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Extrem wichtiges Buch, auch heute noch lesenswertWer sich mit Evolution beschäftigt und wissen will, wie sich das Leben auf der Erde entwickelt hat, dem kann auch heute noch die Lektüre dieses verständlich, abwägend und überzeugend geschriebenen Werkes von Darwin empfohlen werden. Sicherlich würde man heute einiges eher anders formulieren, aber das spielt am Ende keine Rolle: Es gibt wohl kaum ein Buch, was so viel zu unserem modernen Menschenverständnis beigetragen hat wie eben dieses. Und weil dieses Buch so wichtig war und ist, sollte man es lesen.
Ein Buch, das Wissenschaftsgeschichte schriebWie kein zweites Buch beeinflußte dieses die Entwicklung der modernen Naturwissenschaften im allgemeinen und der Biologie im besonderen. Für jedermann sind die Ideen des Autors als Darwinsche Evolutionstheorie ein Begriff, in diesem Buch wurden sie zuerst veröffentlicht. Wer sich dabei aber eine reißerische Vermarktung der neuen und revolutionären Konzepte erhofft, wird von dem Buch enttäuscht werden. Ganz im wissenschaftlichen Stil widmet sich der Autor zuerst Variation unter Domestizierung und in freier Wildbahn, dann dem Überlebenskampf und der natürlichen Selektion. Weitere Kapitel handeln von Variationsgesetzen, Instinkt, Hybriden und der geographischen Verteilung der Spezies. Damit ist das Buch, das vor 140 Jahren zum ersten Mal veröffentlicht wurde, und damit aus einer Zeit stammt, in der Gene und DNA gänzlich unbekannt waren, noch immer aktuell und interessant zu lesen. Es ist erstaunlich wie weit sich Darwin mit seinem damaligen Wissensstand auch den heutigen Konzepten der Evolution nähert. All jene, die sich für die Entwicklung der Wissenschaft im 19.Jahrhundert interessieren, sollten dieses Buch gelesen haben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Aktueller denn jeUrsprünglich habe ich das Buch für meine Tochter gekauft, bin dann aber selbst "hängengeblieben". Evolutionstheorie, lang' ist es her, dass man sich während der Schul- und Studienzeit mit dieser Thematik beschäftigt hat bzw. musste. Nun also "freiwillig" und mit wachsendem Vergnügen! Zugegeben, keine leichte Kost für zwischendurch, aber doch allgemein verständlich und nicht so schwierig, wie man es sich vielleicht vorstellte. Es ist erstaunlich, wie überzeugend Darwin seine Theorien darlegt. Man meint fast, manches genauso angedacht zu haben und findet es hier nun logisch und konsequent wieder. Aber auf entsprechendem Niveau! Nichts davon hat seit der Erstveröffentlichung an Aktualität eingebüßt.
Wie nachsichtig und fair Darwin mit seinen Kritikern verfährt, sollte gerade heute im Zeitalter der Diskussionen um DNA und Gentechnologie Vorbild für manchen Wissenschaftler sein.
Ein bedeutender Klassiker der NaturwissenschaftCharles Darwins Buch "On the Origin Of Species" gilt als das bedeutendste naturwissenschaftliche Werk der Neuzeit. Viele seiner Thesen sind bis heute noch umstritten, und viele werden auch außerhalb der Wissenschaft oft missverstanden. Der Streit um die Evolutionstheorie selbst ist mittlerweile abgeklungen, da sie als Tatsache mittlerweile allgemein akzeptiert worden ist.
Im Erscheinungsjahr 1859 war es ein Bestseller. Die ersten 1250 Exemplare waren sofort vergriffen. Kaum ein Buch hat jemals ein so großes Echo gefunden, ist so oft falsch interpretiert worden und hat nachfolgende Generationen immer wieder gespalten. Nicht selten wurde Charles Darwin (1809 - 1882) für das Grundübel des jeweils herrschenden Zeitgeists verantwortlich gemacht. Dazu zählen beispielsweise die Rassengesetze der Nationalsozialisten oder der Atheismus. Dabei war aber auch schon vor Darwin Zweifel am theistischen Weltbild geübt worden. Vor allem passten viele fossile Funde damals nicht zu dem Mythos, dass sich das Leben auf der Erde seit der Schöpfung nicht verändert habe und die Welt deutlich älter sein musste als 6000 Jahre, die ihr die anglikanische Kirche, gestützt auf Bibelpassagen, zugestand.
Seine Evolutionstheorie beruht auf fünf Einzeltheorien. Diese lassen sich wie folgt wiedergeben:
1. Die Lebewesen verändern sich in langen Zeiträumen
(Seine Thesen stützt er auf fossile Funde oder auf die Urwelt und Unterschiede zwischen den verwandten Arten auf den Galapagosinseln. Insbesondere die Darwinfinken sind allgemein bekannt)
2. Die Organismen verändern sich allmählich in vielen kleinen Schritten
3. Alle Lebewesen haben einen gemeinsamen Ursprung
(An dieser Stelle entwickelt Darwin eines der ersten verästelten Stammbaumdiagramme des Lebens. Im Gegensatz zu Häckel schließt er den Menschen in seinem ersten Buch noch aus, auch um die religiösen Gemüter in Ruhe zu bewahren. Aber ein doppeldeutiger Satz im Schlusskapitel lässt seine Gesinnung erkennen: "Licht wird auch fallen auf den Menschen und seine Geschichte." An den Menschen wagte er sich erst in hohem Alter im Jahr 1871 in "Die Abstammung des Menschen.")
4. Treibende Kraft der Evolution ist die natürliche Auslese
(Mit der natürlichen Selektion fand Darwin eine plausible Erklärung für Evolutionsvorgänge auf der Grundlage von Veränderlichkeit und Bevölkerungsüberschuss. Dabei ließ er sich von dem zuerst 1798 erschienen Werk "An Essay On The Principle Of Population" von Thomas Malthus inspirieren. Dieser Nationalökonom und Sozialphilosoph erklärte damals, dass ein stetiger Bevölkerungszuwachs zu Nahrungsengpässen führen würde, wenn nicht Katastrophen oder Kriege die Bevölkerungszahl dezimieren würden. Darwin nannte dieses Phänomen "struggle for life" oder später auch "survival of the fittest." Durch das Lesen von Mathus erkannte er, dass der Existenzkampf zwischen den Individuen derselben Art und auch innerhalb der Population stattfindet. Einige Individuen seien demnach gegenüber anderen Artgenossen im Vorteil, weil sie über Eigenschaften verfügen, die ihre Überlebenschancen bei gegebenen Umweltbedingungen verbessern würden. Damit würden sie zugleich die Chancen auf Nachwuchs erhöhen, so dass diese vorteilhaften Adaptionen über Generationen weitervererbt werden können. Ebenso spricht er auch von der sexuellen Selektion. )
5. Im Laufe der Zeit wächst die Lebensvielfalt
(In diesem Kontext sammelte er Belege zu lange ausgestorbenen Arten und zu jungen Spezies. Hier interessierte er sich allerdings mehr für die Anpassung und Adaption von Arten als für die Artenaufspaltung. )
Darwins Theorien gelten heute noch als Fundament, auf dem sich die Biologie als wissenschaftliche Disziplin aufbaute. Darwin entwickelte allerdings nur sehr verschwommene Vorstellungen bezüglich zur Erblichkeit von Eigenschaften und zur Herkunft von Mutationen. Diesbezüglich fehlten ihm aber auch noch die Erkenntnisse über die Erbregeln eines Gregor Mendels, usw. Sein theoretisches Werk revolutionierte die Wissenschaft und unser Menschenbild. Seine in diesem Buch veröffentlichen Erkenntnisse entstammen vor allem seiner Erfahrungen und Forschungen während seiner fünfjährigen Forschungsreise auf der HMS Beagle.
Der Text im Buch selbst liest sich leider aufgrund der altertümlich umständlichen Sprache etwas mühsam. Die Mühe lohnt aber auf jeden Fall. Das Buch ist eine interessante historische Entdeckungsreise. Für jeden Naturwissenschaftler eigentlich ein Muss - Kauf!
Von vielen Lesern dieses Buchs werden auch gerne Bücher von Richard Dawkins gelesen, der vor allem durch die Veröffentlichung der Hamilton Theorie über das egoistische Gen bekannt wurde. Besser und aktueller sind meines Erachtens derzeit aber Bücher von Prof. Sean Caroll. Evo Devo ist ein interessantes Werk, welches letztendlich auch in großen Teilen eine Abkehr vom Darwinismus bedeutet.
Sehr zu empfehlenVon der Evolutionstheorie hat wohl fast jeder schon mal gehört, doch was alles damit zusammenhängt und wie sie eigentlich entstanden ist, wissen die meisten nicht. Jedem, der daran interessiert ist, kann ich dieses Buch nur empfehlen - interessant und gut verständlich geschrieben ist es sehr fesselnd und toll zu lesen.
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