Innhalt

Des Achten Buches.

[1308] Schiffarth menschlichen Lebens. Des Tiberius heftiger Neid und Argwohn gegen den Germanicus. Fordert ihn nach Rom. Er entschuldiget sich. Tiberius hält noch beständiger darmit an; welches dem Germanicus und Agrippinen verdächtig vorkömmt. Die Legionen bitten den Germanicus mit Thränen bey ihnen zu bleiben. Germanicus versucht noch einmahl sich der Römischen Reise zu entbrechen; worüber Tiberius fast unsinnig wird; Und diese Wiederspenstigkeit für eine offenbare Auflehnung[1308] annimmt. Schüttet seinen Kummer in die Schooß des Sejan und Salustius aus. Der erste räthet den Germanicus mit Giffte hinzurichten; Der andere aber entschuldigt ihn. Tiberius fällt diesem bey; und fordert den Germanicus noch einmahl aus Deutschland ab. Salustius schreibt gleichfalls an ihn. Germanicus entschleust sich zur Reise. Agrippine erschrickt darüber / entdeckt solches dem deutschen gefangenen Frauenzimmer / welches sie in grosse Furcht setzet mitte nach Rom geführet zu werden. Ihr Ansuchen deßwegen bey Agrippinen; und Gespräch von dem Tode. Thußneldens bewegliche Klage über den Verlust ihres Gemahls. Agrippine bekümmert sich hefftig; und suchet durch allerhand nachdrückliche Vorstellungen den Germanicus vor der Abreise zu einem Frieden mit den Deutschen zu bereden. Des Germanicus Einwurff dargegen. Ihre Gegen-Antwort; Und Vorschlag wie der Friede einzurichten. Germanicus erkennet solchen vor vernünfftig / und stellet ihr die Einrichtung desselben frey. Die hierüber höchsterfreute Agrippine berichtet solches das deutsche Frauenzimmer / und daß sie ein Mittel zu ihrer Befreyung gefunden. Thußnelden Lobspruch wegen dieser grossen Wolthat. Der Agrippinen Ablehnung / und beyder ferneres Gespräch. Agrippine berichtet / daß sie zu wege gebracht habe / wenn Hertzog Herrmann / und Arpus / ihn um einen ehrlichen Frieden ansuchten / er solchen mit ihnen schlüssen / und vor seiner Abreise die Gefangenen frey lassen wolte. Des Frauenzimmers grosse Freude deßwegen. Thußnelden und Agrippinen Gespräch von dem Kriege. Thußnelda schreibet an Hertzog Herrmann /und Fürstin Catta an Arpus. Beyde Schreiben werden durch zwey gefangene deutsche Edelleute Uffeln und Osten abgeschickt / welchen die verschmitzte Hermengarde beygesellet wird. Thußnelden und Catten Schreiben / in welchen sie beyde Fürsten zu Annehmung der Vorschläge zu bewegen suchen. Hermengarde wird / nach dem sie beym Hertzog Arpus gewesen / und ihn zum Frieden beweget / von dem Feldherrn und dem gantzen Cheruskischen Hofe / welcher sich zu Budorgis befindet / auffs freundlichste bewillkommt / und als eine andere Mutter des jungen Fürsten verehret. Der Feldherr entschleust sich alsobald zum Frieden. Erkieset den Grafen von Nassau zum Gesandten / nach dem Hertzog Arpus den Grafen von Witgenstein auch schon darzu benennet gehabt. Beyden werden trefliche Geschencke an den Germanicus und Agrippinen eingehändiget. Der Feldherr nimmt Hermengardis mit nach Deutschburg / allwo beyde mit grossem Frolocken des Volckes empfangen werden. Der Feldherr händigt nebst andern Geschencken der Hermengardis auch die dem Varus abgenommenen zwey güldnen Adler ein; Führet sie zu dem Tanfanischen Heiligthume / und zeiget ihr die daselbst ihr zu Ehren aufgerichtete und mit vier zu ihrem Lobe gereichenden Uberschrifften verfertigte Marmelsteinerne Säulen. Die Barden singen darbey die gantze Geschichte von ihrem an statt des jungen Herrmanns ausgeopfferten Sohne. Hermengardis demüthige Einwendung. Des Feldherrn Antwort. Die beyden Gesandten kommen zu Meyntz an / werden vom Germanicus freundlich empfangen. Thun ihren Vortrag. Germanicus nimmt ihn zum Bedencken. Des Germanicus Erklärung. Der Friede wird den fünfften Tag nach ihrer Ankunfft geschlossen. In selbiger Nacht / als des Morgens die Auswechselung des Friedens-Schlusses geschehen soll / kommt Sextus Papinius von Rom /mit Schreiben[1309] vom Tiberius; in welchen er nicht allein die Reise des Germanicus hefftig treibt / sondern auch verordnet / daß das gefangene deutsche Frauenzimmer voran geschickt werden solle. Des Germanicus Bestürtzung und Gespräch mit dem Papinius. Fordert den Silius vor sich / weist ihm des Kaysers Brieff und dessen Innhalt; Befihlt ihm den Gesandten die Ursachen zu sagen / warum der Friede nicht vollzogen werden könte. Dieser begiebt sich zu ihnen /und trägt ihnen solches vor. Ihr beyderseits besonders aber des Witgensteins eyffriges Gespräch deßwegen. Germanicus hat mitler Zeit einen harten Stand mit Agrippinen / welche ihm seinen bevorstehenden Untergang vorsagt. Seine Einwendungen. Bekommt vom Hertzog Herrmann durch den Ritter Malzan zwantzig / und von dem Cattischen Fürsten durch den Schönborn zwölff schöne Pferde geschenckt. Germanicus verwundert sich über der Deutschen Großmüthigkeit. Agrippine entdeckt dem in voller Hoffnung sich befindenden Frauenzimmer des Kaysers Verlangen; worüber sie höchst bestürtzt werden. Agripplne und die Gesandten bemühen sich sie zu trösten. Agrippine beweget den Germanicus dennoch zu Vollziehung des Friedens; welcher auch / nach dem die Gesandten prächtig zur Verhör geholet werden / geschlossen und offentlich ausgeblasen wird. Germanicus erkläret das gefangene Frauenzimmer und alle andere Deutschen frey / und für seine Gäste. Uberreicht denen Gesandten in seinem innersten Gemache einen vom Ingviomer an ihn geschriebenen Brieff / in welchem er bey ihm Schutz suchet. Läst auch in ihrer Gegenwart den darmit geschickten Ritter Kulenburg mündlich schlecht abfertigen. Bewirthet nebst dem Frauenzimmer die Gesandten auffs prächtigste. Allerhand Lust- und Freuden-Feuer werden angezündet. Germanicus läßt am Ufer des Rheins / des Römischen Gräntz-Gottes / und des Rheines / in Stein gehauene Bildnüße mit gewissen Uberschrifften eingraben. Die Priester salben sie / und opffern ihnen. Germanicus schreibt an Kayser wegen geschlossenen Friedens. Bricht folgenden Tag mit Agrippinen und dem deutschen Frauenzimmer / welches mit nach Rom reisen soll / auf. Der Legionen Betrübnüß über seinem Abschiede. Ihr Zuruffen. Der Gallier darüber habendes Leid; Welche ihm zu Ehren auf dem ersten Berge einen herrlichen Ehren-Bogen aufgerichtet / und ihn in zwölff Feldern unter der Gestalt des Mercur / mit so vielen Uberschrifften vorstellen. Ingleichen auch eine etwas kleinere vor die Agrippine / in welcher sie 5. Feldern unter der Gestalt Isis vorgebildet wird. Auf der zur Seiten der Ehren-Pforte befindlichen Säule ist eine Lobschrifft zu lesen. Germanicus setzt seine Reise fort. Die Gesandten überlieffern bey ihrer Zurückkunfft denen Fürsten des Ingviomers an den Germanicus geschicktes Schreiben. Ihr Gespräch darüber. Der Graf von Weil wird zu Ingviomern geschickt; und von diesem wol empfangen. Ingviomer lobt beyde Hertzoge wegen getroffenen Friedens. Beklagt sich gegen den Gesandten über den Grafen von Nassau. Dessen Antwort. Hält Ingviomern sein Vorhaben mit den Römern für. Seine Antwort; und fernerer Wortwechsel. Ingviomer hält den Gesandten mit der Jagt und leeren Vertröstungen auff. Seine Erklärung auf des Gesandten Anforderung. Der von ihm an den König Marbod abgeschicke Ritter Arnheim kommt in der Nacht unversehens an. Führt den Hertzog auf ein drey Meilen von dar gelegenes Schloß; Woselbst der von Adelgunden König Marbods[1310] Tochter abgeschickte Ritter Kapliers / dem Hertzog einen Brieff und Kleinod von Adelgunden einhändiget / und ihn berichtet: wie die gantze Welt Adelgunden wegen ihrer Schönheit / Tugenden / und mächtigen Vaters / geliebkoset / mit Adgandesters Ankunfft aber ihre Vergnügung abgenommen habe; weil ihn Marbod über alle andere Diener erhoben / er aber solcher Gnade gemißbrauchet / andere verachtet / und den König zu schädlichen Entschlüssungen beweget hätte. Ihr mit diesem gehaltenes Gespräch. Adgandester habe kurtz darauf den König aus dem Bober errettet / und dadurch zu Wege gebracht / daß ihm alle Gewalt eingeräumet worden /und der König nur den blossen Nahmen behalten; Ja ihn gar zum Reichs-Nachfolger und ihrem Gehülffen erkläret habe. Adgandesters Hoffart. Der Stände Ansuchen wegen eines Nachfolgers. Des Königs Antwort. Der Sarmaten und Bastarnen König liessen um Adelgunden vor ihre Söhne werben. Marbods und Adgandesters Gespräch hiervon. Adelgundens Gebehrdung gegen Adgandestern. Hält um ihre Liebe an / derer Antwort. Adgandesters Arglist und Betrug gegen den König durch angestifftete falsche Wahrsagung. Des Königs und Adelgundens Gespräch davon. Er Kapliers und Stochau hätten in dem heiligen Heyne dieser Wahrsagung nachgeforscht / und den Betrug erfahren. Unterdessen hätte der König den Adgandester öffentlich für seinen Eydam erkläret. Adelgunde wäre auf dem Schlosse Libyn verwahret worden. Arnheim sey um selbige Zeit zu Boviasmum ankommen / und alles vor Ingviomern vom Könige erhalten. Dessen veträuliches Gespräche mit ihm. Kapliers von seines Fürsten Liebe. Hätten ein Bündnüs wegen Adelgundens Befreyung mit einander gemacht. Adelgunde sey im Absteigen von dem Schlosse bey der Nacht von der Schildwacht erblicket / und hernach härter verwahret worden. Sie hätten Nachricht bekommen / daß Adelgunde mit Adgandestern in dem Bubienischen Heiligthume vermählet werden solte. Und deßwegen mit ihren Leuten in einem Walde nahe der Elbe ihnen aufgewartet. Hätten sie tapffer angegriffen / und Adelgunden auf ein Pferd gebracht; Als aber Adgandester seine Leute / die sich immer nach und nach verstärcket / zum Fechten ermahnet / sey fast alles verlohren gegangen. Biß sie unverhofft durch zwey Ritter in güldenen Rüstungen / welche sich hernach vor Boleßla den Sarmat- und Britomarten den Bastarnischen Fürsten zu erkennen gegeben hätten /mit ihren Leuten wären entsetzt / Adelgunde befreyet /und Adgandester in die Flucht geschlagen worden. Unter diesen zweyen Fürsten hätte sich hernach wegen Adelgundens Sicherheit Stritt ereignet. Sie wäre aber auf Milißows festes Berg Schloß geführet worden; Und in selbiger Nacht in grosse Verwirrung des Hauptes gerathen. Hätte ihre Liebe zu Ingviomern offenbahret. Milißows und Kapliers Gespräch deßwegen. Adgandester habe das Schloß belägert; Adelgunde aber ihn Kapliers an Ingviomern abgefertiget. Er wäre drauf verkleidet zum Ritter Arnheim kommen /hätte ihm Adelgundens Zustand eröffnet; und sich bey ihm verborgen aufgehalten. Beyde Fürsten wären auch zu Boviasmum bey ihrer Väter Gesandten angelanget; vom Könige Marbod bewillkommet / aber drey Stunden darauf mit einer starcken Wacht besetzet worden. Der Gesandten Beschwerung hierüber; Und des Römischen Botschaffters Gespräch mit dem Könige von eines Gesandten Freyheit. Kapliers und Arnheims[1311] Reise. Ingviomers Freude über dieser Erzehlung. Dessen Danckbarkeit. Berathschlagt mit den Seinen über dieser Sache. Ihren Entschluß. Ingviomer fertigt nach seiner Rückkunfft den Grafen von Weil mit Vergnügen ab; Und schleußt den Frieden mit beyden Fürsten. Geht unter dem Scheine einer Botschafft mit dreyhundert Rittern nach Boviasmum; Und von dar zu dem belägerten Berg-Schlosse. König Marbod empfängt ihn freundlich. Adgandesters Argwohn. Ingviomers Gespräch mit beyden wegen Adelgundens freyen Wahl. Adgandester stifftet unter Ingviomern /Boleßla / und Britomarten / Zwietracht. Der Kwaden König Vannius kommt im Lager an. Kapliers entdeckt dessen / wie auch Ingviomers Anwesenheit der Adelgunden. Ihr Schreiben an den Vannius; Berichtet darinnen die betrügliche Weissagung. Vannius giebts Marboden zu lesen. Dessen Meinung darvon. Vannius Einwurff. Läßt in dem Wahrsager-Heyne nachforschen. Die dahin geschickten Ritter erfahren nicht allein den Betrug mit den abgerichteten Vögeln; sondern treffen auch Britomarten daselbst an / welcher ebenfalls durch die Priester betrogen wird. Vannius eröffnet hierauf dem Marbod alles; Welches die abgeschickten Ritter ausführlich bestätigen. Marbods Eyver hierüber. Vannius Einrede. Beyder Gespräch von Adgandestern. Dessen Argwohn; sucht beym Könige Verhör / wird aber nicht vorgelassen. Seine Bestürtzung darüber. Marbod läßt ihn des Morgens vor sich fordern. Sein Vortrag gegen ihn wegen Adelgundens. Adgandesters Erklärung; Begiebt sich der Heyrath. Marbods Vergnügung deßwegen. Vannius Lobspruch. Adgandester schreibt an Adelgunden. Ihr Mißtrauen; Schickt das Schreiben uneröffnet zurücke. Welches dem Marbod gebracht; und in Gegenwart des Vannius eröffnet und gelobet wird. Vannius schreibt selbst an Adelgunden / und schleußt Adgandesters Brieff ein. Dessen Würckung. Adelgunde begiebt sich nebst ihren Rittern vom Schlosse / kommt unversehens zu ihrem Vater König Marbod / und fällt ihm zu Fuße. Wird von ihm mit Freuden empfangen. Adgandesters Demüthigung gegen ihr. Allerhand Freudensbezeigungen werden angestellet. Adgandester entfernet sich vom Hofe. Der dreyen verliebten Fürsten Freude darüber. Ingviomers Lobspruch. Der Unterthanen Freudensbezeigung. Boviasmum wird Maroboduum genennet. Marbods Einzug daselbst. Der dreyen Fürsten Ansuchung um Adelgunden. Marbod hält deßwegen mit dem Vannius Rath. Dessen Meinung. Gespräch von Hülffs-Völckern. Marbod nimmt sich der Herrschafft wieder an. Vannius macht Anstalt zu einem prächtigen Schauspiele / stellet solches in Gegenwart aller Fürsten / und unzehlichen Volcks / des Nachts auf der Königlichen Rennebahn vor. Bey dem ersten Auftritt hält die Liebe ihr Siegs-Gepränge / und sitzt nackend auf einer grossen Per len-Muschel / welche von allerhand Thieren gezogen wird / und mit zwölff Liebes-Göttern umgeben ist; So bald sich diese auf einen Königlichen Stuhl gesetzt /drückt die Natur die Gewalt der Liebe singende aus; Unter welchem fast aller Thiere Gattung erscheinen /und auf dem Altar der Liebe opffern. Der Göttin des Glückes / Lob-Gesang der Liebe. Hierauf erscheinet eine unzehliche Menge Volcks / in unterschiedene Hauffen zertheilet. Der erste bestehet aus Schäfferinnen. Der andere aus Schäffern. Der dritte aus vielen Gelehrten / und klugem Frauenzimmer. Der vierdte aus Priesterinnen. Der fünffte aus Priestern. Der sechste aus lauter Heldinnen. Der siebende aus Helden. Der achte aus mächtigen Königinnen. Der neundte aus grossen Weltbeherrschern. Der zehende aus lauter Göttern.[1312] Diese alle opffern der Liebe / nach eines ieden Art; und halten darauf ieder Hauffen insonderheit einen Tantz. Hierauf erscheinet die Staats-Klugheit auf einem von Löwen / Füchsen / und Schlangen gezogenem Wagen; Geußt Wasser ins Opffer-Feuer der Liebe / und erhält ihr eigenes Lob singende. Nach diesem kommt die Keuschheit vom Hi el / raufft der geflügelten Liebe einen ziemlichen Pusch Federn aus /und rühmt sich singende. Die Eyversucht ko t darzu aus der Erde / und singt ebenfalls ihren eignen Ruhm; Die Liebe aber lächelt nur darzu / uñ verspricht singende ein Beyspiel ihrer Macht am Könige Oenomaus zu zeigen. Der Schauplatz verändert sich hierauf in ein Königliches Zi er. In diesem erscheinet Oenomaus der König zu Elis; von dem Glücke und der Tugend geführet. Ein iedes rühmet seine Gaben. Hierauf führen sechzehn nackte Liebes-Götter so viel Griechische Helden auf; halten beyderseits einen Tantz. Und nach dem sie dem Oenomaus wegen seiner Tochter Hippodamien zusetzen / rufft er Himmel und Hölle zu Hülffe. Hierauf erscheinet der Neid zwischen denen dreyen Unholdinnen / mit einer Pech-Fackel; Leschet darmit denen Liebes-Göttern die ihrigen aus / und fället die Helden mit ihrem Anhauchen zu Bodem. Schmähet singende die Liebe / und räth dem Oenomaus / Hippodamien entweder zu tödten / oder durch die Sonne brännen zu lassen. Die Sonne erscheinet im Löwen. Oenomaus bittet sie kniende / seine Tochter zur Mohrin zu machen. Hippodamia kömmt darzu /und klagt ihrem Vater ihre Liebes-Anfechtungen; Er aber bittet Zorn und Gewalt auf / welche Hippodamien entkleiden / und nackend an eine Säule binden. Ihre Klage. Die Sonne verbrennet die sie bindenden Stricke / und giebt dem Oenomaus sein bevorstehendes Unglück singende zu verstehen. Oenomaus erschrickt darüber. Als ihm aber Klugheit und Tapferkeit zu Hülffe ko en / erholet er sich wieder / und erkläret sich singende / wer seine Tochter haben wolte /müste sein Meister im Kampfe seyn. Läst den von ihm besiegten Marmaces vor sich bringen / welchem die Rache das Messer durchs Hertze stößt. Oenomaus hält einen Tantz mit der Klugheit und Tapferkeit. Die Rache deutet denen sechzehn Helden Oenomaus Grimm an. Ihre Antwort. Der Schauplatz verwandelt sich in eine Rennebahn. Auf dem erscheinet erstlich der Kriegs-GOtt / und die Liebe. Hernach die sechzehn Helden in voller Rüstung. Auf diese die Staats-Klugheit / und Oenomaus. Die Liebe und Klugheit kämpffen zu erst mit einander / und wird die erstere überwunden. Hierauf kämpft Oenomaus mit denen sechzehn Rittern / und tödtet sie alle nach einander. Hippodamia beklagt sich über ihr Unglücke. Sie erblickt den im Tempel der Venus opffernden Pelops. Myrtilus / des Oenomaus Fuhrmann / klagt dieser Göttin seine Liebe zu Hippodamien. Die in dem Tempel verborgene Hippodamia antwortet ihm an statt der Göttin. Myrtilus folget ihrem Ausspruche; Sie aber bittet wegen dieses Betrugs die Göttin singende um Verzeihung. Pelops höret ihre Stimme. Beyde geben einander ihr Anliegen singende zu verstehen. Myrtilus ko t wieder in Tempel. Hippodamia bescheidet ihn abermals. Myrtilus trifft den Pelops an / und verspricht ihm wider den Oenomaus beyzustehen / uñ ihn zu stürtzen. Pelops uñ Hippodamia ko en wieder zusa en. Cymothoe singt von der Vermessenheit des Myrtilus. Pelops fordert den Oenomaus aus; Dieser erscheinet. Ihr Wetterennen. Oenomaus Pferde werden kollernd / uñ von seinen umschlagenden eisernen Wagen tödtlich verwundet. Erkläret den Pelops zu seinem Uberwinder. Bittet ihn am Myrtilus Rache auszuüben; uñ stirbt. Beyder Vermählung. Pelops ersäufft den Myrtilus im Meere. Die Staats-Klugheit fällt der Liebe zu Füssen / und bittet sie singende um Verzeihung.[1313] Der Liebe Antwort. Schluß dieses Schauspiels. Der Zuschauer Urtheil. Vannius hält drauf ein prächtiges Gastmaal / und ladet seine Gäste zum andern Schauspiel ein. Bey dessen ersten Auftritt erscheinet die Göttin Diana mit ihren Nymphen. Diese Preisen die Keuschheit singende. Halten einen Tantz. Atalanta verlobt sich der Dianen zu ewiger Keuschheit. Bittet sie um Schutz wider ihren Vater Schöneus / welcher sie verheyrathen wil. Diana verspricht ihr solches / und beschenckt sie. Schöneus kommt mit vielen Satyren / und wil seine Tochter wegführen; wird aber durch der Dianen Bild zu weichen gezwungen. Der Schau-Platz verwandelt sich in ein waldichtes Gebürge. Atalanta beredet viel Arcadische Jungfrauen zur Jagt / und Keuschheit; und lobt sie singende. Unter währender Jagt verstopffen die Satyren alle Brunnen / und Bäche; Weßwegen die von der Jagt erhitzten Jungfrauen diese Lust verfluchen /und Atalanten verlassen wollen. Atalanta rufft Dianen an; worauf sich ein Kwell findet. Lob des Wassers. Ein Herold berichtet von dem in Oetens Walde befindlichem grossem Schweine. Atalanta entschleust sich solches zu fällen. Der Schau-Platz stellet das Gebürge Oeta für. Atlanta findet daselbst viel Helden; welche sie nicht zur Jagt lassen wollen. Atalanta zuckt ihren Spieß / und preißt in einem Liede des weiblichen Geschlechts Helden-Muth. Die dadurch gleichsam bezauberten Helden halten einen Jäger Tantz / unter welchem das Schwein unverhofft kommt / viel verwundet / und die meisten in die Flucht jaget. Atalanta erlegts mit zwey Pfeilen. Der Helden Lob-Spruch. Meleager hängt die abgezogene Haut über Atalanten / und giebt ihr den Kopf. Der herzu gefundene Neid folget Atalanten allenthalben nach; Und hönet die Helden aus. Woran sich aber diese nicht kehren; ausser zweyen der Altheen Meleagers Mutter Brüder / gerathen darüber in Raserey / und wollen Atalanten die Beute abstreiten. Sie aber beschützet sich / biß Meleager beyde umbringt. Silenus mit vielen Satyren und Bacchischen Weibern dancken der Atalanta / und bitten um den Kopff in Bacchus Tempel. Bekommen aber davon einen Zahn. Die Liebe erscheinet / und bittet um diesen Kopff. Sie wird aber nur von Atalanten verhönet. Atalante wird von Dianen mit ihrem Opffer übel empfangen. Die aus dem Meere auf einer Perlen-Muschel hervor kommende Wollust singet Atalanten an; Wodurch diese gantz verändert wird. Die rasende Athea verfolget ihren Sohn Meleager / erblickt Atalanten / und schmähet sie. Meleager gesellet sich zu dieser. Wordurch Althea zur Rache beweget wird / welche sie singende andeutet. Die Rache bringet ihr den von den Parcen empfangenen Stock / welchen sie ins Feuer wirffet /und zugleich Meleagern verbrennet. Atalanta verflucht diese grausame That; und macht sich aus dem Staube. Der Schau-Platz verwandelt sich in eine lustige Gegend. Die Wollust stellet Atalanten eine grosse Menge Liebhaber für. Sie aber erkläret sich / den anzunehmen / der sie im Wettelauffen übertreffen würde. Die Liebhaber nehmen diese Bedingung an /werden aber alle außer einen durch sie umgebracht. Die Arcadischen Jungfrauen singen der Keuschheit zu Ehren ein Sieges-Lied. Hippomanes verliebt sich in Atalanten. Nimmt seine Zuflucht zur Göttin der Liebe; und wird von ihr getröstet. Bekommt durch ihre Anweisung drey güldene Aepffel. Fordert die Atalanta zum Wettelauff aus / und trägt vermittelst. Vorwerffung dieser güldenen Aepffel den Sieg darvon. Atalanta schämet sich[1314] erstlich / willigt doch endlich singende in seine Liebe. Beyde halten einen Tantz mit einander. Die Arcadischen Jungfrauen stimmen singende ihrer Liebe bey. Zwantzig Schäffer springen aus dem Lust-Walde hervor / und reitzen die Jungfrauen zu ihrer Liebe. Worauf alle zusammen einen Tantz hegen. Der Schau-Platz verändert sich; auf welchen die Liebe auf einem prächtigen von allerhand Thieren gezogenen Sieges-Wagen ko t; welcher die Götter und Könige allerhand Sieges-Zeichen vortragen. Die Keuschheit folgt dieser / und demüthigt sich singende vor ihr. Die Liebe antwortet ihr / umarmet und küsset sie. Schluß dieses Schauspiels. Der Zuschauer abermahlige Gedancken. Marbods Gastmahl. Vannius drittes Schauspiel. Der Schau-Platz stellet eine schöne Stadt und Tempel / und darbey allernechst einen Garten für / dessen Bäume voller goldnen Aepffel hangen / vor diesem geht ein grausamer Drache auf und nieder. Hierauf kommt die Eyversucht geflogen; bringt den Drachen unter ihrem Singen um / und verstecket sich in dessen Haut. Stellet sich sehr ungebehrdig. Der ankommende Drachen-Priester bemühet sich das Thier zu besänfftigen; es befiehlet ihm aber / dem König Antäus zu sagen / daß ihm seine Braut geopffert werden solle. Der inzwischen unter einem Nebel versteckte Tempel zeigt sich / und den darinnen für dem Bilde der Göttin nebst seiner Tochter Alceis knienden König Antäus. Alceis wird von Priesterinnen gebadet; Tingis kommt in Tempel. Der König erblickt sie / und verliebt sich in sie. Ihr Gespräch. Ein in Hispanischer Tracht gekleideter Ritter opffert im Tempel / und verliebt sich in Alceis. Der Drachen-Priester sucht den König. Gespräch mit Alceis. Ihr Bitten von der Göttin wegen ihres Vaters Liebe. Derer Antwort. Der Schauplatz stellet das innerste des Hesperischen Gartens für. Antäus und Tingis sitzen darinnen auf allerhand Blumen / und liebkosen einander. Alceis kommt darzu / und weinet. Antäus fragt sie um die Ursach. Ihre Antwort /und kläglicher Gesang. Antäus bewegt sich zwar hierüber; Tingis aber bezaubert ihn fast wiederum singende. Sein Entschluß darauf. Alceis Wehmuth. Antäus und Tingis halten einen Tantz. Hundert Africanerinnen / und so viel Phönizische Jungfrauen / reden den König um seine Liebe singende an / und halten einen künstlichen Tantz. Seine Verwirrung darüber. Tingis bringt ihn bald wieder an sich. Der zweyhundert Jungfrauen schlechte Abfertigung. Die ankommende Eyversucht frischet sie zur Rache an. Der Drachen-Priester zerstöret die Liebkosungen des Königs / und der Tingis / durch Ankündigung seines vom Drachen empfangenen Befehls. Der Tingis Wehklagen darüber. Des Königs Erklärung. Tingis fähret in ihrem Wehklagen fort. Des Königs Antwort / und Beschreibung des Drachen. Dessen Priester kommt wieder mit dem Vortrage / entweder die Tingis zum Opffer / oder die Alceis zur Braut zu haben. Des Königs hefftiger Kampff mit sich selbst darüber / und Entschluß die Alceis dem Drachen zu vermählen. Der Tingis Freude / und Liebesbezeigung. Micipsa berichtet / daß Gelo /ein Hispanischer Fürst / unter dem Schein der Andacht Alceis entführet habe. Des Königs Zorn; und Tingis Traurigkeit darüber. Der Schauplatz stellt das See-Gefechte vor / in welchem Antäus den Gelo überwindet / und nebst Alceis in Eisen und Banden zurücke bringet. Sein Urtheil hierauf / Gelo dem Drachen zu opffern / und Alceis ihm zu vermählen. Gelo wird gebunden / und Alceis geputzt zum Altare des Drachen geführet. Der Drache erscheinet.[1315] Seine wunderliche Bezeigung gegen den Gelo; giebt seine Liebe zu ihm singende zu verstehen; Bindet Alceis an einen Baum / und deutet ihr singende alle Qval an. Der Drache verwandelt sich in ein Weibsbild / welche sich mit dem Gelo umarmet. Antäus und Tingis lassen sich als Ehleute in Astartens Tempel einsegnen. Legen sich in das in dem Hesperischen Garten bereitete Braut-Bette. Die hierzu kommende Eyversucht giebt ihre Mißgunst singende zu verstehen; Schwingt sich empor / und weckt in Gestalt des Geschreyes alle Welt auf. Hercules lendet am Ufer an; steiget aus; Geht gegen dem Garten und Drachen zu / und besieget ihn / unterm singen. Eröffnet den Garten. Erlöset die Alceis / und befreyet den abgemergelten Gelo. Beyde dancken singende ihm. Hercules setzt Alceis zur Schutz-Frau des Gartens ein. Der Hesperiden Lobgesang. Halten einen Tantz. Die in Gärtners Gestalt erscheinende Eyversucht weist dem Hercules die beym Antäus ziemlich entblößt schlaffende Tingis. Worüber er gantz verzuckt wird; Und singende seine Brunst zu verstehen giebt. Wil die Tingis küssen; Die Eyversucht zieht ihn zurücke. Antäus erwacht; und wird bestürtzt. Die Eyversucht giebt ihm den nahen Verlust der Tingis zu verstehen. Antäus erschrickt noch mehr. Die Eyversucht giebt ihm einen Rath /dem Alciden Feinde zu erwecken. Als Antäus weg geht diesen Rath ins Werck zu setzen / holt die Eyversucht den Hercules zur Tingis Läger-Stadt; Deckt sie auf / und rühmet singende des Hercules Eigenschafft. Tingis erwacht; Erschrickt anfänglich / hernach aber entbrennet sie in Liebe / und giebt solche gegen dem Hercules singende zu erkennen. Hercules umarmt und küsset sie / unter singender Ausdrückung seiner Liebe. Halten mit einander einen wollüstigen Tantz. Die Eyversucht weißt solches dem darüber sehr ungebehrdigen Antäus; Und schlägt ihm Mittel zur Rache für. Beschwert hierauf die drey Unholden dem Antäus beyzustehen. Der Schau-Platz verwandelt sich in Astartens Tempel / und stellt das allernechst darbey befindliche Sonnenbild vor. Antäus kommt mit Alceis dahin / fällt vor dem Sonnenbilde nieder / und fragt die Göttin wegen seiner Tochter Vermählung um Rath. Der Göttin angenehme Antwort. Antäus befiehlt seiner Tochter in einen güldnen Apfel zu schneiden: Alceis dem Tapffersten! und solchen in der Priester Versamlung zu werffen. Als sie solches ins Werck richten wil / beredet sie die darzu kommende Eyversucht in den Apffel zu schneiden: Alceis dem Schönsten. Alceis folget ihr / und giebt ihr den Apffel zur Beförderung. Diese weißt solchen der Tingis; Worüber sie ihre Mißgunst bezeiget. Von der Eyversucht aber unterrichtet wird / in einen andern Apffel zu schneiden: Tingis dem Tapffersten. Die Herolden beruffen die Helden zum Kampffe. Die Eyversucht wirfft ihre Larve und geborgte Kleider weg / und berufft die Unholden sie zu bekräntzen. Diese erscheinen und halten einen freudigen Tantz. Kleiden die Eyversucht auffs neue in Gestalt der Liebe aus. Der Schau-Platz verändert sich in die Rennebahn; auf welcher sich Antäus mit der Tingis und Alceis / nebst eilff vornehmen Fürstlichen Rittern befinden. Gelo gesellet sich zwar auch zu ihnen; wird aber wegen seiner mit dem Drachen gehabten buhlerischen Gemeinschafft durch ihre Waffenträger über die Schrancken geworffen. Antäus lässet den Hercules suchen.[1316] Dieser findet sich zu Fuße in Schrancken ein. Die verlarvte Eyversucht kommt auf einem güldenen Wagen gefahren / und wirfft der Alceis Apffel mitten in den Kampff-Platz. Die Helden besehen ihn / und zu letzt auch Hercules; dieser wirfft ihn zu Bodem / und gehet weg. Unter denen andern Fürsten erregt sich ein grosser Streit / wer der schönste sey. Hercules Erklärung und vorgeschlagene Wahl. Antäens Widersprechung. Fordert den rechten Apffel. Die Eyversucht weigert sich dessen zum Scheine; Wirfft aber doch der Tingis Apffel in die Mitten. Hercules besiehet und lieset ihn. Erfreuet sich darüber; und fordert alle deßwegen aus. Ihre Entschuldigung. Des Hercules eigner Ausspruch. Zanck und Kampff mit dem Antäus. Bringt diesen um; und macht sich zum Besitzer der Tingis. Stellt der Alceis die freye Wahl heim. Ihr Entschluß / um sie zu kämpffen. Die Fürsten kämpffen mit einander /aber Barcas der Lybo-Phönicier Fürst erhält den Sieg; und die Fürstin Alceis / welche ihm Hercules überantwortet. Ihrer beyder Liebes-Bezeigung. Der Uberwundenen Glücks-Wunsch. Die vemumte Eyversucht kräncket sich darüber; Und wird von der darzu kommenden Liebe aller ihrer Zierde entblösset. Kreucht vor Scham unter der Liebe Wagen / und demüthigt sich singende. Wird zur Liebe Ketten-Hund gemacht. Beschluß dieses dritten Schauspieles. Abermahlige Urthel der Zuschauer. Vannius ladet Ingviomern / Boleßla / und Britomarten allein zu Gaste; Ihr Gespräch von dem letzten Schauspiele. Verbinden sich auf des Vannius Zureden schrifftlich / um Adelgunden zu kämpffen. Marbod wird hierüber erfreuet; Adelgunde aber betrübt; Doch durch Ingviomers an sie geschickten Brieff getröstet / und zur Einwilligung bewegt. Marbod läßt solches durch Herolden kund machen. Der Addelgunden nachdencklicher Traum. Die Fürsten erscheinen in ihren Rüstungen / ein ieder mit einem sonderbaren Sinnbilde und Uberschrifft in seinem Schilde / auf der Rennebahn. Vannius wird zum Richter erkieset; Und drauf geloset / wer zum ersten kämpffen solle; welches Ingviomern und Britomarten betrifft. Hierauf rennen sie gegen einander / brechen zweymahl die Lantzen / und greiffen nach dem dritten Rennen zun Schwerdtern / und kämpffen ritterlich /biß Ingviomer den Britomarten in die rechte Hand verwundet / und dadurch zum Sieger wird. Fürst Boleßla fast darüber einen hefftigen Eyver / geht unversehens auf Ingviomern loß / daß dieser sich kaum wenden und ihm begegnen kan. Hierauf kämpffen sie so wol zu Pferde / als nach Verwundung der Pferde zu Fuße / biß Boleßla hefftig verwundet und überwunden wird. Seine Erklärung wegen Adelgundens. In dem nun Ingviomer den Ausspruch vom Vannius vernehmen wil; Meldet ein Herold noch einen Fürsten an /welcher gantz schwartz erscheinet; durch den einen Waffenträger aber allerhand Striche in den Sand scharren läßt. Ingviomer stellet sich gegen ihn / und als er nach gebrochner ersten Lantze sich wendet /kommt er auf den mit Strichen bezeichneten Ort / und stürtzt mit seinem Pferde über und über. Der schwartze wil ihm liegende sein Bekäntnüs der Uberwindung abzwingen. Unversehens aber werden die Schrancken geöffnet / durch welche ein wolgestellter Ritter herfür sprengt / und den schwartzen Ritter ins Auge tödlich verwundet; dieser in der Ohnmacht liegende wird vor Adgandestern / und der Uberwinder vor Adelgunden erkennet. Ingviomers / und alles Volckes Freude darüber. Adelgunde dringt auf die Einziehung Adgandesters[1317] Waffenträger / und Untersuchung der gemachten Zauber-Striche. Der eine Waffenträger wird vor ein Weibsbild / und die Zauberin Wartpurgis erkennet /und aufgehencket; Adgandester aber in einem festen Thurm verwahret / letzlich bey Nacht auf einen Esel gesetzet / aus Boviasmum geführet / und des Landes verwiesen. Der Königlichen Räthe Vorhaben / Adgandesters Verbrechen aller Welt kundig zu machen /und des Königs Vorfahren zu rechtfertigen; Welches aber Marbod nicht verlanget. Ingviomers und Adelgundens Beylager.

Quelle:
Daniel Caspar von Lohenstein: Großmütiger Feldherr Arminius, Zweyter Theil, Leipzig 1690, S. 1308-1318.
Lizenz:
Kategorien:

Buchempfehlung

Hoffmann, E. T. A.

Prinzessin Brambilla

Prinzessin Brambilla

Inspiriert von den Kupferstichen von Jacques Callot schreibt E. T. A. Hoffmann die Geschichte des wenig talentierten Schauspielers Giglio der die seltsame Prinzessin Brambilla zu lieben glaubt.

110 Seiten, 4.40 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Geschichten aus dem Biedermeier III. Neun weitere Erzählungen

Geschichten aus dem Biedermeier III. Neun weitere Erzählungen

Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Für den dritten Band hat Michael Holzinger neun weitere Meistererzählungen aus dem Biedermeier zusammengefasst.

444 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon