5. Kapitel
Alte Musik / Gu Yüo

[62] Die Ursprünge der Musik liegen weit zurück; man darf sie nicht in Verfall geraten lassen. Es gibt Musik, die maßvoll ist, und solche, die übertrieben ist. Es gibt Musik, die einfach ist, und solche, die ausschweifend ist. Dem Würdigen dient sie zum Gedeihen, dem Untüchtigen gereicht sie zum Untergang.

In uralten Zeiten herrschte Dschu Siang Schï29 über die Welt. Damals bliesen viele Winde, die Kraft des Lichten sammelte sich, und alle Dinge lösten sich auf, die Früchte und Samen wurden nicht reif. Da machte Schï Da die fünfsaitige Harfe, um die Kraft des Trüben herbeizurufen und die Lebewesen alle zu festigen.

Die Musik des Herrschers Go Tiän Schï30 bestand darin, daß drei Männer einen Kuhschwanz zogen und mit Füßen stampften und so acht Verse sangen. Der erste Vers redete über die Behandlung des Volks, der zweite über die Pflege des Geflügels, der dritte über Förderung von Kräutern und Bäumen, der vierte über die Bemühung um die fünf Feldfrüchte, der fünfte über die Achtung vor den Regeln des Himmels, der sechste über die Begründung von Werken eines Herrschers, der siebente über die Benützung der Kraft der Erde, der achte über allgemeine Verwendung sämtlicher Vögel und Tiere.

Im Anfang des Herrschers Tau Tang31 staute sich die dunkle Kraft in hohem Grade und sammelte sich in der Tiefe. Der Lauf des Lichten wurde gehemmt, so daß es sich nicht mehr der Ordnung nach auswirken konnte32. Die Stimmung des Volkes wurde trübe und träge. Die Sehnen und Knochen entspannten sich und gehorchten nicht mehr. Da erfand er den Tanz, um die Leute wieder zur Bewegung anzuleiten.

Vor alters befahl Huang Di33 dem Ling Lun die Tonleiterpfeifen zu verfertigen. Ling Lun ging vom Westen des Da-Hia-Gebirges und kam zum Norden des Yüan-Yü-Berges34. Da nahm er Bambus aus dem Tale Hiä Hi und benützte diejenigen, deren Hohlräume dick und gleichmäßig waren, und hieb sie zwischen zwei Knoten ab. Ihre Länge betrug drei Zoll neun Linien35. Er blies auf ihnen[63] und bestimmte, daß die Tonika der Tonleiter Huang Dschung sein solle. Er blies darauf und sprach: Das stimmt! Darauf machte er die zwölf Pfeifen. Da er am Fuße des Yüan-Yü-Berges den männlichen und weiblichen Phönix (Fong Huang) singen hörte, unterschied er danach die zwölf Tonarten. Aus dem Gesang des männlichen machte er sechs und aus dem Gesang des weiblichen machte er auch sechs, die alle mit der Tonika der Tonleiter Huang Dschung sich erzeugen ließen. Darum heißt es: Die Tonika der Huang Dschung ist der Grundton der ganztonigen und abgeleiteten Tonleitern36.

Huang Di befahl außerdem dem Ling Lun zusammen mit Yung Dsiang zwölf Glocken zu gießen, die die harmonischen fünf Töne der Tonleiter ergeben, um eine herrliche Musik auszuführen. Im mittleren Frühlingsmonat am Tage I Mao, als die Sonne im Zeichen Kui stand wurde sie zum erstenmal aufgeführt und erhielt den Namen Hiän Tsi.

Der Herrscher Dschuan Hü wurde geboren am Wasser Jo und ließ sich endgültig nieder in Kung Sang. Darauf bestieg er den Sitz des Herrschers, und da er mit dem Himmel übereinstimmte, so wehten die Winde genau aus ihren Richtungen. Ihr Ton klang wie Hi Hi, Tsi Tsi, Tsiang Tsiang. Der Herrscher Dschuan Hü liebte ihren Ton und befahl dem fliegenden Drachen (Fe Lung), sie nachzuahmen und die Töne der acht Winde zu gestalten37. Er nannte diese Musik die Aufnahme der Wolken und man benützte sie, um dem höchsten Gott zu opfern. Auch befahl er dem Salamander (To), den Musikmeistern den Takt zu geben. Salamander hockte nieder und schlug mit seinem Schwanz auf seinen Bauch. Es klang wie Yang Yang.

Der Herrscher Gu befahl dem Hiän He, Gesänge zu komponieren38. Auch war Tschui da, der fertigte Handtrommeln und Pauken, Glocken und Klingsteine, Flöten und Oboen, Klappern und Rasseln, kleine Trommeln und Hammerglocken an. Der Herrscher Gu ließ dann die Leute in die Hände klatschen, die Trommeln rühren, die Glocken und Klingsteine anschlagen, die Flöten und Pfeifen blasen und schließen mit der Rassel und Klapper. Dadurch[64] veranlaßte er den Vogel Fong im Himmel im Takt umherzufliegen. Der Herrscher Gu war sehr erfreut darüber, und die Musik diente zur Sicherung des Einflusses des Herrschers.

Als der Herrscher Yau auf den Thron kam, da befahl er dem Dschï, Musik zu machen. Dschï ahmte die Töne der Wälder und Bachtäler nach in seinem Gesang. Er spannte Hirschleder über ein irdenes Gefäß und trommelte darauf. Er strich den Klingstein und schlug den Klingstein, daß er klang wie der nephritene Klingstein des höchsten Gottes und alle Tiere sich im Takt danach bewegten. Der blinde Greis39 teilte die fünfsaitige Leier in die fünfzehnsaitige Leier. Er nannte sie Da Dschang und benützte sie beim Opfer für den höchsten Gott. Als Schun zur dauernden Regierung kam, da teilte er die Leier, die der blinde Greis gemacht hatte, und vermehrte sie um acht Saiten, so daß daraus die 23 saitige Leier wurde.

Der Herrscher Schun befahl dem Dschï40 die neunfache Schau-, sechsfache Liä- und sechsfache Ying- Musik zu machen, und des Herren41 Tugend zu preisen.

Als Yü eingesetzt war, mühte und sorgte er sich um die Welt. Tag und Nacht gönnte er sich keine Ruhe. Er regulierte die großen Ströme, trainierte die Anschwemmungen, meißelte das Drachentor aus und leitete die Wasser nach unten ab, so daß der Gelbe Fluß sein festes Bett bekam. Er regelte die drei Giang-Ströme und die fünf Seen und leitete sie nach dem Osten ab, um die Mengen des Volkes zu fördern. Darauf befahl er dem Gau Yau die neun Sätze der Hia-Yüo-Musik zu machen, um seine Werke ins Licht zu setzen.

Als Tang aus dem Hause Yin auf den Thron kam, da war der letzte Herrscher aus dem Hause Hia42 vom rechten Pfad gewichen. Er behandelte die Volksmengen mit Grausamkeit, beraubte die Fürsten und wich von den festen Maßen und Geleisen ab. Die ganze Welt empörte sich dagegen. Darauf führte Tang die Kriegsmacht von sechs Provinzen heran, um die Schuld des Giä zu bestrafen. Das große Werk kam zur Vollendung, und die Volksmassen hatten Ruhe. Da befahl Tang dem I Yin die Da-Huo-Musik und den Morgentaugesang (Schen Lu) zu machen. Die neunfache[65] Schau- und sechsfache Liä-Musik in Ordnung zu bringen, damit man seine Güte sehen könnte.

Als der König Wen von Dschou am Fuß des Berges Ki weilte, da wandten sich die Fürsten von den Verruchtheiten des Königs von Yin ab und halfen dem König Wen43. San I Schong sprach: Yin ist für die Strafe reif. Aber der König Wen war nicht damit einverstanden. Da machte Dan, der Fürst von Dschou, ein Lied, das hieß44:


Der König Wen ist droben

Und strahlt im Himmelsglanz,

Ein altes Land ist Dschou wohl,

Doch sein Beruf ist neu.


Damit pries er die Tugend des Königs Wen.

Als König Wu den Thron bestieg, da bekämpfte er Yin mit sechs Heeren, und noch ehe die sechs Heere dessen Hauptstadt erreicht hatten, schlug er ihn mit der Vorhut auf der Ebene des Hirtenfeldes (Mu Yä). Als er zurückkehrte, brachte er die abgeschnittenen Ohren der Überwältigten im königlichen Ahnentempel dar und befahl dem Fürsten von Dschou die große Wu-Musik zu machen.

Als der König Tschong auf den Thron kam, da machten die Leute von der vertriebenen Yin-Dynastie einen Aufruhr. Der König befahl dem Herzog Dschou hinzugehen, um sie zu bestrafen. Die Leute von Schang (Yin) hatten Elefanten gezähmt, um die Barbaren des Ostens einzuschüchtern. Der Fürst von Dschou folgte ihnen mit seinem Heer und vertrieb sie bis südlich des Großen Flusses (Yangtsekiang). Darauf machte er die Musik der drei Elefanten (San Siang), um seine Tugend zu preisen.

So liegen die Ursprünge der Musik weit zurück, und nicht ein einzelnes Geschlecht hat sie erschaffen.

Fußnoten

1 Die siebente Tonart ist eine männliche Tonart. In diesem Monat ist die weibliche Kraft unten gleichsam als Wirt, die männliche Kraft ist oben gleichsam als Gast. Das wird durch Sui Bin = der blühende Gast ausgedrückt.


2 Kleine Hitze (Siau Schu) ist nach dem Sommersolstiz, in der Regel im sechsten Monat.


3 In diesem Monat ist die Yin-Kraft unten, die Yang-Kraft oben. Der Würger begegnet nach dem Sommersolstiz der Yin-Kraft und tötet Schlangen, steckt sie auf Dornen und schreit darüber. Die Spottdrossel kann ihre Stimme und ihren Laut verändern und den Gesang aller Vögel nachahmen. Sie heißt daher auch Hundertzunge.


4 Lichthalle (Ming Tang) ist die südliche Halle; der große Tempel (Tai Miau) ist das mittlere Gemach dieser Halle.


5 Die Pauken und Trommeln dienen zur Markierung des Rhythmus der Musik. Die Flöten haben sechs Öffnungen, die Oboen sind aus Bambus.


6 Diese Instrumente wurden bei den Pantomimen angewandt und zwar Schilde und Äxte im Frühling und Sommer, Federn und Flöten im Herbst und Winter. Statt Flöten steht im chinesischen Text aus Versehen Lanzen.


7 Die Mundorgeln waren im Altertum aus einem Kürbis gemacht. Die großen hatten 36, die kleinen 17 Pfeifen. Die Okarinas waren aus Ton gemacht und so groß wie das Ei einer Wildgans. Die Querpfeifen waren aus Bambus, zwei Zoll dick und zwölf Zoll lang, hatten sieben Löcher und oben noch eins, durch das sie geblasen wurden.


8 Die Glocken waren aus Metall, die Klingsteine aus Stein, die Klappern waren wie ein lackiertes Faß gestaltet, in dessen Mitte ein hölzerner Hammer war, mit dem man nach links und rechts schlug, um den Rhythmus zu bezeichnen. Die Rasseln hatten die Gestalt eines hölzernen Tigers, auf dessen Rücken sägeartige Zähne standen. Man fuhr mit einem Stock darüber, um das Musikstück zum Abschluß zu bringen.


9 Die göttlichen Herrscher sind wahrscheinlich die fünf höchsten Götter der Elemente. Nach anderer Ansicht handelt es sich jedoch um den höchsten Gott des Himmels.


10 Die Kreisbeamten sind die Beamten der Kreise des königlichen Kronguts. Sie bringen Opfer dar an die Wohltäter des Volks aus früheren Generationen, um von ihnen Glück und Hilfe zu einer guten Ernte zu erflehen.


11 Weil der Indigo noch nicht reif ist.


12 Da die Sommerhitze zu groß ist und das Tuch dadurch mürbe und brüchig würde.


13 Die Leute sind im Sommer auf dem Feld draußen zerstreut, sie müssen aus- und eingehen, darum sollen die Türen nicht geschlossen werden.


14 Das ist eine Vorsichtsmaßregel zum Schutz der trächtigen Stuten. In Li Gi heißt der letzte Satz: Man veröffentlicht die Regeln für die Pferdezucht.


15 Am Tag der Sommersonnenwende beträgt der Tag 65 und die Nacht 35 Teile.


16 Mittsommerkraut (Ban Hia), ein lösendes Kraut gegen Husten. Der Eibischbaum ist hibiscus syriacus.


17 Terrassen sind hohe, aus Erde gestampfte viereckige Bauwerke; sind sie oben mit Bäumen bepflanzt so heißen sie Hochgärten.


18 Die zwei Pole sind Himmel und Erde.


19 Gemeint ist, daß die täglichen Bewegungen von Sonne und Mond verschieden schnell sind. Der Mond durchläuft in einem Monat den Tierkreis, die Sonne in einem Jahr, ohne sich zu stören.


20 Der Winter bringt Kälte, der Sommer Hitze. Um die Wintersonnenwende sind die Tage kurz, um die Sommersonnenwende lang. Im Frühling ist alles weich, im Herbst hart.


21 Die Musik, die »heitere Kunst«, Yüo, und die Heiterkeit, Lo, werden im Chinesischen durch dasselbe Zeichen dargestellt.


22 Nach der chinesischen Überlieferung lachen die Ertrinkenden, die zum Tode Verurteilten zwingen sich zum Singen, aber ihr Gesang ist nicht fröhlich (Galgenhumor), die Wahnsinnigen sind wohl kampfbereit, sind aber dennoch nicht zu fürchten.


23 In den Werken des Mo Di steht ein Kapitel über die Verurteilung der Musik.


24 Zwei Zeichen gestrichen nach Dschu Dsï Ping I, 22 Seite 12.


25 Ein Gün ist dreißig Pfund und ein Schï ist hundertzwanzig Pfund. Die musikalischen Röhren dienten gleichzeitig als Grundlage für die Hohlmaße. Übrigens scheint im Text etwas zu fehlen, da nur die Grenzen nach oben, nicht aber die nach unten angegeben sind.


26 Die gelbe Glocke (Huang Dschung) ist die erste der zwölf chinesischen Tonarten. Die Tonika Gung ist der erste Ton dieser Tonart. Auf europäische Verhältnisse übertragen würde es der Ton c der c-Dur-Tonleiter sein.


27 Der reine Tempel ist der Tempel des Wen Wang. Die durch die Musik zum Ausdruck gebrachten Stimmungen haben etwas Unaussprechliches, das noch über die Ausdrucksfähigkeit der Töne hinausgeht. Auf europäische Verhältnisse übertragen wäre hier etwa an die letzte Musik Beethovens zu denken.


28 Beim großen Ahnenopfer werden verschiedene Weinsorten geopfert. Die heiligste davon ist der sogenannte dunkle Wein, d.h. Wasser. Diese Gabe ebenso wie die rohen Fische und die ungemischte Brühe sind Überreste einer alten Zeit. Sie wurden später auch noch beibehalten, um der Bedeutung des Ursprünglichen Ausdruck zu verleihen.


29 Dschu Siang Schï ist ein anderer Name des Yän Di oder Schen Nung.


30 Go Tiän Schï ist der Titel eines Fürsten zur Zeit der drei Erhabenen. Es handelt sich bei dieser Musik wohl um alte vegetative Zaubertänze, wie sie zur totemistischen Zeit auch anderwärts üblich waren.


31 Es handelt sich hier wohl um eine Textverderbnis für Yin Kang, da Tau Tang soviel wie Yau ist, der viel später gelebt hat, siehe unten, während Yin Kang auch ein Herrscher aus der Zeit der drei Erhabenen war. Text korrigiert nach Du Schu Dsa Dschï, Anhang, Bd. I, S. 36 f.


32 Es ist hier auf das sogenannte große Wasser angespielt, das zur Zeit Yaus geherrscht haben soll und durch Yü reguliert wurde.


33 Ling Lun wird als Beamter von Huang Di bezeichnet.


34 Da Hia ist ein Berg im Westen, wohl identisch mit Tohara, Yüan Yü ist auch der Name eines Berges. Nach Han Schu, Lü Dschï ist Yüan Yü identisch mit Kunlun. Über Da Hia ist im Kommentar keine nähere Bemerkung enthalten. Vgl. Schuo Yüan 19.


35 Nach anderen Angaben ist der Grundton von Huang Dschung neun Zoll lang. Eine vorgeschlagene Auskunft ist folgende: Die Länge des Grundtons von Huang Dschung beträgt nach dem Maß der Tsin-Dynastie acht Zoll eine Linie; die Länge der daraus abgeleiteten Ying Schong 4 Zoll 2 Linien, so daß die Differenz drei Zoll neun Linien betrüge.


36 Die chinesische Tonleiter zerfällt ebenso wie die europäische enharmonische Tonleiter in zwölf Halbtöne. Davon sind die sechs Töne, die je einen ganzen Ton auseinander liegen, von der Tonika ab gerechnet, die sogenannten männlichen Töne; nach europäischer Schreibweise also die Töne c, d, e, fis, gis, ais. Die dazwischen liegenden Halbtöne werden als weibliche Töne bezeichnet. Ähnlich nun wie in Europa für den Aufbau der Tonleitern nur sieben dieser zwölf Halbtöne verwendet werden, benützt die chinesische Tonleiter fünf, deren Intervalle genau den von uns nicht benützten Tönen entsprechen (populär ausgedrückt den schwarzen Tasten auf dem Klavier). Die zwölf Halbtöne werden benützt um daraus ebenfalls wie in Europa die zwölf Tonarten zu bilden. Die Bildung dieser Tonarten geht wie bei uns in Quintenabständen vor sich, nur daß es auf Chinesisch so ausgedrückt wird: Die männliche Tonart geht eine Quart abwärts und holt sich eine Frau, diese Frau geht eine Quinte aufwärts und bekommt einen Sohn. Also aus der c-Dur-Tonart entsteht die g-Dur-Tonart (weiblich). Aus der g-Dur-Tonart, eine Quinte nach oben d-Dur (männlich) usf.


37 Hi Hi bezeichnet die menschliche Stimme, Tsi Tsi die Laute in der Natur (Regen und Wind), Tsiang Tsiang bezeichnet den Laut zusammenstoßender Gegenstände. Die acht Winde sind die Einflüsse der acht Diagramme (Ba Gua), die nach der Windrose angeordnet werden.


38 Im Texte folgen hier 6 Zeichen, die aus der Beschreibung von Schuns Musik hier eingedrungen sind.


39 Gu Sou wird in den Urkunden als der Vater von Schun bezeichnet. Ob es dieselbe Person ist, bleibt fraglich; die Musiker waren in der Regel blind.


40 Dschï ist in den Urkunden Kui (Einbein) genannt. Lu Schï sieht jedoch in ihnen zwei Personen.


41 Die sechsfache Ying Musik (Liu Ying, die sechs Kristalle) wird auch dem Herrscher Dschuan Hü und die sechsfache Liä Musik (die sechs Reihen) dem Herrscher Di Yu zugeschrieben. Vgl. Sinica 1927, pag. 145 ff.


42 gemeint ist Giä.


43 Die drei Verruchtheiten des Königs sind sein Verhalten gegen Bi Gan, dem er das Herz ausreißen ließ, daß er dem alten Manne Tsai die Beine entzwei schlagen ließ und daß er einer Frau in guter Hoffnung den Bauch aufschneiden ließ. San I Schong ist einer der vier Ratgeber des Königs Wen.


44 Schï Ging I, 1, Da Ya Wen Wang. Dieses Lied ist nach dem Tode des Königs Wen verfaßt.

Quelle:
Chunqiu: Frühling und Herbst des Lü Bu We. Düsseldorf/Köln 1971, S. 62-66.
Lizenz:

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