Ovid

Metamorphosen

Metamorphosen
  • Verlag: Reclam
  • Erscheinungsdatum: 1995
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 788
  • ISBN: 3150003563
  • EAN: 9783150003565
  • Amazon.de Verkaufsrang: 177.632
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Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension fanden 24 von 27 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Gehört in jeden Bücherschrank!

Wir haben die Metamorphosen an der Uni besprochen und im Kurs waren verschiedene Ausgaben des Werkes vorhanden. Ich hab mir glücklicherweise diese Ausgabe gekauft! Der Text ist schön übersetzt worden, also nahe am Original. Das Versmaß und die poetische Sprache sind sehr gut beibehalten worden. Die Prosa-Übersetzungen der Metamorphosen mögen vielleicht leichter verständlich sein (diese Ausgabe erfordert schon einige Konzentration), jedoch lebt diese Dichtung ja gerade von seiner Sprache. Sehr zu empfehlen!

Diese Rezension von Klaus Grunenberg fanden 57 von 69 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Mehr als nur gute Übersetzung

Was Michael von Albrecht hier als Übersetzer und Herausgeber geleistet hat, ist vieles.

Erst einmal die Übersetzung der Versform in eine sehr gute Prosa-Form, dann das Nachwort, das uns heutigen Lesern offenbart, wie Ovid damals dachte, was er im Sinn hatte.Dabei ist sein Unternehmen (das Ovids) ja unglaublich groß angelegt gewesen. Er wollte (und dabei gelang ihm alles, wie es heißt, was erschrieb in die sogenannte Versform wie von selbst!), er wollte also der damaligen gelehrten Welt zeigen, was es denn so auf sich hatte mit der sogenannten Theologie.Ja, die gab es natürlich damals auch schon und, wie nicht anders zu erwarten, war sie gegliedert in mindestens drei Arten, wie der römische Antiquar Varro es ausdrückte, nämlich in eine mythische, in eine naturwissenschaftliche und in eine staatsreligiöse.Da erkennen wir sogleich das Problem und sind froh, daß Ovid uns fast alles aus der alten griechisch-römischen Religion überliefert hat und zwar in ansprechender Form.Daß man neben der schmunzelnd zu lesenden Aufzeigung dieser alten herrlichen Mythen auch noch im Original, also dem Lateinischen einen vollständigen Genuß bekommt (bei zugegebener erzwungener Mühe!), ist ein weiterer Vorteil.Die Erde war rund, das wußten die Gelehrten damals schon und Ovid beschreibt auch dies gleich zu Anfang. Vieles in diesem schönen Werk ist also überlieferter Mythos, auf dem wir Heutige fest stehen und, seien wir so ehrlich, woraus wir auch einen Teil unserer eigenen heutigen Religion beziehen, was Grund genug ist, sich damit zu beschäftigen. Aber bitte nicht im Zorn!

Diese Rezension fanden 22 von 28 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Der Stephen King der Antike

Jeder Schüler der zehnten Klasse Gymnasium wird wohl erst mal froh sein, sämtliche Schulaufgaben und Extemporalen über Ovids Metamorphosen hinter sich lassen zu können, die Schwarte in Regal zu De republica und De Bello Gallico packen zu können und Latein zumindest über die Ferien ein weing zu vergessen. Aber so anstrengend es auch sein mag, die Texte von Ovid zu übersetzen, umso erstaunlicher erscheinen einem die Ideen, Visionen und Fabeln, die Publius Ovidius Naso in seiner unnachahmlich direkten Art in manchmal nicht mehr als 50 Zeilen hineingesteckt hat. Gewiß, die Sprache ist altertümlich, die Textform unverhältnismäßig schwierig zu durchblicken und die Probleme der Hauptdarsteller äußerlich geradezu läppisch, doch ist es mit Ovid wie mit einem Bild von Sahm - erst das nähere und genaue Hinblicken ermöglicht den Blick in eine andere Welt. Und wie bei Stephen King liegen bei Ovid das Beruhigende und das Aufwühlende, das Stilvolle und das Brutale, das Träumerische und das Aufrüttelnde sehr dicht beisammen. Neben der wohl bekanntesten Metamorphose um Orpheus und Eurydice, das Liebespaar in der Unterwelt, finden sich in der Werkreihe einige äußerst interessante Parabeln, die stets das gleiche Prinzip verfolgen: der Held macht durch eigenes Versagen wie Blasphemie oder Egoismus eine psychische Verwandlung, ja meist sogar eine physische Verwandlung durch, die ihn entweder tödlich trifft oder läutert. Immer jedoch tritt die Verwandlung auf grausame und gewaltvolle Art und Weise ein, die oft in sehr drastischen, aber zugleich schön arrangierten Worten vom Autor geschildert wird. Hervorragende Lesebeispiele sind "Die lykischen Bauern" (Landwirte werden zu Fröschen verwandelt, nachdem sie aus purer Selbstsucht einer dürstenden Mutter und ihren zwei Kindern Wasser aus ihrem Teich verweigern) und "Pyramus und Thisbe" (ein Liebespärchen erliegt einem schweren Mißverständnis und begeht kollektiven Selbstmord). Also einfach mal die gräßlichen Gedanken an den eigen Schulunterricht beiseite schieben - die Metamorphosen sind es wirklich wert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension von C. Rémi fanden 9 von 11 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein Buch fürs Leben!

Ovids Metamorphosen sind keine staubtrockene Schullektüre. Sie sind lebendige Weltliteratur, fesseln den Leser und lassen ihn nicht mehr los. Um die 250 Sagen hat der römische Dichter zusammengestellt, in denen es um Verwandlungen geht: Königen wachsen Eselsohren, Menschen entstehen aus Schlamm und Steinen, fiese Seeleute werden zu Delphinen, Nymphen zu Bäumen, mäklige Bauern zu Fröschen ... Jeder wird die eine oder andere Geschichte wiederentdecken, die er schon längst kannte, aber noch nie so kräftig und mitreißend formuliert gelesen hat. Zum Beispiel die Beschreibung des Berggotts Tmolus, der beim musikalischen Wettstreit zwischen Apollo und Pan den Schiedsrichter spielen muß: Damit er besser hören kann, schiebt er sich die Bäume von den Ohren! Oder die Horrorstory von Phaeton, der unbedingt mit dem Sonnenwagen durch den Himmel brausen mußte und dabei die Welt in Brand setzt. Oder Narziß und Echo. Oder, oder, oder ... In diesem von Phantasie, Ideen, Witz und gestalterischer Kraft überquellenden Buch findet jeder seine Lieblingsgeschichte. Man kann in den Metamorphosen einfach herumblättern, mal hie, mal da eine Geschichte lesen, ohne daß man vor dem Umfang des Buches Angst haben müßte. Wer Ovid richtig genießen will, wagt sich allerdings mal an den ganzen Text, von vorne bis hinten - dann entdeckt man nämlich erst richtigt, wie raffiniert Ovid die einzelnen Geschichten verknüpft und ineinander schachtelt.

Michael von Albrechts Prosaübersetzung läßt sich hervorragend flüssig lesen - die Anmerkungen dieser Ausgabe hätten allerdings ein wenig ausführlicher ausfallen können, reichen aber für den normalen Leser völlig aus. Unbedingt lesen!

Diese Rezension von A. E. fanden 12 von 21 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen schade!

Das Buch ist eigentlich ganz gut und die Übersetzung auch. Allerdings fehlen einige Bücher oder sie sind nicht vollständig.

Metamorphosen

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