Inhalt

des Sechsten Buches

Dem Hertzog Arpus und Fürsten Cattumer wird die Ankunfft ihrer beyden Gemahlinnen Erdmuth als der Fürstin Thußnelde nahen Bluts-Freundin / und Rhamis durch einen Cattischen Edelmann kund gemacht; der gantze Hoff aber darüber in ungemeine Freude versetzet / Fürst Adgandester wird inzwischen durch den beschäfftigten Feldherrn befehliget diese übrige fremden Gäste auffs annehmlichste zu unterhalten. Welcher ihnen alle Zubereitungen des bevorstehenden Beylagers zeiget / und nach dem sie auff[715] der Rennbahn sich zur Gnüge belustiget / verfügen sie sich in den Lust-Garten / allwo sie sich mit der alldar gefundenen Königin Erato / Saloninen und übrigem von der Fürstin Thußnelde zurück gelassenen Frauenzimmer auffs freundlichste besprechen. Der Königin Erato sonderbare Begierde die beyden Cattischen Hertzoginnen bald zu umarmen; wie nicht weniger die Liebes-Beschaffenheit zwischen dem Feldherrn und der Fürstin Thußnelde / und die von ihrem Vater dem Segesthes darüber geschöpffte Gramschafft vom Fürsten Adgandester als einem Schoos-Kinde und Gefärthin aller Heimligkeiten des Hertzog Herrmanns zu vernehmen / Fürst Adgandester stillet dies Verlangen /wohlwissende: daß der Vertrauligkeit zwischen Thußnelden und der Königin Erato ohne dem nichts verborgen bleiben / und jener reine Liebe allen Liebhabern wohl ein Licht / niemanden aber ausser dem Segesthes ein Aergerniß abgeben könte. Rhemetalces vergnüget sich über dieser Entschlüssung / und ersuchet mit Gutheißen der Königin Erato dem Adgandester die deutschen Geschichte und des Feld-Herrns Helden-Thaten zu erzehlen. Adgandester beziehet sich dißfals zwar aus gewohnter Höffligkeit auff den mehr erfahrnen anwesenden Malovend / und den ihm vielleicht anklebenden Argwohn / weil die Warheit der Kern und die Seele eines Geschichtschreibers seyn müste; läst endlich doch nach allen ihm abgeschnittenen Ausflüchten in einem umschlossenen Creiße sich darzu bewegen. Es habe mit den Ländern in der Welt und dem Meere oder Wolcken einerley Beschaffenheit aus angeführten hochwichtigen Vernunffts-Gründen. Der Egyptier und Scythen närrische Einbildung / der alten Deutschen hingegen viel vernünfftigeres Urtheil vom Ursprung des Menschen. Der kalten Nordländer Fruchtbarkeit gegen die heißen Sudländer / die ersten auch dannenhero nicht unrecht die Scheide aller Völcker genennet. Die entstandene Unähnligkeit der Völcker und Kriege der Deutschen. Dieser Lüsternheit nach den Früchten Welschlands durch keine Stein-Klippen / noch die aufsichtigen Thuscier und Tauriner aufzuhalten. Ihr Leben unter allen Völckern das tugendhaffte / ihr Kriegen das ernsthaffteste. Ihre Erweiterung zwischen den Flüssen Ticin und Addua. Die vom Bellovesus nach der deutschen Art gebauete Stadt Meyland. Sein Nachfolger Elitoro der Alemänner Hertzog / von dessen Tapfferkeit der Nahme Cenomänner herkommen. Dessen Kriege und erbaute Städte die Thuscier aus ihrem Lande in die steilen Klippen des Obinischen Sees getrieben. Flüße und Länder[716] wie lange sie beyde ihr Ansehen behalten. Hertzog Medons Sieg wider Welschland / sein allda dem Kriegs-Gotte mehr zum Schein als aus Andacht gebauete Tempel. Sein Volck die Saalier oder Saal-Länder ihrer Einträchtigkeit halber die Libitier / er ein Bundsgenoß der Römer genennet. Der zwischen dem Hercynischen Gebürge allzu enge eingeschrenckten Bojen Ausbreitung biß über den Po. Hertzog Lingo wegen seiner Länge Licinius genennet / seine / durch ein sonderbares mit des Tuisco Haupt gebildetes Feldzeichen / ausgeübte Krieges-List. Der Deutschen ungemeines Fechten / erhaltener Sieg / der Feinde Flucht biß an den Fluß Gabellus und Berg Sicinima; Gewisser Römer rühmliche Nachfolge. Des Lingo ebenmahlig am Fluß Scultenna wider die Umbrier aus einem unvermutheten Donnerschlag zu seinem Vortheil gedeuteter Sieg und dessen gläublicher Erfolg. Der Deutschen und Gallier Zustand in Welschland /dieser ihr Einbruch über den Rhein / der Deutschen Gesandtschafft an der Gallier König Catmund / dessen Hochmuth und darauf erfolgter Friedensbruch und Uberfall der um die Brunnen der Donau wohnenden Celten. Des um Hülffe angeruffenen Hertzogs der Semnoner oder edelsten Schwaben Brennus verrichteter Gottesdienst bey ihrem zwischen der Oder und dem Bober habenden Heiligthume. Dessen Hochhaltung / sonderbare Beschaffenheit und Opffer / des Celtischen Abgesandtens dabey geschehene Begnädig- und Abfertigung. Des Brennus und seines Brudern Basan Einfall in Gallien. Der durch der Maßilier Sitten und Wollüste verzärtelten Gallier Flucht / Hatumands und seines frischen Heeres fernere Niederlage / sein theuer erkauffter Friede / des Brennus und der Celten Ausbeuthe Ehrsucht und Begierde mehr zu gewinnen. Sein und seiner Schwaben beschwerlich doch glückliche Zug über die Alpen biß an das am Adriatischen Meer liegende Gebiethe der Veneter und über den Po an das Apeninische Gebürge. Der in einem vortheilhafften Orte noch wohnenden Umbrier vergeblicher Widerstand und durch betriegerische Wahrsagerey aufgerichtete Tempel-Bau von des Brennus Tapfferkeit und dem Verhängnüße zerstöret. Turnus der Hertzog der Umbrier fällt als ein Stern vor der blitzenden Sonne dem Brennus zu Bodem / Sold und Liebe aber kämpffet im Soldaten um das Vorrecht. Tugend in Feinden zu loben / und einem grossen Sieger zu Theil werden dem besiegten bester Trost. Des Brennus am Meerstrande bey dem Misus-Fluße zum Gedächtnüß erbaute Stadt Semnogallien; Ingleichen seine durch Gerechtigkeit und Ansehen in Welschland befestigte Herrschafft. Klage wider die Stadt Clusium. Ihre verächtliche Antwort / neue Eydsgenossenschafft und feindlicher Aufstand. Klugheit hencket ihre Schilde lieber in der Feinde Zäune / als daß sie die feindlichen in den ihrigen siehet. Der Semnoner Niederlage zum Schimpf aufgerichteter Steinhauffen das Begräbniß der Gallier genennet. Des Brennus Kriegs Behendigkeit / und Zug über die höchsten Berge nebst der schleinigen Eroberung Aretium / eignet ihm bey den Clusiern Flügel zu. Zur Unzeit eine Schlacht lieffern die schlimste Thorheit eines Vermessenen / ohne Schwerdstreich aber überwinden / ein Meisterstück der Klugen. Der Semnoner durch Einnehmung der Städte Croton und Cortona zweyfacher Sieg. Lars Niederlage und Tod. Aruntes gerechte Rache lehret das Vaterland hoch und heilig halten. Die Belägerten in der Hetrurier Haupt-Stadt Clusium versuchen den Brennus durch Liefferung des schuldigen Lucumars[717] zu besänfftigen / seine Verweigerung bringet sie nebst einem darzu kommenden Vogelgeschrey zu verzweiffelter Gegenwehr. Aberglauben bemeistert viel Völcker. Der Clusier bey den Römern mit allerhand angeführten Bewegungs-Gründen gesuchte Hülffe. Dieser Gesandschafft an den Brennus; dessen bescheidentliche Antwort gegen der hitzigen Fabier Anmuthen und Rechtfertigung / der Gesandten vergessenes Völcker-Recht / und die deßwegen zu Rom geführte Beschwerführung. Das dem Brennus zu einer Friedens-Bedingung angetragene Geld als eine den Deutschen verächtliche Wahre ausgeschlagen / die Belägerung Clusium aufgehoben / und der Zug des gantzen Krieges-Heeres auf Rom gerichtet / die Römischen Legionen aufs Haupt geschlagen / von der abgeschnittenen Feinde Köpffen vor Rom ein Thurm erbauet / die Stadt selbst eingenommen / und biß aufs Capitolium wegen eines eifersichtigen Greisens über Antastung seines Barths / als eines unberührlichen Heiligthums vieler Völcker / zu Staub und Asche worden. Des Brennus mit dem Sulpitius getroffener Friede; der Hetrurier mit Hülffe der Veneter neuer Anfall; die Eroberung Soßina und Belägerung der Stadt Croton; Frauen-Geschmeide zu Aufbringung des versprochenen Lösegeldes nicht zulänglich; der Römer Hinterlist. Des Brennischen Gesandtens scharffer Wortwechsel mit dem Römischen Feldherrn Camillus / sein und des Fürsten. Bei so tapffere Gegenwehr; des letztern Heldenmüthiger Tod / jenes listige und vortheilhaffte Zurückziehung über die Tiber biß an des Brennus Lager / die Stadt Croton von der Belägerung der Clusier erlöset und die Römer zu einem neuen Frieden gezwungen. Des Brennus biß in Sicilien / Africa und Grichenland sich ausbreitende Siege. Sein und des Königs in Sicilien Dionysius hoher Ruhm beyder in der Stadt Corinth auf dem Rathhauße aufgerichtete ertztene Bilder. Brennus als ein ander Hercules von allen deutschen Fůrsten benachfolget / Hertzog Antenor bekommt wegen seiner Rittermäßigen Tugenden König Belins Tochter Cambratur zur Ausbeuthe. Der Catten Hertzog Batto nebst seinem Sohne treten dem Vetter das Erbtheil ab in Hoffnung ein anders durch den Degen zugewinnen. Beyder Einfall über den Rhein / ihr Sieg wider die Gallier; die Eroberung des zwischen dem Rhein und Meer gelegenen Eylandes; ihr angenommener Nahme und erbaute Stadt Nimmegen. Der von den Allemännern über dem Pyreneischen Gebürge zwischen dem Fluß Durias und Sucra neu gegründetes Reich. Die Deutschen wegen ihrer Tapfferkeit und Treue bey frembden Völckern zu Kriegs-Obristen / und Leibwache angenommen. Brennus Tod und seines Sohnes Ludwigs rühmliche Nachfolge; Sein denen bekriegten Veliterern wider die Römer glücklicher Beystand. Der Römer vortheilhaffte Zurückziehung; ihres Kriegs-Ob. Furius Vorwand seiner verweigerten Schlacht. Seiner Thaten ungleicher Bericht bey den Geschichtschreibern. Dieser angewohnte Heucheley mit Unterdruckung der Warheit. Wenn und wie diese zu entschuldigen / auch aus verlohrnen Schlachten vortheilhaffte Siege zu machen? Hertzog Adolphs mit denen von seinem Bruder Hertzog Ludwigen anvertrauten Deutschen Annäherung bey Rom. Des Röm. Feldherrn Qvintius Pennus entgegen gesetztes Lager / und einiger Römischer Edelleute unglück- und schimpflicher Zweykampff. Der Deutschen Zurückkehr gegen die Stadt Tibur biß über den Fluß Livis wider die die Hernicier bekriegenden Campanier. Dieser Verlust /[718] der Städte Allisa / Telesia / Calatia und anderer Ubergabe. Des Bürgermeisters Petilius Libo und Fabius Ambustus neuer Anfall / welche Hertzog Adolph biß in Rom verfolget / und sich an die Collinische Pforten der Stadt setzet. Daraus entstandener großer Schrecken nebst des neuen Feld-Obristen Servilius Ahala und Titus Qvintius verlohrner Schlacht und Niederlage. Hertzog Adolphs Aufbruch aufwerts der Tiber gegen die Tiburtiner beängstigenden Bürgermeister Petelius / dieses flücht- und lächerliches Sieges-Gepränge zu Rom. Der Römer erneuertes Bindniß mit den Lateinern und Betrügung der Tarqvinier. Der Deutschen, als aller damahligen bedrängten Zuflucht /fruchtbare Hülffe. Des Römischen Feldherrn Cajus Sulpitius Schimpff / sein abgenöthigtes zweiffelhafftiges Treffen und Siegs-Gepränge zu Rom. Des Fabius durch den Ritter Sultz erlittene Niederlage / beyder Völcker Verhöhn- und grausame Abschlachtung vieler gefangenen Edelleute. Der deutschen Priester List wider den Popilius Lenas. Der Deutschen und Tarqvinier Uneinigkeit über erlangter Beuthe. Popilius Lenas auf dem kalten Berge vortheilhaffte Verschantzung. Eines deutschen Ritters fast übernatürliche doch blutige Bestürmung erwirbt ihm einen neuen Ehren-Nahmen. Die Besiegung der Grichischen Seeräuber und Gewinnung der Lateiner zu grossem Nachtheil der Römer. Der Bürgermeister Camillus erkieset zu seiner Sicherheit die Pomptinischen Gesümpfe. Ein auf dem beyde Läger von einander scheidenden Fluße Amasen an einem alten Weibe sich ereignetes seltzames Begebnüß / ihre Anrede / an den Deutschen insonderheit an dem wider den Marcus Valerius im Zweykampf fechtenden Udalrich ausgeübte Zauberey nebst dergleichen mehrern Befolgungen. Aberglaube die heßlichste Larve der Vernunfft. Die Römer und Deutschen / nach dem sie überflüßig gegen einander ihre Kräffte gemessen / müssen beyderseits eine Verblasung suchen. Dem streitbaren Hertzog Ludwig folgt der friedliebende Alarich. Ein neuer Schwarm der um den Berg Abuoba und den Brunnen der Donau wohnenden Allemänner unter dem Hertzoge Arnolff ziehet ihm durch seine allzuweite Ausbreitung den am Strome Tyros wohnenden Sarmatischen König nebst fremder Hülffe auf den Hals. Der Deutschen und des Macedonischen König Philipps verneuerte Bundsgenossenschafft. Seines Sohnes und Nachfolgers des grossen Alexanders Siege den Deutschen verdächtig. Derer an ihn abgefertigte Gesandschafft. Alexanders aus ihrer Hertzhafftigkeit geschöpfftes sonderbare Vergnügen / mit ihnen gemachtes Bündnüß / und gesetzte Gräntz-Maale. Deren vom Thracischen Stadthalter Zopyrion aus Ehrsucht wider die Gothen und Deutschen vorgenommene Erweiterung ihm Spott und Todt zu wege bringet. Der Deutschen abermalige Gesandschafft nach Babylon zum Alexander / ihr vor andern hohes Ansehen / Treue und Tapfferkeit nebst der schönen und ansehnlichen Leibesgestalt vom Alexander gepriesen. Schönheit die geheimste Zauberey der Gemüther Fürsten und Gesandten anständig; die Heßligkeit dagegen ein unabtrennlicher Vorbothe der Verachtung. Weiße Farbe den Nordländern eigenthümlich. Der Gesandten angeführtes Vorzugs-Recht von des Alexanders Ausspruch und der Deutschen eigene Klugheit und Tapfferkeit behauptet. Alexanders und seines Sohnes Hercules Meichelm \rderischer Tod von den Deutschen beklaget / der gefangene Lysimachus auf des Meineydigen Cassanders Tod ohne Entgeld loßgegeben.[719] Der Deutschen Glücks-Sonne gehet in Griechenland auf / in Welschland unter. Der Semnoner eingeschläffte Tapfferkeit. Zwietracht eine Besiegerin der streitbarsten Völcker. Neuer Krieg zwischen den Samnitern / Campaniern und Marsien. Der wider die Samniter zu Hülffe geruffenen Römer Friedens-Bruch. Hertzog Siegfrids vergebliche Abmahnung; sein und seines Schwagers Pontius entgegen gestellte Krieges-List; der Röm. Bürgermeister Veturius und Posthumius erlittener Schimpff; der deßwegen erzürnten Römer Rache. Neues Bündniß der Semnoner /Samniter und Hetrurier. Die zu Rom deßwegen vorgenommene Musterung und erkieste Heerführer; Scipio vom Hertzog Clodomar zwischen denen vortheilhafftesten Felßen und Klippen aufgesucht / und aufs Haupt geschlagen. Nichts ist der Tugend unüberwindlich. Der Semnoner Gebiethe von beyden Bürgermeistern Decius und Fabius befallen; Ihr mit dem Clodomar zweiffelhafftes und blutiges Treffen; glücklicher Wagen Kampf; der vielen Bundsgenossen / als vieler Köpffe / entstehendes Unheil. Boßheit und Zauberey soll den Römern zum Sieg dienen / wird von dem neuen deutschen Hertzoge Wittekind stattlich gerochen. Dessen scharffes Aufboth unter dem Verlust Sporn und Degens. Davon der Ort nachgehends seinen Nahmen bekommen. Fabius schlüsset Friede und ziehet nach Rom zum Siegs-Gepränge. Die geschlagenen Samniter bemächtigen sich durch Hülffe Hertzog Britomars und seiner Semnoner des Römischen Lagers. Des Bürgermeisters Atilius Verlust und Niederlage bey der Stadt Lucuria; seine Verstärckung; dem Jupiter gethanes Gelübde und darauf geendetes Kriegs-Spiel. Des Bürgermeisters Papirius neuer Uberfall; des Semnonischen Fürsten Cajus Pontius Herennius scharffes Aufboth nach Sirpium; Seiner Kriegsleute vor einem blutigen Altare geschehene eidlichr Zusa enverschwerung; Ihre Bemächtigung der Stadt Aqvilonia. Der beeden Bürgermeister Corvillius und Papirius Kriegs-List mit einer großen Niederlage vergolten. Des jüngern Fabius Versehen vom Vater gerechtfertiget / seine Entschuldigung zu Rom und verzweiffelter Streich gegen dem Fürst Pontius / dessen Gefangenschafft und schimpflicher Tod. Des Raths zu Samnium Kleinmuth und Abschwerung aller fremden Bündnüße. Der darüber klagenden Semnoner schlechte Verhör. Der Deutschen Beystand und Belägerung der Stadt Aretium. Des Junius Gesandschafft an den deutschen Hertzog Britomar; Seine Bedräuung und darauf empfundene Rache. Der Gesandschafft Würde heilig / und das dabey stehende Völcker-Recht unverletzlich. Britomar deßwegen vom Bürgermeister Dolabella rachgirig angefallen / gefangen / erbärmlich gehandelt / und gantz Umbrien grausamlich verheeret. Hartmanns ergrimmte Bruder-Rache an der mit Sturm eroberten Stadt Arctium ausgeübet. Seine glückliche Kriegs List wider den zum Entsatz kommenden Coecilius und davon entsprungener Nahme Anhalt. Die edle Freyheit und das Joch der Römischen Dienstbarkeit vereinbart aller deutschen Fürsten Gemüther die Waffen wider Rom / als ein ihnen leicht angehendes Werck zu ergreiffen; Rom dagegen und die herrschenden Bürgermeister den ihrigen zu Besiegung der Deutschen der Römer Gewalt als einen Schrecken der gantzen Welt vorstellend. Anhalt läst der gefangenen Römer Köpffe ins Römische Lager schleudern / verursacht dardurch großes Schrecken. Beyder Läger hitziges Treffen. Die Römer vom Dolabella verstärcket;[720] Anhalt nach euserster Gegenwehr durch den Vadimonischen See sich zu retten genöthiget. Glücks und Sonnenrads Gleichstimmigkeit. Des deutschen Fürstens in Pannonien Cambaules herrlicher Sieg und Beuthe in Mysien und Thracien. Des großen Belgius Schrecken bey den Nachbarn. Der Königin in Pontus und Thracien Arsinoe an ihn abgefertigte Gesandschafft / ihr in Gestalt der Dianen zugleich mitkommend herrliches Bildniß. Des Königs daraus geschöpffte Liebe und Heyraths-Entschlüßung. Ptolomeus verschmitzte Ablehnung seines eigenen Vortheils wegen. Sein im Tempel des Jupiters gethanes Gelübde und Liebkosungen gegen Arsinoen zu Cassandrea. Beyder prächtiges Beylager in der Stadt Epidamus; des jüngern Ptolomeus Flucht zum Könige Belgius. Arsinoens und ihrer beyden jüngsten Söhne erbärmlicher Zustand zu Cassandrea ihrer eigenen Stadt. Des Königs Belgius Gesandschafft zu diesem Wüterich; seine hochmüthige Antwort und fruchtlose Abfertigung / aber bald darauf von der verkleideten Arsinoe empfundene rechtmäßige Rache. Arsinoens und ihres Sohnes Ptolomeus Zusammenkunfft und hertzliches Umarmen. Des Belgius und Königin Arsinoe Heyrath; des Wüterichs Ptolomeus Enthauptung /und beschimpfter Kopf in Macedonien. Der sich widersetzenden Macedonischen Fürsten Meleagers und Antipaters Niederlage; dagegen des jüngern Ptolomeus Erhöhung zum väterlichen Thron. Der unedle und von einem Ackersmanne gezeugte Sosthenes erlangt durch seine Tapfferkeit den Nahmen eines Königs in Macedonien. Mäßigung der Ehre die gröste Königs-Würde. Sein tapfferes aber unglückliches Fechten wider den dem Belgius zu Hülffe kommenden Brennus den Tectosager Herzog. Der Deutschen dardurch mercklich vergrösserte Siege. Des Brennus und eines bey sich habenden Ritters besondere List zu Durchschwemmung des Stromes Sperchius. Brennus bestürmet Thermophylen. Unterschiedener deutschen Ritter dabey erwiesene Heldenthaten und davon überkommene Nahmen und Wappen. Der Grichische Feldherr Calippus vom deutschen Fürsten Acichor eigenhändig erlegt. Die Deutschen von der Athenienser Schiff-Flotte mit Pfeilen als mit Hagel überschüttet. Brennus biß hertzhaffte Anführung seiner Tectosager biß an den auf einer hohen Klippe liegenden Tempel der Minerva. Der Fürsten Orestes und Combut Zug wider die Etolier / endlich des Brennus selbst durch der Heracleer Wegweisung über den Berg Oeta / und mit gefährlicher Verwundung des tapffern Calippus biß an Athen. Falsches Gedichte vom Brennus wegen Beraubung des Delphischen Tempels. Aberglauben setzet sein Volck in Furcht und Schrecken. Sonn- und Monden-Finsternüße darzu behülfflich. Brennus Tod und die hierauf erfolgte Unruhe. Cammontors des Belgius Sohns in Asia und Europa Siege und Heldenthaten. Des Brennus Söhne und ihre ungleiche Erbtheile. Verrätherey wider des Brennus Sohn den König Hunn durch des grösten Verräthers Gemahlin entdeckt und gestrafft. Kampff zwischen des Vaterlands und der ehelichen Liebe / Tugenden und Lastern. Thessalors des Scordisker Fürstens Flucht zum Antigonus. Des König Hunns Gesandschafft an dessen Hoff und erfolgter Betrug. Der beyden deutschen Hertzoge Leonar und Luthar herrlicher Sieg zu Wasser und Lande. Der sichern Tectosager Niederlage durch Antigonus Schiff Flotte. Königs Pyrrhus Ankunfft aus Sicilien. Sein und seines Sohnes des streitbaren Ptolomeus[721] Sieg wider den Antigonus. Verkehrtes Krieges-Spiel. Des Pyrrhus und Ptolomeus Tod /des zweyten Sohnes Selenus Gefangenschafft und Loßlassung. Antigonus Undanck gegen die Deutschen; dieser Hertzhafftigkeit und blutiger Kampf. Alexander von des Antigonus Sohne Demetrius des Königreichs Macedonien entsetzet; von den Scordiskischen Deutschen aber bald wiederum eingesetzet. Der Deutschen Siege in Grichenland. Beyder Fürsten Leonars und Luthars Ehren-Nahmen in Asien und Entsatz der vom Zipetes von wegen der Deutschen irrig benennten Galater bedrängten Prusaburg. Dessen Tod / und zertheiltes / nachgehends Galatien benahmtes Reich. Blutiger Krieg zwischen Antiochus Sohne und Nachfolger Seleucus mit dem Könige Ptolomeus in Egypten von wegen jenes Stief-Mutter dessen Schwester vorgenommenen Hinrichtung. Antiochus Sieg vermittels der deutschen Hülffe wider den Seleucus und Krönung auf der Wallstat. Sein den Deutschen verweigerter Sold / und daher erlittene Niederlage. Des Zela Fürstens in Bythinien schändliche List wider den Fürsten Luthar beraubet ihn seiner Herrschafft und seines Lebens. Phileterus eines gemeinen Mannes Sohn wirfft sich zum Könige in Pergamus auf. Sein genommener Vortheil aus anderer Blutstürtzung / und glücklicher Anfall des Siegers Antiochus. Ptolomeus in Egypten rufft die Deutschen wider den ihn bekriegenden Cyrennischen König Megas zu Hülffe. Entstandenes Mißtrauen unter ihnen. Argwohn und Ehrsucht die betrüglichsten Wegweiser. Der Römer Wachsthum gegen der aus ländischen Nachbarn Macht / insonderheit die Stadt Carthago. Andacht aller Kriege Firniß. Berg Etna wegen seiner Höhe die Seule des Himmels genennet. Der Stadt Rom und Carthagens Untergang durch eine silberne Schaale bedeutet. Aberglauben der Betrug Larve. Carthagens blutiger Krieg durch des Berges Etna hefftig speiendes Feuer und Erdbeben bedeutet. Der berühmten Deutschen angeflehete Hülffe. Selzamkeiten der Sicilianischen Stadt Agrigent. Des Hanno unglückliche Opfferung / und anderer ihm von den Göttern bezeigter Unwille. Der Deutschen in der grausamen Belägerung Agrigent bezeigte Tapferkeit vom Feldherrn Hanno schlecht belohnet. Ungemeiner großer Drache in Africa vom Bürgermeister Atilius Regulus erleget; dessen vom neuen deutschen Feldherrn Xantippus erlittene Niederlage. Des Uberwinders Sieg zu Carthago; jenes aus Unmuth und Betrübnüß erfolgter Tod. Seines Eheweibes unrechtmäßige Rache. Wohlthaten wie sie beschaffen seyn sollen /und was vor Danck ihnen gebühre? Xantippus von den undanckbaren Carthaginensern ins Meer gestürtzet / bald darauf gerochen. Der Deutschen Treu bey Belägerung der wegen der Cumanischen Sibylle Grabe berühmten Stadt Lilybeum. Der Sibylle Weissagung verlieret ihren Glauben bey den Innwohnern. Ihre Kleinmuth. Zweyer behertzten Ritter Aufrichtigkeit und Rache gegen die Verräther der Stadt. Strabo ein scharffsichtiger Marckmann versichert die Kleinmüthigen ankommender Hülffe; Himilco dagegen zündet durch Erfindung eines Semnonischen Edelmanns der Römer erhöhete Thürne an. Jener herrliche Belohnung und erlangte Sieges-Kräntze. Die ziemlich ins Gedränge gebrachten Römer bekommen durch den goldenen Widder Dädalus und veränderten Taubenflug wiederum ein Hertze / zernichten der Carthaginenser Schiff-Flotte / und überkommen durch einen Frieden-Schluß das fruchtbare Sicilien zur Ausbeute.[722] Fürst Narvans jüngste Söhne überlassen dem ältesten das Recht der Erstgeburt / und suchen ihnen andere ihrer Tugend anständige Ländereyen. Agtsteins Wachsthum / Eigenschafft und Würckung. Saturnischer Abgott und Menschen-Opfferung an Bomilcars Sohne Imilio / des von der leiblichen Mutter listiger Weise untergesteckten Printz Narvas ungeachtet / verübet. Carthagens von Tag zu Tag sich vergrösserndes Elend. Agathocles verwechselt seine Krone mit einer Priester-Mütze / bringet dardurch das wütende Volck zum Gehorsam / und seine Herrschafft zu neuer Ruhe. Bomilcars unglücklicher Ausschlag wegen seines aufgeopfferten Sohnes und angemasten Herrschafft. Blosser Argwohn der angemasten hohen Gewalt ziehet den Tod nach sich. Des Königs Aphelles und Agathocles große Vertrauligkeit bey Carthago. Herrschenssucht verleitet diesen gegen jenen zum Meuchelmord / und Verwüstung aller seiner Länder. Fürst Narvas widersetzet sich dem hochmüthigen Agathocles / erobert den Carthaginensern viel verlohrne Städte wieder / wird endlich von den Numidiern und Mohren gefangen und zu Meroe zum Schlacht-Opffer denen göttlich verehreten Affen verurtheilet. Seine unglückliche Flucht; doch endliche Erhaltung durch Hülffe der Königl. Tochter Andraste / und der Affen selbst eigene Aufreibung. Seine von der Stadt Carthago inzwischen erbetene Freyheit; der Affen-Priester darüber entstandener Grimm und Verwegenheit gegen ihren König Ergamenes; ihre rechtmäßige Abschlachtung; Eingeführtes neues Priesterthum und Gottesdienst. Königs Ergamenes Elephanten-Jagt. Des Königs und der Königlichen Princeßin. Andrasle vom Fürsten Narvas Errettung aus ihrer augenscheinlichen Lebens-Gefahr / und den geilen Priester-Händen /wordurch er hohe Würden und die Liebe der Andraste ihm erwirbet / beyder Vermählung unter eitel Frolocken. Fürst Narvas mit Adrasten gezeugte drey Söhne. Des jüngern Fürsten Narvas hurtige Jugend; seine und Autaritus Eifersucht um der Sophonisben Liebe. Autaritus Erbitterung und Wüten wider seinen Nebenbuhler den Gescon und viel edle Carthaginenser. Fürst Narvas erhält die Sophonisbe zur Ausbeute. Sein / Hannibals und Amilcars Sieg wider den Mathos / Spendius und den von Liebe und Rache brennenden Autaritus. Beyder Feinde gegen einander ausgeübte unmenschliche Grausamkeit. Des Hanno erbärmliche Abschlachtung. Des Narvas Vermählung mit Sophonisben / und dessen Unbestand. Der Römer Hochmuth gegen ihre Nachbarn / und Furcht vor den Deutschen aus der Sibyllinischen Propheceyung entstanden. Der unter den Deutschen um Sold fechtenden Gäsaten Kriegs-Art. Unterschiedener vornehmer Deutschen wie auch des Heerführers Concoletans Niederlage. König Aneroests hertzhaffter Tod zum Beyspiel: wie weit der Vermessenheit das Göttliche Verhängniß die Gelübde verstatte. Wunderzeichen den Römern erschrecklich / wie weit solche zu fürchten und ihnen zu glauben. Der Deutschen erschreckliche Gestalt und verachteter Zierath als ein denen Kriegsleuten gefährliches Kennzeichen vor dem Feinde. Der Römische Marcellus lehnet des deutschen Fürsten Viridomar Zweykampf mit List ab / welchen stat seiner Klodomir ein Sicambrischer junger Fürst mit großem Vortheil und seines Gegeners blutigem Untergange verfolget. Das allgemeine Heil auf die Spitze eines einzigen Degens zu setzen / nicht minder[723] verargen / als verdammlich. Der Deutschen Glücksstern in Welschland untergehend. Carthagens Macht und Größe mit der Römer bald in gleicher bald ungleicher Waage stehend. Amilcars und seiner Gemahlin der Arimene Todfeindschafft wider die Römer; Beyder Geschlecht verschworner Haß wider diese ihre Feinde. Asdrubals hinterlistige Hinrichtung. Der junge Annibal zum Haupte der Stadt Carthago / allen aber zum Beyspiel gesetzet: daß das Alter nicht die Meßschnure der Klugheit; ingleichen: daß das Thun eines Klugen und Thoren nicht so wol aus seinem Wesen / als aus der Zeit und Unzeit zu unterscheiden sey. Hannibals Großmüthigkeit wider die pochenden Römer / und Beweißthum: daß die Dräuungen im Kriege nur Blitze ohne Donnerkeule. Der Stadt Sagunt vom Amilcar erlittene harte Belägerung und der Iñwohner Verzweiffelung. Der Römischen Gesandten Hochmuth vor dem Rath zu Carthago; dieser großmüthige Antwort von der Deutschen Hülffe unterstützet. Der Römer Niederlage. Annibals schwerer Zug über die Alpen; dessen Penninischer Gipffel die Seule der Sonnen genennet; Sein dem Jupiter darauf gethanes Gelübde. Albert ein bey den Römern gefangener Deutscher Fürst macht im Römischen Lager einen Aufstand / gehet zum Annibal über und wird herrlich empfangen. Der Römer große Niederlage zwischen den Flüssen Mela / Po und Athesis unter dem unvorsichtigen Bürgermeister und Heerführer Tiberius /wordurch dieser in höchste Verachtung; die Stadt Rom aber in gröstes Schrecken gerathen. Des Bürgermeisters Flavius große Niederlage mit einem Erdbeben begleitet. Die Römer verliehren durch des Annibals sonderbare Kriegs-List viel Rathsherren und Adler. Annibal wird seinem Glück mißtraulich. Die Römer aber durch der Deutschen und Africaner Zwietracht wieder ermuntert; bald wieder aufs schärffste angefallen und aus ihres Heerführers Posthumius abgeschlagenem Haupt oder Hirn-Schädel ein Trinck-Geschirr gefertiget / und als ein großes Heiligthum aufgehoben. König Philipps in Macedonien mit dem Annibal getroffene Bündniß und Gesandschafft. Wollust die Verderbniß der grösten Kriegs-Helden. Agathoclia bezaubernde Liebe bringet ihren Buhlen den König Ptolomeus Philopater ums Leben; Annibaln in Haß und nicht viel geringere Gefahr. Liebes-Streit zwischen dem Vater und Vaterlande sich an Porelle ereignet. Verkehrter Glücks-Haafen / daraus der Argwohn eitel Mißgeburten gebieret. Annibals angestellter herrlicher Aufzug und sündhaffte Garten-Lust traurig geendigt / und wie Unschuld selbst mit Rache und Tod an der frommen Chlotildis von den Lastern befallen; also diese letztere mit Ach und Weh an der Schlangenbrut Agathoclia belohnet; selbst Annibals Glück und das gemeine Heil dardurch zu Grabe gehen. Gertrudis / Erdmunds des Neretischen Hertzogs Tochter gefangen / als ein Wunder der Schönheit zum Scipio gebracht von diesem ihrem Bräutigam unverletzt wieder ausgehändigt. Annibals Thränen über seines enthaupteten Bruders Asdrubals Haupt / über dessen und der Stadt Carthago Verhängniß. Dessen unveränderlich und unerforschliches Wesen. König Syphar tritt von den Carthaginensern zu den Römern /wird von Masanißa geschlagen. Masanißens Schwester-Sohn Maßiva / seine Tapfferkeit in den ersten Jahren / seine Gefangenschafft und Loßgebung vom Scipio. Kunststück ihm seine[724] Feinde zu verbinden. Königs Gada Nachfolger samt seinen Brüdern vom herrschenssichtigen Fürst Mezetul erwürget. Masanißa mit jenes höchstem Verdruß von den Reichs-Ständen zum Könige erkläret. Masanißens scheiterndes Glück und Leben an dem mächtigen Syphax und an einem wütendem Strohme; seine wunderbahre Erlösung und freudige Bewillkommung in seinem Königreich. Königs Syphax und Sophonisbens Gefangenschafft in der Haupt-Stadt Cyrtha. Carthagens große Gefahr. Des Scipio und Hannibals zweiffelhaffte Schlacht und daraus entstandener Friede zwischen dem eifersichtigen Rom und Carthago. Den Deutschen wird zugeeignet: daß Annibal Italiens / Scipio Hispaniens / Masanißa Africens Meister worden; das Haupt aber habe unter allen Gliedern den Vorzug. Die Römer verlieren bey ihrem Nothstande weder Witz noch Hertz. Carthagens Undanck gegen Hannibaln den grösten Helden der Welt gereichet ihr zu eigenem Verderb. Tapfferkeit und Wissenschafft schicken sich wohl unter einen Helm. Annibals und Scipio schlaue Kriegs-Räncke; beyder Tugenden und Fehler / Mißgunst und Verfolgung. Hannibal ein besser Kriegsmann als Scipio / Scipio ein besser Bürger als Hannibal. Adgandester vollführet seine unterlassene Rede /bewundert bey der Römer sich numehr selbst überwachsenem Glücke das alle menschliche Rathschläge bemeisternde Verhängnüß. Die Römer ziehen ihre sieghaffte Waffen wider den mit dem Annibal im Bündniß stehenden König Philipp in Macedonien. Die Eroberung Thebe / Eubäa und Sparta durch ein vorhergehendes Sieges-Zeichen bedeutet. Amilcar nebst vielen deutschen Fürsten stirbet vor die edle Freyheit / denen übrigen ziehet die vor Augen schwebende Dienstbarkeit / unter dem Corolan / seinem Bruder Ehrenfried dem Bojischen Fürsten Dorulach /ziemlich glücklich den Harnisch an / biß endlich Carthago sich selbst ohne Noth zu der Römer Füssen leget / und den blutigen Krieg dem Annibal aufbürdet. Königs Antiochus Zärtligkeit und Zagheit bey seinen großen Kräfften sich mit dem Annibal gegen die Römer zu sezen. Die Römer suchen bey dem Antiochus den Annibal verdächtig zu machen. Hartes Gefechte der Römer mit den Deutschen / Hertzog Ehrenfrieds und Darulachs dabey bezeigte Tapfferkeit; Jener große Niederlage. Die Deutschen von Micipsa des Masanißa Sohn schändlich hintergangen / worüber Fürst Bojorich für Kummer gestorben / Darulach aber in Deutschland beruffen wird. Königs Antiochus weibisches Gemüthe; Seines Heeres Flucht und große Niederlage; sein schimpflicher Friede; der Römer Sieg und herrliche Beuthe / Scipio prächtiges Siegs-Gepränge zu Rom. Der Deutschen verwirrter Zustand und Nothzwang vom König Philipp in Macedonien in der belägerten Stadt Abydas. Ihre Widererholung und erhaltene See-Schlacht auf Seiten des Königs Perusias entgegen den Eumenes durch wunderbare in die Pergamenischen Schiffe geworffenen Schlangen-Tõpffe nebst Eroberung der Haupt-Stadt Pergamus und des goldenen Bildes Esculapius. Der Deutschen Ansehen in Syrien verursachet: daß der große Antiochus sie zu seiner Leibwache und ihrem Könige Mendis seine Tochter Arsinoe zur Braut anträget. Hannibals Siege verursachen zu Rom abermaliges großes Schrecken. Antiochus den Macedoniern bezeigter Liebes Dienst vom König Philipp als ein Zanckeisen und Friedensbruch angenommen. Antigonus[725] verfällt in seine vorige Furcht / Wollüste / schimpfliche Verheyrathung und erkaufften knechtischen Friede; die von aller Hülffe entblösten deutschen in Krieg und eigene Zwietracht. Ihre Großmüthigkeit im Unglück. Des Mannlius Ehrsucht. Ihre unverrückte Treu und Glauben in Erfüllung des versprochenen Lösegeldes. Aufrichtigkeit der alten Deutschen Eigenthum / vieler anderer Völcker insonderheit der Grösten auf der Welt Gauckelspiel / und die Versprechnüße zu erfüllen eine knechtische Dienstbarkeit. Neues Verbindnüß wider die Römer theils durch Furcht / theils durch Geschencke der Bundsgenossen zerrissen. Der tapffere Hannibal muß der Treulosigkeit zum Schlacht-Opffer werden. Der Römer hieraus entstehender Hochmuth durch die Aqvaner / Alemänner / den zur Macedonischen Cron kommenden König Perses / und die wieder auf Rache sinnende Carthaginenser gedemüthiget. Perses Zagheit von der deutschen Fürsten Carsignat und Gözonor Tapfferkeit abgeholffen. Carsignats hefftige Verwundung. Der Deutschen grõster Sieg / und der Römer gäntzliche Aufreibung durch den Meuchelmörderischen Evander verhindert. Hertzog Götzonors daraus geschöpfte Ungedult. Des Römischen Raths Geschencke an den deutschen König Cincibil. Jener Grausamkeit in Grichenland und bald darauf von der Stadt Uscana erlittene Niederlage. König Gentius nimmt die Römischen Gesandten mehr als Kundschaffter denn Bothschaffter in Verhafft / worunter Pompejus der Römer Unergründligkeit mit der Feuer-Prüfung bestätiget. König Perses von den Römern überfallen / seine schändliche Flucht nach Pella / endlich nach Samothracien in Tempel zum Heiligthume der Venus und Phaetons / derer Freyheit er als ein Meuchelmörder unwürdig geschätzet / und nebst seinen Söhnen nach Rom zum Siegs-Gepränge geführet wird. Königs Gentius nicht ungleiches Trauerspiel wegen seines / durch Anhaltung der Römischen Gesandten / und herrschenssichtige Hinrichtung seines Bruders / verletzten Völcker- und Bruder-Rechts. Keine menschliche Vernunfft kan dem Verhängnüße in die Speichen treten / noch einigen Riegel vorschieben. Rom fast von aller Welt angebetet / die Deutschen allein vor ein freyes Volck erkennet / und in Friedens-Bund genommen. Des Königs Eumenes Eifersucht / Unruhe und Tod / dessen Nachfolger sein Bruder Attalus. Sein Krieg mit dem Prusias und Deutschen. Prusias wegen Plünderung der beyden Tempel Apollo und Diane von seinen Bundsgenossen verlassen / und wegen seines vorhabenden Kinder-Mords von seinem Sohne Nicomedes zu Nicomedien in Jupiters Tempel nicht ohne Göttliche Rache ermordet. In Syrien wird nach des alten Antiochus Tode sein Sohn Antiochus durch den Demetrius verdrungen / der untergesteckte falsche Alexander verjaget / und der junge Demetrius von den deutschen Fürsten auf den väterlichen Thron gesetzet. Die in Ligurien zeither still gelegene Deutschen wachen wider die Römer auf / halten ihnen auch so lange die Waage / biß sie in voriger Freyheit gelassen / nachgehends aber durch die Wollüste Welschlands und der Römer listige Räncke eingeschläffert werden. Rom stifftet nicht nur aufs neue den König Masanißa wider Carthago zum Krieg an / sondern beschwehret auch in voller Raths-Versammlung dieser Neben-Sonne gäntzlichen Untergang. Carthago mit allen ersinnlichen Friedens-Vorschlägen abgewiesen / belägert / durch der deutschen Tapfferkeit in verzweiffelte[726] Gegenwehr gebracht /endlich aber doch vom Scipio erobert / und zum andern Troja gemacht. Asdrubals Ehfrau übet wegen ihres knechtischen Gemahls grausame Verwegenheit aus; die noch lodernde Asche aber dieser mächtigen Stadt wahrsaget Rom den gleichmäßigen Untergang /an dessen Tugend sie sich zeither / wie ein Wetz- oder Feuerstein an dem andern / geübet. Der Römer lasterhaffte Blindheit in schändlicher Einäscherung der schönen Stadt Corinth. Neuer Anfall der Deutschen mit Aufsuchung der Sibyllinischen Bücher. Viriath eines deutschen Fürsten Olonichs Sohn von den Römern / als ein Kind verfolgt / auf den steilesten Klippen von Gemßen gesäuget / endlich von einem Hirten gleich dem Cyrus erzogen. Seine hurtige Jugend verwandelt seinen Hirtenstab wider die Römer in einen blutigen Degen; Sein herrlicher Sieg und Ansehen bey den Celten. Er wird der Lusitanier Obrister / schläget die Römer abermal aufs Haupt / und richtet auf dem Gipfel des Venus-Gebürges ein von der Römer herrlichen Beuthe bestehendes Sieges-Zeichen auf. Seine Ankunfft und Opfferung; Sein an Tag kommendes Herkommen und Geschlecht nebst der würcklichen Besteigung des väterlichen Stuhls. Seine Verheyrathung an Algarbe eines Celtischen Fürsten Tochter /mit Verweigerung aller übrigen Pracht. Neues Treffen mit den Römern und dabey bezeigte Kriegs-List. Die zum Friede gezwungene Römer werden Eydbrüchig und muthen den Lusitaniern ungewohnte Dienstbarkeit zu / verhetzen zwey seiner Landsleute zum Meuchelmord des tapffern Viriaths. Dieser der Hispanier Romulus genennet. Seine Gemahlin Algarbe behauptet durch ihre und der übrigen Celtischen Weiber ungemeine Tapfferkeit die von den Römern beängstigte Stadt Numantia. Zweyer Numidier Liebe gegen sie /beyder Entschied / die Römer werden gezwungen der Stadt Numantia ewige Freyheit zu beschweren / werden aber bald Eydbrüchig. Ihre Kriegs- und Ehrsucht über die Alpen zu gehen. Des Arverner Königs Luens Reichthum und Uberfluß ihre mehrere Zulockung. Sein Sohn Bituit wirfft sich zwischen den hochmüthigen Römern und Allobrogen zum Schieds-Richter /auf deren Verweigerung zu ihrem Feinde auf. Der Römer am Rhodan aufgerichtete Sieges- und Ehren-Maale. Der Sarunter Furcht und Verzweiffelung vor der Römischen Dienstbarkeit / worunter sich auch die Chemnoner neigen / die Deutschen aber einen gewaltigen Riegel vorschieben. Die Uberschwemmung des Cimbrischen und Tritonischen festen Landes verursachet die Innwohner insonderheit die ohne dem ziem lich gedrange wohnende Deutschen ihnen einen andern Sitz zu suchen mit Verdruß und Furcht der Römer. Dieser vom Hertzoge Bojorich und Brinno erlittene Niederlage. König Teutobach erkennet die Celtiberier für alte deutsche Landsleute und würdig aus der Römer Dienstbarkeit zu erlösen. König Teutobachs Gesandschafft zu Rom mit scheinbaren und leeren Worten abgespeiset / an den Römern schimpflich gerochen. Des Römischen Caßius Kopf von Langerta des Cimbrischen Hertzogs Tochter abgehauen / und zu Bojorichs Füssen geworffen. Die Götter straffen an den Römern den Raub des Apollinischen Tempels zu Telosa. Jugurtha vom Mauritanischen Könige den Römern in Band und Eisen gelieffert. Der Römischen Feldherren Zwietracht dienet den Deutschen zu grossem Vortheil. Einem Cimbrischen Ritter[727] verbessert seine Tapferkeit das Wappen; dahingegen unrechtmäßigem Verhalten der Verlust der Ehre und des Adels folget. Die Deutschen sehen ihr Gelübde an der Römer Beuthe erfüllet / und Bojorich richtet den Römern zum Schimpf über die Erschlagene ein Grabmaal auf. Scaurus Hochmuth mit dem Leben bestrafft. Marius opffert auf Eingeben einer Syrischen Wahrsagerin in Hoffnung künfftigen Sieges seine Tochter Calphurnien; dieser ihre Standhafftigkeit und rühmliches Grabmaal. Der Deutschen zugemutheter Zweykampf vom Marius mit klügster Bescheidenheit abgelehnet. Des Marius List vermittels zweyer von der Wahrsagerin loßgelassener Geyer. Der Deutschen Weiber Hertzhafftigkeit gegen die Römer am Fluße Canus. Die Deutschen fechten vor ihre Freyheit; Die Römer aus Begierde des Sieges verzweiffelt / worüber die Heldin Landgerta ihr Leben einbüsset / König Teutobach aber nach ausgerichteten Riesen-Thaten und vielen empfangenen Wunden halb tod vom Feinde aufgehoben wird. Der Deutschen Niederlage und aufgethürmte Todten-Knochen machen den Marius zum fünfften mahl Bürgermeister. Große Anstalt in Rom zu seinem Siegs-Gepränge. Die aller Arbeit gewohnte Deutschen werden durch der Veneter fruchtbares Land in Wollust / nach Art der wachsamsten Helden nach einem großen Wercke in Schlafsucht /wie das Meer nach hefftigem Sturme in eine Windstille gesetzet. Bojorichs Gesandten durch König Teutobachs unvermuthete Gefangenschafft höchst bestürtzt. Seine Anforderung zum Kampff und darauff erfolgte Schlacht. Das mit allen Elementen vor die Römer kämpffende Verhängnüß kan die Deutschen kaum überwinden. Cesorichs Gefangenschafft; des sieghafft sterbenden Bojorichs vom Marius erlangter Ehren-Ruhm; der Königin Hatta und vielen andern Fürstlichen Frauen den wüttenden Römern entgegen gesetzter großmüthiger Tod und davon erlangte Ehren-Maale. Des Marius über diesem Sieg zu Rom erlangter Ehren-Tittel und Triumph / König Teutobachs aber dabey erlittener Schimpf. Catulus des Römischen Feld-Herrns mit seinem Nahmen bezeichnete und den Deutschen den grösten Schaden gethane Pfeile. Des Marius auf dem Berge Vogesus vom Römischen Rath aufgerichtete Siegs-Tempel / nebst seiner alldar geopfferten Tochter Calphurnia mit eitel sinnreichen Uberschrifften befindlichem Bildniß. Hertzog Merodachs gleichmäßige Rache in Aufopfferung der Römer. Die Einäscherung des Glücks-Vogels Phönix Rom nachdencklich. Das in Wollüste verfallene Rom; Ihr Undanck gegen die Marsen und Sermiter bringet beyde wider sich selbst in Harnisch. Des Fürstens der Marser Silo List und Sieg gegen den unvorsichtigen Cepio. Der Römer verfallenes Ansehen in Asien / und der Saluvier Aufstand in Gallien durch den Marius gestillet. Seine abgelegte Feld-Herrschafft. Der tapffern Judacils eigenmächtige Verbrennung und dessen Ursache. Des Sylla Opfferung und dabey sich ereigneter Zufall machet die Römer groß-das Pelginische Heer aber kleinmüthig. Rom wird genöthiget den Deutschen in Italien das längst verfochtene Bürger-Recht zu geben / sich aber selbst durch des Sylla und Marius bürgerlichen Krieg in eigenem Blute zu sehen. Wunderbares Begebnüß zwischen dem zum Tode verdammten Marius[728] und einem Marsingischen Ritter. Des erstern wieder erlangte Würde und darinnen rühmlich erfolgter Tod. Des großen Pontischen Königs Mithridatens Geburt durch einen Schwantz-Stern bedeutet; seine Tugend und Großmüthigkeit denen benachbarten Völckern bedencklich / dem Bedrängten erfreulich. Des deutschen Hertzog Herrmanns am Fluße Psychrus nach seinem Nahmen gebaute Stadt Hermanassa. Mithridatens unzehlbare Eroberungen und Uberwindung des Chersomesischen Königs Scilurus nebst seinen achzig Söhnen. Seine grosse Kriegs und Seemacht. Die unter dem andächtigen Vorwand der Heiligthümer erbaute Festungen den Nachbarn ein Kapzaum. Des Marius dem Mithridates gegebene Staats-Lehre. Die klugen Deutschen entziehen sich dem Schatten dieses allzu groß wachsenden Riesens / und gehen mit den Römern einen Bund ein. Der junge König Ariarathes unter dem Vorwand der Freundschafft vom Mithridates eigenhändig entleibet /und sein Sohn unter jenes Nahmen vorgestellet. Nicomedes List durch eine dergleichen verrathen. Die Cappadocier mehr des Gehorsams als der Herrschafft fähig. Der Deutschen gutes Verständnüß mit den Römern dem Mithridates ein Dorn in Augen; Seine Begierde sie von ihnen abzuziehen; Seine Klage zu Rom wider den König Nicomed und Eroberung des Königreichs Cappadocien. Des erstern Niederlage und der Römer zugeschickte Hülffe. Mithridatens Sieg und Freygebigkeit gegen seine gefangene Feinde bahnet den übrigen zur freywilligen Ergebung / den seinigen aber seine hertzhaffte Ermahnung den Weg nach Rom als eine Wölffin aller Völcker. Dem Uberwinder Mithridates leget des Milesischen Philipemanes Tochter Minoma durch ihre Schönheit die Liebes-Fässel an. Der Aberglaube tritt seinem Glücke in Weg und ziehet ihn von der Stadt Rhodis und Patana / des Pergamus Wollüste und der Minoma Liebkosungen aber die Hülffs-Völcker von ihm ab. Des tapffern Archelaus und eines deutschen Ritters in dem Eylande Delos / so die Griechen der Götter Vaterland nennen /heldenmäßige Verrichtungen vom Glücks-Kinde Sylla unterbrochen. Dessen denckwürdige Belägerung der Stadt Athen / und Festung Pyrennium nebst beyder Eroberung und Blutstürtzung. Seine Schlacht und Sieg wider den Archelaus; dessen falsche Verläumdung über die deutsche Fürsten. Mithridatens schändlicher Undanck und Grausamkeit gegen sie zu Pergamus ausgeübet. Des noch erretteten Dejotars Rache am Archelaus und Mithridates. Sylla trägt einen Leuen und Fuchs im Hertzen Rom und allem Volcke zum Schrecken. Seine über die Römer bekommene Gewalt. Mithridates bemühet sich die Deutschen wieder auff seine Seite zu bringen / tödtet seinen Sohn aus einem falschen herrschenssüchtigen Wahn. Der grosse Sylla beiget sich vor der am Pompejus neu aufgehenden Sonnen / und leget nunmehr seine mit viel Schweiß und Gefahr geraubte Würde mit seinem Leben nieder. Sein herrliches Begräbnüß und Grabschrifften. Grausamer Krieg des vom Sylla verbannten Sertorius mit Zuziehung eines grossen Theils des Römisch- und Deutschen Adels. Sein neu auffgerichteter Rath und Leibwache. Seine herrliche Thaten und Rache wider die Stadt Lauran. Pompejus von den Deutschen ausgestandene Gefahr / und der nach der Meuchelmörderischen Hinrichtung des[729] Sertorius aufgerichtete Vertrag / ingleichen der unter des deutschen Fürsten Dejotars Anführung dem Mithridates gethane Abbruch. Pompejus seltzames Krieges-Spiel / seine Flucht / der seinigen Verzweiffelung und seines Sohnes Machars Verhängnüß. Mithridates als ein Stief-Kind des Glücks von seinem eigenen Gemahl der Stratonice verkaufft und verrathen. Seine Leiche von seinem leiblichen Sohne Pharmaces dem Pompejus zugesendet. Sein herrliches Begräbnüß / Grabstätt und prächtige Uberschrifft. Pompejens nach Rom gebrachte kostbare Beuthe und Siegs-Gepränge. Der Römer daraus erwachsener Ubermuth und Grausamkeit gegen ihre gefangene Ausländer. Dieser ihre hertzhaffte Entschlüssung und vor die Freyheit aufgerichtete Kriegs-Fahnen / zu deren Haupt und Heerführer Spartacus ein deutscher Ritter aus vorhergehender Wahrsagerey gewehlet wird. Seine Tapfferkeit und Sieg wider die ihn aufsuchende Römer mit sein und seiner Feinde Blut besiegelt. Der Deutschen verneuerte Treue durch keine Verhetzung und Versprechnüß von Rom abwendig zu machen. Der Römer dagegen schlechte Vergeltung und Undanckbarkeit bringet sie wieder in Harnisch / und machet ihren Hertzog Catugnat mehrmals wider sie sieghafft / letzt aber dem wanckelbaren Kriegs-Spiele unterwürffig. Diese des Malovends Erzehlung heisset die natürlich untergehende Tages- und die dem Hertzog Herrmann an Thußneldens Hochzeit-Feyer aufgehende Liebes-Sonne endigen / und die fernere Erzehlung der Deutschen und Römer insonderheit des Käysers Julius und seines Nachfolgers Augustus aufskünfftige verschieben.

Quelle:
Daniel Caspar von Lohenstein: Großmütiger Feldherr Arminius, Erster Theil, Leipzig 1689, S. 715-730.
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