[71] Es hat sich, wie gemeldet, D. Faustus von der Gesellschafft, damit man es nicht anmercken solte, abgesondert, und einig und allein dahin getrachtet, wie er zu seinem Vorhaben möchte gelangen; weßwegen er hin und wieder bey leichtfertiger und seines gleichen Leuten allerhand teuffelische Bücher, aberglaubische Caracteres, Gottsvergessene Beschwörungen, u.s.f. zusammen geraffet, zum öfftern abgeschrieben, und sich vorsetzlich darinnen geübet: massen denn unter solchen viel Dinges beysammen nach seinem Tod gefunden worden, welches nicht allein Juden und Heiden von Zauberey geschrieben, sondern auch von Segensprechen, die Kranckheiten zu vertreiben, so damals, als noch im Papstthum, nicht ungemein war, wie dieser Tituli und Uberschrifften ausgewiesen: Als, Astrologici, von den Influentien und Einfluß deß Gestirns, und wie man künfftige Dinge, Glück und Unglück, dem Menschen daraus erforschen und verkündigen möge: Welches auch thun sollen die Chiromantici, da man nemlich aus den Linien der Hand dem Menschen künfftiges Glück oder Unglück, Kranckheit und anders mehr, pfleget zu verkündigen: Sortilegi, welche mit seltzamen Figuren und Characteren wunderbarliche und abentheurliche Dinge zuwegen bingen: Incantatorii, da man sich unterstehet den Teuffel zu beschwören, und zu überkommen; in wel[14]chem Stuck sich D. Faustus erstlich am allermeinsten geübet, als hernach folgen wird: Divinatorii, da man aus Göttlichen Wercken künfftige Dinge durch Hülffe deß Teuffels auslegen, und weissagen will: Pythonici und Necromantici oder Nigromantici, darinnen ist nemlich die gantze Kunst anzutreffen gewesen, wornach seinem Hertzen so lange Zeit verlanget hat, als, wie die Todten zu beruffen, wie Essen, Trincken, und anders mehr, leichtlich, obs schon unmüglich, und ausser der Zeit zu seyn scheine, zu überkommen: wie man die Teuffel in die Crystall, Gläser, Spiegel, Steine, Holtz, Wasser, und so [72] fortan, möge beschwören. Und was endlich mehr von dergleichen Büchern und Schrifften anzutreffen gewesen, als, Hydromantici, Geomantici, Pyromantici, Aëromantici, welche alle man, wie oben gemeldet nach seinem erschrecklichen Ende hat gefunden.
I. Zu wünschen wäre es, daß dergleichen schwartzkünstlerische, zauberische, Schrifften und Bücher nicht noch heutiges Tages gesehen würden, allein der Teuffel hat es leider dahin gebracht, daß deren viel und mancherley, in Teutscher und Lateinischer Sprach, mit erdichteten Namen heimlich umgetragen, und in hohen grossen Wehrt, gleich als ein Heiligthum, gehalten werden, nicht allein ihres Alters, als sonderlich der theuren Männer wegen, die sie gemachet haben sollen.
Denn sie geben vor (jedoch mit Unwahrheit) Adam, Enoch, Abraham, Salomon und Raziel, den sie Adams Engel nennen; ingleichen der Engel Raphael, der Tobiam die Geister vertreiben lehrte; wie auch der Engel Uriel, der Esram verborgene hohe Geheimniß gelehret, haben sie beschrieben: So unverschämt ist freylich der Teuffel, daß er nicht allein heilige Menschen, sondern auch die Engel im Himmel mit Lügen [15] belegen darff. Doch weil er sich in einen Engel deß Liechts zu mancher Zeit verstellet, und seine Boten, falsche Prediger, sich für Christi Apostel und Lehrer der Gerechtigkeit ausgeben: Ists kein Wunder, daß er seine Lügen mit schönen Namen zieret, und scheinbar machet, damit sie bey den Unglaubigen ein Ansehen erlangen und behalten.
Und diß seynd die Bücher, deren sich die Wahrsager, Beschwörer und Geisterbanner behelffen. Offentlich findet man feyl, in Lateinischer Sprach, drey Wunder-Bücher Hermetis, etliche Bücher Joh. Trithemii, der ein Abbt zu Spanheim, auf dem Hundsrück, weiland gewesen, von subtilen Geheimnissen, Steganographia intituli ret: (davon Carolus Bovillus schreibt, daß er ohngefehr bey einer Stunde darinnen gelesen habe, aber es sey ihm unterdessen ein solch Grauen ankommen, und die Haar zu Berge gestanden, daß ers von Stund an aus den Händen geworffen) item, ein Kunstbuch deß Mönchs Rabani Abbatis Fuldensis. Drey Zauber-Bücher Henrici Cornelii Agrippæ, (von denen Libavius im Bedencken von der Fama und Confession der Fraternität deß Rosen-Creutzes c. 7. also schreibt: Agrippæ Occulta Philosophia ist so angenehm, daß man sie verbotten hat, im Buchladen feyl (zu haben) und noch viel andere mehr.
In Teutscher Sprach seynd ebenmässig bekandt etliche Zauberey-Bücher, welche man fürwitziger Leute Nachfragens halber nicht [73] nennen mag. Zu welchen nicht gar unfüglich gezählet werden können etlicher Sibyllen Bücher, Traum-Bücher, Planeten-Bücher, und andere dergleichen, sonderlich auch diese, in welchen man vermeintlich lernet, wie der Menschen Sinn und Gemut, Glück und Unglück, gegenwärtig und zukunfftig zu erkennen, aus der Haar- und Augen-Farbe, an der Nasen, aus der Stimm und Sprach, bey den Lineamenten der Hände, der Stirn, am Gang, an der Grösse oder Kleine der Leibs-Glieder.
Dieser Schrifften und Bücher etliche lehren gründlich Zaubern; etliche lehrens zwar nicht so vollkommen, geben aber Ursach und Anleitung darzu, daß fürwitzige, müssige Leute, diesen und jenen natürlich unbekandten Dingen immermehr nachforschen: Dardurch denn dem Schwartzenmeister Thür und Thore aufgethan, freyer Zugang bereitet, ja wol er selbst dazu gelocket und beruffen wird. Derhalben nutzlich und rahtsam wäe, daß sie allesamt, es geschehe gleich aus freyem Willen oder [16] aus Zwang ausgeforschet, zusammen gebracht, und nach Inhalt der Käiserlichen Gesetze, mit Feuer öffentlich verbrennet würden, wie jene Zauber-Bücher zu Epheso, als zu lesen in der Apostel Geschichte im 19. v. 18. und diese, welche der Käiser Augustus verbrennen lassen, derer über zwey tausend, in Griechischer und Lateinischer Sprach beschrieben, gewesen, wie bey dem Suetonio davon zu lesen, in Augusto, c. 31.
Hätte dieses Ludwig Goffredus in Acht genommen, wäre er nicht sowol in das zeitliche Verderben (wegen öffentlicher Verbrennung seines Leibs, so geschehen Anno 1611. zu Marsilien in Franckreich) als vielmehr in das Ewige, der Seelen nach, gestürtzet worden, von welchem M. Zeiller, Theatr. Trag. Hist. 3. also schreibet:
In dem Frantzösischen Gebürge, nahend Grace, ist ein Dorff, so man Belvezer nennet, da ein Priester, Namens Peter Goffredy, wegen seines erbarn Lebens, für einen heiligen Mann gehalten worden. Dieser ließ seines Brudern Sohn, Ludwig Goffredus, etwas studiren, damit er ihme mit der Zeit, auf seiner kleinen Pfarr, nachfolgen könte. Und da er dem Todt nahend war, verschaffte er ihme auch seine Sachen und Bücher.
Als aber einstmals Abends dieser Ludwig deß verstorbenen Pfarrers Bücher durchsahe, fande er ein kleines geschriebenes Büchlein, darinn lauter Characteren und teuffelische Beschwörungen waren. Dieses Büchlein nun, wolte er Anfangs in das Feuer werffen: Bald aber reuete es ihm, und brachte ihn der Vorwitz so weit, daß er den Beelzebub beruffte. Dieser erscheint ihm alsobald in menschlicher Gestalt, und fragte ihn, warum er ihn aus seiner finstern Wohnung beruffen hab? Goffredus erschrickt Anfangs einwenig; gleichwol so fragt er den Teuffel, [74] wer er sey? Dieser vermeldet ihm, daß er der Fürst der gantzen Welt wäre, und daß er den Lufft, das Meer, die Erden, und die Hölle nach seinem Gefallen regiere: Wer sein Gebot thue, und sich ihm ergebe, den könne er vortrefflich machen in allem dem, so er von ihm begehre.
Goffredus sagt, dieses wäre wol gut, wenn nicht1 nur einer nach dem Todt so erbärmlich in der Hölle geplaget würde. Du bist einfältig, antwortet der Teuffel, weil du dieses glaubest. Es seynd lauter Einbildungen und erdichtete Sachen, so man den Leuten, ihnen damit eine Furcht einzujagen, von uns ausgibt. Wer den Teuffel2 dienet, der wird von ihnen stattlich wieder [17] belohnet. Wenn du denn dich auch mir ganz und gar ergeben willst, so will ich dir auf dieser Welt alles das geben, so du von mir begehren wirst, und nach deinem Tod, solst du der Vornemsten einer unter uns seyn. Goffredus wurd durch solche Zusag verblendet, und nam einen Tag zum Termin, sich darüber zu bedencken: Deß andern Tags aber in der Nacht widerholte er aus dem vorigen Büchlein seine Beschwörung, und erschiene ihm darauf der Teuffel in voriger Gestalt, und fragte ihn, ob er sich bedacht hätte? Ja, sagte Goffredus, ich will dein seyn, so fern du mir folgende drey Stücke versprichst: Als erstlich, daß du mich zu einen3 der Vornehmsten und Ansehnlichsten unter allen Priestern deß Landes Provence in Franckreich machen. Zum andern, mich ohne Kranckheit und Unglück vier und dreissig Jahr in solcher Ehre leben lassen. Und zum dritten, mir zu wegen bringen wollest, daß ich von den Weibsbildern möge geliebet werden, und die jenige so ich begehre, zu meinen Diensten haben. Hergegen so übergib ich dir meinen Leib, meine Seel, und all mein Thun und Lassen. Der Accord wird getroffen, und schreibet Goffredus seinen Revers mit seinem eigenen Blut: Satan aber den seinigen mit seiner Hand, in welchem er aber an Statt der vier und dreyssig Jahr nur vierzehen setzet, und also dem Goffredus die Augen verblendet, daß er eins für drey lieset.
Ist also dieser Goffredus in die Zahl der Zauberer kommen, und unter denselben einer der Vornehmsten selbiger Zeit worden, einig und allein veranlasset hierzu durch Lesung obgedachtes geschriebenes Zauber-Büchleins, u.s.w.
II. Zum andern, möchte jemand fragen wollen, ob denn der Aberglaub für eine Zauberey-Sünde zu halten: Hierauf antwortet M. B. Waldschmid, Pyth. Endor. p. 149. daß der Aberglaub und Zauberey einander nahe verwandt seyn, und sey darzwischen kein anderer Unterscheid, [75] denn daß sich bey der Zauberey eine Explicata und offentliche, bey dem Aberglauben aber eine Implicata und heimliche Verbündniß mit dem Teuffel befindet: Zum Exempel, eine Art der Zauberey ist es mit, wenn der Mensch ihm gewisse Tage erwählet, und derselben, wie auch anderer Geschöpffe Gottes, anderst brauchet, oder aus Aberglauben ihnen andere Würckung zuschreibet, und darinnen suchet, als worzu sie Gott verordnet hat. Denn was mit der Zauberey nahe verwandt ist, ist auch mit dem Teuffel nahe verwandt; was aber mit ihm nahe verwandt ist, soll sich unter uns nit finden.
Aberglaub ist gleichsam der erste Grad zur Zauberey. Dar[18]um wenn du einen aberglaubischen Menschen sihest, der so leichtsinnig ist, daß er bald diesem bald jenem Narrenwerck Glauben zustellet, so gedencke, daß es bald um ihn geschehen seye, daß er könne ein Zauberer und Schwartzkünstler werden.
III. Woher aber und durch was Gelegenheit die Zauberey aufkommen und fortgepflantzet worden? Berichtet Prætor. im gründlichen Bericht von Zauberern c. 3. Daß es unschwer zu erachten, der leidige Teuffel, der listige alte Drach, der in der Warheit nicht bestanden, sondern ein Lügner und Mörder worden, Joh. 8. v. 44. wie aller anderer Laster, also auch der Zauberer, seye die erste Quelle, Anführer und Vollender: und hat dieselbige erdacht und herfür gebracht, GOtt, der ihn verstossen, zum Verdruß, daß er dadurch seiner Ehre abbreche, und den Menschen zum Nachtheil, sie auf solche Weise von GOTT abzuführen. Es haben ihm aber die Menschen selbst hiezu Anlaß gegeben, nemlich welche seines Theils seynd, die Kinder deß Unglaubens, in welchen er sein Werck und Wohnung hat, und kräfftig ist, Ephes. 2. v. 2.
Was die Menschen erstlich gereitzet, und wie der Satan die Zauberey zu lehren Gelegenheit ersehen und genommen, ist in Heiliger Schrifft nicht ausdrücklich vermeldet. Methodius schreibet in Revelat. quæ ab initio Mundi Contig. F. 2. daß im dreyhundert und viertzigsten Jahr deß Jareds, die Nachkommen deß Cains, Jobeth und Tholuscob, die Söhne Lamechs, gewesen seyn Viri malæartis inventores, solche Männer, die böse Künste, nemlich die Zauberey, haben erfunden, und nachdem Cains Nachkommen alle in der Sündflut umkommen, hab der Teuffel durch den Cham, den Sohn Noæ, dieselbige wieder herfür gebracht; welcher Cham von vielen für den Zoroastrem gehalten wird, wiewol andere vorgeben, es habe Cham die Zauberkunst seinen Sohn Mesraim gelehret, welchen Mesraim sie den Zoroastrem nennen, den Plinius, Berosus, wie auch Augustinus, für den ersten Zauberer halten, der die Zauber- und Hexen-Künste zu erst erfunden habe.
Dem sey nun also oder nicht, so ist doch gewiß, daß böse Lüste [76] deß Fleisches und hoffärtiges Leben dieses verdamliche Laster gezeuget haben. Denn Wollust und Hoffart, der Welt liebe Braut, empfänget leichtlich und bald, und wenn sie empfangen hat, gebieret sie die Sünde, die Sünde aber wenn sie geboren ist, lässet sie nicht ab den Verstand deß Menschen, der sie gezeuget und geboren hat, zu verfinstern, daß er je länger [19] je mehr durch Lüste in Irrthum sich verderbet, Jacob. 1 v. 15. Was hat Evam unsere erste Mutter, zu dem schändlichen Ungehorsam und Abfall anders innerlich gereitzet und getrieben, denn Wollust und Hoffart, daß sie möchte mehr wissen und GOtt gleich werden, wie sie die Schlang überredet hatte? Wie nun Eva zur ersten Sünde, gleicher massen seynd andere Menschen zu andern Sünden, und also auch zur Zauberey kommen, durch unersättliche Begierde hohe Dinge zu wissen, und klüger denn klug zu seyn. Welches denn daraus erscheinet, daß erstlich nur die Gelehrtesten unter den Menschen das Zauberwerck getrieben, wie denn der Prophet Daniel im 2. v. 27. die Zauberer Gelehrte nennet; und Elymas, ein gelehrter Jud und Prophet darmit umgangen, Actor. 13. v. 6.
Es seynd aber nicht zugleich alle Geschlechte der Zauberey aufgestanden, sondern erstlich nur das Weissagen, zu welchem der Ehrgeitz und Ruhmsucht die Gelehrten gelocket hat, damit sie mehr gülten denn andere, und andern vorgezogen würden: Da sie aber aus ordentlichen Mitteln heimliche und künfftige Dinge nicht erkennen kunten, hat der Teuffel ihnen ins Hertz gegeben, oder auch, wie heutiges Tags, in Menschen-Gestalt sich zu ihnen gemacht, und sie gelehret an den Sternen, und der Vögel Geschrey, oder aus ihren und ander Leute Träumen, oder von auferweckten Todten, oder auch andern seltzamen Mitteln, heimliche, verborgene, vergangene und gegenwärtige, ja auch zukünfftige Dinge zuerfahren, und andern zu offenbaren.
Bald hat er sie auch geschwinde Künste und Wunder gelehret, wie die Egyptischen Zauberer hierinn mächtig waren: Bald haben sie sich auch unterfangen zu Segnen und zu Fluchen, Glück und Unglück zu erwecken, darvon sie denn stattlich Schwätzen und Disputiren kunten: Daher sie bey hohen und niedrigen Ständen bey allerley Volck groß und herrlich gehalten worden, als weise Leute, Priester und Propheten, bey denen man Raht und That gesuchet hat in wichtigen Sachen, und fast nichts sonderliches ohn ihr Gutachten angefangen. Sie haben auch solches ihnen selbst zu Nutz gemacht, und Geld und Gut dardurch gesamlet, wie Bileam der Weissager, (den Basilius Magnus für einen Zauberer hält) sich unterstund um Geldes willen Israel zu verfluchen, und ihm der Wahrsager-Lohn gebracht ward, Numer. 22. v. 7. Also verhieß Nebucad Nezar seinen Zaubrern Geschencke und Gaben, [77] Dan. 2. v. 6. [20] und denen zu Philippis dienete der Wahrsager-Geist zu ihrem Genieß, Act. 16. v. 16. 19.
Aus welchem allen erhellen mag, daß die Begierde mehr zu wissen, die Wollust, Hoffart und Geitz, die Menschen erstlich zur Zauberey, den unordentlichen Weg zu lernen, verursachet habe. Hernach seynd andere Ursachen mehr darzu kommen, als Mißtrauen gegen GOTT, Traurigkeit und Ungedult in Unglück und Armut, item Rachgierigkeit, Uppigkeit und Unzucht, u.s.f.
Diese und dergleichen Zauberey ist anfänglich bey denen, die sie konten, heimlich gehalten; mit der Zeit aber durch Gesellschafft und Gespräch geoffenbaret; endlich mit offentlicher Ubung ohne Scheu fortgepflantzet worden, erstlich unter Männern, darnach auch unter Weibern, die alles mit wissen und thun wollen. Und solches zwar ist anfänglich nicht geschehen in aller Welt, sondern allein unter den Heiden: Denn bey Mosis Lebzeiten ist noch kein Zauberer in Jacob, und kein Wahrsager in Israel gewesen, wie etliche den Spruch Bileams verstehen. Und Mose spricht zu seinem Volck, Devter. 18. v. 9. Wenn du in das Land kommest, das dir dein GOTT geben wird, so sollst du nicht lernen thnn die Greuel dieser Völcker, daß nicht unter dir funden werden Weissager und Zauberer. Denn um solcher Greuel willen vertreibt sie der HERR dein GOTT für dir her.
Nachdem aber Israel mit den Heiden in Gemeinschafft sich eingelassen, mit ihnen gebuhlet, und die Götzen verehret, haben sie sich, wie in andern heidnischen Greueln, also auch an der Zauberey verunreiniget, und nicht allein den Heiden gleich, sondern auch viel ärger denn sie, gehandelt: Wie GOTT der HERR hin und wider hefftig darüber klaget. Und ist also folgends die Zauberey in die gantze Welt ausgebreitet, daß nun fast kein Volck, Land, Stadt oder Dorff ist, darinn nicht diese oder jene Zauberey gefunden werde.
1 ? wenn nur nicht.
2 ? Teufeln.
3 ? einem.