[478] Die letzte Unterfamilie vereinigt die Pfeifkrähen (Phonigaminae), Verbindungsglieder der Raben- und Würgerfamilie. Sie kennzeichnender gestreckt kegelförmige, an der Wurzel breite, seitlich zusammengedrückte, mit der Firste in die Stirn eindringende, auf ihr bis gegen die Spitze hin fast gerade, an der Spitze hakig übergebogene Schnabel, der echt rabenartige Fuß, der lange, spitzige Flügel und der mittellange, gerade abgeschnittene oder sanft gerundete Schwanz.
Neuholland ist die Heimat der Pfeifkrähen. Hier leben sie an allen geeigneten Orten, ungewöhnlich behend auf dem Boden laufend, nicht minder gewandt im Gezweige sich bewegend, aber nicht gerade leicht und sicher fliegend. Kleine Thiere verschiedener Klassen, insbesondere Schrecken, kleine Wirbelthiere, Früchte, Körner und Sämereien bilden ihre Nahrung. »Wenige Vögel«, sagt Gould, »sind zierlicher oder beleben die Gegend, in welcher sie er scheinen, in anmuthigerer Weise als sie, sei es durch ihre gewandten Bewegungen auf und über dem Boden, oder sei es durch ihre laut schallenden Flötentöne, welche sie im Sitzen wie im Fliegen hören lassen.« Sie fliegen meist in Gesellschaften zu vier bis sechs Stück, wahrscheinlich in Familien, aus den beiden Eltern und ihren Kindern bestehend. Ihre Nester werden aus Reisig aufgebaut und mit Gräsern und anderen passenden Stoffen ausgefüllt; das Gelege enthält drei bis vier Eier. Die Jungen, welche von beiden Eltern aufgefüttert und sehr muthig vertheidigt werden, erhalten schon nach der ersten Mauser das ausgefärbte Kleid.