Geyer, Horst

Über die Dummheit

Über die Dummheit
  • Verlag: Muster-Schmidt
  • Erscheinungsdatum: 1999
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 411
  • ISBN: 3788170034
  • EAN: 9783788170035
  • Amazon.de Verkaufsrang: 474.596
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Beschreibung von buecher.de

Amüsant, boshaft, jedoch auf psychologischer Grundlage beleuchtet der Autor eine Erscheinung, die in ihren Ursachen mannigfaltig und ihrer Verbreitung unabsehbar, ihrer Auswirkungen wegen die Bedeutung einer Weltmacht hat: Die Dummheit.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension fanden 49 von 52 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Erfrischender Abriß der menschlichen Psyche

Das Buch "Über die Dummheit" zeichnet sich durch eine erfrischenden, teils humoristischen, teils aber auch recht zynischen Abriß über die menschlichen Schwächen aus. Es werden keinerlei "Typen" ausgelassen. Selbst unter der Prämisse, daß der Autor dieses Buch im Jahr 1954 verfaßt hat und die mir vorliegende 7. Auflage aus dem Jahr 1958 stammt, kann man sich immer wieder der vielfach bis in die heutige Zeit gültigen "Entdeckungen" bezüglich der Unzulänglichkeiten der menschlichen Rasse erfreuen. Ich kann nur jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen und seine Schlüsse daraus zu ziehen.

Diese Rezension von Hans A. Loeffler fanden 66 von 74 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Intelligenter Trost!

Aufgepasst! Dieses Buch ist gefährlich - sofern Sie es jemandem schenken möchten. Jedenfalls machte ich diese Erfahrung, verlor einen Freund dem ich über eine leidvolle Erfahrung mit der Dummheit tröstend beistehen wollte. Ich kaufte und schenkte ihm dieses "Über die Dummheit" Buch - er grüsst mich nicht mehr - er fühlte sich beleidigt weil er den Titel auf seine eigene, mir unbekannte Dummheit bezog. Nun, das ist lange her -20 Jahre. Gelesen habe ich "Über die Dummheit" erst kürzlich wieder, habe damit etwas Kultur "getankt" oder Trost geholt; tatsächlich Trost. Der Prof. Dr. med. habil. Horst Geyer uns nämlich so ziemlich alle Antworten geliefert auf die Frage: "Weshalb spielt die Welt denn so verrückt". Die Einleitung (der II. unveränderte Auflage 1988) ist an "die Welt" gerichtet mit dem Titel: "Dummheit als Weltmacht und allgemeinmenschliches Phänomen". Ob Sie sich mit Politik, mit Schulwesen, mit Marketing, Geschichte, Kunst, Sex, Theologie und anderen wichtigen Dingen befassen, das Buch "Über die Dummheit" geht in weiser Weise auf alles ein. Und damit es uns nicht zu betrüblich zu Mute wird hat der Professor Geyer seinen gescheiten Humor in gekonnter Weise einfliessen lassen. Wenn ich dieses Buch nicht schon hätte - ich würde es wieder kaufen. Gut das ich es in die USA mitgenommen habe als ich 1995 auswanderte. Wirklich ein Trost.

Diese Rezension von Rappel fanden 5 von 5 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Gar nicht dumm!

Wissenschaftlichkeit und Amusement müssen kein Widerspruch sein - das weiß ich spätestens seit diesem Buch. Wir erfahren, warum in der kaiserlichen Armee im Deutschland des 18. Jahrhunderts dumme Soldaten voll tauglich waren, dumme Pferde dagegen nicht, was mit scio nescio wirklich gemeint ist und was Schopenhauer zum Thema Dummheit zu sagen hat. Anschaulich, leicht lesbar, streckenweise zu schallendem Gelächter anregend, liest man sich durch dieses Buch schneller, als es die kleine, schlecht gedruckte Schrift vermuten ließe. Diese ist auch mein Hauptkritikpunkt - allerdings möglicherweise ausgabenbezogen. Ich habe die Lizensausgabe von VMA-Wiesbaden. Schlecht gedruckt, schlecht gelayoutet - wie eben wissenschaftliche Werke oft aussehen. Mit der Wissenschaftlichkeit ist es auch ein bisschen so eine Sache bei diesem Buch. Der Autor, Horst Geyer, ist alles andere als dumm. Er ist Universitätsprofessor - allerdings wie viele dieser honorigen Herren in seiner wissenschaftlichen Beweisführung oft nachlässiger als ein Diplomand sich jemals erlauben dürfte. Hier weist das Buch streckenweise kleine Mängel auf (bei klaren Definitionen etc.). Auch in seiner Polemik bleibt das Werk nicht immer einer klaren wissenschaftlichen Linie treu. Aber ganz ehrlich - allzu viel macht (mir) das, solange ich das Buch zu meinem Vergnügen und nicht beim wissenschaftlichen Arbeiten lese, nicht aus! Ich habe das Buch verschlungen, ich habe mir viel an Wissen herausgeholt - und oft wusste ich nicht, soll ich weinen oder lachen über die Dummheit des Gros der Menschheit...

Diese Rezension fanden 8 von 12 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Vielleicht für einen Blick in die Vergangenheit ...

aber nicht als zeitnahe Lektüre!

Der Autor widmet unzählige Zeilen zum Thema "NS- Zeit und warum ich kein Nazi bin", dass es schon fast verdächtig wird! Seine Ausführlichen Erläuterungen zu seiner Tätigkeit passen nicht zum Thema und wirken wie eine bemühte Reinwaschung eines schlechten Gewissens. Man verliert die Lust über solchen Passagen.Auch insgesamt eine anstrengende Schreibe. Sehr gute Denkansätze und interessante Themen schweifen immer wieder unsinnig ab (s.o.). Man möchte allzu oft einfach weiter blättern. Sicherlich interessant für Studien an einer "Nachkriegs- Seele" und den (heute verstaubten) Ansichten damaliger Zeit.

Am Thema Dummheit geht das Werk leider zu oft vorbei.

Schade.

Diese Rezension von Hans Janotta fanden 2 von 3 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen As time goes by

Es ist zweielsfrei ein amüsantes Buch, zumindest am Anfang. Wer über die Dummheit mehr wissen möchte als nur Vorurteile, findet hier ein reiches Repertoire an Geschichten und Impulsen. Sicher sind unendlich viele Zitate dabei die, man in eigenen Publikationen oder Seminaren verwenden kann. Was das Buch neben, dem unzumutabren Druckbild unlesbar macht ist zweierlei:

1. Ich habe es als ärgerlich lächerlich empfunden, dass der Autor im Grunde genommen die Position vertritt, dass nur Menschen die Latein beherrschen, die Chance haben, nicht in die Kathegorie der Dummen eingeordnet zu werden. Ich weiss, dass Latein unendlich viele Mythologien und Originalschriften erschließt, und dass das Beherrschen der lateinischen Sprache viele als gescheit geltende Zitate verfügbar macht. Aber es sollte sich auch 1954 (erste Ausgabe) schon herum gesprochen haben, dass es einen Grund gibt, warum die Bildung einen humanistischen Weg und einen naturwissenschaftlichen geht. Das Wissen ist so enorm angewachsen, dass ein "Studium Generale", das er in den Winkel der Lächerlicheit stellt, ein Leben lang dauern würde.

2. Ist sein Menschenbild, vor allem das Frauenbild, vermutlich schon 1954 an der Grenze des Erträglichen gewesen. Er war eben damals schon ein alter Mann, den neben seiner Weisheit auch ein gewisser Grad an Alters-Senilität befallen hatte. Seite Ausführungen über die sexuelle und intelektuelle Rolle der Frau wäre sicher gut für eine einjährige Dauer-Kolumne in EMMA. Außerdem weiss ich noch immer nicht, wieviel Nazismus in ihm geblieben war.

Also, ich hab's jetzt zum dritten Mal gelesen, und das war's dann auch für die nächsten 5 Jahre.




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