3. Hauptformen, die mit der Fichteschen Philosophie zusammenhängen

[415] Es fällt in Ansehung des Inhalts, den das Fichtesche Ich in seiner Philosophie gewinnt, die vollkommene Geistlosigkeit, Hölzernheit und, das Wort zu sagen, die gänzliche Albernheit zu sehr auf, als daß bei ihm stehengeblieben werden könnte, – auch die philosophische Einsicht in die Einseitigkeit und Mangelhaftigkeit des Prinzips und der Notwendigkeit, daß der Inhalt so ausfallen muß. Andererseits war aber darin das Selbstbewußtsein, Ich, als das Wesen gesetzt, nicht ein fremdes, anderes Selbstbewußtsein, sondern Ich, – eine Bezeichnung, die alle sind und in der Wirklichkeit aller widerklingt.

Quelle:
Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Werke in zwanzig Bänden. Band 20, Frankfurt am Main 1979, S. 415.
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