Poe, Edgar A.

Die Morde in der Rue Morgue\The Murders in the Rue Morgue

Die Morde in der Rue Morgue\The Murders in the Rue Morgue
  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • Erscheinungsdatum: 1986
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 96
  • ISBN: 3150021766
  • EAN: 9783150021767
  • Amazon.de Verkaufsrang: 122.130
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Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Maldoror fanden 6 von 7 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen Leider ist nichts übriggeblieben von Poes Geschichte...

...man könnte sogar sagen, dass es sich bei diesem Hörspiel ÜBERHAUPT NICHT MEHR um eine Hörspielfassung von Poes "Morde in der Rue Morgue" handelt, es wir eine völlig andere Geschichte erzählt. Die Hauptfigur der eigentlichen Erzählung (Chevalier Auguste Dupin) kommt nur noch für ungefähr 10 Sekunden (keine Übertreibung!) vor. Die klassische Detektiverzählung Poes ist nicht mehr vorhanden.

Ein weiteres Problem der Serie an sich ist, dass die von den Machern hinzugefügte (recht langweilige) Rahmenhandlung nun jeweils fast mehr Raum einnimmt, als die eigentliche Geschichte. NEVERMORE!

P.S. Der Titelsong von "Orange Blue" (sic!) ist außerdem eine echte Zumutung.

Diese Rezension von Reinhold Stansich fanden 4 von 5 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Vom Original nicht mehr viel übrig

Diese Rezension betrifft die Hörspielfassung von Lübbe.Dieses Hörspiel stellt den siebten Teil der Edgar-Allan-Poe-Hörspiel-Reihe von Lübbe dar. Auch hier wird die in der Vergangenheit begonnene Rahmenhandlung über den an Gedächtnisschwund leidenden Unbekannten, der sich nun Edgar Allan Poe nennt, fortgesetzt. Im Vergleich zu den Teilen 5 (Sturz in den Mahlstrom) und 6 (Der Goldkäfer), wo die Rahmenerzählung rund die Hälfte der gesamten Hörspielzeit einnahm, wird hier der eigentlichen Erzählung - in einen Traum verpackt - wiederum mehr Raum mehr eingeräumt.Allerdings ist von der Poeschen Erzählung kaum mehr etwas übrig geblieben. Natürlich spielt wie im Original ein Orang-Utan eine Rolle und er tötet auch eine Person (im Original sind es zwei), aber damit hat sich auch schon die Ähnlichkeit. Poes Erzählung gilt als Vorläufer für Arthur Conan Doyles Hauptwerk. Wie bei Doyle, ist hier ein Icherzähler, gemeinsam mit einem Genie der Beobachtung (Dupin - Holmes), bei der Aufklärung eines Falles zu beobachten. Dieser wohl wesentlichste Aspekt wird in diesem Hörspiel allerdings vollkommen ignoriert - Dupin wird ein einziges Mal erwähnt. Die Lösung des Rätsels steht überhaupt nicht zur Debatte, handelt es sich doch im Hörspiel um einen Entwicklungsroman, während Poe einen Enthüllungsroman geschaffen hatte.Sogar die Erzählperspektive wird gewechselt, während bei Poe der Icherzähler der Freund von Dupin ist, ist der Icherzähler im Hörspiel, der Seemann in dessen Eigentum der Affe steht. Es wird aber noch schlimmer - denn gut 80 % des Inhaltes sind vollkommen neu erfunden und finden sich bei Poe überhaupt nicht. Bei Poe gibt es keine Geschichte zwischen dem Seemann und den beiden Opfern, im Hörspiel macht aber just jenes den größten Teil der Story aus.Das Hörspiel selbst ist recht gut gemacht, kann aber an die Qualität der beiden Vorgänger nicht anschließen. Natürlich kann ich jetzt nicht empfehlen: "Lassen Sie diesen Teil aus" denn das würde ja ein Loch in der Rahmenhandlung hinterlassen. Und so gebe ich auch zwei Sterne - einen weil ich Null nicht geben kann und einen weil das Hörspiel solide gemacht ist und die Rahmenerzählung weitergeführt wird.

Diese Rezension von windhexe-binah fanden 4 von 6 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen Selten so enttäuscht......

Als ich beim stöbern das erste Mal auf die Edgar-Allan-Poe-Hörbücher gestoßen bin, war ich begeistert! Bei diesem Autor - das muß Unterhaltung vom Feinsten sein. Dachte ich jedenfalls. Doch die Umsetzung hat mich zutiefst enttäuscht. Die musikalische "Untermalung" ist so schrill und nervig, daß einem die Ohren klingen und sogar stellenweise ein hören des Textes erschweren. Und Iris Berben als junges, unschuldiges Mädchen ist in meinen Augen eine glatte Fehlbesetzung! Ich sammle seit 28 (!) Jahren Hörspiele/-bücher, doch selten war ich so enttäuscht wie von diesem Silberling. Schade!

Diese Rezension von Antje Wicka fanden 3 von 4 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Der bisher schwächste Teil dieser Lübbe-Reihe

Die „Independence" hat New Orleans erreicht. Poe und Leonie Goron gehen gemeinsam von Bord und mieten sich zunächst ein Hotelzimmer. Dort beginnt der nächste Alptraum für Poe:

Er ist Gunn, ein Matrose aus Malta, dessen Schiff unterging und der sechs Monate auf einer einsamen Insel verbringen musste. Dort läuft ihn ein Orang-Utan zu, den er auch zurück in die Zivilisation nimmt. In Paris angekommen, rettet er einer jungen Frau das Leben. Ihre Mutter lädt ihn zum Dank in ihr Haus in der Rue Morgue ein. Gunn verliebt sich in die junge Frau und verspricht ihr und der Mutter seine Hilfe bei ihren finanziellen Problemen. Als er jedoch in sein Hotelzimmer zurückkehrt, sitzt sein Affe mit einem Rasiermesser im Badezimmer und bedroht Gunn. Der Affe flieht und erreicht schließlich das Haus der L'Espanayes in der Rue Morgue, wo er die beiden Frauen auf grausamste Weise zurichtet.Der siebte Teil der Poe-Reihe vom Lübbe-Verlag ist einfach nur schwach und enttäuschend: eine langweilige Geschichte ohne besondere Neuigkeiten über die Identität des unter Amnesie leidenden Poes sowie eine nervtötende Musik. Natürlich hat auch dieses Hörspiel mit der literarischen Vorlage - außer der bestialischen Ermordung der Damen L'Espanayes durch einen wild gewordenen (bzw. gebliebenen) Orang-Utans - nichts gemeinsam. Erstens ist es nur ein weiterer Alptraum des gedächtnissuchenden Poes und zweitens ist der Hörer beim Mord direkt dabei, während im Buch der Mord bereits geschehen ist und der Leser erst nach und nach die Zusammenhänge erfährt. Die Original-Version ist meines Erachtens um einiges spannungsgeladener. Diesen Teil hätte sich der Verlag wirklich sparen können. Da der Erzähler / Poe auch im achten Teil seinen bisherigen Leidensweg für den Hörer kurz skizzieren und er sich mit Miss Goron noch immer in New Orleans aufhalten wird, ist es nicht weiter schlimm, diesen Teil verpasst zu haben. Zwei Punkte nur deshalb, weil die Schauspieler erneut solide Arbeit leisten und die Rahmenhandlung ein Fünkchen Spannung beibehält.

Diese Rezension von andrehabenicht fanden 2 von 4 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen Totale Enttäuschung - Nicht Ihr Geld wert!

Ich bin durch eine zufällige Wendung des Schicksals begeisterte Hörer von Hörspielen geworden. Wenn Sie es auch sind, nehmen Sie bitte von diesen schrecklichen Hörspiel abstand. Es ist kein Cent des Preises wert. Die Geschichte ist unzusammenhengend und langweilig. Die Titelmusik (?) ein Graus. Ich kenne die Originalgeschichte nicht, aber sie ist sicherlich nicht dieser Mist und wenn ja, höchstens ein Kapitel davon. Ich bin es gewohnt in einem Hörspiel dass einen Titel trägt, auch von dem Werk erzählt. Aber 56 Minuten Hörspiellänge hätte mich anfangs schon stutzig machen sollen. Finger davon!!!

Die Morde in der Rue Morgue\The Murders in the Rue Morgue

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