[423] Der Kragenhopf (Epimachus speciosus, magnus, maximus und superbus, Upupa speciosa, magna, fusca und striata, Promerops striatus und superbus, Falcinellus magnificus und superbus, Cinnamolegus papuensis) vertritt eine andere, ihm gleichnamige Sippe dieser Unterfamilie. Sein Schnabel ist lang, bogenförmig, auf der Firste rundkantig, der Fuß kräftig, der Flügel mäßig lang, der Schwanz sehr langstufig. Büschelfedern finden sich nur an den Brustseiten. Die Länge beträgt ungefähr fünfundsechzig, die Fittiglänge siebzehn, die Schwanzlänge zweiundvierzig Centimeter. Der Kopf ist mit kleinen, rundlichen Schuppenfedern bedeckt, welche bronzegrün sind, aber blau und goldgrün schillern; die langen, zerfaserten Hinterhalsfedern sind sammetig und schwarz; der Rücken ist ebenso gefärbt, aber unregelmäßig zerstreute, längliche, spatenförmige Federn mit dicken Bärten, welche grünbläulich schillern, bringen Abwechselung in diese Färbung; die Unterseite ist schwarzviolett, die großen Schmuckfedern an den Brustseiten, welche in der Ruhe nachlässig über die Flügel gelegt werden, schillern im prachtvollsten Glanze. Der Schnabel und die Beine sind schwarz. Beim Weibchen sind Oberkopf und Nacken zimmetfarben, die übrigen Theile wie bei den Männchen gefärbt, alle Farben aber matter.
Auch von diesem wunderbaren Vogel gibt es noch keinen vollständigen Balg in den europäischen Sammlungen. Die Papua bereiten ihn nach Art der Paradiesvögel und bringen ihn in den Handel, gewöhnlich aber so verstümmelt, daß man selbst die Flügel ersetzen muß. Nach Rosenberg ist der Kragenhopf über den ganzen nördlichen Theil von Neuguinea verbreitet, fehlt aber auf den Inseln. Wallace erfuhr, daß er vorzugsweise im Gebirge, in demselben Höhengürtel wie der Strahlenparadiesvogel lebe, zuweilen aber auch im Hügellande, nahe der Küste der Insel vorkomme. »Mehrere Male«, sagt er, »versicherten mich verschiedene Eingeborene, daß dieser Vogel sein Nest in einem Loche unter dem Boden oder unter Felsen baue, stets aber eine Höhle mit zwei Oeffnungen wähle, so daß er einen Eingang und einen Ausgang hat. Wir würden dies nicht für sehr wahrscheinlich halten, wäre einzusehen, wie diese Geschichte entstanden sein sollte, wenn sie nicht wahr ist. Auch wissen alle Reisenden, daß Erzählungen der Eingeborenen über Gewohnheiten von Thieren sich fast stets als richtig erwiesen, wie sonderbar sie anfänglich auch erscheinen mochten.«