X. Verhalten in den einzelnen Jahreszeiten.

[257] 1. Aus Estland.


Im Herbst am St. Michaelistage wollte eine Bauernfrau zum Abend Kohlsuppe kochen. Sie holte aus dem Garten mehrere große Kohlköpfe. Da kein Holz mehr zu Hause war, ging der Mann in den Wald, um etliches zu holen. Während er das Reisig sammelte, hatte er sich immer weiter vom Hause entfernt und schließlich verirrt. Er suchte den Weg, bis er müde wurde, und da er eine Bärenhöhle sah, ging er hinein, um sich auszuruhen und am Morgen weiter zu suchen. Er schlief ein, und als er endlich erwachte, war es noch Nacht; da kehrte er sich auf die andere Seite und schlief weiter. Am Morgen erwachte er und fand den Weg nach Hause. Die Frau aber wollte ihn nicht wiedererkennen, die Stimme allein war ihr bekannt. Der Mann war sehr hungrig und fragte, ob sie von der gestrigen Suppe noch etwas übrig hätte. Verwundert blickte das Weib ihn an. »Hast du die1 Suppe gestern Abend gar nicht gekocht?« fragte der Mann. Da stellte es sich heraus, daß der Mann den ganzen Winter fortgewesen war und daß sie schon Frühling und Maria Verkündigung (25. III.) hatten. – Seit der Zeit geht nun der Bär immer am Michaelistage in seine Höhle und hält seinen Winterschlaf. Am Lichtmeßtage kehrt er sich auf die andere Seite, und zu Maria Verkündigung kommt er heraus und wird denen das Maul belecken, die nicht vor Sonnenaufgang aufzustehen vermögen. (?)


  • Literatur: Aus d. hdschr. Nachlaß von J. Hurt.

2. Aus Deutschland.


Die Krähe hat einmal zur Drillelster gesagt: »Ihr seid doch recht dumm! Ihr macht ja alle Jahre solch weite Reise und über solch großes Wasser. Wie leicht könnt ihr da nicht Unglück haben! So dumm bin ich lange nicht, ich bleibe ruhig hier. Es ist wohl im Winter nicht ganz so warm wie im Sommer. Aber das schadet nichts. Es ist hier auch hübsch, und so eine weite Reise würde ich nicht machen. Versuch's doch mal und bleibe auch hier!« Die Drillelster denkt: »Die Krähe hat recht, gefährlich und weit ist's! Du willst's mal versuchen und hierbleiben. Wenn die es aushält, wirst du es auch wohl aushalten können.« Und richtig, sie bleibt den Winter über hier. Wie es aber so um Weihnachten und Neujahr hinkommt, wird es gar grimmig und schneidend kalt. Der Schnee blinkert nur so und knirscht und knarrt, und die Fenster sind den ganzen Tag beeist. Da wird's der Drillelster doch leid, daß sie hiergeblieben ist. Sie friert gar zu sehr, und sie schreit immer vor Kälte: »Es ist verflixt kalt! Es ist verflixt kalt!« Die Krähe antwortet ihr aber ganz trocken: »So ist's alle Jahr! So ist's alle Jahr!«

Von der Zeit an ist die Drillelster den Winter über nicht wieder hiergeblieben.


  • Literatur: Nach der mundartl. Erzähl, bei Engelien und Lahn, Der Volksmund in der Mark Brandenburg I (1868) S. 115.

[257] 3. Aus Finnland.


Ein Schwälbchen war den Winter über hiergeblieben. Als die anderen Schwalben im Frühling wiederkamen und sie sich zu ihnen gesellte, gab es viel durcheinander zu reden und zu streiten. Zuletzt fällten sie den Spruch, daß die, die so faul geworden wäre, in einen feurigen Ofen geworfen werden sollte. Seitdem hat man keine Schwalbe mehr im Winter hierbleiben sehen.


  • Literatur: K. Krohn, Suomalaisia Kansansatuja 1, 276, Nr. 290.

4. Aus Flandern.


In alten Zeiten war die Nebelkrähe (Bontekraai) ganz weiß und blieb im Sommer wie im Winter bei uns. Einst hatte sie in einem Wirtshaus zuviel getrunken, sie konnte die Tür nicht mehr finden und fiel zuletzt in den Kohlenkasten der Wirtin. Schwarzgrau kam sie wieder zum Vorschein, und seitdem hat sie diese Farbe behalten. Kurz nach dem Vorfall begegnete ihr der liebe Gott und fragte sie: »Woher hast du diese Farbe?« Die Krähe erzählte ihm alles ohne die mindeste Scheu. Da sagte der Herr: »Weil du so schamlos deinen Verstand vertrunken hast, sollst du keinen Sommer mehr haben, sondern allzeit Winter.« Seitdem verlassen die Nebelkrähen beim Nahen des Sommers unsere Gegenden, um nach kälteren Ländern zu fliegen.


  • Literatur: Mont en Cock, Vlaamsche Vertelsels S. 59 = Revue des trad. pop. 10, 363.

5. Aus Frankreich.


Der Kuckuck und die Elster hatten ein Gut zu gemeinsamem Gewinn genommen. Sie legten nicht oft, wie man sagt, die Hand ans Werk; sie beschränkten sich darauf, ihre Dienstboten und Arbeiter zu beaufsichtigen und zu befehligen. An einem Feiertage, wo sie ihren Leuten Urlaub gegeben hatten und allein in der Farm geblieben waren, bildete sich ein Gewitter am Horizonte; die Heuhaufen, sehr trocken auf den Wiesen aufgereiht, warteten nur noch auf den Wagen und den Heuschober.

»Kuckuck«, sagte die Elster, »hörst du den Donner? Unser Getreide wird naß werden, und das wird ein großer Schaden sein; wir müssen es hineinbringen. Schirre schnell die Pferde an, während ich den Wagen in Ordnung bringe.« Eine Viertelstunde später kamen sie mit ihrem Gefährt auf der Wiese an. Die Elster saß auf dem Wagen.

»Kuckuck, nimm die Gabel und reiche mir das Heu? ich werde den Wagen beladen.« Sie mühte sich ab wie ein Hampelmann, vorwärts- und rückwärtsspringend, und der Kuckuck konnte ihr nicht schnell genug das Heu reichen.

»Mach schneller«, rief sie, »nimm ordentlich die Gabel voll«. Der andere, weniger geschickt und behende, war schon ganz in Schweiß gebadet, und die Arbeit ging gar nicht vorwärts.

»Kuckuck, sieh, es regnet schon, das Heu wird naß, das ist deine Schuld. Hätte ich es gewußt, so hätte ich deine Stelle eingenommen, und unser Wagen wäre schon voll. Jetzt müssen wir mit einer halben Fuhre abfahren.«

Sie verließen die Wiese und kamen auf dem Gutshofe an, ließen den Wagen vor dem Fenster des Heubodens halten, wo die Elster mit einem Sprung sich aufstellte.

»Kuckuck, steig auf den Wagen, nimm die Heugabel und mach deine Sache besser als auf der Wiese«.

Der Kuckuck, vor Ermattung wie gerädert und ärgerlich, so behandelt zu[258] werden, reichte auf der Spitze der Heugabel eine Handvoll Heu herunter, und die Elster kochte vor Ungeduld und Zorn.

»Halt, Kuckuck, du taugst zu gar nichts, gib mir deinen Platz, nimm den meinigen ein, das wird vielleicht besser gehen.«

Einmal auf dem Wagen, tauchte die Elster mit voller Gabel in das Heu; sie hob es empor und warf ganze Haufen davon herab, unter denen der arme Kuckuck ganz verschüttet wurde; der Wagen war bald abgeladen, aber der Kuckuck war halb erstickt und wußte nicht, wo er den Schnabel lassen sollte. Er arbeitete so in dem Staube und der Hitze des Heues herum, daß seine Augen rot wie Blut wurden und so blieben. Er brach sein Bündnis mit der Elster, aber sie, ohne Mitleid, verzieh ihm nicht. Seit diesem Tage verfolgt sie ihn, sooft sie ihn bemerkt, und ruft:

»Kuckuck, du hast ja rote Augen!«

Diese Bosheit der Elster, die immer darauf aus ist, ihn vor den übrigen Vögeln zu demütigen, zwingt ihn, das Land drei Monate vor ihrer Ankunft zu verlassen.


  • Literatur: Revue des trad. pop. 3, 262, Nr. 26. Ebd. folgende zwei Varianten.

a) Einstmals arbeiteten der Kuckuck und die Elster zu sammen bei der Ernte. Wenn man die Garben aufladen mußte, reichte sie der Kuckuck mit der Heugabel, und die Elster lud sie auf den Wagen. Sie war behender als er und sprang unaufhörlich von einer Seite zur anderen. Der Kuckuck, der nicht mitkommen konnte, wurde ungeduldig, warf seine Gabel fort und flog davon, ungeachtet seiner Verpflichtung. Das tut er noch jedes Jahr, sobald er die Sicheln klingen hört; so große Furcht hat er, bei der Ernte mitzuarbeiten.


b) Man erzählt in Poitou, daß einst die Elster und der Kuckuck sich zur Zeit der Ernte zusammenfanden. Die Elster besorgte die Wagenladung, und der Kuckuck reichte die Garben. Die Schwätzerin sagte immerfort: »viermal soviel« zu dem faulen Vogel, welcher langsam eine einzige Garbe heranbrachte. Endlich wurde der Kuckuck ungeduldig und packte mehr auf seine Gabel. Die Elster beeilte sich, aber eine Garbe entschlüpfte ihr und fiel so unglücklich ihrem Aufseher auf den Rücken, daß sie ihm den Hals brach. Seit dieser Zeit verläßt der Kuckuck das Land, sobald man die Sense an die Gerste legt. (Sébillot, Folklore de France 3, 164 = Revue des trad. pop. 263 = Leo Desaivre, Mythologie locale 1880, S. 10).


c) [Fernerstehend]:

Wenn der Kuckuck die erste Erdbeere gegessen hat, hört er auf zu singen.


  • Literatur: Sébillot, Folklore de France 3, 165 = Sauvé, Folklore des Hautes-Vosges, 125.

Varianten aus der Bretagne.


a) In der Bretagne meint man, die Turteltaube käme um Johanni zurück, und erzählt sich von ihr und dem Kuckuck folgendes:


Einstmals um Johanni brachte die Turteltaube den Kuckuck dazu, sein Heu einzuholen. Unglücklicherweise blieb er mit seiner Ladung hängen, als er durch ein Tor kam, worauf die Taube anfing, ihn zu schmähen, indem sie rief: »troue-troue-oue!« Der Kuckuck, den dieses Schelten verletzte, machte solch ungeheure Anstrengungen, daß er seinen Flügel zerbrach. Seit diesem Unglück singt er mit ausgebreiteten Flügeln, während andere Vögel sie anlegen, und sobald er die Turteltaube hört, fliegt er so schnell als möglich fort.


  • Literatur: Swainson, British Birds, p. 171 = Sébillot, Trad. de la Haute-Bretagne 2, 221 = Revue des trad. pop. 3, 265.

b) Als der Kuckuck zum erstenmal nach der Bretagne kam, baute er sein Nest wie die anderen Vögel und ging dann ganz vergnüglich auf einer Wiese spazieren.[259] Da überfuhr ihn ein Heuwagen und zerbrach ihm das Rückgrat, daher hat er einen schwachen Rücken und fliegt schwerfällig.

Seit dieser Zeit aber fliegt er fort, wenn das Gras gemäht werden soll.


  • Literatur: Sébillot, Trad. de la Haute-Bretagne 2, 172 = Revue des trad. pop. 3, 265.

c) Der Kuckuck hört im Juni auf zu singen, wenn die Sense klingt, weil er vor Zeiten einmal einen Schlag mit der Sense bekommen hat.


  • Literatur: Sébillot, Folklore 3, 163 = Trad. de la Haute-Bretagne 2, 173.

6. Aus Venetien.


Wenn man bei dem Friedhof von Cadore das Heu mäht und Schober macht, singt der Kuckuck nicht mehr, weil seine Mutter tot ist und unter einem dieser Schober liegt.


  • Literatur: Nardo-Cibele, p. 57.

7. Aus dem Tal von Aoste.


Der Kuckuck singt nicht mehr, wenn er die Heuschober sieht, da einer seiner Vorfahren in einem Heuhaufen verbrannt ist.


  • Literatur: Sébillot, Folklore 3, 164. J.-J. Cristillin, Dans la Vallaise, 282.

8. Aus Steiermark.


Der Kuckuck hört auf zu schreien, wenn er den Wiesbaum fallen hört oder das erste Mandl (Garbe) auf dem Kornacker sieht.


  • Literatur: Baumgarten 1, 95.

9. Litauische Sage.


Kukys war König der Vögel. Er fehlte einst auf einer Versammlung der Vögel und schlief derweil. Niemand wollte ihn wecken gehen. Da sagte der Kuckuck: »Ich würde schon wecken gehen, aber meine Kinderchen sind nicht gefüttert.« [Der Wendehals (Iynx torquilla) erklärt sich bereit, dies zu tun; der Kuckuck weckt den Kukys, und dieser fällt vor Schreck aus dem Nest und schlägt sich tot.] Darum wird auch jetzt noch alljährlich der Kukys gerufen, und der Wendehals behütet; er füttert des Kuckucks Kinder bis zum Peter-Paul-Tage (29. Juni); später kümmert sich dann der Kuckuck selbst um seine Kinder.


  • Literatur: Etn. Obozrěnie 2, 3, 146.

10. Estnische Sagen.


a) Der Frosch sagte, er werde im Herbst das Getreidegras auffressen, und da ward ihm das Maul verschlossen, so daß er von St. Jacobi an nicht einmal mehr seine Stimme hören lassen kann.


b) Wenn das Korn zu blühen beginnt, verstummt das Quaken der Frösche, und ihr Maul ist verschlossen. Einst mahnte Altvater den Frosch, weniger zu essen, und nicht Korn, sondern Insekten. »So!« sagte der Frosch, »also Insekten soll ich fressen, und die Menschen werden das Korn essen! Nein, ich mache es anders: wenn das Korn reif ist, werde ich alle Körner auffressen und den Menschen das Stroh lassen!« »Wenn dem so ist«, sagte Altvater, »so will ich dir den Mund schließen, schon wenn das Korn zu reifen beginnt!« Und so ist es bis auf den heutigen Tag.


c) Der Frosch hatte gedroht, allen Roggen zu verzehren, der gesäet worden, und darum hat Gott ihm das Maul schon von St. Jacobi an verschlossen, daß er nichts fressen könnte.


d) Als Taara in einem Frühling Korn gesät hatte, da fraß das Huhn alles gesäte Korn auf. Taara säte ein zweites Mal, und wieder fraß das Huhn alles Saatkorn[260] auf. Als Taara das dritte Mal säte, da band er dem Huhn den Schnabel mit einer Goldschnur fest und sagte: »Zur Saatzeit sollst du nur von Wasser leben und darfst kein Korn picken«.

Solange die Saatzeit noch nicht angebrochen, frißt das Huhn mit Vorliebe Korn. Dann aber bis zum Bartholomäustage, dem 24. August, wo die letzte Saat gesät ist, bleibt der Schnabel des Huhnes so weit geschlossen, daß es nur Wasser schlucken kann.


  • Literatur: Aus d. hdschr. Nachlaß von J. Hurt.

11. Weißrussische Sage.


Einmal fragte der liebe Gott den hl. Veit: Veit, Veit, ist schon pientka (?) im Getreide? Dieser antwortete: »Ich höre Dich nicht, Herr. Mag die Nachtigall aufhören zu singen!« Da befahl Gott der Nachtigall, zu schweigen. Und seitdem hört die Nachtigall vom Veitstag an zu singen auf.


  • Literatur: Federowski, Lud białorusski 1, 611.

12. Polnische Sage.


Im Mai singen die Vögel beständig. Als nun Gott wollte, daß die Menschen – durch deren fortwährenden Gesang belustigt – nicht vergessen sollten, an den kommenden Morgen zu denken, erlaubte er dem hl. Veit, die Vögel zum Schweigen zu bringen, die denn auch von Mitte Juni, einer nach dem andern, verstummen.


  • Literatur: Kolberg, Lud 19, 206, Nr. 30.

13. Aus dem Böhmerwald.


Die Sperlinge ziehen sich vom Simonstage (14. Sept.) ab in die Wälder zurück. Hier werden sie während der finsteren »Sperlingsnacht« vom Teufel gemessen. Er schüttet sie alle in ein Maß. Jene Sperlinge, die er mit dem Streichholz vom gehäuften Maße herunterstreicht, fliegen davon und bleiben zur Zucht zurück, während die andern spurlos verschwinden, also wahrscheinlich im Besitze des Teufels verbleiben. Das Messen der Sperlinge findet unter fürchterlichem Donner und Blitz statt.


  • Literatur: Schacherl, Geheimnisse der Böhmerwäldler, S. 4. Vgl. Bd. 1, 198.

14. Aus Indien.


a) Die Bachstelze kommt in unsere Welt aus Ramas Himmel und bleibt während der kalten Zeit hier, um zu fragen, wie es in der Welt geht. Anfang Sommer fliegt sie zu Rama und berichtet.


  • Literatur: North Indian Notes and Queries 5, 162.

b) Der Häher kommt vom Himmel von Sitarama, um zu sehen, wie es in der Welt geht, in der Sita unter der Grausamkeit Ravanas litt.


  • Literatur: Ebd.
Quelle:
Dähnhardt, Oskar: Natursagen. Eine Samlung naturdeutender Sagen, Märchen, Fabeln und Legenden, 4 Bände, Leipzig/Berlin, 1907-1912, S. 257-261.
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