Einundachtzigstes Capitel.
Von der wundersamen Gnade Gottes und der Geburt des seligen Papstes Gregor.

[141] Einst herrschte der kluge König Marcus, der nur einen einzigen Sohn und eine einzige Tochter hatte, die er zärtlich liebte. Wie er aber zu einem sehr hohen Alter gelangt war, da ergriff ihn eine schwere Krankheit und als er sah, daß er nicht länger leben könne, ließ er alle Fürsten seines Reiches zu sich berufen und sprach zu[141] ihnen: Ihr Lieben, Ihr müßt wissen, daß ich heute meine Seele dem Herrn wieder zurückgeben muß: nun habe ich aber in meinem Herzen keine größere Besorgniß, als über meine Tochter, weil ich sie noch nicht verheirathet habe und darum mein Sohn, der Du mein Erbe bist, befehle ich Dir bei Verlust meines Segens, daß Du sie so anständig, wie es sich gebührt, verheirathest und mittlerweile sie so wie Dich selbst alle Tage in Ehren hältst. Wie er so gesprochen hatte, wandte er sich gegen die Wand um und gab seinen Geist auf und über seinen Tod erhob sich im ganzen Lande ein gewaltiges Wehklagen und sie begruben ihn auf das Ehrenvollste. Nach diesem fing nun der Sohn an auf das Klügste zu regieren und seine Schwester in allen Ehren zu halten, da er sie gar wundersam liebte, so daß sie jeden Tag, wenn auch seine Edlen bei ihm waren, an einem Tische auf einem Sessel ihm gegenüber saß, Beide mit einander aßen und in einer Kammer in getrennten Betten bei einander schliefen. Nun begab es sich aber eines Nachts, daß ihn eine große Versuchung überkam, so daß es ihm schien, als müsse er seinen Geist aufgeben, wenn er nicht an seiner Schwester seine Lust büßen könnte. Er sprang also vom Bette auf und ging zu seiner Schwester hin, welche er schlafend fand, und weckte sie. Als sie nun also geweckt war, sprach sie: o Herr, wozu bist Du denn zu dieser Stunde gekommen? Er aber antwortete: wenn ich nicht bei Dir schlafen darf, werde ich um mein Leben kommen. Sie aber versetzte: fern sey es von mir, eine solche Sünde zu begehen: rufe Dir es in's Gedächtniß zurück, wie unser seliger Vater Dich vor seinem Tode mit seinem Segen unter der Bedingung beehrt hat, daß Du mich in allen Ehren hältst: so Du aber eine solche Sünde begehen wolltest, würdest Du weder dem Zorne Gottes[142] noch dem Aerger der Menschen entgehen können. Jener aber sprach: wie es auch kommen mag, ich will meinen Willen haben, und also schlief er bei ihr: nachher aber kehrte er auf sein Lager zurück. Die Prinzessin aber weinte bitterlich und wollte sich nicht zufrieden geben, der Kaiser aber tröstete sie, so gut er konnte, und liebte sie merkwürdiger Weise immer mehr. Als aber ein halbes Jahr vergangen war, saß sie einst auf ihrem Sessel am Tische und ihr Bruder betrachtete sie aufmerksam und sprach: meine Liebe, was ist Dir? Dein Gesicht ist in seiner Farbe verändert und Deine Augen haben ihre Schwärze verloren. Jene aber sprach: das ist kein Wunder, denn ich bin schwanger und folglich zerknirscht. Als Jener das hörte, wurde er unglaublich traurig, weinte bitterlich und sprach: verflucht sey der Tag, wo ich geboren ward, denn ich weiß durchaus nicht, was ich thun soll. Jene aber erwiderte: Herr, folge meinem Rath und es wird Dich nicht gereuen: wir sind nicht die Ersten, welche Gott schwer beleidigt haben. Hier wohnt in der Nähe ein alter Krieger, ein Rath unseres seligen Vaters, nach dessen Meinung unser Vater oft gehandelt hat: der mag hierher berufen werden und unter dem Siegel der Beichte wollen wir ihm Alles sagen: er aber wird uns einen nützlichen Rath geben, wie wir Gott Genugthuung leisten und der weltlichen Schande entgehen können. Darauf entgegnete der König: das gefällt mir ganz wohl: indessen wollen wir versuchen uns erst mit Gott zu versöhnen. Sie beichteten also Beide reinen Herzens und mit großer Zerknirschung, als sie aber gebeichtet hatten, sandten sie nach dem Krieger und berichteten ihm im Geheimen Alles mit vielen Thränen. Darauf sprach jener: Herr, da Ihr Euch mit Gott versöhnt habt, so höret meinen Rath.[143] Damit Ihr das Aergerniß der Welt vermeiden möget, müßt Ihr für Euere und Eueres Vaters Sünden das gelobte Land besuchen und an dem und dem Tage alle Fürsten Eueres Reiches vor Euch zusammenrufen und dann folgende Worte ordentlich zu ihnen sprechen: Ihr Lieben, ich will das heilige Land besuchen und habe keinen Erben als meine Schwester: dieser müßt Ihr nun wie mir selbst Gehorsam leisten und mir dieses in Gegenwart Aller versprechen: Dir aber, mein Lieber, befehle ich bei Leibesstrafe, daß Du die Bewachung meiner Schwester übernimmst. Ich aber gebe Euch die Hand darauf, daß ich sie so geheim und sicher bewachen will, daß Niemand zu irgend einer Zeit weder vor- noch nachher etwas von Euerem Falle erfahren soll, ausgenommen meine Frau, welche ich ihr mit meinen eigenen Händen zur Bedienung geben will. Darauf erwiderte der König: das ist ein guter Rath, ich werde Alles erfüllen, was Ihr mir sagt. Alsbald ließ er alle seine Reichsfürsten zusammenrufen und erfüllte Alles von Anfang bis zu Ende, wie es oben geschrieben steht, nach dem Rathe des Kriegers. Wie er aber Alles zu Stande gebracht hatte, sagte er Allen Lebewohl und machte sich nach dem gelobten Lande auf den Weg, der Krieger aber führte seine Herrin, die Schwester des Königs nach seiner Burg. Wie aber die Frau des Ritters dieses sah, eilte sie ihrem Herrn entgegen und sprach: mein geehrter Herr, wer ist denn diese Dame? Er aber antwortete: es ist unsere Gebieterin, die Schwester des Königs: schwöre mir bei dem allmächtigen Gott und bei Verlust Deines Lebens, daß Du Alles, was ich Dir sagen werde, geheim halten willst. Jene aber entgegnete: Herr, ich bin bereit. Wie sie aber geschworen hatte, sprach der Ritter: unsere Gebieterin ist durch unsern[144] Herrn, den König geschwängert worden, weshalb ich Dir hiermit befehle, daß ihr kein menschliches Wesen einen Dienst thue, Deine Person ausgenommen: so wird der Anfang, die Mitte und das Ende geheim bleiben können. Jene aber versetzte: Herr, ich will Alles getreulich erfüllen. Die Dame ward nun in ein besonderes Gemach geführt und in Allem auf das Glänzendste bedient. Wie aber ihre Zeit gekommen war, gebar sie einen schönen Knaben, und als der Ritter das gehört hatte, sprach er zu ihr: o theuerste Gebieterin, es wird gut seyn einen Priester zu rufen, daß dieser den Knaben taufe. Diese aber sprach: ich gelobe meinem Gotte, daß derjenige, so von einer Schwester mit ihrem eigenen Bruder gezeugt ist, durch mich nicht die Taufe erhalten soll. Darauf sprach der Ritter: Ihr wißt, daß eine schwere Sünde zwischen Euch und Euerem Bruder begangen worden ist, wollet jedoch darum nicht die Seele des Knaben tödten. Darauf erwiderte die Dame: ich habe ein Gelübde gethan und das will ich streng halten, Dir aber befehle ich, daß du mir ein leeres Faß bringst. Darauf versetzte jener: dazu bin ich bereit, und ließ ein Faß mit sich in das Gemach bringen. Sie aber legte den Knaben anständig in eine Wiege und schrieb auf ein kleines Täfelchen folgende Worte: Ihr Lieben, Ihr müßt wissen, daß dieser Knabe nicht getauft ward, da er von einem Bruder mit seiner Schwester erzeugt ist, lasset ihn also zur Ehre Gottes taufen. Ihr werdet unter seinem Haupte einen schweren Schatz von Gold finden, mit dem möget Ihr ihn aufziehen, zu seinen Füßen liegt aber ein Pfund Silber, mit dem mag er ein Gewerbe betreiben. Und als dieses Alles geschrieben war, legte sie das Täfelchen in die Wiege unter die Seite des Knaben, das Gold unter den Kopf, das Silber[145] zu den Füßen. Hierauf bedecke sie die Wiege mit seidenen und goldbrokatenen Zeugen und befahl hierauf dem Ritter, die Wiege in das Faß zu thun und in's Meer zu werfen, auf daß sie dahin schwämme, wohin es Gott haben wolle: der Ritter aber vollzog Alles und als das Faß in's Meer geworfen war, blieb er so lange am Ufer stehen, bis er das Faß wegschwimmen sah. Nach diesem kehrte er zu seiner Gebieterin zurück, als er aber in die Nähe seiner Burg gekommen war, da kam ihm ein königlicher Bote aus dem heiligen Lande in den Weg und er sprach zu ihm: mein Lieber, wo kommst Du denn her? Der aber antwortete: ich komme vom gelobten Lande. Jener aber entgegnete: Was bringt Ihr denn Neues mit? Jener erwiederte: mein Herr, der König ist gestorben und sein Leichnam nach einem seiner Schlösser geführt worden. Als das der Ritter hörte, weinte er bitterlich, und als seine Frau dazu kam und vom Tode des Königs hörte, wurde sie viel trauriger, als man nur glauben kann. Der Krieger aber richtete sich auf und sprach zu seiner Frau: weinet nicht, daß es unsere Gebieterin nicht merke: wir wollen ihr nicht eher etwas davon sagen, als bis sie aus den Wochen ist. Mit diesen Worten begab sich der Ritter zu seiner Gebieterin hinein und seine Frau folgte ihm; wie aber die Dame sie gewahr wurde und sie ganz niedergeschlagen fand, sprach sie: Ihr Lieben, weshalb seid Ihr denn traurig? Jene aber erwiederten: hohe Frau, wir sind nicht traurig, sondern vielmehr voller Freude, weil Ihr von der schweren Gefahr befreit seyd, in welcher Ihr Euch befandet. Jene aber antwortete: dem ist nicht also, sondern zeiget mir an, was es giebt, und wollet nichts vor mir geheim halten, es sey böse oder gut. Darauf sagte der Ritter: es ist ein Bote aus dem heiligen[146] Lande vom Könige unserem Herrn und Euerem Bruder gekommen, der Neuigkeiten mitgebracht hat. Alsbald sprach sie: lasset den Boten rufen. Wie der gekommen war, sprach die Dame zu ihm: wie steht's mit meinem Herrn? Der aber erwiederte: Euer Herr ist gestorben und sein Leichnam aus dem heiligen Lande nach seinem Schlosse gebracht worden, auf daß er neben seinem Vater begraben werde. Wie das die Dame gehört hatte, fiel sie zur Erde nieder, und der Ritter, wie er den Schmerz seiner Gebieterin sah, warf sich ebenfalls zu Boden und mit ihnen die Frau des Ritters und der Bote und sie alle lagen eine lange Weile da, und vor dem unendlichen Schmerz war in ihnen weder Sprache noch Empfindung mehr. Nach geraumer Zeit richtete sich aber die Prinzessin auf, zerraufte sich die Haare ihres Hauptes, zerkratzte sich das Gesicht bis auf's Blut und schrie mit lauter Stimme: Weh mir, verflucht sey der Tag, an welchem ich empfangen ward, verwünscht sey die Nacht, in welcher ich geboren wurde: wie viele Unbilden erleide ich und was ist an mir schon erfüllt worden! Dahin ist meine Hoffnung, dahin ist meine Kraft, mein einziger Bruder, mein zweites Ich. Was ich jetzt weiter thun soll, weiß ich durchaus nicht. Da sprang der Ritter auf und sprach: O theuerste Gebieterin, höret mich. Wenn Du Dich aus Schmerz selbst umbringen willst, wird das ganze Reich untergehen. Du allein bist noch übrig und nach dem Erbrechte kommt Dir die Regierung zu. So Du Dich also tödten wirst, wird Reich und Land an Fremdlinge kommen. Laßt uns also aufstehen und an den Ort gehen, wo der Leichnam liegt, und ihn mit allen Ehren beerdigen, dann wollen wir sehen, wie wir das Land regieren müssen. Sie aber faßte wieder Muth durch die Worte des Ritters[147] und machte sich mit einer anständigen Begleitung nach dem Schlosse ihres Bruders auf. Als sie aber daselbst angelangt war, fand sie den königlichen Leichnam auf der Bahre, sie warf sich auf denselben hin und küßte ihn von der Sohle seiner Füße bis zu dem Scheitel seines Hauptes. Ihre Ritter aber, wie sie in ihr den allzugroßen Kummer über den Tod ihres Bruders gewahr wurden, rissen ihre Gebieterin von dem Leichname hinweg, führten sie in ihr Kämmerlein und übergaben den Körper mit gebührenden Ehren dem Grabe. Nach diesem sendete ein Herzog von Burgund seine feierlichen Abgesandten an sie, sie solle ihm ihre Hand als Ehefrau reichen. Sie aber antwortete sogleich: so lange ich lebe, will ich keinen Mann nehmen. Wie das die Gesandten hörten, meldeten sie ihren Willen ihrem Herrn: der Herzog aber, als er Solches vernahm, wurde zornig auf sie und sprach: wenn ich sie bekommen hätte, wäre ich jetzt Besitzer ihres Landes, aber daß sie mich so gering geschätzt hat, daß soll ihrem Lande nicht zu Gute kommen. Hierauf versammelte er sein Heer, drang in ihr Land ein, sengte und brennte, mordete und vollbrachte unzähliges Böse und trug in allen Schlachten den Sieg davon. Die Prinzessin aber flüchtete in eine Stadt, welche starke Mauern hatte und in welcher ein sehr festes Schloß war, und da blieb sie viele Jahre. Um aber wieder auf den in's Meer geworfenen Knaben zu kom men, so schwamm denn das Faß mit dem Kinde durch viele Länder, bis es endlich am sechsten Feiertage in die Nähe eines Mönchklosters kam. An demselben Tage ging aber der Abt desselben an das Meeresufer und sprach zu den Fischern, lieben Leute, machet Euch bereit zum Fischen. Diese aber rüsteten ihre Netze zu, und während sie noch so ihre Vorbereitungen machten, kam das Faß[148] mit den Wellen an's Land. Da sprach der Abt zu seinen Knechten: sehet, hier ist ein Faß, öffnet es und sehet zu, was darin ist. Diese aber öffneten das Faß und siehe ein kleiner Knabe in kostbare Stoffe gehüllt schaute den Abt an und lächelte. Der Abt aber sprach mit betrübtem Gesicht: o mein Gott, was ist das, daß wir hier einen Knaben in seiner Wiege finden? Er hob ihn hierauf mit seinen eigenen Händen heraus, fand unter seiner Seite das Schrifttäfelchen, welches seine Mutter dahin gelegt hatte, und las darin, daß er von einem Bruder und einer Schwester gezeugt und noch nicht getauft worden sey, daß man ihn aber um Gottes Willen bitte, ihm das Sacrament der Taufe zu geben, dann auch, daß er ihn mit dem Golde, welches er unter seinem Haupte finden werde, erziehen und daß jener mit dem Silber zu seinen Füßen irgend ein Gewerbe treiben solle. Wie der Abt solches gelesen und die mit kostbaren Stoffen geschmückte Wiege gesehen hatte, erkannte er, daß der Knabe aus edlem Blute sei: er ließ ihn also sogleich taufen und legte ihm seinen eigenen Namen bei, nämlich Gregorius, und gab den Knaben hierauf einem Fischer zum Aufziehen, nachdem er demselben das Pfund Gold, welches er gefunden hatte, eingehändigt hatte. Der Knabe aber wuchs heran und ward von Jedermann geliebt, bis er sieben Jahre seines Alters erfüllt hatte, worauf ihm der Abt sogleich einen Lehrer bestellte. Er aber machte solche Fortschritte in seinen Studien, daß ihn bald alle Mönche des Klosters wie einen ihrer Brüder liebgewannen, der Knabe aber übertraf innerhalb weniger Jahre Alle an Wissenschaft. Da begab es sich, daß er eines Tages mit den Söhnen des Fischers Ball spielte und den einen derselben, dessen Vater er für den seinigen hielt, mit dem Balle verwundete. Der aber[149] weinte bitterlich, als er getroffen war, ging nach Hause und klagte es seiner Mutter also sprechend: mein Bruder Gregor hat mich verwundet. Wie das aber seine Mutter gehört hatte, ging sie hinaus und ließ ihn hart an also redend: O Gregorius, wie kannst Du es wagen meinen Sohn zu werfen, da wir doch nicht wissen, weder wer noch woher Du bist. Jener aber antwortete: o meine liebe Mutter, bin ich denn nicht Dein Sohn, daß Du mir solches vorwirfst? Sie aber versetzte: mein Sohn bist Du nicht, und woher Du bist, ist mir unbekannt, Eins aber weiß ich, daß man Dich eines Tages in einem Fasse gefunden und der Abt Dich mir zum Aufziehen übergeben hat. Jener aber, als er das gehört hatte, weinte bitterlich, machte sich zu dem Abt auf und sprach: o mein Herr, ich bin lange bei Euch gewesen und habe gemeint ein Fischerknabe zu seyn, während ich es doch nicht bin und nicht einmal meine Eltern kenne: so es Euch gefällt, lasset mich unter die Soldaten gehen, denn hier will ich nicht länger mehr bleiben. Der Abt aber erwiderte: mein Sohn, denke nicht daran: alle Mönche, so in diesem Hause sind, haben Dich so lieb, daß sie Dich nach meinem Tode zu ihrem Abte machen werden. Jener aber entgegnete: Herr, ganz gewiß will ich nicht eher Ruhe haben, als bis ich zu meinen Eltern gekommen bin. Wie das der Abt gehört hatte, ging er zu seiner Truhe und zeigte ihm das Brieftäfelchen, welches er in seiner Wiege gefunden hatte, und sprach also zu ihm: Nun mein Sohn, lies darin und Du wirst ganz deutlich erfahren, wer Du bist. Als der aber las, daß er der Sohn eines Bruders und seiner Schwester sey, fiel er zur Erde nieder und sprach: o weh mir, was habe ich für Eltern. Ich will zum gelobten Lande reisen und da für die Sünden meiner Eltern streiten und mein Leben[150] daselbst beschließen. Ich bitte Dich also inständigst, o Herr, daß Ihr mich unter die Soldaten bringt. Dieses that der Abt auch, und als er Freiheit hatte sich weg zu begeben, da erhob sich eine große Trauer im Kloster, Jammern unter dem Volke und in der ganzen Nachbarschaft ein Wehklagen. Er begab sich aber an's Meer und machte mit den Schiffern aus, daß sie ihn in's gelobte Land brächten. Wie sie aber dahin fuhren, war ihnen der Wind entgegen und plötzlich wurden sie nach der Stadt getrieben, in deren Schlosse seine Mutter war. Die Schiffer aber wußten durchaus nicht, was das für eine Stadt oder was es für ein Land war. Wie aber der Ritter in der Stadt angekommen war, da kam ihm ein Bürger entgegen und sprach zu ihm: Herr, wo wollt Ihr hin? Und er antwortete: ich suche eine Herberge. Der Bürger aber führte ihn mit seiner ganzen Dienerschaft in sein Haus und bewirthete sie köstlich. Wie sie aber noch bei Tafel saßen, sprach der Herr Gregorius zu seinem Wirth: Herr, was ist denn das für ein Städtchen, wer ist denn der Besitzer derselben? Jener aber sprach: Werthester, wir hatten einst einen mächtigen Kaiser, der im heiligen Lande starb und keinen anderen Erben hinterließ als seine Schwester: nun begehrte diese aber ein gewisser Herzog zum Weibe und sie hatte sich vorgenommen, nie zu heirathen: darum hat nun jener aus Rache dieses ganze Reich, mit Ausnahme dieser einzigen Stadt, mit starker Hand in Besitz genommen. Der Ritter aber sprach: darf ich Dir ein Geheimniß meines Herzens sicher kundthun? Jener aber entgegnete: Ja Herr, das kannst Du. Jener aber sagte: bei meinem Schwerte, ich bin ein Ritter, sey so gut und gehe morgendes Tages zum Palast und rede mit dem Seneschall wegen mir und sage ihm, daß so er mir Löhnung giebt,[151] ich dieses Jahr für das Recht seiner Gebieterin kämpfen will. Darauf versetzte der Bürger: Herr, ich zweifle nicht, daß er sich von ganzer Seele über Deine Ankunft freuen wird: morgen früh will ich nach dem Palaste gehen und diese Sache zu Stande bringen. Er stand also früh auf, machte sich zum Seneschall auf den Weg und meldete ihm die Ankunft jenes Ritters: der aber feruete sich nicht wenig, und schickte einen Boten nach dem Ritter Gregorius. Als er ihn aber erblickt hatte, stellte er ihn seine Gebieterin vor und empfahl ihn derselben auf's Dringendste. Wie ihn diese aber sah, betrachtete sie ihn genau, wußte aber natürlich nicht, daß er ihr Sohn war, denn sie dachte, daß der schon vor vielen Jahren von dem Meere verschlungen sey. Der Seneschall aber miethete ihn in Gegenwart seiner Gebieterin, auf daß er ihm ein volles Jahr seine Dienste weihete, und am folgenden Tage rüstete er sich zum Streite. Nun befand sich damals gerade jener Herzog mit einem großen Heere auf einer Ebene, der Herr Gregorius griff dieses an, bahnte sich durch Alle einen Weg, bis er auf den Herzog stieß, welchen er an demselben Orte niederstieß, ihm das Haupt abhieb und den Sieg gewann. Derselbige Ritter aber machte von Tage zu Tage immer größere Fortschritte, der Ruf seiner Siege ging vor ihm her, und ehe noch ein Jahr voll war, hatte er schon das ganze Reich aus den Händen der Feinde wiedererobert. Hierauf begab er sich zum Seneschall und sprach: mein Lieber, es ist Euch bekannt, in welchem Zustande ich Euch antraf und in welche Lage ich Euch gebracht habe: ich bitte Euch also, gebt mir meinen Sold, denn ich gedenke in ein ander Land zu ziehen. Der Seneschall aber sprach: Herr, Du hast weit mehr verdient, als wir Dir unserer Uebereinkunft nach zu zahlen[152] schuldig sind: darum will ich zu meiner Gebieterin gehen, um mit ihr wegen Deiner Anstellung und Belohnung abzuschließen. Wie er aber zur Prinzessin kam, sprach er: o theuerste Frau, ich will Euch einige wichtige Worte sagen: seitdem mir ein Oberhaupt entbehren mußten, haben wir jegliches Unglück erfahren, es dürfte gut für Dich seyn, einen Mann zu nehmen, vermittelst dessen wir über die Zukunft sicher seyn können. Euer Reich hat Ueberfluß an Reichthümern, darum rathe ich Euch nicht einen Mann seiner Schätze wegen zu nehmen. Darum weiß ich nicht, wo Ihr einen Mann hernehmen wollt, der für Euere Ehre und das Heil des ganzen Volkes besser geeignet wäre, als Herr Gregorius. Jene aber pflegte stets zu antworten, ich habe Gott gelobt, mich nicht mit einem Manne zu verbinden. Allein auf die Rede ihres Seneschalls machte sie sich einen Tag Bedenkzeit zu einer Antwort aus, und wie der Tag da war, sprach sie zu Allen, die es hörten: weil der Herr Gregorius uns und unser Reich tapfer aus den Händen der Feinde befreit hat, will ich ihn zum Manne nehmen. Jene aber, als sie Solches hörten, freuten sich sehr. Sie bestimmte also einen Tag zur Vermählung, und als nun Beide, der Sohn mit seiner Mutter, mit großem Jubel und Beifall des ganzen Landes verehelicht worden waren und keines von ihnen wußte, wer der andere war, so entstand zwischen ihnen ein gar innige Liebe. Nun begab es sich eines Tages, daß Herr Gregorius auf die Jagd gegangen war und eine Magd zu ihrer Gebieterin also sprach: o theuerste Frau, habt Ihr denn unsern Herrn, den König, in irgend etwas beleidigt? Jene aber entgegnete: in nichts. Ja ich meine, daß in der ganzen Welt nicht zwei Eheleute gefunden werden mögen, die sich gegenseitig so lieb haben, wie mein Herr und ich.[153] Sage mir also, meine Liebe, was Dich zu diesen Reden veranlaßt hat. Jene aber sprach: alle Tage, wenn die Tafel gedeckt wird, geht unser Herr König ganz froh in sein geheimes Zimmer, wenn er aber wieder herauskommt, stößt er Wehklagen und Thränen aus: nachher aber wäscht er sich das Gesicht, und ich weiß durchaus nicht, weshalb er das macht. Wie das die Fürstin gehört hatte, ging sie in das geheime Gemach, sah in jedes Fach, bis sie endlich zu dem Schrein kam, worin das Täfelchen lag, worin er alle Tage zu lesen pflegte, wie er ein Sohn zweier Geschwister wäre, und dann bitterlich weinte. Das war aber dasselbe Täfelchen, welches in seiner Wiege gefunden worden war. Als aber die Fürstin dieses Täfelchen fand, erkannte sie es sogleich wieder, öffnete es und las ihre eigene Handschrift. Da dachte sie bei sich: wie wäre dieser Mann zu dem Täfelchen gekommen, wenn er nicht mein Sohn wäre? Hierauf begann sie mit lauter Stimme zu schreien und zu sagen: wehe mir, daß ich geboren und auf die Welt gekommen bin: wäre doch meine Mutter am Tage meiner Empfängniß gestorben. Da sie nun dieses Geschrei erhob, hörten es die Ritter, so bei Hofe waren, und eilten mit Andern zu ihrer Gebieterin und fanden sie am Boden liegend, standen auch lange Zeit um sie herum, bis sie einige Worte von ihr erhalten konnten. Darauf aber öffnete sie den Mund und sprach: so Ihr mein Leben lieb habt, suchet meinen Herrn. Die Ritter aber, als sie das vernahmen, sprangen auf ihre Rosse, jagten zum Kaiser und sprachen zu ihm: Herr, die Königin liegt in tödtlicher Noth darnieder. Er aber, als er das hörte, gab das Jagdspiel auf und eilte zu seinem Schlosse und in das Gemach, wo seine Gemahlin lag. Wie ihn aber die Fürstin erblickte, sprach sie: o Herr, laßt Alle[154] hinausgehen, damit Niemand als Ihr höre, was ich Euch sagen will. Wie aber Alle hinaus waren, sprach die Königin: Herr, sagt mir, von welcher Herkunft Ihr seyd. Er aber versetzte: das ist eine sonderbare Frage: Du weißt ohne Zweifel, daß ich aus fernen Landen stamme. Jene aber entgegnete: ich schwöre Dir bei Gott, daß, so Du mir nicht die Wahrheit sagst, Du mich gleich des Todes sterben sehen wirst! Der aber antwortete: Nun wohl, ich sage Dir, daß ich arm war und außer den Waffen, mit welchen ich Euch und Euer ganzes Land von der Sclaverei frei gemacht habe, nichts besaß. Jene aber sprach: sage mir also nur, aus welchem Lande Du entsprungen bist und wer Deine Eltern waren, denn so Du mir die Wahrheit nicht sagen wirst, will ich nie wieder Speise zu mir nehmen. Und jener erwiederte: ich will Euch ein Geständniß der Wahrheit gemäß ablegen. Ein gewisser Abt hat mich von meiner Kindheit an erzogen und mir öfters gesagt, daß er mich in einer Wiege in einem Fasse liegend gefunden habe, und von der Zeit an bis jetzt hat er mich dann bei sich behalten, bis ich in dieses Land gekommen bin. Wie das die Fürstin gehört hatte, zeigte sie ihm das Brieftäfelchen und sprach: Kennst Du diese Schreibtafel? Wie der diese erblickt hatte, fiel er zur Erde nieder, jene aber sprach: o mein süßer Sohn, Du bist mein einziges Kind: Du bist mein Mann und mein Herr. Du bist mein und meines Bruders Sohn: o mein süßes Kind, ich habe Dich nach Deiner Geburt mit jenem Täfelchen in das Faß gelegt. Weh mir, o mein Gott, warum hast du mich lassen geboren werden, da so vieles Böse durch mich verübt worden ist? Ich habe meinen eigenen Bruder erkannt und Dich geboren; wäre ich doch verzehrt worden, daß mich kein Auge sähe, und wäre ich doch[155] gleich vom Leibe meiner Mutter zu Grabe getragen worden. Damit rannte sie mit dem Kopfe gegen die Mauer und sprach: o mein Herrgott, siehe mein und meines Bruders Sohn ist mein Gatte. Darauf sprach der Herr Gregorius: ich glaubte schon der Gefahr entronnen zu seyn und bin so in des Teufels Netz gefallen: laß mich, meine Frau, daß ich mein Elend beklage. Weh mir, wehe! Hier ist meine Mutter, meine Freundin, meine Gattin: also hat mich der Teufel umgarnt. Wie die Mutter den Sohn also in Trauer sah, sprach sie: o theuerster Sohn, ich will um meiner Sünden willen mein ganzes Leben hindurch in die weite Welt gehen. Du aber magst das Land verwalten. Der aber entgegnete: so soll es nicht seyn, vielmehr sollst Du, Mutter, im Lande verbleiben, ich aber will so lange herumwandern, bis uns von Gott unsere Sünden vergeben sind. Er stand also mitten in der Nacht auf, zerbrach seine Lanze, zog Reisekleider an, nahm Abschied von seiner Mutter und machte sich mit bloßen Füßen auf den Weg. Nun kam er in einer dunklen Nacht in eine Stadt an das Haus eines Fischers und bat ihn um Gottes Willen um eine Herberge. Der Fischer aber schaute ihn sorgfältig an, und als er die Feinheit seiner Gliedmaßen und seine ganze Haltung betrachtet hatte: sprach er: mein Lieber, Du bist kein wirklicher Reisender, wie aus Deinem Körperbau deutlich hervorgeht. Jener aber sprach: wenn ich auch kein armer Reisender bin, so bitte ich Dich doch diese Nacht um Gottes Willen um Aufnahme. Wie das die Fischersfrau sah, bat sie mitleidig, er möchte ihn doch hereinlassen. Sobald er aber in das Haus getreten war, ließ ihm der Fischer hinter der Thüre ein Lager zurichten, gab ihm Fische, Brod und Wasser und sprach zu ihm: Fremder, so Du einen sichern Platz finden willst, so[156] solltest Du in die Einsamkeit gehen. Jener aber entgegnete: Herr, ich würde das sehr gern thun, allein ich kenne keinen solchen Ort. Der aber versetzte: gehe morgen mit mir, ich will Dich an einen einsamen Ort bringen. Jener aber antwortete: das lohne Dir Gott. Früh morgens aber weckte der Fischer den Fremden, der aber war so eilig, daß er seine Brieftafel hinter der Thür liegen ließ. Der Fischer aber ging mit dem Fremden auf die See und fuhr darin wohl sechzehn Meilen weit, bis er an einen Felsen kam, hier ließ er sich Fesseln an seine Füße legen, welche ohne einen Schlüssel nicht geöffnet werden konnten, sobald er aber dieselben verschlossen hatte, schleuderte er den Schlüssel in's Meer. Hierauf kehrte der Fischer nach Hause zurück, der Fremde aber blieb siebzehn Jahre lang in der Buße. Nun begab es sich aber, daß der Papst starb, und als er gestorben war, kam eine Stimme vom Himmel herab und sprach: Suchet den Mann Gottes Gregorius und setzet ihn zu meinen Stellvertreter ein. Wie das die Wähler hörten, freuten sie sich sehr und sendeten Boten durch alle Theile der Welt, welche ihn aufsuchen sollten. Endlich kehrten diese in dem Hause jenes Fischers ein, wie sie aber bei Tische saßen, sprachen sie zu dem Fischer: o mein Lieber, wir plagen uns recht, indem wir durch alle Länder und Schlösser ziehen und einen heiligen Mann Namens Gregorius suchen, den wir zum Papst machen sollen, und finden ihn nicht. Als der sich aber an jenen Fremden erinnerte: sprach er: es sind jetzt siebzehn Jahre, daß ein Fremder mit Namen Gregorius in diesem Hause einkehrte, den ich an einen Felsen führte und dort verließ. Ich weiß aber, daß er bereits seit langer Zeit gestorben ist. Nun begab es sich, daß er an demselbigen Tage Fische fing, und wie er den einen Fisch herauszog, fand[157] er den Schlüssel, welchen er vor siebzehn Jahren in's Meer geworfen hatte, in demselben. Sogleich rief er mit lauter Stimme aus: o Ihr Lieben, sehet hier den Schlüssel, welchen ich in's Meer geworfen habe, ich hoffe, Ihr sollt Euch nicht vergebliche Mühe gemacht haben. Wie das die Boten hörten und sahen, freuten sie sich sehr. In der Frühe aber standen sie auf und baten den Fischer, er möchte sie zu dem Felsen führen, und also geschah es. Wie sie aber dort anlangten und jenen erblickten, so sprachen sie: o Gregorius, Du Mann Gottes, komm zu uns und steige im Namen des allmächtigen Gottes zu uns herab, denn es ist der Wille Gottes, daß Du zu seinem Stellvertreter auf Erden gesetzt werdest. Jener aber entgegnete: so das Gott gefällt, so geschehe sein Wille. Damit führten sie ihn vom Felsen herab. Ehe er aber in die Stadt hinein kam, da läuteten alle Glocken derselben von sich selbst, und die Bürger, wie sie das hörten, sprachen: gesegnet sey der Höchste, denn jetzt kommt der, welcher Christi Stellvertreter seyn soll. Hierauf gingen ihm Alle entgegen, empfingen ihn mit großen Ehrenbezeugungen und setzten ihn zu Christi Stellvertreter ein. Wie aber der heilige Gregorius zum Verweser Christi bestellt worden war, benahm er sich in Allem gar löblich und der Ruf von ihm flog durch den ganzen Erdkreis, daß ein so heiliger Stellvertreter Christi eingesetzt worden sey. Nun kamen Viele aus allen Theilen der Welt herbei, auf daß sie seinen Rath und Hülfe erhielten. Wie aber seine Mutter hörte, daß ein so seliger Mann zum Stellvertreter Christi erhoben worden sey, da dachte sie bei sich: wo kann ich denn besser hingehen, als zu diesem heiligen Manne und ihm mein Leben anvertrauen? Indessen wußte sie durchaus nicht, daß es ihr Sohn und[158] Mann sey. Sie machte also auf den Weg gen Rom und beichtete dem Stellvertreter Christi: vor der Beichte erkannte aber Keines das Andere, allein wie der Papst die Beichte seinere Mutter gehört hatte, da erkannte er sie wohl und sprach: o meine süße Mutter, Frau und Freundin, der Teufel gedachte uns zur Hölle zu führen, allein durch die Gnade Gottes sind wir ihm entgangen. Wie jene das hörte, fiel sie vor seinen Füßen nieder und weinte bitterlich vor Freude: der Papst aber hob sie vom Boden auf und baute in ihrem Namen ein Kloster, wo er sie zur Aebtissin machte, und innerhalb weniger Zeit gaben Beide an Gott ihre Seelen zurück.

Quelle:
Gesta Romanorum, das älteste Mährchen- und Legendenbuch des christlichen Mittelalters. 3. Auflage, Unveränderter Neudruck Leipzig: Löffler, Alicke 1905, S. 141-159.
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