Tabakspfeife (Fistularia tabaccaria)

Tabakspfeife (Fistularia tabaccaria). 1/2 natürl. Größe.
Tabakspfeife (Fistularia tabaccaria). 1/2 natürl. Größe.

[164] Die Tabakspfeife (Fistularia tabaccaria und Petimba, Flagellaria fistularis, Aulostoma Marcgravii), der bekannteste Vertreter dieser Familie und einer Sippe, kann eine Länge von mehr als einem Meter erreichen, wovon freilich die Hälfte auf den Schwanzfaden gerechnet werden muß. Die Oberseite ist auf braunem Grunde mit drei Reihen blauer Flecke besetzt; die Unterseite sieht silberweiß aus. Die kurze Rückenflosse wird gespannt von vierzehn, die Brustflosse von funfzehn, die Bauchflosse von sechs, die Afterflosse von dreizehn, die Schwanzflosse von funfzehn Strahlen.

Die Sippe der Pfeifenfische verbreitet sich über die innerhalb des heißen Gürtels liegenden Theile des Atlantischen wie des Indischen Weltmeeres; die Tabakspfeife bewohnt die amerikanischen Küstenstrecken beider Meere. Ihre Lebensweise ist mir unbekannt. In ihrem Magen fand Commerson kleine Fische; andere Beobachter zählen als Beute auch verschiedene Krebse auf.

Quelle:
Brehms Thierleben. Allgemeine Kunde des Thierreichs, Achter Band, Dritte Abtheilung: Kriechthiere, Lurche und Fische, Zweiter Band: Fische. Leipzig: Verlag des Bibliographischen Instituts, 1884., S. 164-165.
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