1. Zwei Sagentypen.

[1] Zwei Sagentypen, an die unsere Untersuchung1 anzuknüpfen hat, sind an den Anfang zu stellen.[1]


1. Eine bulgarische Sage. (Aus Strauß, Die Bulgaren S. 6 fg.)


Im Anfange gab es weder Erde, noch Menschen; überall war nur Wasser; und es gab nur Gott und Satan, die zusammen lebten. Da sprach einmal Gott zu Satan: »Erschaffen wir Erde und Menschen!« – »Erschaffen wir sie,« versetzte Satan, »aber woher sollen wir uns Erde holen?« – Gott antwortete: »Unter dem Wasser ist Erde! Steige hinab und hole etwas Erde herauf!« – »Gut!« antwortete der Satan. – »Bevor du aber ins Wasser hinabtauchst,« sagte Gott, »mußt du sprechen: ›Mit Gottes Kraft und mit meiner!‹ dann wirst du des Wassers Grund erreichen und Erde finden!« Der Satan ließ sich in das Wasser hinab, sagte aber nicht: »Mit Gottes Kraft und mit meiner!« sondern er sprach: »Mit meiner Kraft und mit der Gottes!« Des halb konnte er nicht auf den Grund des Wassers gelangen. Er kehrte unverrichteter Dinge zu Gott zurück. Zum zweiten Male machte er es ebenso und konnte abermals den Grund des Wassers nicht erreichen. Als er sich aber zum dritten Male auf den Weg machen mußte, da sagte er schon: »Mit Gottes Kraft und mit meiner!« Und er erreichte den Grund, von dem er mit seinen Fingernägeln ein wenig Erde nahm. Diese Erde warf dann Gott auf das Wasser hin, und nun entstand die Erde. Als nun Satan die große weite Erde sah, verfiel er auf den hinterlistigen Gedanken, Gott einzuschläfern, ihn dann ins Wasser zu stürzen, die ganze Erde allein in Besitz zu nehmen und sich als Erschaffer der Erde rühmen zu lassen. Gott wußte freilich den Plan des Satans und legte sich nieder, als ob er sich dem Schlafe übergeben wolle. Der Satan ergriff nun Gott und trug ihn zum großen Wasser, um ihn in die Tiefe zu werfen. Als er ans Ufer gelangte, begann das Land rasch zu wachsen, so daß er das Wasser auf keine Weise erreichen konnte; er wandte sich nun zu einem anderen Ufer, konnte aber auch dieses aus demselben Grunde nicht erreichen. Und als er auch von einer dritten Seite her infolge des Wachsens der Erde das Wasser nicht erreichen konnte, so ließ er Gott auf die Erde gleiten und legte sich auch neben ihn hin. Nachdem er kurze Zeit lang geschlafen hatte, ergriff er abermals Gott und trug ihn in einer vierten Richtung zum Wasser; da aber auch hier das Land sofort zu wachsen begann, so konnte er auch in dieser Richtung das Wasser nicht erreichen. Er weckte nun Gott auf, indem er rief: »Steh auf, Gott, damit wir die Erde segnen! Siehe, wie sehr sie in der Zeit gewachsen ist, in der wir geschlafen haben!« Gott versetzte hierauf: »Als du mich nach vier Richtungen hin getragen hast, um mich ins Wasser zu werfen, und dabei mit meinem Körper ein Kreuz beschriebst, da habe ich die Erde dadurch schon gesegnet, damit sie wachse und gedeihe.« Dies ärgerte nun den Satan, und er verließ Gott. – Als Gott allein blieb, und die Erde fortwährend wuchs, so daß sie von der Sonne schon nicht mehr bedeckt werden konnte, da erschuf Gott von seinem Geiste Engel und sandte den Kriegsengel zum Satan, um ihn zu befragen, was er tun solle, damit das Wachsen der Erde aufhöre. In der Zwischenzeit aber hatte sich der Teufel eine Ziege gemacht, und als er nun zu Gott ging, da ritt er auf dem Rücken dieser Ziege, der er aus Erde einen Bart gemacht hatte. Seit dieser Zeit haben die Ziegen bis auf den heutigen Tag Bärte. Als die Engel den Teufel auf der Ziege einherreiten sahen, da lachten sie ihn aus; er ärgerte sich darüber und ritt zurück. In diesem Augenblicke erschuf Gott eine Biene, zu der er also sprach: »Fliege sofort dem Satan auf die Schulter und behorche ihn bei seiner Rede; kehre dann zurück und verständige[2] mich!« Die Biene flog nun dem Satan auf die Schulter, als dieser eben zu sich selber sprach: »Oh, dieser dumme Gott. Er weiß nicht, daß er einen Stock zu nehmen, damit nach allen vier Seiten hin die Erde zu bekreuzigen und zu sagen hat: ›So viel Erde ist nun genug!‹ Er weiß eben nicht, was er zu machen hat!« – Als die Biene dies vernommen hatte, da flog sie von der Schulter des Satans hinweg. Dieser drehte sich um, bemerkte die Biene und sagte: »Der soll dich essen, der dich ausgesendet hat!« – Als die Biene zu Gott kam, so erzählte sie genau alles, was der Satan gesprochen hatte. Gott tat nun also, und die Erde hörte auf zu wachsen. Zur Biene aber sprach Gott: »Süßeres, denn du, soll es nicht geben!« – Hierauf mach te Gott aus Kot Menschen; und als sich diese auf der Erde gar sehr vermehrt hatten und zu sterben begannen, da berief Gott den Satan zu sich, damit er mit ihm zusammen lebe. Der Satan kam und zwar unter der Bedingung, daß die lebenden Menschen Gott, die toten aber dem Satan gehören sollen. Damit die Menschen nicht so rasch hinwegsterben, so ließ sie Gott 200 bis 300 Jahre lang leben. Als aber nach längerer Zeit Gott bemerkte, daß es mehr tote als lebende Menschen gab, da wollte er den mit Satan geschlossenen Vertrag abändern, wußte aber nicht, wie er dies anstellen solle. Er fragte in dieser Sache bei mehreren Menschen um Rat nach, wie z.B. bei Abraham, Moses und Joseph, er fragte auch die Engel, – aber niemand konnte es ihm sagen, wie er diesen Vertrag vernichten könne. Die Menschen fragten nun den Satan über diese Angelegenheit aus. Dieser sagte: »Gott allein kann den Vertrag nicht brechen; wenn er aber von seinem Geiste einen Sohn erschafft, der aber nicht so ist, wie die anderen Menschen, so wird der den Vertrag auflösen.« Als dies nun Gott mitgeteilt wurde, da dachte er nach, wie er denn von seinem Geiste einen Sohn machen könne. Er konnte sich aber dies nicht ausdenken; deshalb fragte er selber den Satan, wie er aus seinem Geiste einen Sohn machen könne. Der Satan versetzte: »Das geht gar leicht! Nimm Basilienblumen und binde dir daraus einen Strauß; lege denselben unter dein Polster und schlafe darauf eine Nacht, indem du dir dabei denkst, daß dir ein Sohn vom Gottesgeiste geboren werden wird. Wenn du dann aufstehst, so trage den Strauß zur unbefleckten, jungfräulichen, bescheidenen Maria, der Schwester des Jordan, damit sie ihn berieche; davon wird sie dann schwanger werden!« – Gott machte es also, wie es ihm der Satan gesagt hatte, und sandte dann den Engel Gabriel mit dem Basilienstrauß zur jungfräulichen, bescheidenen Maria.


Es folgt eine Episode von Maria und ihrem Bruder Jordan,2 dann Christi Geburt und die Lösung jenes Gemeinschaftsverhältnisses zwischen Gott und Satan, das bis dahin 800000 Jahre gedauert hatte. Christus fordert die Toten für sich, da ja der Vertrag, der die Toten dem Satan, die Lebendigen Gott zuerteilte, nur mit Gott dem Vater, nicht mit Gott dem Sohne abgeschlossen sei. Endlich wird Christi Ende erzählt. Der Teufel stiftet die Juden an, ihn zu verfolgen.


2. Eine Sage vom südsibirischen Altai. (Aus Radloff I, S. 175 fg.)


Ehe die Erde geschaffen war, war alles Wasser, die Erde war nicht da, der Himmel war nicht da, Sonne und Mond war nicht da. Gott flog umher, [3] auch noch ein Mensch flog umher, beide schwarze Gänse seiend, flogen umher. Gott dachte durchaus an nichts, jener Mensch, den Wind erregend, regte das Wasser auf und spritzte Wasser in das Antlitz Gottes. Jener Mensch gedachte höher als Gott sich zu erheben, er stürzte aber nach unten und fiel ins Wasser. Herabgestürzt sprach er fast erstickend: »Ach mein Gott, errette mich.« Gott sprach: »O Mensch, erhebe dich aus dem Wasser hervor.« Jetzt erhob sich jener Mensch aus dem Wasser in die Höhe. Gott sprach: »Es möge ein fester Stein entste hen.« Von dem Grunde des Meeres kam ein harter Stein hervor; auf die Oberfläche desselben setzte sich der Mensch, der mit Gott zusammen lebte.

Gott sprach: »Du steige herunter zum Grunde des Meeres und bringe Erde herauf!« Nachdem er hinabgestiegen, faßte er Erde mit der Hand, und nachdem er Erde genommen, gab er sie Gott. Gott warf diese Erde über die Oberfläche des Meeres hin und sprach: Es werde Land. Darauf entstand das Land. Darauf sprach Gott abermals: »Steige hinab und bringe noch Erde herauf.« Der Mensch dachte bei sich: »Wenn ich dort hinabsteige, werde ich auch für mich Erde mitbringen.« Er stieg zum Grunde des Wassers hinab, nahm nach seinen Gedanken zwei Hände voll Erde mit. Die eine Handvoll brachte er Gott, mit der andern Hand steckte er die Erde in den Mund und stieg empor, um selbst vor Gott verborgen Land zu machen. Die eine Handvoll Erde gab er Gott, Gott nahm sie, streute sie aus, und die Erde wurde dick. Jener Mensch steckte die Erde in seinen Mund, sie schwoll an, der Mensch wollte ersticken, sie schnürte ihm die Kehle zu, und er wäre fast gestorben. Jetzt lief er zur Seite und entfloh vor Gott. Er meinte, er sei weit fortgegangen, aber als er sich umblickte, stand Gott ihm zur Seite. Als jener Mensch dem Ersticken nahe war, sprach er zu Gott: »Ach Gott, wahrhaftiger Gott, errette mich.« Gott sprach: »Was hattest du vor? Dachtest du etwa, du könntest die Erde nehmen und in deinem Munde verbergen; weshalb verbargst du die Erde?« Jener Mensch sprach: »Ich habe die Erde in den Mund genommen, um Land zu machen.« Gott sprach: »Spei sie aus!« Als der Mensch dieselbe ausgespieen, entstanden die kleinen Sumpfhügelchen. Darauf sprach Gott: »Jetzt bist du in der Sünde. Du dachtest mir Böses zu tun; des dir unterworfenen Volkes innerer Sinn wird ebenso böse sein! Der Sinn des mir unterworfenen Volkes wird heilig sein. Sie werden die Sonne sehen, sie werden das Licht sehen, der wahre Kurbystan werd eich genannt werden. Dein Name soll Erlik sein. Der Mensch, welcher seine Sünde vor mir verborgen, soll der deinige, der Mensch des Erlik sein. Der Mensch, der sich vor deiner Sünde verborgen, soll der meinige sein.«

Es wuchs ein einziger Baum ohne Äste empor, diesen erblickte Gott. »Ein einziger Baum ohne Zweige ist nicht angenehm zu sehen, es mögen an ihm neun Äste entstehen«, sprach er. Neun Zweige wuchsen empor. »Am Fuße der neun Äste mögen neun Menschen sein, aus jenen neun Menschen mögen neun Völker entstehen.«

Als jetzt Erlik kam, ertönte ein Geräusch von vielen (ihm unbekannten) Dingen. Erlik sprach jetzt zu Gott: »Woher rühret dieses Geräusch?« Gott sprach: »Du bist ein Fürst, ich bin auch ein Fürst, dies ist mein Volk.« Darauf sprach Erlik: »Ach gib mir doch dieses dein Volk.« Gott sprach: »Nein, ich werde es dir nicht geben, du warte nur.« Jetzt sprach Erlik zu sich selbst: »Halt, halt, ich will mir doch das Volk Gottes ansehen.« Erlik ging, ging und[4] kam dort an. Als er nachsah, erblickte er alles, Menschen, Wild, Vögel und allerlei Lebendiges. Erlik sprach: »Wie hat nur Gott dies alles gemacht? Ich sagte doch, ich will alles nehmen; wie soll denn dies zur Tat werden, wovon, nährt sich dieses Volk?«

Als Erlik sah, daß sie von der einen Seite des einzigen Baumes aßenr von der andern aber nicht, sprach er: »Weshalb esset ihr nur von diesem?«


Es folgt nun der Sündenfall des Töröngöi und der Edji; Gott stürzt den Versucher in das Land der Finsternis hinab und schickt den Menschen Mai-Tere, ihnen die Anfänge der Kultur zu bringen.


Der Teufel, der sich gern »nach oben hin, zur Seite Gottes« erheben möchte, ruft die Vermittlung dieses Mai-Tere an. Gott sprach: »Ja, wenn du mich nicht anfeindest, wenn du dem Menschen nichts Böses zufügest, so komm.« Jetzt stieg Erlik zum Himmel empor. (Er erhält nun die Erlaubnis einen Himmel zu schaffen, »und des Erlik Teufel wuchsen in diesem seinem Himmel, in großer Menge wuchsen sie«. Ein Mensch Gottes, Mandy-Schire, beschließt deshalb Erlik zu bekriegen.) Erlik schlug den Mandy-Schire mit Feuer und vertrieb ihn. Mandy-Schire entfloh heimwärts. Gott fragte ihn: »Woher kommst du denn?« Mandy-Schire sprach zu Gott: »Des Erlik Volk lebt oben im Himmel; unser Volk lebt auf der Erde, dies ist sehr schlecht. Ich selbst gedachte des Erlik Volk zur Erde hinabzustürzen, hatte aber keine Kraft und konnte sie nicht hinabstoßen.« Gott sprach: » ... Erlik ist jetzt stärker als du; ... wenn seine Zeit kommt, so werde ich dir sagen: Heute geh. Wenn du an diesem Tage gehst, so wirst du stärker sein.« (Als der Tag gekommen ist, erhält Mandy-Schire einen Speer von Gott, besiegt Erlik und vertreibt ihn.) Den Himmel des Erlik zerschmetterte er mit dem Speere; alles, was sich dort befand, warf er nieder. Vor dieser Zeit war kein Stein, kein Felsen, kein Bergwald. Als jetzt die Trümmer des Himmels des Erlik zur Erde gefallen, entstanden alle Felsen, alle Steine, der Bergwald, die hohen Berge und alle Bergrücken; das von Gott geschaffene, gute, ganz ebene Land wurde alles schlecht. (Darauf stürzt Mandy-Schire die Untertanen des Erlik zur Erde nieder, sie fielen ins Wasser, auf Vieh, Bäume, Menschen, Steine, und alle starben.) Nachdem dann erzählt ist, daß Gott den Teufel (Erlik) in die Hölle verstößt, um ihn dereinst zu richten, spricht Erlik: »Ich gedenke alle toten Menschen mit mir zu nehmen.« Gott erwidert: »Die gebe ich dir durchaus nicht,« worauf der Satan klagt, er habe ja dann gar keine Untertanen, und sich selber welche schafft, die Gott aber in Tiere verwandelt. Dann sagt Gott zu den Menschen: »Ich werde jetzt fortgehen. Wenn ich auch lange ausbleibe, so werde ich doch kommen ... An meiner Stelle werden euch jetzt Japkara, Mandy-Schire, Schal-Jime helfen ... Wenn Erlik den toten Menschen nehmen will, so möge Mandy-Schire den Erlik besiegen.« Die Sage endet indes, ohne von dem Kampfe zu berichten, Mandy-Schire wird von der Erde entrückt.


Diese beiden Sagentypen vertreten zwei umfangreiche Sagengruppen, die von ihren Uranfängen her verwandt sind, aber auf verschiedenen Wegen sich entwickelt haben. In dem ersten Typus werden wir die Anschauungen der Sekte der Bogumilen erkennen, die ihrerseits wieder auf die Lehren armenischer Gnostiker und über diese hinaus auf den iranischen Dualismus[5] zurückgehen. Sie haben lange Zeit hindurch in das Geistesleben Europas nachhaltig eingegriffen. Der zweite Typus beruht, wie sich zeigen wird, auf direktem asiatischen Einflüsse, der auch auf die slawische Welt von Osten her eingewirkt hat.

Ehe wir auf die vielverzweigte Geschichte der beiden Sagengruppen eingehen, deren schier unheimliche Variantenfülle die Klarheit der Umschau zu verwirren droht, wird es von Wert sein, die hauptsächlichsten Sagenzüge, auf die es im folgenden ankommt, festzustellen.


Die bulgarische Sage hat folgende besonderen Züge:


1. Satanael bringt Erde unter den Fingernägeln.

2. Er plant, Gott zu ertränken.

3. Gott fragt Satanael um Rat.


Die altaische Sage hat folgende besonderen Züge:


1. Gott und der Teufel fliegen als Vögel über dem Wasser.

2. Erlik wird von Gott aus dem Abgrund gerettet.

3. Vom Meeresgrunde erhebt sich ein Stein, auf den Erlik sich setzt.

4. Die Erde schwillt in Erliks Munde, und es entstehen Sumpfhügel.

5. Es wird der Weltbaum erwähnt. Die fünf östlichen Zweige (die des Ormuzd) sind den Menschen gestattet, die anderen verboten.


Beide Sagen haben folgende Züge gemeinsam:


1. Zwei Schöpfer erschaffen zusammen die Welt.

2. Der Teufel handelt nach Gottes Weisung, die er indessen aus Eifersucht zu umgehen sucht.

3. Die Erde hat durch Wachsen ihre Ausdehnung erlangt.

4. Der Teufel begehrt die Toten (stärker betont im Bulgarischen, wo ein Vertrag durch Christus gelöst wird, schwächer im Altaischen, wo kein Vertrag geschlossen und die letzte Besiegung Erliks nicht ausdrücklich erzählt wird).


Diese Hauptzüge werden wir scharf im Auge behalten müssen, wenn anders wir unsere Untersuchung zu Ergebnissen führen wollen.

Wir beginnen nunmehr mit der uranfänglichen Grundlage, auf der sowohl die eine, als auch die andere Gruppe beruht. Es gilt weit auszuholen. Aber da die Ideenwelt, die wir da finden, nicht bloß für die Schöpfungssage, sondern auch für andere Überlieferungen (vgl. namentlich Kap. 2–4) von Wichtigkeit ist, so lohnt es der Mühe.

Fußnoten

1 Als wertvolle Materialsammlung diente hierzu Alex. Veselovskij, Razyskanija v oblasti russkago duchovnago sticha XI (Dualističeskija povêrja o mirozdanji) im Sbornik otdêlenija russk. jazyka imp. akademii 46 (1890), Nr. 6, S. 1–116. Für die Entwicklungsgeschichte des Stoffs: Dragomanov, Dualističeskoto mirotyorenje in dem bulgarischen Sbornik za narodnija umotvorenija 8 (1892), S. 257–314 und 10 (1894), S. 1–68. Die amerikanischen Stoffe sind zumeist von mir selbst gesammelt, wie auch manches andere zur Ergänzung und Berichtigung jener grundlegenden Arbeiten beigetragen ist.


2 Darüber Dragomanov, Sbornik X, S. 34.


Quelle:
Dähnhardt, Oskar: Natursagen. Eine Samlung naturdeutender Sagen, Märchen, Fabeln und Legenden, 4 Bände, Leipzig/Berlin, 1907-1912, S. 6.
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