Vorwort.

Der im vorliegenden Band zur Darstellung gelangende Zeitraum (1853 bis 1864) ist in dem Leben Wagners recht eigentlich der des ›Exils‹, der andauernden Heimatlosigkeit. Er umfaßt eine ununterbrochene Folge von Versuchen, mit seinem größten Gedanken von seiner Mitwelt verstanden zu werden, ja nur den ihm nötigen materiellen Schutz zur Gewinnung des Bodens für die ersehnte Schaffensruhe zur Vollendung seiner Werke zu finden. Zürich, Paris, Karlsruhe, Wien sind nacheinander die Zeugen dieses fruchtlosen Ringens, jede folgende Lebens- und Leidensstation drückt ihn nur tiefer in die Erniedrigung einer hilflosen Preisgegebenheit hinab, ohne doch je seinen königlichen Stolz zu beugen oder ihm etwas von seiner inneren Freiheit zu rauben. Während das Gestirn seines Schaffens am hellsten aufleuchtet, unterliegt es nach außen hin jener entstellenden Verfinsterung, wie sie der Mythus vom Sonnenhelden in jenen Zuständen der Entbehrung und Entsagung ausdrückt, die in den volkstümlichen Märchenzügen des ›Bärenhäuters‹ fortleben. Im Ernst: welches großen Meisters Gestalt und Antlitz, Wollen und Wesen ist mit so angelegentlicher und anhaltender Entstellung, und dazu mit so unausgesetzter Geschäftigkeit des Entstellens, seiner Zeitgenossenschaft vorgeführt, und ihm dadurch jedes erreichbare Mittel zur Verwirklichung seiner Ziele, ja schließlich zur bloßen Erhaltung seiner Existenz unweigerlich abgeschnitten worden? Mit seinem großen künstlerischen Gedanken nach außen hin einzig den rezensierenden Ruß- und Dreckteufelchen unserer theatralisch-musikalisch-literarisch-kritischen Öffentlichkeit ausgeliefert, mußte es auch ihn sehnlichst nach jener erlösenden Liebe verlangen, die so hellsichtig wäre, daß, ›durch widerlich ekle Gestalt sein wahr Gesicht sie säh'.‹ [3] Und sie ward ihm zuteil, aber erst nach tiefstem Untertauchen in die gemeinste Lebensnot, dicht am Rande eines tragischen Unterganges.

Als sich Wagner i. J. 1853 dazu entschloß, eine Reihe von Jahren seines Lebens der musikalischen Ausführung seiner umfassendsten dichterischen Konzeption zu widmen, war er sich der fast tollkühnen Verwegenheit dieses Unternehmens voll bewußt. Was ihn dabei leitete, war einzig der schöpferische Drang seines Innern. Und doch, wäre ihm dazu von außen her nur die mindeste entgegenkommende Möglichkeit geboten worden, so hätte er das Werk bis zum Jahre 1859 zur Vollendung gebracht. Nur um die Erhaltung seines äußeren Daseins bis zu diesem Zeitpunkt sehen wir ihn zunächst besorgt (Kap. I und II dieses Bandes). Darauf zielt, gleich am ersten Beginn der musikalischen Ausführung seines ›Ringes‹, das Auskunftsmittel einer Verpachtung seines ›Lohengrin‹ an einen Theateragenten gegen eine entsprechende Abfindungssumme. Leider gelang es seinen Gegnern, dieses Projekt sogleich im Entstehen zu hintertreiben: das nachmals populärste seiner Werke wurde damals in seiner eigenen Vaterstadt so arg ›berußt‹ und unkenntlich gemacht, daß der schon willige Käufer, dadurch irre geworden, von seiner Bereitschaft abstand Hierdurch, wie durch die mehrjährige Verschleppung der Berliner ›Tannhäuser‹-Aufführung, entsteht die Bedrängnis, die ihn mitten aus der Arbeit heraus 1855 nach London reißt und infolge dieser, seiner innersten Natur widerstrebenden (an sich ganz fruchtlosen Unternehmung auf ein ferneres ganzes Jahr hinaus seine Gesundheit empfindlich schädigt Kap. III, IV, V dieses Bandes). Während dieser unfreiwilligen Verzögerung treten ihm zwei neue dramatische Stoffe nahe, von denen insbesondere der eine: ›Tristan und Isolde‹, zu sofortiger Ausführung drängt. Um sich für die Vollendung seiner ›Nibelungen‹ die nötigen Mittel zu verschaffen, zu deren Gewinnung die älteren Werke nicht ausreichen, soll nun in kürzester Zeit sein ›Tristan‹ ausgeführt und, gleich ›Tannhäuser‹ und ›Lohengrin‹, den Theatern übergeben werden, nachdem er ihn zuvor – in Karlsruhe – zur ersten mustergültigen Aufführung gebracht (Kap. VI). Inzwischen erweisen sich seine häuslichen Lebensverhältnisse – durch eine tragische Konstellation – als so unzuverlässig, daß er sich vielmehr durch eine ganz unvorhergesehene Wendung derselben weitab von dem kaum gewonnenen Arbeitsplatze ins völlig Unbekannte geschleudert sieht (Kap. VII). ›Tristan‹ gelangt, statt in Zürich, in Venedig und Luzern zu herrlichster Vollendung, aber die zu einer erstmaligen szenischen Darstellung vorausgesetzte Erlaubnis zur Rückkehr in die Heimat verschließt sich ihm durch die sinnlose Renitenz der derzeitigen politischen Machthaber (Kap. VIII). So wird er denn einstweilen nach Paris [4] verschlagen. Und während er auch hier nichts anderes sucht und im Sinne hat, als das einzig ihm Nötige, die Aufführung seines ›Tristan‹, und die Vollendung seiner begonnenen Werke, sieht er sich statt dessen plötzlich die täuschende Hoffnung vorgespiegelt: durch die Überführung seines ›Tannhäuser‹ auf die französischen Bühnen (mit ihren wohlgeordneten Verhältnissen in bezug auf Autorenrechte) zu bedeutenden Einnahmen und damit der ersehnten Unabhängigkeit zu gelangen Neue Verzögerung, ohne den erwünschten Erfolg: im Gegenteil, er sieht sich durch diesen Zwischenfall vollends auf lange hinaus von jeder Möglichkeit ruhigen Schaffens abgedrängt (Kap. IX-XI), und sein Werk erlebt einen planvoll vorbereiteten Sturz (Kap. XII). Endlich – schlägt die Stunde der Heimkehr in das ihm nun wieder offene deutsche Bundesgebiet. Mit dem Gefühl einer wahren Befreiung entsagt er dem Pariser ›Tannhäuser‹-Unternehmen, um die Sache seines ›Tristan‹ zu betreiben und damit auf seinen eigentlichen Lebensweg zurückzugelangen. Aber auch dieser Weg wird ihm durch die Unfähigkeit der Wiener Direktion und die Intriguen seiner Gegner verlegt (Kap. XIII). Eine minder stahlkräftig elastische Natur wäre schon durch den bisherigen furchtbaren Druck gebrochen worden, – nicht so der schöpferische Geist, dem aus dem eigenen Innern die unversiegliche Lebensquelle zuströmt. Die trostlosen Erfahrungen an seinem ›Tristan‹ werden für ihn nur der Anlaß zu einem ganz neuen Plan: zur Entstehung der ›Meistersinger von Nürnberg‹ unter dem finanziellen Schutz eines begüterten Verlegers, der ihm durch zu leistende Vorschüsse über die Zeit ihrer Entstehung hinaushelfen soll (Kap. XIV). Aber auch dieser Schutz entzieht sich ihm (Kap. XV). Von jetzt ab stehen ihm nur noch verzweifelte, innerlich widerspruchsvolle Wege zu seiner Erhaltung offen, bei denen das Mittel den Zweck ausschließt: die umständliche Veranstaltung öffentlicher Musikaufführungen aus seinen Werken, um sich durch die unruhvolle Tätigkeit als ›Konzertdirigent‹ eine Muße zu gewinnen, die eben durch diese Konzertreisen immer aufs neue gefährdet wird (Kap. XVI bis XVII). Die Tragik seines Lebens hat nach dieser Richtung hin ihre äußerste Grenze erreicht: er steht auf dem Punkte, ›vor aller Welt zu verschwinden und für immer aller Kunst zu entsagen‹. In diesem äußersten Moment tritt die lang ersehnte Wendung ein: ein Mächtiger nimmt sich – mit begeisterungsvoller Liebe – des, unter Aufgebot der letzten Kräfte, mit den Wellen Ringenden an (Kap. XVIII).

Dies der Grundriß der in diesem Bande enthaltenen äußeren Begebenheiten im Leben Wagners: nach seiner inneren Entfaltung zeigt es uns den Übergang von Wotans ungestümem Wollen zur verklärten erhabenen [5] Resignation des Hans Sachs In bezug auf ihre Darstellung sind wir auch in dem gegenwärtigen Bande dem gleichen Grundsatze, wie in dem ihm vorausgegangenen, gefolgt: neben den eigenen brieflichen Äußerungen des Meisters die zahlreich auf uns gekommenen Zeugnisse der Mitlebenden möglichst ausführlich zu Worte kommen zu lassen und so das Lebensbild des ringenden Genius recht eigentlich von außen her zur Anschauung zu bringen. Für die Züricher Periode haben uns in diesem Sinne für manche Einzelheiten nächst den bekannten Willeschen Aufzeichnungen vorzüglich die gleichzeitigen brieflichen Niederschriften Herweghs, Gottfried Kellers, Bülows etc. manchen Dienst leisten können; da die Bülowschen Briefe (Band III) erst gleichzeitig mit diesem Abschnitte unseres Werkes zur Publikation gelangten, war es uns allerdings von großer Bedeutung, daß sie uns zum großen Teil bereits lange vor ihrer Veröffentlichung bekannt geworden waren, teils durch vorherigen anderweitigen Abdruck, teils durch gütige Mitteilung seitens ihrer Empfänger, trotzdem konnte eine der schönsten und wichtigsten Stellen dieser Briefe leider nicht am rechten Ort mit verarbeitet werden. Die Beziehungen Wagners zum Wesendonckschen Hause haben wir es uns angelegen sein lassen, im wesentlichen möglichst mit den eigenen Worten der Frau Wesendonck zu berichten. Für die Londoner Episode waren die so wertvollen Erinnerungen Karl Klindworths, da sie erst nach erfolgter Drucklegung des Londoner Kapitels veröffentlicht wurden, allerdings erst im Anhang zu verwerten; doch wird man sich leicht davon überzeugen, daß unserem Bilde trotzdem kein wesentlicher Zug fehlt. Für die Pariser Periode dienten uns in dem gleichen Sinne die, bereits in London einsetzenden, Memoiren Malvidas von Meysenbug, sowie die archivarischen Nachrichten des peinlichst zuverlässigen Charles Nuitter1 über die Schicksale des ›Tannhäuser‹ in Paris; für die Wiener Jahre die ebenso schätzbaren, als seltenen und schwer zugänglichen Nachrichten Dr. Gustav Schönaichs etc. Für die Mainzer Zeit wäre hier eines sehr sonderbaren Buches, der Weißheimerschen ›Erlebnis se mit R. Wagner‹ zu gedenken, um dessentwillen wir uns noch während der Ausarbeitung dieses Bandes dazu entschlossen haben, unser Biebricher Kapitel (XIV) völlig umzuarbeiten und dasselbe in zwei ebenso ausführliche Kapitel (XIV und XV) zu zerlegen, deren jedes nunmehr an Umfang die ursprüngliche Fassung des einen Abschnittes übertrifft Veranlassung zu dieser Ausdehnung gab auf der einen Seite das Bestreben, so mancher wertvollen anekdotischen Einzelheit die [6] Berücksichtigung in einem größeren biographischen Zusammenhang nicht abzuschneiden; auf der anderen die Notwendigkeit der Zurückweisung und Widerlegung so mancher schiefen und irrtümlichen Behauptung, zu welcher eine eigentümliche Selbsttäuschung den Verfasser jener seltsamen Schrift fortgerissen.

Ihr wären an dieser Stelle doch noch einige Worte zu widmen. Unter allen ihr ähnlichen Veröffentlichungen tritt sie uns mehr als irgend eine andere mit dem akzentuierten Anspruch auf Exaktheit und Buchstäblichkeit ihrer Angaben entgegen.2 Wie verhält sich nun aber zu diesem Anspruch das unleugbare Vorkommen so mancher notorisch rein aus der Luft gegriffenen Behauptung, wie z.B. die einer Frankfurter Aufführung von Liszts ›Tasso‹-Symphonie unter Bülows Leitung, nebst den daran geknüpften ferneren Begebenheiten (S. 392 dieses Bandes), oder der eigentümliche Ausgang des Vorfalles am Wiesbadener Roulettetisch (S. 367 f.) und dergl. mehr? Und was würde z.B. aus seiner ganzen, durch mehrere Seiten sich fortspinnenden poetischen Ausmalung des Vorfalles mit der verlorenen Brieftasche (S. 386), wenn ihm etwa ein zukünftiger Kritiker nachweisen könnte, daß der Überbringer überhaupt gar kein – ›junges Mädchen‹ war?! Eine der stehenden Hauptaktionen des Memoiristen ist u.a. seine, auffallend an ›berühmte Muster‹ erinnernde, Dienstfertigkeit in der Vermittelung von Bekanntschaften aller Art3 So will er z.B. Lassalle im Sommer 1864 die erste Kenntnis der Dichtung vom ›Ring des Nibelungen‹ mit dem Erfolge vermittelt haben, daß dieser ›sofort das Buch bestellte‹ (!!), während wir aus dessen ›Briefen an Bülow‹ (Dresden, 1885) wissen, daß dieses schon längst, nämlich seit seinem ersten öffentlichen Erscheinen im Druck, – d.h. also ein volles Jahr früher! – nach Lassalles eigenen Worten ›einer der teuersten Schätze seiner Bibliothek‹ war. Ein anderes Mal will er gar dem Meister selbst den, ›damals in Leipzig lebenden Gesanglehrer Friedrich Schmitt‹, wie einen gänzlich Unbekannten, empfohlen haben, ohne die mindeste Ahnung davon, daß es sich dabei um einen der ältesten persönlichen Freunde Wagners – aus der Magdeburger Zeit – handelt, mit welchem dieser die Verbindung niemals ganz abgebrochen hatte!4 Wollte man darauf hinweisen, daß es sich in den [7] hier beispielsweise herausgegriffenen Punkten um (etwa nebensächliche) Kleinigkeiten handele, so müßte dem gegenüber geltend gemacht werden, daß das ganze in Rede stehende Buch ja aus nichts anderem besteht, als aus der Verkettung, resp. Aneinanderreihung solcher Kleinigkeiten, ohne den allermindesten größeren Zug oder Zusammenhang, an dessen Stelle wir einzig die aufdringlichste Hervorkehrung der harmlosen, aber unbedeutenden Person des Erzählers bei jedem Anlaß uns gefallen lassen sollen. Das Schiefe und Verkehrte des uns hierdurch gebotenen Gesamtbildes der Persönlichkeit Wagners ist die notwendige Folge eines solchen Verfahrens. So betreffen denn auch unsere sämtlichen Einwendungen gegen diese Erinnerungen und ›Erlebnisse‹ gewiß nur ihre objektive Richtigkeit, während kein Leser derselben ihnen eine gewisse subjektive Wahrheit wird absprechen wollen. Auf welchen historischen Wert aber kann diese Art von ›subjektiver‹ Wahrheit Anspruch erheben? Sollen wir die Persönlichkeit Wagners, anstatt in ihrem eigenen, in dem Lichte einer fremden Subjektivität erblicken, so dürfte sich letztere doch nicht auf Schritt und Tritt als eine so unzulängliche erweisen, als es hier offenkundigst der Fall ist. Und deshalb bekennen wir gern, daß unter sämtlichen in diesem Bande von uns benutzten biographischen Quellen die wörtliche Berücksichtigung gerade dieser Zeugnisse uns das meiste Widerstreben gekostet hat, daß sie uns – einfach unter dem Gesichtspunkt des biographischen Taktgefühles – als das weitestgehende Wagnis erscheint, das eine ernst gemeinte Lebensbeschreibung Wagners überhaupt auf sich nehmen konnte, und demgemäß nur das konsequente Bestreben uns dazu vermocht hat, unter Vorbehalt einer streng historischen Kritik den Berichten und Erinnerungen der Zeitgenossen in keiner Weise das Wort zu verkürzen.

In dieser letzteren Hinsicht haben glücklicherweise die eigenen brieflichen Nachrichten und Aufzeichnungen des Genius einen ganz besonderen, gar nicht zu ermessenden Wert: in welcher Lage befände sich der Biograph eines großen Mannes ohne diese unmittelbarsten Zeugnisse des Augenblickes, lediglich darauf angewiesen, sich zurechtstellend und widerlegend mit der ›Subjektivität‹ dieses oder jenes Berichterstatters auseinanderzusetzen! Den mannigfach unzulänglichen, meist durchaus wohlgemeinten, aber beschränkten und einseitigen Nachrichten der Mitlebenden, selbst z.B. eines Gottfried Keller, tritt ein einziges eigenes Wort des Meisters dann völlig befreiend gegenüber. Man vergleiche in dieser Beziehung z.B. nur die beiden einander entgegenstehenden Schilderungen der Züricher Geselligkeit, wie sie sich ganz um die gleiche Zeit in den Köpfen Kellers und Wagners spiegelt (S. 110 und 114 dieses Bandes), oder die Wiener anekdotischen Berichte [8] auf S. 339/340 mit der gegenüberstehenden eigenen Äußerung des Meisters (S. 341)! Den Briefen an Liszt, Uhlig und Röckel sind in der Zwischenzeit seit Herausgabe des vorigen Bandes nun auch noch diejenigen an Wesendonck und Malvida von Meysenbug gefolgt, zwei Gaben der edelsten Art, deren Verwertung für den gegenwärtigen Band von der unschätzbarsten Bedeutung geworden ist. Ist auch ein reicher Schatz noch unbehoben, so haben doch die bisherigen Veröffentlichungen schon hingereicht, um auf die entscheidendsten Wendungen und wichtigsten Vorgänge im inneren und äußeren Leben des Künstlers ein Licht zu werfen, welches die gröbsten Irrtümer ausschließt und den Zusammenhang dieses einzig großen Daseins in seinen einzelnen Phasen mit scharfer Markierung hervortreten läßt.


Wegen der Verspätung dieses Bandes sollte sich der Verfasser bei dem Leser entschuldigen. Er tut dies zögernd und ganz am Schlusse, da er leider – keine Besserung geloben kann; wie die langsame und vielbehinderte Entstehung seiner Arbeit ihm durch unerbittliche äußere Verhältnisse aufgedrängt war, so dürfte es auch für die Zukunft bestellt bleiben; immer hin hofft er ihre Vollendung noch zu erleben.

Riga, im Februar 1899.

Fußnoten

1 Gestorben kurz nach der Niederschrift dieser Zeilen, am 24. Februar d. J., zu Paris, im Alter von 71 Jahren, als einer der getreuesten französischen Anhänger des Meisters.


2 ›Ich war in diesem Punkte äußerst skrupulös‹, heißt es in ihrem Vorwort ›denn genaue und wahrheitsgetreue Schilderung ist bei kunsthistorischen Schriften vor allem geboten, wollen sie überhaupt Anspruch auf Wert erheben. Ich leugne nicht, daß ich so kühn bin, diesen zu beanspruchen‹.


3 Vgl. S. 353, 357, 358 dieses Bandes und sonst.


4 Vgl. Oesterlein, Katalog III, S. 14–20. ›Vierzig Briefe an Professor Friedrich Schmitt‹, und den ›Briefwechsel mit Liszt‹ II, S. 145. 148.


Quelle:
Glasenapp, Carl Friedrich: Das Leben Richard Wagners in 6 Büchern. Band 3, Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1905.
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