Ich wohne in einem steinernen Haus ...

[446] Ich wohne in einem steinernen Haus,

Da liege ich verborgen und schlafe,

Doch ich trete hervor, ich eile heraus,

Gefodert mit eiserner Waffe.

Erst bin ich unscheinbar und schwach und klein,

Mich kann dein Atem bezwingen,

Ein Regentropfen schon saugt mich ein,

Doch mir wachsen im Siege die Schwingen,

Wenn die mächtige Schwester sich zu mir gesellt,

Erwachs ich zum furchtbarn Gebieter der Welt.


Quelle:
Friedrich Schiller: Sämtliche Werke, Band 1, München 31962, S. 445-446.
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