Rothschwanzwürger (Lanius phoenicurus)

[491] Der Vollständigkeit halber mag erwähnt sein, daß noch eine Art der Sippe, der Rothschwanzwürger (Lanius phoenicurus, cristatus, fulvus, bengalensis, melanotis, superciliosus, ferru giceps, rutilans und ruficaudus, Enneoctonus phoenicurus, Otomela phoenicura und cristata), auf Helgoland erbeutet worden ist, also unter den europäischen und sogar [492] deutschen Vögeln Aufnahme gefunden hat. Dieser in Turkestan und Südsibirien, vom Alakul bis in die Amurländer als Brutvogel lebende, außerdem in China, Japan, Indien und auf Ceylon und den Sundainseln vorkommende Würger ist auf der Oberseite dunkel zimmetrostroth, in der Zügelgegend schwarz; Stirne, Vorderkopf und ein breiter Augenbrauenstreifen sind weiß, die Untertheile ebenso, seitlich roströthlich verwaschen, die Schwingen und Deckfedern schwarzbraun, die Armschwingen außen rostbraun gerandet, die Steuerfedern matt rostbraun, die mittleren beiden braun, die seitlichen am Ende schmal fahlweiß gesäumt. Das Auge hat braune, der Schnabel schwarze, der Fuß hornschwarze Färbung. Das Weibchen ist düsterer gefärbt und auf Brust und Seiten mit schmalen, verwaschenen, dunklen Querlinien schwach gesperbert. Die Länge beträgt etwa zweihundert, die Fittiglänge neunzig, die Schwanzlänge fünfundachtzig Millimeter.


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Quelle:
Brehms Thierleben. Allgemeine Kunde des Thierreichs, Fünfter Band, Zweite Abtheilung: Vögel, Zweiter Band: Raubvögel, Sperlingsvögel und Girrvögel. Leipzig: Verlag des Bibliographischen Instituts, 1882., S. 491-492.
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