1.

[31] Der Oberpfälzer liebt die gebrochenen Laute, besonders das mit folgendem u und y gebrochene a und o, das mit vortretendem kurzen a und o gebrochene i. – Der Vokal a ist wie im Gothischen der vorherrschende. –

Darin liegt der bedeutende Unterschied vom Altbayerischen, daß dieses bereits um eine Stufe weiter vorgeschritten ist. Den Lauten des Oberpfälzers áu, aú, ói, aí, áy, aý, ou, öy entspricht in der Regel Altbayerisches [32] o, u oder o, oa, i oder e, ö, ia, ua, üa, so daß von diesen nur mehr die Hälfte gebrochen und von den Brechungen selbst wieder oa undeutsch ist, wie der Uebergang des l in i; z.B. Huiz, Hois, koid für Hulz, Hols, kold = Holz, Hals, kalt. Außerdem geschieht die Steigerung durch a.

Quelle:
Franz Schönwerth: Aus der Oberpfalz. Sitten und Sagen 1–3, Band 1, Augsburg 1857/58/59, S. 31-32.
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