder Wind. Die Kronen der Linden über ihnen schauerten leise. Da saßen sie nun wieder, glücklich vereinigt und schauten über die helle freundliche Gegend hin und freuten sich, daß sie auf der Welt waren. – »Ich will deine Wunden um Verzeihung bitten«, sagte der Jäger, nahm ihr das Tuch ab und küßte die feinen roten Pünktchen zwischem dem Busen und der glänzenden Schulter. Sie duldete es ohne Sträuben, sie hatte die kleinen Hände kreuzweise auf ihren Schoß gelegt, so saß sie da, ein ergebenes[484] Opfer der Liebe, aber sie sah ihn schamhaft bittend an. Den Blick ertrug er nicht, Tränen stürzten ihm aus den Augen, wie damals, als er mit ihrem Häubchen sein Spiel trieb, er legte ihr hastig das Tuch um Busen und Schulter, fiel ihr zu Füßen, drückte ihre Kniee wider sein Herz und lief dann eine Strecke von ihr weg auf den Rain, um seiner Bewegung Meister zu werden.

Als er zurückkam, fand er sie nicht mehr auf dem Steine. Bestürzt blickte er umher. Da erscholl ein leises Kichern aus einer der alten Linden. Er sah erstaunt nach dem Baume und machte eine Entdeckung, die er früher übersehen hatte. Der Baum war hohl und bot in seinem Inneren geräumigen Platz für ein Versteckens dar. Er zog sein Mädchen scherzend und schäkernd heraus.

Nun stand sie vor ihm, und er maß ihre Größe an der seinen. Sie reichte ihm gerade bis zur Brust, hatte also das rechte Maß, denn der Kopf des Weibes soll nur bis zum Herzen des Mannes reichen, dann gibt es den echten Bund, den rechten Bund. Er faßte sie bei beiden Händen, sah ihr liebevoll in die klugen, treuen Augen, und fragte sie; »Sag mir an, meine Lisbeth, wie ist es nur zugegangen, daß du so geworden bist, so eigen, tief und sonderbar?«

»Wie bin ich denn?« fragte sie unschuldig. »Ich bin, wie ich bin, wie soll man anders sein? Ich tat, was mir oblag, viel verdanke ich auch dem Fräulein und dem alten Herrn Baron, die beide so klug und gebildet sind. Was in den Büchern stand, die ich für mich las, behielt ich, und dann hatte ich jederzeit schon als Kind über alles meine Gedanken, von denen ich gar nicht wußte, woher sie kamen.«

»Die werden wohl das Beste an dir getan haben, meine Lisbeth. Wollen wir nun zur schönen Blume gehen? Mich dünkt, sie blüht nahebei.«

Sie nahm seinen Arm, bat ihn aber, nun vernünftig zu sein. Sie gingen durch den Forst, kleine grüne Stege hinab. Sein Herz, ihr Herz war ruhiger geworden, sie genossen sich und ihre Seligkeit gesänftigter; eine Sabbatstille hatte sich in ihre Busen gesenkt. Von gleichgültigen Dingen sprachen sie, dazwischen von ihrer Zukunft, die wie ein rosenroter Traum[485] vor ihnen schwebte. Sie sagte ihm, er möge nur alles so einrichten, wie ihn gut dünke, wenn er wolle, sei sie die Seinige; an der Einwilligung ihrer Pfleger zweifle sie nicht.

»Ich auch nicht!« rief er mit unwillkürlichem stolzem Jauchzen. Sie sah ihn fragend und erstaunt an. Er erschrak und suchte sich mit einer übel erfundenen Ausrede zu helfen, die nur ein liebendes Mädchen glauben konnte. Von seinen Verhältnissen wußte sie nichts, sie hatte auch eigentlich nie so recht danach gefragt. War nicht sein Blick treu, seine Rede ehrlich und verständig, der Druck seiner Hand sanft und bieder? Hieß er nicht Oswald Waldburg? Was brauchte sie mehr zu wissen? – Er aber hatte sich einen Streich heute ausersonnen, einen Streich – bei dem Gedanken an das Gelingen dieses Streiches schwindelte ihm der Kopf vor Freude. Er wollte die Wonne genießen, sein Liebstes mit einer Fülle von Glück zu überraschen.

An der Senkung des Forstes, da wo er in die Wiesen auslief, begegnete ihnen eine Frau mit einem Korbe voll früher Äpfel. Er kaufte ihr einige ab, »denn«, sagte er, »wir müssen doch an unsere Wirtschaft denken. Wenn wir noch ein Stückchen Brot dazu hätten, so könnten wir eine Herrenmahlzeit halten.« – »Damit will ich Ihnen dienen«, sagte die Frau, »ich habe Weißbrot aus der Stadt mitgenommen, um es in den Kotten umher zu verkaufen, wenn Sie mir aber etwas abnehmen, brauche ich es nicht weiter zu tragen.« Sie öffnete ein weißes Tuch, welches sie nebst dem Korbe trug und er nahm zwei Brötchen heraus.

Nun gingen sie quer durch die Wiesen und nicht lange, so sahen sie ihren lieben Platz, den sie seit dem ersten Zusammentreffen noch nicht wieder besucht hatten. Als sie die Büsche erblickten, die kleinen Felsen und die schwarzen Baumtrümmer, freuten sie sich wie die Kinder. Ihr erster Gang war nach der Blume. Die war aber inzwischen verwelkt und die roten Kelche hingen blaß und erschöpft vom Stengel herunter. Lisbeth seufzte, er aber sagte: »Die Blume starb, die Liebe lebte auf, geben wir der Blume ein Grab im Heiligtume der Liebe!« Er streifte die Kelche vom Stengel, pflückte das Blatt einer wilden Lilie, bereitete daraus ein Röllchen, steckte das[486] Verwelkte hinein und reichte Lisbeth den kleinen grünen Sarg. Sie sah ihn, eine Träne im Auge, an, dann schob sie ihn unter ihr Tuch und bestattet ihn an ihrem Busen.

Es war zwischen Nachmittag und Abend und das Wasser unter den kleinen Felsen schickte berauschenden Duft empor. »Nun wollen wir speisen wie die Könige!« rief er fröhlich. »Bist du hungrig?« – »Ei ja«, versetzte sie lachend, »es ist nicht wahr, daß die Liebe von der Luft lebt.« – »Höre, mein Herz«, sagte er, »da hast du eine kühne Wahrheit ausgesprochen, wirst es aber mit allen Romanschreibern zu tun bekommen. Im Vertrauen: Mich hungert auch!« – »Es ist doch ein Unterschied«, sagte sie lächelnd. Sie nahm jetzt seinen Ohrzipfel, wie er früher ihren, legte die Lippen an sein Ohr und flüsterte: »Man hungert wohl, aber der Hunger tut nicht so weh.«

Sie wollte sich auf einen Baumtrumm ihm gegenüber setzen, er zog sie auf seinen Schoß. Sie aß aus seiner Hand, und er aß aus ihrer, und so vollbrachten sie ihr kleines Mahl von Brot und Äpfeln. Dann setzten sie sich unter einen Haselstrauch am Bache und sahen den klaren Wellchen zu und den Fischlein, die darin hin und her scherzten. »Du könntest mir jetzt einen Gefallen tun und mir dein Waldmärchen erzählen, wovon du mir schon öfter sprachest«, sagte sie. »Ach!« rief er, »haben wir nichts Besseres zu tun, als erzählen und vorlesen?« Er wollte sie umarmen, sie entzog sich ihm aber, legte einen Zweig von der Haselstaude zwischen ihn und sie und sagte: »Da bleib jenseits sitzen und erzähle, zum Küssen haben wir immer noch Zeit genug.«

Er zog die Blätter und Blättchen, auf welche er das Märchen geschrieben hatte, und die er zufällig bei sich trug, aus der Tasche, las und erzählte frei, wechselsweise. Wenn er ein Blatt zu Ende gelesen hatte, so warf er es in den Bach, da trugen es die Wellen davon. – »Was tust du?« fragte Lisbeth. – »Es hat seine Bestimmung erfüllt, wenn du es gehört hast«, versetzte er. – Die Wellen ließen es aber nicht verlorengehen, sie trugen es zu mir; ihr sollt es nachher hören.

Anfangs hörte sie achtsam zu und ließ sich manches erklären, was sie nicht verstand. Späterhin schien sie zerstreut zu werden. Sie flocht ein Krönchen von Blumen und Gras, wie um[487] durch diese Arbeit ihre Gedanken zusammenzuhalten. Auch er eilte zum Ende, seine Fabel gefiel ihm nicht mehr. Dieser Wirklichkeit gegenüber schien ihm sein Ersonnenes matt und schal.

Als er auserzählt hatte und sie nichts sagte, fragte er sie, wie es ihr gefallen habe. – »Ja sieh«, erwiderte sie schüchtern, »es ging mir eigen mit deinen Wundern im Spessart. Ich glaube, ich hätte sie in der Stube hören müssen, da würde ich mir den Wald hinzugedacht haben, aber hier unter den grünen Blättern, bei den wehenden Winden und dem fließenden Wasser kam mir alles so unnatürlich vor, und ich konnte nicht recht daran glauben.«

Die Antwort machte ihn froh, als habe er das begeistertste Lob vernommen. – »Aber deinen Lohn sollst du dennoch erhalten, denn manches hat mir sehr darin gefallen. Ich hab' dir ein Krönlein geflochten, damit will ich dich krönen als meinen König und Herrn«, sagte sie liebreich.

Er sank vor ihr nieder, drückte sein Gesicht an ihren Leib und empfing die Blumenkrone von ihr auf seinem Haupte. Zu ihr aufschauend mit verklärten Blicken rief er: »Weihe meine Lippen, daß sie immer Reines reden! Lege deine Finger auf sie!« – Ihre Hände hatten die Eigenheit, daß sie oft plötzlich erkalteten, was freilich auf ein warmes Herz deutete. So war es auch jetzt. Er fühlte die reine Kühle an seinen heißen Lippen, er sog sie ein; sie schauerte ihm wie Tempelschauer bis in das tiefste Herz. Lieblich fühlte sie dagegen ihre Finger von seiner Lippenglut erwärmt.

Das Abendrot glänzte durch die Klippen und Büsche. Trunken gingen sie längs des Baches auf und nieder. Ein Lied fiel ihm ein, er sang:


Meine Liebe, meine Lieb' ist ein Segelschiff,

Auf hohem Meer zwischen Bank und Riff;

Der Kiel so stark und der Wind so gut,

Und das Schiff fährt weiter und weiter voll Mut.


Meine Liebe, meine Lieb' o du Segelschiff,

Und fürchtest dich nicht vor Bank und Riff? –[488]

»Ich fürchte mich nicht vor Riff und Bank,

Mich treibet hindurch guten Windes Drang.«


Meine Liebe, meine Liebe, und weißt du denn,

Wohin die kühnliche Fahrt soll gehn? –

»Weiß nicht, wohin mich führet der Wind,

Weiß nur, daß die Segel blähet der Wind.«


Der Pilot, der schlief am Steuer ein,

Träumt von Wundergestaden, vom Palmenhain,

Statt seiner faßte das Steuer ein Gott,

Nach Wundern und Palmen der beste Pilot!


Sie hatte dem Liede fast ängstlich zugehört. – »Ei, wie bist du darauf gekommen?« fragte sie. »Das paßt nicht auf unsere Liebe, unsere Liebe ist ein Nachen, der auf dem Spiegel eines klaren Weihers schaukelt.« – »Es ist auch nicht auf unsere Liebe gemacht«, versetzte er, »es ist das Lied eines Freundes, meines besten Freundes, an dessen gefährliche Liebe ich in meinem Glücke denken muß. Sein Liebesschiff fährt dahin durchs wüste Meer, und möge ein Gott an seinem Steuer stehen, wie er gesungen hat!«

»Ach, das muß wohl eine verwegene frevelhafte Liebe sein, die Liebe deines Freundes, deren Schiff so dahinfährt!«

»O nein, Lisbeth, eine fromme Liebe, eine heilige Liebe, und dennoch starren die Widersprüche ringsum sie her, wie Klippen!«

»Kann denn auch die fromme Liebe ein solches Schicksal haben?« fragte sie. – »O Kind! Kind!« rief er, von einem seltsamen Schauer gefaßt, »laß uns nicht weiter davon sprechen! Gebe der Himmel, daß unsere Liebe nicht – Ich will dir etwas sagen. Ich gehe gleich nach dem Schlosse zu deinen Pflegern und bringe unsere Sache in Ordnung. Noch vor völliger Nacht erreiche ich wohl den Ort auf der Hälfte des Weges, da schlafe ich, und bin morgen in der Frühe am Ziel und am Abend wieder bei dir.«

Er wollte sie erst nach dem Oberhofe zurückgeleiten. »Nein«, sagte sie, »laß uns hier auseinandergehen, hier wo wir[489] so froh waren!« – Er gab ihr eine Rolle Gold, die er jetzt immer bei sich tragen mußte, weil er keinen Verschluß dafür hatte, und bat sie, ihm sie zu verwahren.

Sie schieden. Als sie eine Strecke auseinandergegangen waren, sahen sie sich um, eilten noch einmal zurück, umschlangen sich inniglich, ohne zu reden, und gingen dann stumm ihre verschiedenen Wege, der Jäger über die Klippen der Gegend zu, wo das Schloß lag, Lisbeth durch die Wiese nach dem Oberhofe.

Quelle:
Karl Immermann: Werke. Herausgegeben von Benno von Wiese, Band 3, Frankfurt a.M., Wiesbaden 1971–1977, S. 483-490.
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