[367] weil du es Itzt so gnädig und geschäfftig hast das du mir nicht schreiben kanst. so wirst du auch nicht zeit haben von mir einige zeillen zu lesen. ich nehme mir also mit deiner Erlaubniß die freyheit ganz allein mit der Mama zu discuriren. das es ohnedieß frauenzimer discurs sind. ich hoffe sie werden beyde gesund und vergnügt seyn. die Mama hat die gute gehabt mir zu schreiben, das die frisurs und Hauben in Manhein viel schöner, und das die frauenzimmer viel gustofer angezogen sind als in Salzburg. Das will ich gern glauben. Doch wenn ich das gluck habe die Mama in zwey Monaten hier zu sehen, so bitte ich die gute zu haben, genau acht zu haben wie die frisur gemacht ist. und ein toppee Küssel und was noch nothwendig ist mitzubringen. auch wenns möglich wäre eine neueMode Hauben und was der mama gefälig ist. wenn ich mir noch wie vor einiger zeit was mit scolaren verdienen könnte, so wäre meine freude gewest meingranaden farbes Kleid zu einem polognese machen zu lassen und mit dinduch zu garniern. Da hätte ich vielleicht von manhein eine wohlfeileres dinduch bekomen. aber solche neue mode Sachen muß ich mir ausschlagen. mich freuet es das sie jtzt ein gutes zimmer haben, und ich hofe der Mama wird es Itzt nicht mehr so kald seyn als in wirths Haus. ich muß aufhören, sonsten hat der papa keinen Platz mehr. ich wünsche beyden eine fortdauernte gesundheit. und Küsse der Mama die Hand, und meinen brudern umarme ich.