[14] Die Vorigen. Ein Jäger tritt auf und überreicht Baculus ein Schreiben.
BACULUS.
Vom Herrn Grafen!
Der Jäger entfernt sich wieder.
[15] GRETCHEN UND LANDLEUTE.
Vom Herrn Grafen? Vom Herrn Grafen?
BACULUS für sich.
Großer Gott, was mag das sein?
Sollt' er meine Jagdlust strafen?
Laut und freundlich.
Sicher ladet er uns ein.
GRETCHEN freudig.
Ach, das ist schön! Ihr alle wißt,
Daß morgen sein Geburtstag ist.
Da müssen wir, das wird ihn rühren,
Ihm untertänigst gratulieren.
LANDLEUTE.
Da müssen wir ihm gratulieren!
Baculus hat inzwischen gelesen und steht starr da.
LANDLEUTE.
Es scheint, der Brief macht Euch Verdruß.
Warum so ernst, Herr Baculus?
BACULUS sich mit Mühe sammelnd.
Es wünscht im Schulfach unser Herr
'ne kleine Ändrung vorzunehmen,
Und darum fragt er mich um Rat.
LANDLEUTE.
Zu viele Güte in der Tat!
BACULUS für sich.
O meine Lage ist desperat!
O meine Lag' ist desperat!
LANDLEUTE.
Zu viele Güte in der Tat!
BACULUS laut.
Laßt, liebe Gäste, euch nicht stören
Und geht, die Fröhlichkeit zu mehren,
Hinauf in meines Nachbars Saal,
Dort harrt auf euch das Abendmahl.
LANDLEUTE.
So munter und fröhlich wie heute,
Beim Tanze, beim Weine,
So möchten wir, ihr lieben Leute,
Recht oft uns des Lebens freun.
Herr Baculus, er soll leben,
Denn er hat dies Fest uns gegeben,
Und möge sein Ehestand eben –
So heiter und fröhlich sein!
Baculus und Gretchen stellen sich zur Tür des Wirtshauses und lassen die Gesellschaft paarweise eintreten. Gretchen will folgen. Baculus hält sie zurück und führt sie vor.