Verzeichniß so wol der Capitel deß ganzen Buchs, als aller daselbst befindlichen Anmerkungen.

Erstes Theils, erstes Capitel.

[8] Wie Johannes Faustus, als er zu Ingolstadt gestudiret, durch böser Gesellschaft Verführung, mit aberglaubischen Characteren, und erfolgenden Beschwerungen, umgegangen.


Anmerckung.


  • I. Wenn GOtt gute Ingenia und Verstand verliehen, daß man solchen üben, und zu GOttes Ehren anwenden solle.

  • II. Sonderlich sich für böser Gesellschaft hüten.

  • III. Daß die jenigen, die sich in das Zauberwesen begeben, beydes zeitlich und ewig gestraffet werden.

  • IV. Wie die Schwartzkünstlerey anfangs so gering scheinet, gleich als wenn es keine grosse Sünde wäre.


Das ander Capitel.


Wie D. Faustus, durch Wolleben und Müssiggang, zur Zauberkunst kommen.


Anmerckung.


  • I. Daß manchmal die jungen Leute auf Universitäten ihre Zeit übel anwenden.

  • II. Was der Müssigang sey, und was er zuwegen bringe.

  • III. Daß man das Ruhestündlein zu GOttes Ehren anwenden solle.


Das dritte Capitel.


Wie D. Faustus sich einen Vorrath von allerhand Zauber-Schrifften und Büchern geschaffet, und darinnen mit grossem Ernst und Fleiß gestudiret hat.

[9] Anmerckung.


  • I. Daß zauberische Schrifften und Bücher, sonderlich den einfältigen und jungen Leuten, nicht zu lesen verstattet, viel lieber mit Feuer verbrennet werden sollen.

  • II. Ob der Aberglaub für eine Zauberey-Sünde zu halten?

  • III. Von wem die Zauberey ursprünglich herkomme, und durch was Gelegenheit solche aufkommen?


Das vierdte Capitel.


Wie D. Faustus seine Complexion erforschet, ob sie ihm zu seinem Vorhaben werde förderlich seyn, oder nicht?


Anmerckung.


  • I. Der Jugend Sinn und Natur ist zu erforschen, wozu sie geneiget sey, daß man sie bey Zeiten entweder dazu halten, oder davon abhalten möge.

  • II. Ob auch Gespenster seyen?


Das fünffte Capitel.


Wie D. Faustus von einem beschreyten Cristall-Seher den Geist deß Cristalls überkommen, womit er ihm viel Geld verdienen gemacht, ehe und bevor er noch zur völligen Beschwerung deß Satans getreten.


Anmerckung.


  • I. Was davon zu halten, daß die Hexen und Schwartzkünstler, wenn man etwas verloren, oder sonsten Schaden geschehen, den Thäter im Cristall oder Zauber-Spiegel zeigen?

  • II. D. Faustus hat sich allhie beholffen mit der Käiser, Könige, ja der H. Päpste Exempeln, welche gleicher Gestalt in dieser Kunst excelliret, und sich der Welt bekandt gemacht haben.

  • III. D. Faustus ist auch durch dieses, seiner Bekentniß nach, hierinn gestärcket worden, daß gleichwol die Schwartzkünstler jederzeit hoch gestiegen, und vor der Welt ein grosses Ansehen erlangen.


Das sechste Capitel.


Wie D. Faustus sich unterstehet den Teuffel zu beschweren.

[10] Anmerckung.


  • I. Daß D. Faustus seine Beschwerung eben an dem Creutzweg oder Wegscheide, und nicht anderswo angestellet.

  • II. Nigromantia warum sie die Schwartzekunst genennet werde?

  • III. Ob die heiligen Wort, derer sich D. Faustus allhie bey seiner ersten Beschwerung gebrauchet, einige Krafft an und für sich selbst gehabt; wie man etwan noch heut zu Tage glauben möchte, daß sie dieses und jenes auswürcken und verrichten könnten?


Das siebende Capitel.


Dem D. Fausto erscheinet der Satan in seiner Behausung.


Anmerckung.


  • I. Daß man den Teuffel nicht einladen solle, er kommt wol ungebeten.


Das achte Capitel.


Von dem Gespräche D. Fausti mit dem Teuffel.


Anmerckung.


  • I. Daß sich der Teuffel in eines zottichten Bären-Gestalt dem D. Fausto gezeiget, daß ist ihme leicht zu thun gewesen.

  • II. Daß Teuffel seyn, ist gewiß.

  • III. Was eigentlich die bösen Geister sey.


Das neundte Capitel.


Von etlichen Articuln und Puncten, welche der Satan dem D. Fausto vorgehalten hat.


Anmerckung.


  • I. Von dem Bund D. Fausti mit dem Teuffel.

  • II. Ob dieser Bund D. Fausti mit dem Teuffel, wie auch anderer Zauberer und Hexen, ein wahrhafftiger Bund zu nennen seye?

  • III. Ob solcher Bund mit dem Teuffel wieder könne gebrochen, aufgelöset und umgestossen werden?


Das zehende Capitel.


Von der schröcklichen Obligation und Handschrifft, so[11] D. Faustus dem Satan, in Münchs-Gestalt verkappet, hat übergeben.


Anmerckung.


  • I. Nicht nur allhie D. Fausto, sondern auch andern hat der Teuffel gleichmässige Articul angemutet.

  • II. Daß der Teuffel mit eigenem Blut will unterschrieben haben, ist ihme nichts neues, weiln ihn ohn Unterlaß nach Christen Blut dürstet.


Das eilffte Capitel.


Wie hier auf dem D. Fausto der Geist in voriger Gestalt erschienen, ihme treulich zu dienen verheissen, und wie sein Nam gewesen.


Anmerckung.


  • I. Von den Spiritibus familiaribus oder Gemein-Geistern etwas zu reden gibt Anlaß D. Fausti Geist, der sich allhier einen Spiritum familiarem will genennet wissen.

  • II. Ob einer einem andern könne einen Spiritum familiarem zuweisen und überlassen, verehren, vertauschen, und gar verkauffen?

  • III. Was von dem Alraun zu halten?

  • IV. Daß auch die bösen Geister ihre Namen haben, als Mephostophiles, u.s.f.


Das zwölffte Capitel.


D. Faustus vertrauet nicht allerdings seinem Geist Mephostophili.


Anmerckung.


  • I. Daß dem Geist so bald D. Fausti Gedanken wissend gewesen.

  • II. Daß der Geist eben in eines Münchs-Gestalt erschienen.

  • III. Der Teuffel ist ein hoffärtiger Geist, lässt sich nicht gern verspotten.


Das dreyzehende Capitel.


Wie D. Faustus durch Hülffe seines Geistes, seine Haushaltung angerichtet, auch Speis und Tranck, nur nach Belieben, zuwege gebracht hat.

[12] Anmerckung.


  • I. Wenn manchmal das Gütlein durch Spielen, Fressen, Sauffen, u.s.w. ist durchgebracht worden, kommt man in die Armut, welche denn eine Ursach wird, daß man sich dem Teuffel ergibt.

  • II. Wegen der Wollust deß Fleisches, damit er nur immer gute Tage und alles vollauf haben möge, ergibt sich D. Faustus dem Teuffel.

  • III. Ob Speis und Tranck, so der Geist dem D. Fausto täglich zugebracht, natürlich gewesen?


Das vierzehende Capitel.


Wie D. Faustus fort und fort im Luder gelebet, und sich also gar um nichts bekümmert; auch was für ein Gespräch er mit dem Geist gehalten.


Anmerckung.


  • I. D. Faustus ergibt sich gantz und gar dem Fressen und Sauffen, u.s.f.

  • II. Was von den Haus-Götzen, Erdmännlein, zu halten?

  • III. Von den Spiel-süchtigen.


Das funffzehende Capitel.


Wie der Geist Mephostophiles dem D. Fausto verboten, von Glaubens-Sachen zu disputiren, auch etliche Bücher in der H. Schrifft zu lesen untersaget.


Anmerckung.


  • I. Warum der Geist dem D. Fausto solches verboten?

  • II. D. Faustus will seinen Geist für seinen Prädicanten und Lehrer annehmen, da er doch wissen sollen, daß er ein Lügengeist seye von Anfang.


Das sechszehende Capitel.


D. Fausti erste Frag an seinen Geist: was er anfangs für ein Geist gewesen?


Anmerckung.


  • I. Daß Lueifer sey ein Fürst dieser Welt, und ein mächtiger Geist.

  • [13] II. Daß der Teuffel den Menschen nichts Gutes gönne, wie freundlich er sich stellet.


Das siebenzehende Capitel.


D. Fausti andre Frag an seinen Geist: ob der bösen Geister viel seyn?


Anmerckung.


  • I. Daß zwar der Teuffel eine unzehliche Menge um uns her, jedoch her gegen der Schutz der H. Engel mächtig gnug seye, die Frommen zu beschützen.


Das achtzehende Capitel.


D. Fausti dritte Frag an seinen Geist: aus was Ursach die Teuffel von GOtt aus dem Himmel seyen verstossen worden?


Anmerckung.


  • I. Aus was Ursachen Lucifer gefallen, und aus dem Himmel verstossen worden?

  • II. Daß nicht Lucifer allein gefallen, immassen der Geist allhier vorschwätzet, sondern auch alle böse Geister.


Das neunzehende Capitel.


D. Fausti vierdte Frag an seinen Geist: von dem Himmel, und den Engeln.


Anmerckung.


  • I. Daß die Teuffel zwar eine Erkenntniß Gottes haben, GOtt aber lässt nicht zu, daß sie seine Herrlichkeit offenbaren, allermassen allhier Mephostophiles selbst bekennet.

  • II. Daß die H. Engel ausgetheilete Aemter haben.


Das zwantzigste Capitel.


D. Fausti fünffte Frag an seinen Geist: von dem Paradis.


Anmerckung.


  • I. Was die H. Kirchenlehrer von dem Paradis gehalten.

  • II. Von dem verbotnen Baum im Paradis.


[14] Das ein und zwantzigste Capitel.


D. Fausti sechste Frag an seinen Geist: von der Ordnung der Teuffel.


Anmerckung.


  • I. Daß die Teuffel ihre besondere Ordnung und Regiment haben.

  • II. Neun sonderliche Fürsten werden allhier von dem Geist namhafft gemacht.


Das zwey und zwantzigste Capitel.


D. Fausti siebende Frag an seinen Geist: was er, der Geist, thun wolte, wenn er an seiner, D. Fausti, Stelle gewesen wäre?


Anmerckung.


  • I. Daß wir uns nicht mutwillig in die Sünde einflechten, noch auch in derselben verzagen noch verzweiffeln sollen.


Das drey und zwantzigste Capitel.


D. Fausti achte Frage an seinen Geist: ob er in Hoffnung stünde, daß er und andere Teuffel endlich selig werden.


Anmerckung.


  • I. Was von obiger Frag zu halten, da der Geist in Hoffnung stehet, endlich noch selig zu werden.


Das vier und zwantzigste Capitel.


D. Fausti neundte Frag an seinen Geist: von der Hölle.


Anmerckung.


  • I. Ob eine Hölle sey, oder nicht?


Das fünff und zwantzigste Capitel.


Von D. Fausti Hund, Præstigiar genannt?


Anmerckung.


  • I. Von etlichen Schwartzkünstlern die ebenmässig ihren Geist in Gestalt eines Hunds bey sich gehabt haben.


[15] Das sechs und zwantzigste Capitel.


Von deß D. Fausti lustbarer Behausung.


Anmerckung.


  • I. Daß solche Lustbarkeiten der Behausung D. Fausti, eitel Verblendungen gewesen.


Das sieben und zwantzigste Capitel.


Von D. Fausti gezauberten Lust-Garten.


Anmerckung.


  • I. Von etlichen Schwartzkünstlern, welche auch dergleichen Lust-Gärten durch ihre Kunst zuwegen gebracht haben.


Das acht und zwantzigste Capitel.


D. Faustus ist ein berühmter Astrologus und Mathematicus zur selben Zeit gewesen.


Anmerckung.


  • I. Was von der Astrologia und Sternsehern von der Calender-Schreiberey, und dem Nativität-stellen zu halten seye?


Das neun und zwantzigste Capitel.


Von D. Fausti Wahrsagerey.


Anmerckung.


  • I. Von der Chiromantia oder Wahrsagung aus der Hand.

  • II. Von den Zigeunern.


Das dreissigste Capitel.


D. Faustus fraget seinen Geist, ob ihn der Teuffel, wie andere Gottlose, vorlängst auch geregiret und besessen hätte?


Anmerckung.


  • I. Welcher gestalt der Teuffel der Gottlosen Hertz regiere und besitze, und ihnen allerhand böse Gedanken eingebe, und solcher Gestalt sein Werck in ihnen habe.

  • II. Daß der Teuffel der Gottlosen Sinn und Gedanken deß Hertzens kenne und wisse; aber der frommen Glaubigen mit nichten.

  • [16] III. Was der frommen Glaubigen Gebet vermöge wider den Teuffel.


Das ein und dreissigste Capitel.


Von drey jungen Baronen, welche D. Faustus auf ihr Begehren gen München, das Fürstliche Beylager zu sehen, auf dem Mantel dahin brachte.


Anmerckung.


  • I. Daß manche junge Leute aus lauterm Fürwitz, und begierlicher Lesung Schwartzkünstlerischer Bücher, in grosse Gefährlichkeit, ja gar in das Zauber-Wesen gerathen.

  • II. Was von der Mantelfahrt D. Fausti zu halten; auch obs zu glauben sey, daß noch heutiges Tags die Zauberer, Hexen und Unholden, an ferne abgelegene Oerter leibhafftig fahren, oder gebracht werden?


Das zwey und dreissigste Capitel.


Wie D. Faustus Geld von einem Juden entlehnet, und ihme seinen Fuß zum Unterpfand eingesetzet.


Anmerckung.


  • I. Ob man die Juden, weiln sie ja ebenmässig noch heutiges Tags so wucherisch gegen die Christen gesinnet seynd, wie allhie dieser gegen dem D. Fausto, solle dulten oder nicht?

  • II. D. Fausti abgeschnittener Fuß ist nur eine blosse Verblendung gewesen.


Das drey und dreissigste Capitel.


Wie D. Faustus einen Roßtäuscher betreugt.


Anmerckung.


  • I. Von etlichen gleichmässigen Exempeln.


Das vier und dreissigste Capitel.


D. Faustus verkaufft fünff fette Schweine, eins um 6. Gulden.


Anmerckung.


  • I. Ob nach Anleitung dieser und anderer Verwandlungen D. Fausti,[17] noch heutiges Tags durch deß Teuffels Hülffe die Zauberer, Hexen und Unholden, nicht allein sich selbst, sondern auch andere Men schen, können nach ihrem Gefallen, in einem Augenblick in Katzen, Hunde, Wölffe, und andere unvernünfftige Thiere verwandeln?


Das fünff und dreissigste Capitel.


Wie D. Faustus zu Leipzig mit gar leichter Mühe ein sehr grosses Faß Wein aus dem Keller brachte, und solches durch Wettung gewanne.


Anmerckung.


  • I. Was davon zu halten, wenn einem, wie allhie dieser Gesellschaft bey ihrer Abreise, ohngefehr, ein Haas oder Wolff, u.s.f. über den Weg laufft; oder frühmorgens einem ein altes Weib begegnet?

  • II. Vom Bock-holen.


Das sechs und dreissigste Capitel.


Wie D. Faustus zu Erffurt den Studenten etliche Griechische Helden, samt einem ungeheuren Riesen, vorgestellet hat.


Anmerckung.


  • I. Ob einer sich mit gutem Gewissen möge fest oder Schuß- und Stichfrey machen?

  • II. Von den ungeheuren Riesen, auch ob sie jemaln gewesen?


Das sieben und dreissigste Capitel.


Wie D. Faustus, als man seiner bey einer Gasterey verlanget, er aber von dar weit entfernet gewesen, unversehens sich bey den Gästen eingefunden.


Anmerckung.


  • I. Ob denn der Teuffel alles wisse.

  • II. Von einem dergleichen gezauberten unersättlichen Pferd.


Das acht und dreissigste Capitel.


D. Faustus verschaffet durch seine Kunst, daß die blöckenden Kühe alsobald stille worden.


Anmerckung.


  • I. Daß auch noch heutiges Tags den Dieben und Räubern die Kunst die[18] Hunde zu beschweren, daß sie nicht bellen noch beissen, damit sie also ungehindert einbrechen und stehlen mögen, bekant seye.

  • II. Von dem Schlangen-beschweren oder bannen, daß sie ihren Gifft und Wut fahren lassen.


Das neun und dreissigste Capitel.


D. Faustus ergreifft einen Regenbogen in seiner Hand.


Anmerckung.


  • I. Ob solches Regenbogen-fassen dem Teuffel, als einen Herrn der in Lüfften herrschet, natürlicher weise müglich seye?

  • II. Von dem Regenbogen, und was dieser sey?


Das viertzigste Capitel.


D. Faustus verzaubert einem groben Bauren, der in die Stadt gefahren, und ihn nicht auf den ledigen Wagen sitzen lassen, die Räder von dem Wagen in die Lufft.


Anmerckung.


  • I. Ob dieser Schwindsüchtige in der Histori recht gethan, daß er sich der Magischen Cur D. Fausti untergeben? Oder, ob noch heutiges Tags ein rechtschaffener Christ mit gutem Gewissen der Zauberer und Hexen zauberische Mittel könne gebrauchen?

  • II. Daß die Zauberer und Hexen bey Curir- und Heilung der Kranckheiten einig und allein haben wollen, man soll nur ihnen vertrauen, und daran fest glauben, so werde es gewißlich helffen.

  • III. Die Zauberer und Hexen werden vielmal durch den Teuffel dahin angehalten, daß, wenn sie durch Zauberey jemand wollen gesund machen, sie dieselbe Kranckheit so bald einem andern wieder müssen anzaubern, oder wo sie solches nicht vermögen, so bald selbst darüber umkommen.

  • VI. Was von dem Büssen, oder Segensprechen über die Krancken, zu halten seye?


Das ein und viertzigste Capitel.


Von seiner seltzamen Begebenheit vier verwägener Schwartzkünstler, wie sie einander die Köpffe abhieben, und wieder aufsatzten, deren einem aber D. Faustus die Kunst aufgethan.


Anmerckung.


  • [19] I. Was von dem Kopff abhauen der Schwartzkünstler zu halten?

  • II. Vom Unsichtbar machen.


Das zwey und viertzigste Capitel.


D. Faustus frisst einem Bauren sein Fuder Heu, samt dem Wagen und Pferden.


Anmerckung.


  • I. Was aus der täglichen Füllerey und Trunckenheit zu mancher Zeit für Unglück und Hertzeleid entstehen könne.


Das drey und viertzigste Capitel.


D. Faustus frisst zu andrer Zeit einem Bauren ein halbes Fuder Heu auf.


Anmerckung.


  • I. Von einer gleichmässigen Begebenheit.


Das vier und viertzigste Capitel.


D. Faustus fraß einsten einen Wirthsjungen samt den Kleidern, der ihm alleweg zu voll einschenckte.


Anmerckung.


  • I. Von etlichen dergleichen Exempeln.


Das fünff und viertzigste Capitel.


Von einem Hader etlicher trunkenen Studenten, den D. Faustus durch Verblendung stillete.


Anmerckung.


  • I. In welch Unglück und Schaden zu mancher Zeit die Jugend gerathe, wenn sie sich zu den Huren S. V. gesellet.


Das sechs und viertzigste Capitel.


Wie D. Faustus bey einem Gelache in einem Wirthshaus die vollen schreyenden Baure stillte, daß keiner kein Wort mehr reden kunte.

[20] Anmerckung.


  • I. Daß die Zauberer und Hexen den Menschen auf Gottes Zulassung, Kranckheiten zufügen, Lähme zuschicken, Nadeln, Haar, Lumpen und dergleichen in den Leib hinein zaubern können, ja machen, daß manche von dem bösen Geist gar besessen werden, den sie in sie bannen.


Anderes Theils, Erstes Capitel.

D. Faustus will sich bekehren, wird aber von dem Geist wendig gemacht, daß er sich ihme aufs neue verschrieben.


Anmerckung.


  • I. Ob die Zauberer, Hexen und Unholden, bekehret und seelig werden können?


Das andre Capitel.


Was für einen Danck und belohnung dieser fromme Alte, seiner treuen Warnung halber von dem D. Fausto bekommen.


Anmerckung.


  • I. Daß fromme gottsfürchtige Leute manchmal schlechten Lohn verdienen, wenn sie die gottlosen und in beschreyten Lastern lebende straffen, und von solchen abmahmen.

  • II. Daß einer Christlichen Obrigkeit gebühre und zustehe auf die Zauberer und Hexen gute nachforschung anzustellen, und dazu die ihnen in Rechten geweisete zulässige Mittel ohne Verzug zu gebrauchen.

  • III. Welcher Gestalt und auf was Weise und Art die Zauberer, Hexen und Unholden, den Menschen und dem Viehe Schaden thun.


Das dritte Capitel.


D. Faustus machet aus Rachgierigkeit einem Wirth einen Polter-Geist in seine Behausung.


Anmerckung.


  • I. Daß ohne den Willen Gottes, weder der Teuffel, noch seine Werckzeuge, die Zauberer und Hexen, wie gerne sie es auch thun wolten, den Menschen an seinem Leib und Leben schaden mögen.

  • [21] II. Was denn eigentlich solche Geister und Gespenster seyn?

  • III. Von den Ursachen der Gespenster, woher sie kommen, und woraus sie bestehen.


Das vierdte Capitel.


D. Faustus nimmt einen jungen Schuler zu einem famulo auf, mit namen Christoph Wagner.


Anmerckung.


  • I. Von der verbottenen Priester-Ehe im Papstum, was Unheil zu mancher Zeit daraus erfolge.

  • II. Was von den Bastarden oder Hurenkindern zu halten?


Das fünffte Capitel.


D. Faustus verschencket seinen zottichten schwartzen Hund, Prästigiar genant.


Anmerckung.


  • I. Was bey den Heyden die Oracula gewesen.

  • II. Ob und wie der Teuffel die Wahrheit sagen könne? und ob man ihm glauben solle, wenn er schon die Wahrheit redet?


Das sechste Capitel.


Von zweyen Adelichen Personen, die D. Faustus durch seine Zauberey zusammen gekuppelt hat.


Anmerckung.


  • I. Ob einer, der sich in diese oder jene Weibs Person verliebet, bey solcher aber keine Gegenliebe verspüret oder wol zu hoffen hat, verschaffen kan, daß solche durch einen beygebrachten Liebetranck, oder andere Verzauberung, zur Gegenliebe gebracht, und gleichsam hierzu genötiget werden möge?

  • II. Daß solcher und dergleichen durch Zauberische Zusammenkuppelung zuwege gebrachter Ehestand nimmer gut thue, und gemeiniglich ein böses End neme.


Das siebende Capitel.


Hält in sich eine Copey eines Schreibens eines Edelmans an D. Faustum, von wegen eines Gespenstes in einem Schloß.

[22] Anmerckung.


  • I. Ob man die Gespenster befragen, wer sie seyn, und was sie wollen, oder gar beschwören solle?

  • II. Wie und auf was Weise man der Gespenster, und ihres Polterns in diesem oder jenem Ort, los werden könne?


Das achte Capitel.


Von einem Schatz den D. Faustus gegraben.


Anmerckung.


  • I. Welch eine schwere Sünde es seye, Geld vergraben, damit nur die Freunde und Nachkommen nichts darvon geniessen.

  • II. Daß nicht allein die Erhebung deß Schatzes allhie eine feurige Schlang, und andere Gespenster haben verwehren wollen, sondern auch daß das Silber und Gold zu lauter Kolen worden; dieses ist wol mehr geschehen, wie die Erfahrung lehret.


Das neundte Capitel.


D. Faustus stellet einem Cardinal zu Ehren eine Lufft-Jagt an.


Anmerckung.


  • I. Dieser Jagteuffel D. Fausti gibt Anlaß etwas zu melden von dem täglichen Jagen, wie auch dessen Mißbräuchen.

  • II. Der Teuffel und seine Gespenste lassen sich offt bey Nacht mit Hetzen und Jagen sehen und hören.


Das zehende Capitel.


D. Faustus erwecket dem Käiser Maximiliano I. den Weltbezwinger Alexandrum Magnum, nebenst seiner Gemahlin.


Anmerckung.


  • I. Ob diese Erweckung und Vorstellung Alexandri M. und seiner Gemahlin, wahrhaftig gewesen?


Das eilffte Capitel.


Von einem schönen Saal, den D. Faustus durch Zauberey dem Käiser Maximiliano zugerichtet hat.

[23] Anmerckung.


  • I. Hält in sich eine Warnung, sich für solcher teufflischer Verblendungs-Kunst zu hüten.


Das zwölffte Capitel.


Von einem schönen Gewölcke, und bald darauf erfolgtem schweren Donnerwetter, welches abermal D. Faustus auf dem Käiserl. Saal angerichtet.


Anmerckung.


  • I. Was es für eine Beschaffenheit habe mit dem Wettermachen, so den Zauberern und Hexen zugeschrieben wird; ob sie nemlich nach ihrem Gefallen Donner, Hagel, Wetter machen, die Früchte auf dem Felde und an den Bäumen verderben mögen?


Das dreyzehende Capitel.


Wie D. Faustus einem Ritter ein Hirschgeweih an den Kopff angezaubert hat.


Anmerckung.


  • I. Von etlichen gleichmässigen Exempeln.


Das vierzehende Capitel.


Wie gemeldter Ritter sich an D. Fausto, wegen angethaner Schmach und Beschimpffung, hat wieder rächen wollen.


Anmerckung.


  • I. Von denen die zu mancher Zeit einen Hauffen Reuter ins Feld gezaubert, und also ihrem Feind, wo nicht allzeit obgesieget, jedoch entgangen seynd.


Das funffzehende Capitel.


D. Faustus verschafft durch seine Kunst einem Freyherrn eine schöne Lust von vielerley Vögeln.


Anmerckung.


  • [24] I. Von den Augurationibus, oder Weissagungen und Deutungen die von den Vögeln hergenommen werden.

  • II. Was davon zu halten sey, daß Hund, Katzen, Eulen, heulen, wenn jemand sterben soll?


Das sechszehende Capitel.


Wie D. Faustus der Gräfin von Anhalt zeitige Trauben, Aepffel und Birn zuwegen gebracht.


Anmerckung.


  • I. Daß solches alles dem Teuffel, als einem sehr geschwinden und zugleich mächtigen Geist, wol müglich und thunlich gewesen.


Das siebenzehende Capitel.


Wie D. Faustus bey seinem Abschied vom Hof, ein schönes Castell oder Schloß vor der Stadt heraus, dem Grafen zu Ehren aufgerichtet, und in solchem ein herrliches Frühmahl angestellet hat.


Anmerckung.


  • I. Daß abermal nicht allein dieses herrliche Schloß, sondern auch das in demselben stattlich zubereitete und eingenommene Frühmahl nur eine Verblendung, massen der Ausgang erwiesen.


Das achtzehende Capitel.


D. Faustus führet einen in der Türckey gefangenen Edelmann durch seinen Geist wieder nach Haus, da sich dessen Weib bereits in anderwärtige Ehe begeben hatte.


Anmerckung.


  • I. Was zu halten sey von denen, die ohne Schlüssel und andern Gewalt, Schlösser und verwahrte Gefängnisse eröffnen wollen?

  • II. Ob die ehliche Beywonung, sonderlich bey denen neugetrauten Personen, durch Nestelknüpffen, Schloß-zuschliessen, und andere zauberische Wort und Wercke, könne gehindert und zu nichte gemachet werden?

  • III. Der Gutthat, die uns in Zeit der Noth ist erwiesen worden, sollen wir nimmermehr vergessen.


Das neunzehende Capitel.

[25] Wie D. Faustus auf eine Zeit Faßnacht gehalten, und mit etlichen Studenten in deß Bischoffs zu Saltzburg Keller gefahren.


Anmerckung.


  • I. Daß allhie die Studenten durch die Kunst D. Fausti, nicht verblendeter Weise, sondern leibhafftig in den Keller deß Bischoffs von Saltzburg kommen.

  • II. Wie doch D. Faustus allhie, und noch heutiges Tags an manchen Orten die Zauberer und Hexen in die Wein- und Bierkeller, durch versperrte Thüre, so enge Löcher, u.s.w. fahren und kommen?

  • III. Warum doch GOtt nicht allein hie dem D. Fausto verstattet, daß er den guten Kellermeister mit sich hinweg führen mögen, und in so grosser Lebens-Gefahr sitzen lassen, sondern noch heut zu Tage zu mancher Zeit den Zauberern und Hexen verhänget, daß sie manchem frommen Menschen durch ihr Zauberwerck allerley Schaden thun?


Das zwantzigste Capitel.


Wie D. Faustus mit obgemeldten Studenten die Bacchanalia celebrirt, und Faßnacht gehalten.


Anmerckung.


  • I. Von der Faßnacht, und deren Ursprung.


Das ein und zwantzigste Capitel.


D. Faustus will sich verehlichen.


Anmerckung.


  • I. Vom Epicurischen Leben D. Fausti, und anderer ruchlosen Leute mehr.

  • II. Daß der Teuffel jederzeit ein abgesagter Feind sey deß H. Ehestands.

  • III. Allhie an dem D. Fausto sihet mans, gibts auch die Erfahrung, wenn etwan die Hexen und Zauberer wider ihren Bund und ihr Versprechen in demselben, oder nur im geringsten wider den Willen ihres Meisters, handlen, wie er sie martere und peinige.


Das zwey und zwantzigste Capitel.


Wie sich D. Faustus, weiln er ja sich nicht verheurathn dörffen, die schöne Helenam aus Griechenland, zu einer Beyschläfferin[26] durch Vermittelung seines Geists geschaffet, und mit welcher er einen Sohn erzeuget.


Anmerckung.


  • I. Ob der böse Geist unter der Gestalt eines Succubi, oder Incubi, vermöge auf natürliche Weise sich zu vermischen, und einige Schwängerung hieraus aus zu würcken, oder nicht?


Drittes Theils, Erstes Capitel.

D. Faustus, als er seines Lebens Ende herbey rucken sahe, verfertiget ein Testament, darinn er seinen Famulum, Christ. Wagner, zu einen Erben seiner Verlassenschaft verordnet, ihme auch seine Zauberbücher, ja die Kunst selbsten zum höchsten recommendiret.


Anmerckung.


  • I. Daß Zauberey insgemein keine Kunst zu nennen seye.

  • II. Was für eine erschröckliche, greuliche und abscheuliche Sünde die Zauberey sey.


Das andre Capitel.


D. Faustus verschaffet seinem Famulo einen Geist, der sich Auerhan nennen liesse.


Anmerckung.


  • I. Welcher Gestalt sich vor der Zauberey zu hüten.


Das dritte Capitel.


D. Faustus propheceyet, was künfftig geschehen werde.


Anmerckung.


  • I. Ob dem Teuffel, so wol auch durch dessen Vermittelung den Zauberen und Schwartz-künstlern, die Wissenschafft der zukünfftigen Dinge bekandt, und sie zuvor ehe sie geschehen, davon reden können, daß sie geschehen werden?


Das vierdte Capitel.


Der Teuffel gibt dem D. Fausto seinen Dienst und Bund[27] auf, als er nur noch einen Monat zu seinem elenden Ende hatte.


Anmerckung.


  • I. Dem D. Fausto mutzet allhie der Teuffel seine Sicherheit, und rohes Epicurisches Leben gewaltig auf.

  • II. Der Teuffel citiret allhie den D. Faustum für das allgemeine Gericht, der doch selbst nichts anders zu gewarten hat.

  • III. Was das böse Gewissen vermöge.

  • IV. D. Faustus führet zur Klage ein die Cainische Verzweifflungs-Wort: meine Sünde seynd grösser, denn daß sie mir können vergeben werden.


Das fünffte Capitel.


Ein Theologus kommt zu dem D. Fausto, ihn zu trösten.


Anmerckung.


  • I. Gibt einen herrlichen Trost für die jenigen, die sich gleicher Gestalt an GOtt höchlich versündiget haben, und in deß Teuffels Bund getretten seynd.


Das sechste Capitel.


Der Satan erscheinet dem D. Fausto bey der Nacht, und hält ein Gespräche mit ihm.


Anmerckung.


  • I. Eine Warnung für die Schwartzkünstler und Zauberinnen, daß sie in ihren schweren Sünden nicht beharrlich fortfahren bis in ihr Ende.


Das siebende Capitel.


Von D. Fausti Schwermütigkeit und verzweiffelten Gedancken, seiner Seligkeit halber.


Anmerckung.


  • I. Daß D. Faustus allhie saget, daß sein teufflisch geführtes Leben und Wesen eine solche Sünde sey, die nimmermehr könne vergeben werden; fraget sichs, ob denn die Zauberey sey eine Sünde in den H. Geist?


[28] Das achte Capitel.


D. Faustum fichtet der Teuffel an wegen der Versehung GOttes.


Anmerckung.


  • I. Was man eigentlich halten und glauben soll von der ewigen Versehung?


Das neundte Capitel.


Dem D. Fausto träumet von der Hölle.


Anmerckung.


  • I. Was von den Träumen zu halten, und ob sie alle ohn Unterscheid zu verachten, und aus der Acht zu lassen?


Das zehende Capitel.


Wie D. Faustus sich daheim gantz still und einsam gehalten hat, ja deß vorigen Zusprechens sich gantz und gar entzogen.


Anmerckung.


  • I. Wie sich fromme Christen, wenn sie in Anfechtung und Traurigkeit ihres Hertzens, durch Verhängniß GOttes vom Satan getrieben werden, verhalten sollen.


Das eilffte Capitel.


Ein Gespräch D. Fausti mit seinem Famulo, wegen seines bald folgenden Endes.


Anmerckung.


  • I. Von dem trefflichen Gedächtniß etlicher Leute.

  • II. Wie wir allezeit unser Ende bedencken sollen.


Das zwölffte Capitel.


Eine bittere Klag D. Fausti, von der Ewigen Qual und Verdamniß.


Anmerckung.


  • [29] I. Daß kein Sünder, wie groß der auch sey, an GOttes Gnad und Barmhertzigkeit verzweiffeln solle.


Das dreyzehende Capitel.


D. Faustus als er seiner Seeligkeit halber in Verzweifflung gefallen, unterstehet sich die Hand an sich zu legen, damit er seines bösen Geistes abkommen möchte.


Anmerckung.


  • I. Was und wie mancherley die Verzweifflung seye?

  • II. Ob denn die jenigen, so ihnen selbst den Tod anthun, stracks und allerdings zu verdammen seyn?


Das vierzehende Capitel.


Wie der Teuffel dem D. Fausto seines Lebens Ende hat angekündet.


Anmerckung.


  • I. Was es für eine Beschaffenheit mit den Verdamten in der Hölle haben werde.

  • II. Von dem seligen Stand der Auserwehlten im Himmel.


Das funffzehende Capitel.


D. Faustus erkläret sich vor denen beruffenen Freunden, warum er sie habe zu sich erfordern lassen.


Anmerckung.


  • I. Hält in sich die Antwort offtgedachtes Theologi, unter den beruffenen Freunden oder Gästen, wegen der kläglichen Bekenntniß D. Fausti, wie ihn der Satan diese Nacht holen werde.


Das sechszehende Capitel.


Was deß D. Fausti letzte Bitte gewesen.


Anmerckung.


  • I. Wie jederzeit die zu spate Reue, der begangen Sünden wegen, das Verdamniß nach sich ziehe.


Das siebenzehende Capitel.

[30] Von dem erschrecklichen Ende deß D. Fausti.


Anmerckung.


  • I. Exempel anderer Zauberer und Schwartzkünstler, die gleiche Belohnung mit D. Fausto von dem Teuffel bekommen haben.


Das achtzehende Capitel.


D. Faustus wird begraben.


Anmerckung.


  • I. Ob die Verzweiffler und Selbst-Mörder ehrlich zu begraben?


Das neunzehende Capitel.


D. Fausti Sohn verschwindet zusamt seiner Mutter, nach D. Fausti Tod.


Anmerckung.


  • I. Von etlichen dergleichen Exempeln.


Quelle:
Pfitzer, Nikolaus: Das ärgerliche Leben und schreckliche Ende deß viel-berüchtigten Ertz- Schwartzkünstlers Johannis Fausti [...]. Tübingen 1880 [Nachdruck: Hildesheim, New York 1976], S. 7-30.
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