Ott, Ernst

Optimales Lesen

Optimales Lesen
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Erscheinungsdatum: 1972-09-01
  • Bindung: Taschenbuch
  • Seitenzahl: 241
  • ISBN: 3499167832
  • EAN: 9783499167836
  • Amazon.de Verkaufsrang: 7.872
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Beschreibung von buecher.de

85 Prozent des Gelernten haben wir durch Lesen erworben; Lesen ist Lernen und umgekehrt. Höhere Lesegeschwindigkeiten, bessere Selektionstechnik und sicheres Behalten sind für jeden von uns unumgänglich.
Ernst Ott bietet hier einen 25-Tage-Kurs an, mit dem - in täglich dreißig Minuten - eine neue Lesetechnik erlernt werden kann, die bereits nach wenigen Tagen erste Resultate zeigt. Mit etwas Disziplin gelingt es jedem, der sich an Otts Ratschläge hält, seine Lesegeschwindigkeit merklich zu erhöhen, Konzentrationsschwächen abzubauen, die Aufnahmefähigkeit und das Behalten zu verbessern.

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Gesundheitswesen -- Betriebsbuchhaltung", "Täuschungsmanöver -- Revisionsabteilung", "Tatsachenbericht -- Patentdokumentation", "Erfahrungsbericht -- Entwicklungshelfer" -- es folgen acht weitere Wortpaare: Wir befinden uns auf Seite 123 und am 14. Tag des Lesetrainings. Auf der Seite daneben steht eine Denksportaufgabe, die wie ein abstraktes Kreuzworträtsel aussieht und uns helfen soll, daß wir uns besser konzentrieren können. Das ist "Optimales Lesen", ein dickes Textbrett mit dadaistischem Charme. Darin gibt es auch Seiten, auf denen viele Wörter wirr durcheinandergewürfelt stehen und von kleinen Kreuzchen verziert sind. Aber das Training (ein "Arbeitsprogramm in großen Schritten") ist bierernst. "Achtung: Zeitnahme!" Es folgt ein nerviger Übungstext über den nördlichen Schwarzwald, den man sich gut merken sollte -- nach dem Lesen muß man Fragen dazu beantworten. Danach sollen die Augen einer von neun Linien folgen, die wie Bindfäden ineinander verwoben sind. Mittendrin steht der Satz "Bitte oft wiederholen!" Und dann wieder: "Stufentransformator -- Ersatzbefriedigung", "Induktionsapparat -- Illustriertenidole"... Auf dem Tagesprogramm steht die "Normalisierung der Blickspanne". Aber warum muß eigentlich die Blickspanne "normalisiert" werden? Lesen wir denn alle unnormal? Und wozu braucht man "Augengymnastik"? Und dann auch noch eine, bei der man langweilige Linien "vor und zurück verfolgen" muß? Kann man so "genußvoller lesen" lernen? Immerhin sind die Voraussetzungen für das Training klein ("Beherrschung der deutschen Sprache") und das Lernziel groß: doppelte bis dreifache Lesegeschwindigkeit. Die eingestreuten Erklärungen überzeugen kaum. Und die Tips auch nicht so recht: "Geben Sie sich, bevor Sie mit dem Lesen beginnen, den Befehl: TEMPO, TEMPO, TEMPO!" --Frank Rosenbauer

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Wissenschaffer fanden 116 von 120 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Wer konsequent übt, verdreifacht seine Lesegeschwindigkeit

Natürlich kommt es bei solch einem Training darauf an, es tatsächlich konsequent durchzuziehen. Bei Ernst Ott's Programm benötigt man dazu ca. 1 Stunde Zeit pro Tag, 30 Tage lang. Wer diese Zeit tatsächlich investiert (45 Minuten Lesen eines beliebigen Buches, Leistung in die Tabelle eintragen + 15 Minuten Übungen im Buch), wird seine Lesegeschwindigkeit tatsächlich um das 2-4fache steigern. Ich habe dieses Programm zweimal absolviert, ebenso mein Mann und mein Schwiegervater. Wir alle haben am Schluss zwischen 120 und 300 Seiten (je nach Buch, ob Roman oder Fachbuch) pro Stunde gelesen statt vorher 60-150. Das Programm beruht entgegen der Behauptung einiger Rezensenten nicht darauf, dass man Texte zu überfliegen lernt. Geübt werden zwei Dinge: 1. Man übt, Wortbestandteile (Phoneme) schneller zu erkennen und sich von der alphabetischen Stufe der Leseentwicklugn zu lösen, auf der viele Menschen nach ihrer Schulzeit stehen geblieben sind. Wer längere Wörter leise mitsprechen muss und die Laute noch aktiv synthetisieren muss, anstatt die Wortbestandteile (z.B. Vorsilbe-Stamm-Endung) auf einen Blick zu erkennen, befindet sich noch auf dieser Stufe. Das ist ganz normales Wissen aus der Lesedidaktik. 2. Man trainiert mit Augengymnastik die Augenmuskulatur. Während die Fähigkeit zum Ganzwort-Lesen (1.) steigt, passt man die körperlichen Fähigkeiten an: mit trainierten Augenmuskeln lassen sich mehrere Wörter auf einen Blick erfassen, für sehr Geübte sogar eine ganze Zeile eines Taschenbuchs.

Hinter diesem Training steht also kein Humbug, keine Psychotricks, sondern fundiertes Fachwissen. Deshalb funkioniert es meiner Meinung nach auch so gut.

Wissen muss man allerdings, dass der Effekt nach etwa 6 Monaten verpufft, wenn man sich beim Lesen nicht regelmäßig an die Regeln erinnert und ab und zu eine Runde Augengymnastik einlegt. Wenn man den Effekt länger als ein halbes Jahr erhalten möchte, sollte man ab und zu die Übungen wiederholen, bei denen man selbst die größten eigenen Schwächen entdeckt hat. Zumindest ist das die Erfahrung aus meiner Familie.

Alles in allem kann ich dieses Buch als Dozentin für Lesedidaktik sehr empfehlen. Bei den negativeren Rezensionen hier frage ich mich, ob die Autoren tatsächlich das Programm konsequent durchgeführt haben oder ob sie eher erwartet hatten, schneller zu lesen könnte man ohne einen gewissen Arbeitsaufwand erreichen.

Diese Rezension von Wissenschaffer fanden 59 von 60 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Beurteilung bitte erst nach dem Durcharbeiten

Das Trainingsprogramm Buch hilft, mit höherer Geschwindigkeit und Konzentration den Stoff aufzunehmen. Dafür muß man es aber komplett einen Monat lang täglich (ca. 30-50 Minuten) durchhalten und regelmäßig weiter Schnelllesen praktizieren - etwas hart, aber es lohnt sich.

Auf viele technische Texte oder Texte, in denen viele einem unbekannte Wörter / Namen oder sehr viele Zahlen vorkommen, kann man diese Art des Lesens nicht anwenden. Bevor man es auf eine Fremdsprache übertragen kann sollte man mehrere Jahre Erfahrung in dieser Sprache mitbringen und sie perfekt beherrschen.Romane möchten die meisten sicher lieber entspannt lesen, aber zum Üben sind sie gut geeignet. Trotz der höheren Lesegeschwindigkeit (ich konnte von 180 auf 640 Wörter pro Minute kommen) bleiben Verstehen und Behalten nicht auf der Strecke. Ich lege in allen Dingen gerne ein hohes Tempo vor und mache viel auf einmal, und vorher sind meine Gedanken beim Lesen manchmal abgeschwiffen. Mit den Techniken von Herrn Ott verliert man jedoch völlig den Faden und die Zeile, wenn man an etwas anderes denkt- man muß also bei der Sache bleiben. Im Endeffekt konnte ich Konzentration und Behaltensquote tatsächlich steigern. Man muß sich jedoch wirklich für den gelesenen Stoff begeistern können, spätestens nach 20 Minuten eine Pause und nach 60 Minuten eine ganze Stunde Pause machen, sonst hält man die hohe Konzentration nicht durch.Wer eher nur einen Überblick über den Stoff bekommen möchte, ohne alles aufzunehmen, sollte sich "Photo-Reading" oder "Speed-Reading" ansehen - dies kann sinnvoll sein, wenn man nicht allen Text lesen muß aber das Inhaltsverzeichnis nicht ausreicht, um zu entscheiden, welche Passagen relevant sind oder wenn man einfach gedanklich in ein Thema reinkommen möchte - z.B., um sich Fragen zu notieren und Eckbegriffe zu kennen, anhand derer man dann ins Thema einsteigt.

Diese Rezension von Christian Peirick fanden 35 von 36 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Buch mit guten Übungstexten

Da ich selbst seit Jahren Seminarleiter und auch Autor eines Buches zum Thema bin ("Rationelle Lesetechniken - Schneller lesen - Mehr behalten", erschienen im K. H. Bock-Verlag), habe ich alle mir bekannten Bücher zum Thema gelesen (wenn auch nicht immer in allen Auflagen). Ich betrachte die Bücher daher auch immer im Hinblick darauf, was sie an Neuem zu bieten haben.

Das Buch von Herrn Ott empfehle ich in meinen Seminaren immer den Teilnehmern, die nach Kursende weiter an der Verbesserung ihrer Blickspanne arbeiten wollen. Es ist das einzige Buch, das noch allgemein erhältlich ist, dass so viel Übungsmaterial für so wenig Geld beinhaltet. Wer jedoch Hintergrundwissen zum Thema erhalten möchte, der wird mit diesem Buch nicht glücklich, denn das kommt zu kurz im Buch.

Diese Rezension von Christian Peirick fanden 25 von 30 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen Nicht mehr aktuell

Das Buch ist von 1972 und nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Zeit. Das Vokalisieren, ist keine schlechte Lesegewohnheit, sondern, wie neuerdings festgestellt, gehört das zum Lesen ganz normal hinzu. Auch das Aufblenden/Abblenden ist ein wenig suspekt. Ich empfehle das aktueller Buch "Turbo Lesen" von Rotraut+Walter Uwe Michelmann, ISBN 3-8068-2622-6, Ausgabe 2001 Falken Verlag

Diese Rezension von Christian Peirick fanden 17 von 19 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Nur für einfachere Literatur tauglich

Bei einfacher Literatur sind Herrn Otts Schnellesetechniken durchaus anwendbar. Außerdem macht er deutlich, wie wichtig das zügige Lesen für die Konzentration und die Aufnahmefähigkeit ist. Dennoch sind die im Buch versprochenen Lesegeschwindigkeiten in manchen Bereichen der Literatur einfach utopisch. Zwar kann man damit ganz gut Zeitung lesen, und auch das Überfliegen eines Textes wird effektiver. Wer sich allerdings mit dem Inhalt des Textes näher auseinandersetzen muß, macht bei schwieriger, komprimiert geschriebener Literatur schnell die Erfahrung, daß das Verständnis mit der reinen Lesegeschwindigkeit bei weitem nicht mithalten kann (z.B. bei juristischer Fachliteratur). Deshalb ist das Versprechen des Buches, die Lesegeschwindigkeit zu steigern, mit Vorsicht zu genießen.

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