Achtes Capitel.

Von der Classification durch Reihen.

[300] §. 1. Wir haben bisher die Principien der wissenschaftlichen Classification nur in soweit betrachtet, als sie sich auf die Bildung von natürlichen Gruppen beziehen; und bei diesem Punkte sind die meisten von denjenigen, welche eine Theorie der natürlichen Anordnung aufzustellen unternahmen, Herr Whewell mit inbegriffen, stehen geblieben. Es giebt indessen noch einen anderen und nicht weniger wichtigen Theil der Theorie, der jedoch, so viel mir bekannt, von keinem Schriftsteller als Herrn Comte systematisch behandelt worden ist. Es ist die Anordnung von natürlichen Gruppen in natürliche Reihen.166

Der Zweck der Classification als eines Mittels der Naturforschung ist, wie bemerkt, uns zu veranlassen, uns diejenigen Gegenstände vereinigt zu denken, welche die grösste Anzahl von wichtigen gemeinschaftlichen Eigenschaften besitzen, und die wir daher im Laufe unserer Inductionen am häufigsten Gelegenheit haben zusammen[300] zu betrachten. Auf diese Weise werden unsere Ideen von den Gegenständen in eine Ordnung gebracht, die unsere inductiven Forschungen am meisten fördert. Wenn aber der Zweck ist, eine besondere inductive Untersuchung zu erleichtern, so ist mehr erforderlich. Um diesem Zwecke zu dienen, muss die Classification diejenigen Gegenstände vereinigen, deren gleichzeitige Betrachtung der Wahrscheinlichkeit nach am meisten Licht auf den besonderen Gegenstand werfen wird. Da dieser Gegenstand aus den Gesetzen irgend eines Phänomens oder einer Reihe von zusammenhängenden Phänomenen bestellt, so muss das Phänomen selbst oder die Reihe von Phänomenen als Unterlage der Classification gewählt werden.

Die Erfordernisse einer Classification, welche das Studium eines besonderen Phänomens erleichtern soll, sind, erstens, alle Arten, welche das Phänomen in irgend einer Weise oder in irgend einem Grade darbieten, in eine Classe zu bringen; zweitens, diese Arten nach dem Grade, in welchem sie es darbieten, in eine Reihe zu ordnen, indem man mit den Arten beginnt, welche es am meisten darbieten, und mit denjenigen endet, welche es am wenigsten zeigen. Das vorzüglichste Beispiel einer solchen Classification bieten bis jetzt die vergleichende Anatomie und die Physiologie, denen wir daher unsere Erläuterungen entnehmen werden.

§. 2. Wir wollen annehmen, der Gegenstand der Untersuchung wäre, die Gesetze des thierischen Lebens zu erforschen. Nachdem wir uns eine so deutliche Idee von dem Phänomen selbst gemacht haben, als der Zustand unserer Kenntnisse es erlaubt, ist der erste Schritt, alle bekannten Arten von Wesen, bei welchen sich dieses Phänomen darbietet, in eine grosse Classe (die der Thiere) zu bringen; in welchen verschiedenen Combinationen mit anderen Eigenschaften, oder in welchen verschiedenen Graden sich auch das Phänomen bei ihnen zeigt. Da einige von diesen Arten die Erscheinung des thierischen Lebens in einem hohen, andere sie nur in einem sehr niedrigen Grade darbieten: so müssen wir zunächst die verschiedenen Arten in eine Reihe ordnen, in der sie nach dem Grade, wie sie das Phänomen darbieten, auf einander folgen, indem wir mit dem[301] Menschen anfangen und mit den unvollkommensten Arten der Zoophyten endigen.

Es will dies nichts Anderes sagen, als dass wir die Fälle, aus denen das Gesetz inductiv gefolgert werden soll, in die Ordnung zu bringen haben, welche in einer unserer vier Methoden der experimentalen Forschung inbegriffen ist, nämlich in der Methode der sich begleitenden Veränderungen. In Fällen, wo wir nur beschränkte Mittel besitzen, um durch künstliche Experimente eine Trennung der gewöhnlich verbundenen Umstände zu bewirken, ist, wie früher bemerkt wurde, diese Methode oft die einzige, ZU der wir unsere Zuflucht nehmen können, wenn wir mit Sicherheit zu einem wahren Schlüsse gelangen wollen. Das Princip der Methode ist, dass Thatsachen, welche mit einander zunehmen, oder mit einander abnehmen und verschwinden, entweder Ursache und Wirkung von einander, oder Wirkungen einer gemeinschaftlichen Ursache sind. Wenn es ermittelt worden ist, dass diese Beziehung zwischen den Veränderungen wirklich existirt, so kann der Zusammenhang zwischen den Thatsachen selbst mit Zuversicht entweder als ein Naturgesetz, oder, je nach den Umständen, als ein blosses empirisches Gesetz aufgestellt werden.

Dass der Anwendung dieser Methode die Bildung einer Reihe, wie wir sie beschrieben haben, vorhergehen muss, ist zu augenfällig, um nachgewiesen zu werden; und die blosse Anordnung einer Anzahl von Gegenständen in eine Reihe, je nach den Graden, in welchen sie eine Thatsache darbieten, deren Gesetz gesucht wird, wird durch die Erfordernisse unserer inductiven Operationen zu deutlich geboten, um hier einer weitläufigen Erörterung zu bedürfen. Es giebt aber Fälle, in denen die für den besonderen Zweck erforderliche Anordnung zum bestimmenden Princip der Classification derselben Gegenstände zu allgemeinen Zwecken wird. Dies wird natürlich dann eintreffen, wenn diese Gesetze der Gegenstände, welche in der speciellen Untersuchung gesucht werden, an dem all gemeinen Charakter und der Geschichte dieser Gegenstände einen so grossen Antheil haben – einen so grossen Einfluss auf die Phänomene besitzen, wovon sie entweder die Agentien oder der Schauplatz sind - , dass alle anderen zwischen den Gegenständen bestehenden Unterschiede passenderweise als blosse Modificationen des einen gesuchten Phänomens, dass sie als Wirkungen[302] betrachtet werden, die durch die Mitwirkung eines zufälligen Umstandes mit den Gesetzen dieses Phänomens determinirt sind. So können bei lebenden Wesen die Unterschiede zwischen der einen und der anderen Classe von Thieren vernunftgemäss als blosse Modificationen des allgemeinen Phänomens, thierisches Leben, betrachtet werden; von Modificationen, welche entweder aus den verschiedenen Graden entstehen, in denen sich dieses Phänomen bei den verschiedenen Thieren zeigt, oder aus der Vermischung der Wirkungen von zufälligen, der Natur eines jeden Thieres eigenthümlichen Ursachen mit den Wirkungen, die durch die allgemeinen Gesetze des Lebens hervorgebracht werden; indem diese Gesetze immer noch einen vorherrschenden Einfluss auf das Resultat ausüben. Da sich dies so verhält, so kann keine inductive Untersuchung in Beziehung auf Thiere anders geführt werden, als mit Unterordnung unter die grosse Untersuchung über die allgemeinen Gesetze des thierischen Lebens; und die Classification der Thiere, welche diesem Zwecke am besten entspricht, ist die geeignetste für alle anderen Zwecke der Zoologie.

§. 3. Um eine derartige Classification aufzustellen, oder auch um eine bereits aufgestellte zu verstehen, bedarf es des Vermögens, die wesentliche Aehnlichkeit eines Phänomens in seinen niedrigeren Graden und dunkleren Formen mit dem, was man dasselbe Phänomen in seiner vollkommensten Entwickelung nennt, zu erkennen , d.h. des Vermögens, alle Phänomene mit einander zu identificiren, welche sich nur dem Grade nach und in Eigenschaften unterscheiden, von denen wir voraussetzen, dass sie durch Unterschiede des Grades hervorgebracht wurden. Um diese Identität oder genaue Aehnlichkeit der Eigenschaften zu erkennen, ist die Annahme einer Typus-Species unerlässlich. Als Typus der Classe müssen wir diejenige von ihren Arten annehmen, welche die die Classe constituirenden Eigenschaften in dem höchsten Grade darbietet; indem wir die anderen Varietäten gleichsam als Ausartungen von diesem Typus betrachten; als durch geringere Intensität der charakteristischen Eigenschaft oder Eigenschaften davon abweichend. Denn ein jedes Phänomen wird (caeteris paribus) am besten da studirt, wo es in der grössten Intensität vorhanden ist. Nur da werden die Wirkungen, welche entweder von ihm[303] oder von derselben Ursache wie es abhängen, ebenfalls in dem höchsten Grade vorhanden sein. Nur da können wir folglich seine Wirkungen, oder die mit ihm verbundenen Wirkungen völlig erkennen, so dass wir ihre niedrigeren Grade, oder sogar ihre blossen Rudimente in Fällen zu erkennen lernen, in welchen ein directes Studium schwierig oder auch unmöglich ist; nicht zu erwähnen, dass das Phänomen in seinen höchsten Graden von Wirkungen oder von collateralen Umständen begleitet sein kann, die in den unteren Graden gar nicht vorkommen, indem sie zu ihrer Erzeugung eine grössere Intensität der Ursache verlangen, als sich bei ihnen vorfindet. Bei dem Menschen z.B. (der Species, wo der höchste Grad des thierischen sowohl als auch des organischen Lebens zu finden ist) entwickeln sich im Laufe seiner belebten Existenz viele untergeordnete Phänomene, die sich bei den niederer Thierclassen nicht zeigen. Die Kenntniss dieser Eigenschaften kann aber dennoch für die Entdeckung der Bedingungen der allgemeinen Lebenserscheinungen, welche der Mensch mit diesen niederen Thierclassen gemein hat, von Nutzen sein. Und sie werden auch ganz angemessen als Eigenschaften der belebten Natur selbst betrachtet, weil sie offenbar den allgemeinen Gesetzen der belebten Natur affiliirt sein können; weil wir ganz gut annehmen können, dass Rudimente oder schwache Grade dieser Eigenschaften durch bessere Organe als die unsrigen, oder auch durch vollkommnere Instrumente wahrgenommen werden könnten; und weil diejenigen Eigenschaften ganz correct Eigenschaften einer Classe genannt werden können, welche ein Ding genau in dem Verhältniss zeigt, als es der Classe angehört, d.h. im Verhältniss, als es das constitutive Attribut der Classe besitzt.

§. 4. Es bleibt uns noch zu betrachten, wie die innere Abtheilung der Classe am besten stattfindet, in welcher Weise sie in Ordnungen, Familien und Gattungen einzutheilen ist.

Das oberste Princip der Eintheilung muss natürlicherweise die natürliche Verwandtschaft sein; die aufgestellten Classen müssen natürliche Gruppen sein, deren Bildung hinlänglich abgehandelt wurde. Aber das Princip der natürlichen Gruppirung muss sich dem Princip der natürlichen Reihen unterordnen. Die. Gruppen dürfen nicht so hergestellt werden, dass man in dieselbe Gruppe[304] Dinge bringt, welche verschiedene Stufen der allgemeinen Scala einnehmen sollten. Die zu diesem Zwecke zu beobachtende Vorsicht besteht darin, dass die primären Abtheilungen nicht auf alle Distinctionen ohne unterschied, sondern nur auf diejenigen gegründet werden, welche Abweichungen in den Graden des Hauptphänomens entsprechen. Man sollte die Reihe der belebten Natur genau an den Punkten unterbrechen, wo die Veränderung in dem Grade der Intensität des Hauptphänomens (wie sie durch die hauptsächlichen Charaktere, wie Empfindung, Gedanken, willkürliche Bewegung etc. markirt wird) von deutlichen Veränderungen in den verschiedenen Eigenschaften des Thieres begleitet werden. Solche wohlmarkirten Veränderungen finden z.B. da statt, wo die Classe Mummalia aufhört; da, wo sich die Fische von den Insecten, die Insecten von den Mollusken trennen u.s.w. Wenn die primären natürlichen Gruppen in dieser Weise gebildet wurden, so setzen sie die Reihe ohne weitere Unterabtheilung durch blosse Juxtaposition zusammen; indem eine jede von ihnen einer bestimmten Abtheilung der Reihe entspricht. In ähnlicher Weise sollte wo möglich eine jede Familie so unterabtheilt werden, dass ein Theil von ihr höher und der andere tiefer steht, obgleich in der allgemeinen Reihe aneinanderstossend; und nur wenn dies unmöglich ist, ist es erlaubt, die übrigen Unterabtheilungen auf Charaktere zu gründen, die keinen bestimmteren Zusammenhang mit dem Hauptphänomen haben.

Wo das Hauptphänomen alle anderen Eigenschaften, auf welche eine Classification gegründet werden könnte, an Wichtigkeit so sehr übertrifft, wie bei der belebten Existenz, da wird eine beträchtliche Abweichung von der zuletzt aufgestellten Regel durch das erste Princip einer natürlichen Anordnung, durch das Princip, die Gruppe nach den wichtigsten Charakteren zu bilden, hinlänglich verhütet. Alle Versuche einer wissenschaftlichen Classification der Thiere sind seit dem ersten erfolgreichen Studium ihrer Anatomie und Physiologie mit einer gewissen instinctiven Beziehung auf eine natürliche Reihe gemacht worden, und stimmten mit der Classification, welche am natürlichsten auf eine solche Reihe gegründet worden wäre, in viel mehr Punkten überein, als sie davon differirten. Die Uebereinstimmung war jedoch nicht immer vollständig, und es ist häufig noch ein Gegenstand[305] der Discussion, welche von den verschiedenen Classificationen am besten mit der wahren Intensitätsscala des Hauptphänomens übereinstimmt. Cuvier z.B. ist mit Recht getadelt worden, dass er seine natürlichen Gruppen zu sehr auf den Ernährungsmodus gegründet hat, auf einen Umstand, der nur mit dem organischen Leben direct zusammenhängt und zu einer Anordnung führt, die den Zwecken einer Erforschung der Gesetze des thierischen Lebens wenig angepasst ist, da sowohl die fleischfressenden als auch die grasfressenden oder früchtefressenden Thiele fast von einem jeden Grade der Vollkommenheit gefunden werden. Die Classification von Blainville haben hohe Autoritäten für frei von diesem Mangel gehalten, indem dieselbe durch die blosse Anordnung der Gruppen die allmälige Ausartung der thierischen Natur, von dem höchsten bis zu dem unvollkommensten Beispiele, correct darstellt.

§. 5. Eine Classification eines einigermassen grossen Theiles vom Gebiete der Natur nach den obigen Principien hat man bisher nur in einem einzigen grossen Falle ausführbar gefunden, nämlich bei den Thieren. Bei den Pflanzen ist die natürliche Anordnung nicht über die Bildung von natürlichen Gruppen hinausgegangen. Die Naturforscher fanden es unmöglich, und werden es wahrscheinlich auch fernerhin unmöglich finden, aus diesen Gruppen eine Reihe zu bilden, deren Glieder der wirklichen Abstufung in den Phänomenen des vegetativen oder organischen Lebens entsprechen. Ein solcher Unterschied des Grades Hesse sich nachweisen zwischen der Classe der Gefässpflanzen und der Classe der Zellenpflanzen, welche die Moose, die Algen und andere Pflanzen einschliessen, deren Organisation einfacher und rudimentärer ist als die der höheren Ordnungen, und die sich daher der unorganischen Natur mehr nähern. Wenn wir aber über diesen Punkt weit hinausgehen, so finden wir keinen erkennbaren Unterschied in dem Grade, in dem die verschiedenen Pflanzen die Eigenschaften der Organisation und des Lebens besitzen. Die Dicotyledo nen haben eine verwickeltere Structur, eine etwas vollkommnere Organisation als die Monocotyledonen, und einige dicotyledonische Familien, wie die Compositae, besitzen eine verwickeltere Organisation als die übrigen. Aber die Verschiedenheiten sind von keinem hervorragenden Charakter und[306] versprechen nicht, ein besonderes Licht auf die Bedingungen und die Gesetze des Lebens und der Entwickelung der Pflanze zu werfen. Thäten sie dies, so müsste die Classification der Pflanzen, wie die der Thiere, mit Rücksicht auf die angedeutete Scala oder Reihe stattfinden.

Obgleich die wissenschaftliche Anordnung der organischen Natur bis jetzt das einzige vollständige Beispiel der wahren Principien einer rationellen Classification in Betreff von Gruppen oder Reihen darbietet, so sind diese Principien doch auf alle Fälle anwendbar, in denen der Mensch berufen ist, die verschiedenen Theile eines ausgedehnten Gegenstandes in eine geistige Coordination zu bringen. Sie dienen ebenso gut, wenn die Gegenstände zu Zwecken der Kunst und der Geschäfte, als wenn sie zu Zwecken der Wissenschaft zu classificiren sind. Die geeignete Anordnung eines Gesetzbuchs z.B. hängt von denselben wissenschaftlichen Bedingungen ab, wie die Classification der Naturgeschichte, und es kann keine bessere Vorbereitung zu einem so wichtigen Geschäft geben, als das Studium der Principien der natürlichen Anordnung nicht allein im Abstracten, sondern auch in ihrer wirklichen Anwendung auf die Classe von Naturerscheinungen, für welche sie zuerst ausgearbeitet wurden, und welche immer noch die beste Schule zum Erlernen ihres Gebrauches sind. Dies wusste die grosse Autorität in der Gesetzgebung, Bentham, ganz wohl, und sein früheres Fragment über den Staat, Fragment on Government, die bewunderungswürdige Einleitung zu einer Reihe von in ihrem Gebiete unübertroffenen Schriften, enthält (so weit sie gehen) klare und richtige Ansichten über die Bedeutung einer natürlichen Anordnung, wie sie einem vor Linné und Bernard de Jussieu Lebenden kaum in den Sinn kommen konnten.


[Die von dem Uebersetzer des vorliegenden Werkes schon im Jahre 1842 in die organische Chemie eingeführten progressiven oder homologen Reihen, welche der Chemie seitdem so wesentliche Dienste geleistet haben, erläutern das Princip der Reihenclassification auf eine, wie ich glaube, sehr beachtenswerthe Weise. In Betreff dieser Reihen vergleiche man: J. Schiel, Einleitung in das Studium der organischen Chemie, S. 167; oder auch Annalen der Chemie und Pharmacie von Liebig, Wöhler und Kopp Bd. CXVI, S. 107. – J. S.] [Zusatz des Übers.][307]

Quelle:
John Stuart Mill: System der deduktiven und inductiven Logik. Band 2, Braunschweig 31868, S. 300-309.
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